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Unsere neuen Verpackungen sind da

Paint it black

Fast überall war es lange Zeit Standard, dass der Kaffee für Endverbaucher:innen in Aluminiumpäckchen daherkam. Auch bei Café Libertad. Nachdem bereits bei der Einführung einiger neuer Sorten mit dieser Verpackungstradition gebrochen wurde, gehen wir jetzt auf Ganze: Café Libertad verabschiedet sich vom Aluminium und setzt ab sofort nahezu komplett auf Verpackungen aus Kunststoff, die stilsicher in Schwarz gehalten sind.

Die Umstellung erfolgt ohne ‚Tag Null‘, also als fließender Übergang: Die Lager füllen sich bereits mit der Neuware. Wenn dann ein Artikel im alten Gewand nicht mehr vorrätig ist, wird nahtlos gewechselt, während parallel auch der Shop aktualisiert wird. Also, vielleicht erwischt Ihr in nächster Zeit bei einer Bestellung eines der letzten Unikate oder seid bereits Teil von etwas Neuem…

Was bedeutet das für den Kaffee selbst?

Am Kaffee selbst ändert sich durch die Umstellung nichts. Die Haltbarkeit bleibt die gleiche und ein konstantes oder sogar besseres Aroma ist gewährleistet. Entscheidend für beides ist, dass den Verpackungen der Sauerstoff entzogen wird. Denn der Kontakt mit Sauerstoff führt dazu, dass Oxidationsprozesse in Gang gesetzt werden, die aufs Aroma und damit letztlich auch auf die Haltbarkeit durchschlagen. Bei klassischen Vakuum-Verpackungen aus Alu wird dem entgegengewirkt, indem die Luft abgesogen wird, was der Kaffeequalität eher abträglich ist. Dies ist bei gemahlenen Kaffeevarianten das bekannte ‚Ziegelsteinformat‘, das es bei uns nicht länger gibt.

Bei den beutelförmigen, weichen Verpackungen, die wir nun durchgängig verwenden, wird beim Verpacken der schädliche Sauerstoff stattdessen mit Stickstoff ausgeblasen bzw. durch diesen ersetzt. Dieses Verfahren ist gesundheitlich unbedenklich und konserviert den Kaffee auf hervorragende Art und Weise. Die dadurch erzielte Qualität wird sofort greifbar und ist gut zu riechen, wenn so eine Packung frisch geöffnet wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Vakuumverpackungen wesentlich anfälliger für Beschädigungen waren, so dass sich mit der Umstellung der Anteil an sog. ‚Luftziehern‘, also letztlich an ‚Ausschussware‘ deutlich reduziert.

Warum erfolgt dieser Schritt?

Schon länger haben wir intern die Diskussion geführt, aufgrund der geringen Nachhaltigkeit und Energieintensität von Aluminium bzw. genauer: von Aluminiumlegierungen wegkommen zu wollen. Dabei mussten wir feststellen, dass es auch in der Welt der Verpackungen kein Richtiges im Falschen gibt, gerade wenn es darum geht, Umweltaspekte, Lagerungsfähigkeit und Qualität miteinander zu vereinbaren. So sind etwa auch die Papierverpackungen, die sich inzwischen vielerorts in den Supermarktregalen finden lassen, ein Stück weit Augenwischerei. Damit der Kaffee frisch bleibt, vor Feuchtigkeit und Verunreinigung geschützt ist, sind diese auf der Innenseite kunststoffbeschichtet. Es handelt es sich also ebenfalls um einen Verbundstoff, der grundsätzlich nicht oder nur mit großem Aufwand wieder aufbereitet werden kann.

Dennoch bleibt der Schritt weg vom Aluminium in unseren Augen richtig und wir denken, mit den neuen Verpackungen aus Kunststoff, die im dualen System entsorgt werden können, einen tragbaren Kompromiss gefunden zu haben. Der rettet nicht die Welt, ist aber zumindest ein kleiner Baustein zur Verbesserung der Ökobilanz.

Genauso wichtig ist es, Verpackungsmüll generell zu reduzieren. Dazu hat Café Libertad vor einiger Zeit begonnen, (zunächst) für besonders beliebte Bohnenröstungen 5kg Grosspackungen in einfacher Umverpackung einzuführen, die sich für alle lohnen, die Kaffee unverpackt lagern wollen und einen entsprechend hohen direkten Durchsatz an Kaffee bzw. Espresso haben. Der Verpackungsaufwand im Versandhandel reduziert sich übrigens außerdem, wenn ganze Verpackungseinheiten bestellt werden, also immer gleich ein ganzer Karton eines Produkts.

Wie geht es weiter?

Die Schattenseite der Umstellung sind höhere Kosten: Schlägt eine Alu-Verpackung bei 500g z.B. mit 25 Cent zu Buche, sind es bei der Kunststoffvariante 37 Cent. Hinzu kommt, dass die Beklebung mit den Etiketten bei nicht vakuumierten Abfüllungen aus produktionstechnischen Gründen teilweise nicht mehr maschinell erfolgen kann, sondern per Hand erledigt werden muss. Das sind pro Kaffeepäckchen noch einmal 10 Cent mehr.

Wir halten weiterhin die Augen offen, was es in der Verpackungsfrage an technologischen Entwicklungen gibt, welche neuen Standards entstehen und was davon auch bei Café Libertad nutzbar gemacht werden kann, um in qualitativer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht weiterzukommen.

Zudem ist die beste Verpackung immer noch keine Verpackung bzw. Verpackung nach der Devise: so viel wie notwendig und so wenig wie möglich. Daher arbeiten wir daran, noch weitere Kaffeesorten auch in 5kg-Einheiten anbieten zu können. Bereits demnächst wird es etwa den Durito im Großformat geben.

Schließlich wird es erforderlich sein, die gestiegenen Kosten weiterzugeben, sprich, die Preise zu erhöhen. Hierzu sind wir aktuell im Klärungsprozess und werden Euch auf dem Laufenden halten. Sicher ist nur, dass wir um diesen Schritt nicht herumkommen werden. Zumal auch die Kaffeepreise auf dem Weltmarkt erfreulicherweise gestiegen sind und wir daher den Kooperativen auch dieses Jahr wieder mehr zahlen werden. Denn es entspricht immer noch unserem Selbstverständnis solidarischen Handels, sich an den Strukturen und gerade auch an den Kleinbäuer:innen vor Ort zu orientieren.

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