Gegen patriarchale Zustände im Kaffeewelthandel

Frauen-Kooperative Aprolma

Die Kooperative Aprolma  (Asociación de Productoras Libres de Marcala) befindet sich in der Provinz Marcala, La Paz, im zentralamerikanischen Land Honduras. Es gibt in der Region sehr viele Erfahrungen mit Kaffeeanbau und auch gemeinsame Projekte zur Qualitätsentwicklung.

Aprolma ist aus einer der ersten Frauenkooperativen in Honduras entstanden. Zur Zeit sind 69 Frauen in der Kooperative aktiv. Sie bauen Kaffee auf ihren eigenen Feldern an. Die Frauen bewirtschaften in der Regel Anbauflächen von ein oder zwei Hektar. Der Kaffee wird biologisch angebaut und Aprolma besitzt eine Bio-Zertifizierung.

Die Compañeras von Aprolma liegen viel Wert auf die Qualität ihres Kaffees als Grundlage für ihre Unabhängikeit und Autonomie. Für sie sind dabei vier Aspekte wichtig:

1) Verstärkung der Organisation durch die ständige Verbesserung des Produktionsprozesses

2) Nachhaltige Produktion durch eine bessere Nutzung der Plantagen durch die Anwendung von umweltfreundlichen Methoden.

3) Direktes und solidarisches Handeln, ohne Zwischenhändler*innen, um die Lebensqualität der Bäuerinnen zu verbessern.

4) Kollektive Infrastruktur durch eine intelligente Nutzung der zur Verfügung stehenden Mittel

Der Rohkaffee zeichnet sich durch seine besondere Qualität aus, eine Fruchtigkeit, die auch bei kräftigen, dunklen Röstungen eine hohe Lebendigkeit mit sich bringt - unter anderm in unserer Sorte Las Chonas als Single Röstung.

Politische Situation in Honduras

Honduras hat eine lange Folge von Militärputschen und kolonialer Ausbeutung hinter sich. Großzügige Konzessionen lockten kapitalstarke Konzerne wie die "United Fruit Company" an, die große Plantagen gründeten und zur Entwicklung der sprichwörtlichen "Bananrepublik" führten. Wechselnde Diktatoren, die von anderen Ländern gestützt wurden, handelten im Interesse internationaler Geldgeber. 1954 stellte Honduras sein Territorium für eine Invasionstruppe zum Sturz des guatemaltekischen Präsidenten zur Verfügung. Das Land war zudem lange Brückenkopf und Rückzugsraum der Contras im nicaraguanischen Bürgerkrieg.

Am 28. Juni 2009 wurde der amtierende Präsident in Honduras durch einen Putsch vom Militär gestürzt. Seitdem hat sich die Sicherheitslage dramatisch verschlechtert. Bekannte politische Aktivist*innen wie Berta Caceres von der indigenen Organisation Copinh wurden ermordet. Besonders drastisch ist auch die Zunahme von Hassverbrechen gegen Mitglieder der LGBTI* Community. Eine juristische Aufarbeitung solcher Verbrechen findet kaum statt. Im Gegenteil, große Konzerne, die Politik und Angehörige von Polizei und Militär sind häufig an Morden und Menschenrechtsverbrechen beteiligt. Es herrscht ein Klima der Korruption, Rechtlosigkeit und Gewalt. Bei Wahlen im November 2017 wurden Manipulationsvorwürfe laut und Wahlbetrug vermutet. Bei anschließenden Protesten der Bevölkerung kamen mindestens 20 Menschen ums Leben und Tausende Menschen wurden festgenommen.

Selbstorganisierung und politische Unabhängigkeit

Die tägliche Arbeit der Frauenkooperative findet folglich unter politisch schwierigen Bedingen statt. Die Mitglieder von Aprolma sehen sich aktuell auch vor neuen Herausforderungen durch die Klimaerwärmung und zunehmend extreme Wetterbedingungen. Sie klären über die Folgen dieser Entwicklungen auf, wie z.B. drohende Ernte- oder Qualitätsverluste und die Verarmung der Bevölkerung und entwickeln aktive Gegenmaßnahmen. Sie organisieren sich zudem weiter gegen das patriarchale System in Honduras und gegen Erpressungen und Drohungen bewaffneter Gruppen, die mit korrupten Politiker*innen und Militärs zusammenarbeiten.

Auch die Selbstorganisierung und die finanzielle Unabhängigkeit von Compañeras im Kaffeehandel wird nach wie vor von männlichen Compañeros nicht immer akzeptiert. Die gemeinsame Arbeit in der Kooperative setzt dabei nicht nur ein politisches Ausrufezeichen für Emanzipation und gleichberechtigte Arbeitsverhältnisse, sondern ist von konkreter Bedeutung für die ökonomische und politische Unabhängigkeit.

Bio-Kaffee Las Chonas gemahlen

Artikel-Nr: 130
Inhalt: 500 g

• Fruchtiger Hochland-Arabica mit vollem Aroma
• Lebhafte, frische Säure mit Schokoladen- und Vanillearomen
• Gegen patriarchale Strukturen im Kaffeehandel
• Frauenkooperative Aprolma, Region Marcala in Honduras

Bio-Produkt nach DE-ÖKO-039 GfRS
Preis pro kg: 15,60 €
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Bio-Kaffee Las Chonas Bohne

Artikel-Nr: 140
Inhalt: 500 g

• Fruchtiger Hochland-Arabica mit vollem Aroma
• Lebhafte, frische Säure mit Schokoladen- und Vanillearomen
• Gegen patriarchale Strukturen im Kaffeehandel
• Frauenkooperative Aprolma, Region Marcala in Honduras

Bio-Produkt nach DE-ÖKO-039 GfRS
Preis pro kg: 15,60 €
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Bio-Espresso Las Chonas gemahlen

Artikel-Nr: 220
Inhalt: 250 g

• Hell gerösteter Hochland-Arabica-Espresso
• Mit milder, frischer Säure, Schokoladen- und Vanillearomen
• Gegen patriarchale Strukturen im Kaffeehandel
• Frauenkooperative Aprolma, Region Marcala in Honduras

Bio-Produkt nach DE-ÖKO-039 GfRS
Preis pro kg: 16,00 €
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Bio-Espresso Las Chonas Bohne

Artikel-Nr: 230
Inhalt: 500 g

• Hell gerösteter Hochland-Arabica-Espresso
• Mit milder, frischer Säure, Schokoladen- und Vanillearomen
• Gegen patriarchale Strukturen im Kaffeehandel
• Frauenkooperative Aprolma, Region Marcala in Honduras

Bio-Produkt nach DE-ÖKO-039 GfRS
Preis pro kg: 15,80 €
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Bio-Espresso Las Chonas italienische Röstung Bohne

Artikel-Nr: 240
Inhalt: 500 g

• Dunkel gerösteter Hochland-Arabica-Espresso
• Kräftige Röstaromen mit Schokoladen- und Vanillenote
• Gegen patriarchale Strukturen im Kaffeehandel
• Frauenkooperative Aprolma, Region Marcala in Honduras

Bio-Produkt nach DE-ÖKO-039 GfRS
Preis pro kg: 15,80 €
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Bio-Espresso Las Chonas italienische Röstung gemahlen

Artikel-Nr: 245
Inhalt: 250 g

• Dunkel gerösteter Hochland-Arabica-Espresso
• Ausgeprägte Röstaromen mit Schokoladen- und Vanillenote
• Gegen patriarchale Strukturen im Kaffeehandel
• Frauenkooperative Aprolma, Region Marcala in Honduras

Bio-Produkt nach DE-ÖKO-039 GfRS
Preis pro kg: 16,00 €
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