Neues Etikett, neue Mischung, aber doppelt solidarisch!

Alles dreht sich weiter und wir versuchen, als solidarisches Kaffee-Projekt ein Teil davon zu sein, dass sich die Dinge in eine bessere Richtung bewegen. Mit dem Solidaritäts-Espresso Kiptik – „Unsere Stärke“ in der indigenen Tetztal-Sprache – greifen wir die zapatistische Idee auf, dass Veränderung und die Stärkung sozialer Bewegung nicht nur im globalen Süden notwendig ist, sondern sich ebenso bei uns entwickeln muss. Wir können dabei voneinander lernen und die beste Unterstützung für die indigenen autonomen Gemeinden ist, hier vor Ort für ein ganz anderes Ganzes, Würde und gleiche Rechte zu kämpfen.

Bei der neuen Mischung geben wir dem milden Rohkaffee aus Costa Rica etwas mehr südmexikanischen Kaffee der pro-zapatistischen Kooperative Bosque aus Oaxaca hinzu. Im Ergebnis behält der Espresso seinen eher milden Charakter, entwickelt aber mehr Körper und Komplexität im Aroma. Für das neue Etikett des Kiptik haben wir ein Motiv des mexikanischen Künstlers Mescalito aufgegriffen und angepasst. Wir bedanken uns für die solidarische Unterstützung und hoffen, dass es euch gefällt.

Wir verdoppeln beim Solidaritätsespresso Kiptik wie beim Solidaritätskaffee Störtebeker den üblichen Soli-Aufschlag von 0,40 Euro pro kg. Die Fördermittel dienen der Unterstützung der Kaffee-Kooperativen, der widerständigen, indigenen Gemeinden und der sozialen Bewegungen weltweit. Wir verzichten dabei auf einen Teil der Aufschläge, die sonst der Finanzierung unserer Kosten beim Import und Vertrieb dienen. Wir gehen dabei an die unterste Grenze dessen, was für uns noch finanzier- und leistbar ist. Dies gelingt nur durch den „unkommerziellen“ Charakter des Kaffeeprojektes. Wir wollen und brauchen als Genossenschaft keine privatwirtschaftlichen Gewinne zu erwirtschaften, sondern können Kooperativen und Bewegungen möglichst direkt vor Ort unterstützen.

Mit dem Kiptik haben wir in der Vergangenheit nicht nur die Zapatistas im lakandonischen Urwald unterstützt, sondern auch antifaschistische Demonstrationen, die Streikbewegung und Fabrikbesetzer*innen in Griechenland, soziale Zentren und ökologische Projekte auf den Philippinen, die Selbstorganisation von Geflüchteten in Europa und der Türkei, medizinische Hilfe für Traumatisierte in Rojava und im Irak, internationale Gipfelproteste und vieles mehr.