Samstag, 04.04.2015
18:00 Uhr
Achtung: Nochmalige Raumänderung! Die Veranstaltung findet nun statt im Cafe Knallhart an der HWP


144 Jahre nach der Pariser Kommune rückt die Idee kommunalistischer Organisierung wieder stärker ins Interesse der Menschen in Europa, Nahost und Lateinamerika.

Seit der erfolgreichen Verteidigung Kobanês durch die Volksverteidigungskräfe YPG und YPJ ist die Praxis der Selbstverwaltung der kurdischen Kantone Rojavas mit ihrem Ansatz der Demokratischen Autonomie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Schon seit Jahren praktizieren die zapatistischen Gemeinden der EZLN die autonome Selbstverwaltung im Süden Mexikos nach einem ähnlichen Modell. Viele haben sich schon die Köpfe zerbrochen, wie diese Konzepte in unseren europäischen kapitalistischen Gesellschaften anwendbar sein könnten. Eine direkte Übertragung ist ausgeschlossen.

Im Zuge der griechischen Krise sind in Griechenland viele kollektive Strukturen entstanden, wie z.B. Kooperativen auf ökonomischem Gebiet oder politische Gruppen für Ökologie oder Migrant*innen-Rechte oder Antifa. Eine Gruppe von der Insel Kreta versucht nun regional diese Strukturen über eine Plattform zu verbinden und zu organisieren. Ihr Modell und ihre Erfahrungen und Perspektive bei der Organisierung wollen sie mit interessierten Leuten diskutieren und weiterentwickeln.

Auf der Konferenz "Demokratische Moderne herausfordern 2" (http://networkaq.net ) nehmen sie am Podium am Samstagvormittag teil. Am Nachmittag wollen sie Raum bieten, darüber weiterzudiskutieren

Café Libertad Kollektiv unterstüzt diese Veranstaltung und die Anreise der Referent*innen. Der Raum kann sich evtl. noch ändern, wird dann aber ausgehängt. Auf dem Kongress selbst sind wir am Freitag den 3. April am Kaffestand mit Kolleg*innen von El Rojito zu finden.
Geschrieben in News von Café Libertad
becollective, Gemeinsam auf Kreta

Solidarität mit politischen Bewegungen in Griechenland ließ sich bei den kraftvollen Demonstrationen gegen die Eröffnungsfeierlichkeiten der EZB in Frankfurt am 18. März demonstrieren. Auch wir waren mit einer kleinen Delegation bei diesem Fest des Protestes vor Ort. Wichtig ist aber auch die langfristige Unterstützung von Kooperativen, Formen der Selbstorganisierung und politischen Strukturen.

Becollective verbindet den Aufbau ökonomischer Alternativen und selbstbestimmter Arbeit dabei mit einem politischen Solidaritätsprojekt. Denn zwei Euro des kollektiv produzierten Olivenöls gehen zur Streikunterstützung in umkämpften Betrieben, an anarchistische Projekte, für Gefangene oder Proteste gegen die europäische Austeritäts- und Krisenpolitik.

Um die Einnahmen der Becollective Aktivist*innen in Griechenland zu verbessern und diesen ein besseres Leben in Zeiten der Krise zu ermöglichen, wurde die Menge des Solidaritäts-Olivenöl beim gleichen Verkaufspreis von 12. - Euro von 01 l auf 0,75 l gesenkt.

Beim Bio-Olivenöl der Kooperative „Gemeinsam auf Kreta“ sind u.a. höhere Transportkosten als bisher kalkuliert angefallen. Die Menge bleibt bei dieser Sorte beim gewohnten 1 l Kannister, der Preis steigt allerdings auf 13,50 Euro.

Beide Öle sind sehr hochwertig. Das Bio-Olivenöl hat eine kräftige, olivige Note, dass Solidaritäts-Öl ist etwas milder und eignet sich besonders für die Enfaltung von Kräutern. Wir stehen mit Aktivist*innen in Griechenland weiter in Kontakt und halten die Augen offen nach Produkten, um die Autonomie von Kollektiven und Kooperativen gegen die europäische Krisenpolitik zu stärken.

Café Libertad Kollektiv unterstützt zudem die Anreise von Genoss*innen aus Kreta zur Konferenz "Demokratische Moderne herausfordern 2" die vom 3.- 5. April im Audimax der Universität Hamburg stattfindet.

Im Zuge der griechischen Krise sind in Griechenland viele kollektive Strukturen entstanden. Eine Gruppe von der Insel Kreta versucht nun regional diese Strukturen über eine Plattform zu verbinden und zu organisieren. Ihr Modell und ihre Erfahrungen bei der Organisierung, wollen sie mit interessierten Leuten in Griechenland und Hamburg diskutieren und weiterentwickeln. Neben der Teilnahme an einem Podium am Samstagvormittag im Audimax, soll es die Möglichkeit zur weiteren Diskussion bei einer Extra-Gesprächsrunde geben, die voraussichtlich um 18 Uhr stattfindet.

Wir halten euch auf dem Laufenden...

Solidarische Grüße
Cafe Libertad Kollektiv
Geschrieben in News von Café Libertad
La Realidad

Das Fray Bartolomé de Las Casas Human Rights Center (Frayba) in San Cristobal beklagt derzeit ein systematisches Eindringen der mexikanischen Armee in das Territorium des Caracols La Realidad.

Die militärischen Aktionen wurden durchgeführt von Konvois die aus Lastwagen, Jeeps und gepanzerten Jeeps bestanden, mit 4 bis 30 Militärangehörigen. Hinzu kamen Überflüge mit Flugzeugen und Hubschraubern, die Aufklärungsmissionen unternahmen und Angehörige von internationalen Beobachtungsbrigaden, Zapatistas und deren Gebäude filmten und fotografierten. Diese Art von Aktionen nimmt seit Juli 2014 an Umfang und Häufigkeit zu und wurde nun ausführlich dokumentiert.

Wir fordern die Autonomie der zapatistischen Gemeinden zu respektieren und ein Ende der militärischen Eskalation und Präsenz durch die Bundesregierung und mexikanische Armee.

Am 2. Mai 2014 gerieten Mitglieder des Central Independiente de Obreros Agrícolas y Campesinos Histórica (CIOAC-H), in einen Hinterhalt beim Besuch einer zapatistischen Unterstützungsbasis im Gebiet von La Realidad; Durch den Angriff einer bewaffneten Gruppe wurde José Luis Solis Lopez ermordet, "Maestro Galeano," und eine Autonome Klinik und Schule zerstört. Die lokale Polizei, Armee und Regierung ist in Mexiko beteiligt an Vertreibungen und Morden. Landesweit finden aktuell Proteste statt gegen die Praxis des verschwindenlassens und die Korruption von Behörden und Politik.

Solidarität mit den aufständischen, zapatistischen Gemeinden in Chiapas!

Dokumentation: http://radiozapatista.org
Geschrieben in News von Café Libertad

Aus dem besetzten Stadtteilzentrum Rote Flora in Hamburg wird zu einer großen Solidaritätskampagne aufgerufen, an der sich auch Café Libertad Kollektiv mit einem zeitlich begrenzten Solidaritätskaffee von zapatistischen und widerständigen Kooperativen beteiligt.

Im Sommer 2015 wird es eine große Sommerbaustelle mit 50 Wandergesell*innen und anderen Handwerker*innen geben. Geplant ist u.a. die Erneuerung des Anbaus, die Sanierung des Vordachs/Balkons, eine Sanierung der Dachanschlüsse und Fassadensanierung. Mit diesem Schritt soll nach der Verhinderung einer drohenden Räumung der Kampf für den Erhalt des Gebäudes nun auch auf anderer Ebene fortgeführt werden.

Den Solidaritätskaffee Störtebeker gibt es hierzu in einer ressourcenschonenden Großpackung für Voküs, Camps und Wohnprojekte mit einem Förderbeitrag von 2.- Euro pro kg für die Instandsetzung der Roten Flora.

Das Etikett ist eine historische Momentaufnahme während der Besetzung der Roten Flora vor 25 Jahren. Im Vordergrund ist der bekannte Hamburger Fotograf Erich Anders zu sehen. Dieser war von den 30iger bis in die sechziger Jahre hinein Hausfotograf im ehemaligen Flora-Theater. Er ist 1992 mit über 90 Jahren gestorben. Das Foto wurde uns solidarisch von Günter Zint / PANFOTO.de zur Verfügung gestellt, der mit Erich Anders eine Biografie schreiben wollte.

Die Störtebeker-Mischung für den Widerstand besteht aus Caracolillo-Bohnen der zapatistischen Kooperative Yachil in Chipas/Mexiko und Rohkaffee von CoopeAgri in Costa Rica. Durch die Großpackung spart ihr nicht nur Verpackungsmüll, sondern unterstützt aktiv den Kampf für den Erhalt der besetzten Roten Flora. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten die Baustelle zu unterstützen.

In einem Aufruf an die Bewegung formulieren die Aktivist_innen, dass die Finanzierung der Baustelle eine große Herausforderung darstellt, obwohl alle Beteiligten unbezahlt arbeiten. Insbesondere das Baumaterial wird aus eigener Kraft nicht zu finanzieren sein: „Wir bauen hier auf EUCH! Seid Multiplikatoren, organisiert Partys, macht Solitresen, spielt Konzerte, spendet und sammelt Spenden – werdet kreativ! Lasst uns die Sommerbaustelle möglich machen!" Café Libertad Kollektiv schließt sich dieser Aufforderung an und hat gemeinsam mit dem Solidaritätsprojekt St. Pauli Roar 1644.- Euro an Fördermitteln als Soforthilfe bereitgestellt.
Weitere Infos und vor allem die Möglichkeit zu eigenen Spenden für die Sommerbaustelle findet ihr hier:
http://florabaut.noblogs.org

Geschrieben in News von Café Libertad


Seit Januar 2012 versucht die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko (MRK), ein geplantes Abkommen zur Polizeizusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko zu verhindern. Dieses Abkommen dient der Imagepflege der mexikanischen Regierung. Trotz der dramatischen Vorfälle der letzten Wochen hält die deutsche Regierung an ihren Plänen fest. Die Beteiligung der Polizei am verschwinden der 43 Lehrerstudenten sind nur die Spitze des Eisberges. Das Abkommen ist nicht darauf ausgelegt, eine Polizei zu bändigen, die seit Jahrzehnten systematisch foltert, unschuldige Personen tötet, Frauen vergewaltigt und tausende Menschen spurlos verschwinden lässt, und an diesen Verbrechen sind Polizisten aller Ebenen beteiligt. Straflosigkeit für die Sicherheitskräfte ist ein Grundprinzip der mexikanischen Politik. Eine Zusammenarbeit der deutschen Polizei mit diesen Strukturen wäre eine Legitimation dieses Prinzips.
Deshalb Ihr NEIN zu diesem Abkommen unter: www.kein-polizeiabkommen.de
Geschrieben in News von Café Libertad
anarchistischer Bio Rotwein Terruño Libertario

Durch kleinbäuerlichen Anbau von Kirios de Adrada wird mit einem Weinberg und einer Weinkellerei in der Provinz Burgos ein ausgezeichneter ökologischer Wein in kollektivem Vertrieb produziert. Die Bezeichnung Terruño Libertario, anarchistischer Erdboden, trägt er aus gutem Grund: In den alten Weinbergen auf 1016 m Höhe, denen er entstammt, wachsen fast vergessene und verdrängte Rebsorten unter harten klimatischen Bedingungen auf rauem Boden, der traditionell mit dem Pferdepflug bearbeitet werden muss.

Der Vertrieb findet durch das europäische Netzwerk Edible Organic Europe und BBB-farming statt, dessen Aufbau Café Libertad Kollektiv mit dem Verkauf dieses Weines unterstützen will. Die ökologische Qualität des Weins wird von der regionalen Kontrollbehörde von Castilla y Leon bescheinigt.

Das Akronym BBB steht für die spanischen Wörter “bueno, bonito, barato” und diese bedeuten: gut, hübsch und billig. Produkte mit oder ohne Bio-Zertifikat sind einem vollständigen Qualitätssicherungssystem unterstellt, das auf einem Partizipativen Garantiesystem (PGS) beruht; an dem alle Glieder der Lebensmittelversorgungskette beteiligt sind.

Wo befindet sich BBB-farming?

Unsere Partner sind über ganz Spanien verteilt, jedoch befindet sich unser Hauptsitz in Extremadura, im Südwesten Spaniens. Unsere Region ist die Heimat der “dehesa” – ein teilweise bewaldetes Weideland - bekannt als das umfassendste ökologisch wertvolle Landwirtschaftssystem in Europa, wo die traditionelle Viehzucht und Landwirtschaft noch fortbestehen. In Extremadura hängen praktisch 10% des BIP und 15% der Erwerbsbevölkerung von der Landwirtschaft ab. Laut aktuellen Berichten ist die Wirtschaftstätigkeit der Städte in dieser spezifisch agroforstwirtschaftlichen Gegend um 8% niedriger als anderswo in Spanien. Tatsächlich ist Extremadura die letzte spanische Region, die auf Grund ihrer ökonomischen Unterentwicklung unter das Europäische Konvergenzziel fällt. Die Arbeitslosigkeit erreicht 32%, und jeder zweite Jugendliche sucht Arbeit.

Wie kam BBB-farming auf die Idee zu exportieren?

Selbstverständlich bevorzugen wir, gemäß unserem Anspruch auf Nachhaltigkeit, lokale Märkte und möglichst kurze und direkte Versorgungsketten. Manche Pflanzen können jedoch, zumindest während bestimmter Jahreszeiten, in Gegenden mit kälterem Klima nicht angebaut werden. Andererseits haben manche von unseren BBB-Landwirten eine Überschussproduktion, die von den lokalen Märkten nicht aufgekauft werden kann und die den saisonbedingten Bedarf der britischen oder deutschen Biokistensysteme befriedigen könnte.

Als Gonzalo Palomo das ACTYVA-Projekt auf der Oxford Real Farming Conference (London, 6.-7. Januar 2014) vortrug, wurde er von Hannah Claxton und anderen OrganicLea-Mitgliedern um weitere Informationen gebeten. Palomo besuchte danach ihren Hauptsitz in Waltham Forest, wo eine Debatte stattfand über die Möglichkeit, dass spanische landwirtschaftliche Genossenschaften ihre Überschussproduktion an Londoner Biokisten-Systeme verkaufen.

Zum Artikel
Geschrieben in News von Café Libertad
Café Libertad Kollektiv unterstützt Geflüchtete und antirassistische Gruppen, die eine Talkshow und Diskussion im Rahmen eines "Schanzenfestsalons" am 28. September durchführen aus dem Störtebekerfond und dem Queer-Feministischen Fördertopf. Referent_innen aus Wien, Zürich, Berlin, Amsterdam, Göttingen und weiteren Städten berichten von der aktuellen Situation, von Besetzungen und Protesten gegen Abschiebungen und den Folgen der Asylrechtsverschärfung. Im Folgenden ein kleiner Auszug aus dem Programm der Organisator_innen.

12 Uhr Abschiebungen und Proteste
Roma Thüringen und das Roma Center Göttingen berichten über die aktuelle Situation und Auswirkungen der Asylrechtsänderung

14 Uhr Selbstorganisierung und Vernetzung
Jugendliche ohne Grenzen, das Infomobil und Traces Back II berichten aus ihrer politischen Praxis.

16 Uhr Women in Exile
Geflüchtete Frauen stellen fest: Es gibt keine sicheren Herkunftsländer. Die neue Asylrechtsverschärfung bedeutet noch weniger Schutz.

18 Uhr Hausbesetzungen & Solidarität
Mit Aktivist_innen aus Hamburg, Berlin, Amsterdam, Wien und Zürich sprechen wir über deren Erfahrungen bei Besetzungen von Schulen mit Refugees und Unterstützer_innen, über Möglichkeiten der Solidaritätsarbeit, unterschiedliche Bedingungen und gemeinsame Bezugspunkte.

Mehr Informationen gibt es u.a. auf der folgenden Seite
Geschrieben in News von Café Libertad

Olivenöl aus Spanien

Donnerstag, 18. September 2014

Neu im Angebot ist ein traditionell angebautes Olivenöl in einer umweltfreundlichen weil ressourcenschonenden 5 l Großverpackung aus kleinbäuerlicher Produktion in der Sierra Calderona. Die hundertjährigen Oliven werden in einer natürlichen, traditionellen Anbauweise verarbeitet, um diese besondere Olive zu erhalten.
Geschrieben in News von Café Libertad

Importe, Kalkulation und Kaffeepreise 2014

Freitag, 12. September 2014

Café Libertad Kollektiv hat 2014 bisher 1430 Sack Bio-Rohkaffee und 430 Sack nicht zertifizierten Rohkaffee importiert. Aufgrund der in diesem Jahr gestiegenen Importkosten für Rohkaffee erhöhen wir nun auch unsere Röstkaffee- und Espressopreise.



Viele Regionen in Mittelamerika sind derzeit betroffen von Roya, einer Pilzerkrankung, die Blätter befällt und Kaffeepflanzen zerstört. Besonders stark betroffen sind die aufständischen indigenen Gemeinden in Chiapas. Zapatistische Kaffeekooperativen berichten von Ernteausfällen bis zu 50 Prozent, welche die ökonomische Situation von Kleinbäuerinnen und -bauern bedrohen. Um die Autonomie der zapatistischen Gemeinden zu unterstützen, hat Cafe Libertad Kollektiv den Einkaufspreis für deren Bio-Rohkaffee von 80 auf 84 mexikanische Peso pro Kg erhöht. Zusätzlich wurden Fördermittel in Höhe von 24 000.- Euro zur Roya-Bekämpfung für die Kooperativen zugesagt. Aufgrund dieser solidarischen Erhöhung des Roh-Kaffeepreises und aufgrund des aktuell stark sinkenden Euro-Kurses steigt auch der Preis von zapatistischem Bio-Kaffee und Espresso um 5 bis 25 Cent.

Von 1120 geplanten Säcken mit Bio-Rohkaffee aus Chiapas konnten aufgrund der Ernteausfälle lediglich 900 geliefert werden. Um dies auszugleichen, prüfen wir einen weiteren Import mit 250 Sack Bio-Rohkaffee von neuen Kooperativen, der in Qualität und Aroma dem Rohkaffee der zapatistischen Kooperativen entspricht. Durch diesen zusätzlichen Import sollen eine gleichbleibende Qualität und zukünftige Abnahmemengen für die zapatistischen Kooperativen bei Café Libertad sichergestellt werden. Ab Herbst wird es zudem eine Café-Libertad-Sonderröstung mit speziellen Caracolillo-Bohnen der zapatistischen Kooperative Yachil geben.

Der Rohkaffeepreis für nicht biozertifizierten Rohkaffee aus Costa Rica wurde bei einem weiteren zusätzlichen Import von 150 Sack auf 2,22 Dollar pro lb erhöht. Auch dies hat eine leichte Preiserhöhung der Sorten Sonador, Störtebeker und des Solidaritäts-Espresso Kiptik zur Folge, welche die meisten Fördermittel für die Selbstorganisierung von Refugees, linke Projekte und Bewegungen möglich machen.

Lampedusa in Hamburg wurde z.B. im August durch einen Solidaritätsstand auf dem Burg-Herzberg-Festival unterstützt, bei dem 1300.- Euro an Fördermitteln aus dem Störtebekerfond zusammen gekommen sind, weitere 200.- Euro gingen zudem an ein antirassistisches Camp an der französischen Kanalküste, ein Solidaritätsfest mit Geflüchteten in Rostock und eine Tombola für Refugees im Rahmen eines Festivals in Düsseldorf.

Durch eine neue Mischung von COMSA, mit Kaffee der Frauenkooperative Aprolma und zapatatistischem Rohkaffee wird auch der Soliespresso St. Pauli Roar um 5 Cent pro 250 g teuerer. Dafür ist der Espresso insgesamt runder und kräftiger geworden ohne seinen milden Charakter zu verlieren. Aus dem St. Pauli Roar Fördertopf und durch einen Espressostand wurde zuletzt das internationale antirassistische Fanturnier im Millerntorstadion mit 1500.- Euro gefördert, mit weiteren 2000.- Euro das antirassistische Fußballprojekt Glasgow United und mit 1000.- Euro der FC Lampedusa gesponsert.

Café Libertad wird auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf die direkte Unterstützung von Refugees und antirassistischen Protesten legen und sich auch aktiv auf der Straße beteiligen. Wir freuen uns über Unterstützung und Support bei Solidaritätsständen auf Festivals und Veranstaltungen.

Unsere neuen Kaffee- und Espressopreise befinden sich im Shop.

Im Folgenden eine Kalkulation für 500g Röstkaffee Libertad
Rohkaffee Yachil Einkaufspreis 84 MXN pro Kg
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4,95 € Einstandspreis zapatistischer Rohkaffee pro kg (incl. Import)

0,77 € Röstverlust
0,24 € Rösten
0,08 € Mahlen
0,37 € Abfüllen
0,04 € Ettikett
0,21 € Verpackung
2,19 € Kaffeesteuer
0,01 € Transport
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8,86 € Einstandspreis Röstkaffee
4,43 € Kalkulatorischer Aufschlag (50%) für Löhne, Miete, Versand, Energiekosten etc.
0,40 € Aufschlag für Fördermittel
0,10 € Genossenschaftliche Rücklagen/Zinsen
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13,79 € Kosten pro kg
6,90 € Kosten a 500 g

0,48 € Umsatzsteuer a 500 g

7,38 € Gesamt
0,02 € Überschuß
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7,40 € Verkaufspreis
Geschrieben in News von Café Libertad

Lampedusa ist überall

Mittwoch, 30. Juli 2014

Seit Monaten kämpfen Refugees, die über die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa nach Europa geflüchtet sind, in Hamburg, Berlin und vielen anderen Städten für Bleiberecht und die Möglichkeit, hier zu leben und zu arbeiten. Das Café Libertad Kollektiv hat solche Kämpfe in den vergangenen Monaten immer wieder auf verschiedene Weise unterstützt. Auf dem diesjährigen Burg-Herzberg-Festival nehmen wir deshalb mit einem Solidaritätsstand zur direkten Unterstützung illegalisierter Flüchtlinge teil.

Menschen, die illegalisiert hier leben, fehlt es häufig an allem: Wohnraum, Geld für Essen und zum Leben, medizinische Versorgung, Mittel und Möglichkeiten zur rechtlichen Beratung.

Antirassistische Gruppen und selbstorganisierte Gruppen von Geflüchteten wie “Lampedusa in Hamburg” oder “Jugend ohne Grenzen” organisieren Selbsthilfe im Alltag und kämpfen für ihren Aufenthalt und gleiche Rechte. In Berlin machten sie zuletzt durch eine Schulbesetzung auf sich aufmerksam. Auch in Hamburg wurde im Mai dieses Jahres eine Schule als Refugees Welcome Center besetzt und anschließend wieder geräumt.

Vor allem für die Lampedusa Gruppe, mehrere hundert Menschen, welche vor Bürgerkrieg, Nato-Intervention und Verfolgung aus Libyen geflohen sind, fehlen Unterkünfte und das Notwendigste. Nach der europäischen Regelung von Dublin II werden sie in Deutschland nicht anerkannt aufgrund ihrer Einreise über Italien. Sie waren gezwungen in Parks und auf öffentlichen Plätzen zu leben. Es entwickelte sich jedoch auch Solidarität und eine beindruckende Selbstorganisierung.

Lampedusa in Hamburg forderte direkte Gespräche mit den politisch Verantwortlichen, die bis heute verweigert werden. Es wurde ein Protestzelt als ständige Vertretung und zur Kommunikation errichtet und Großdemonstrationen mit bis zu 20 000 Menschen organisiert. Mit dem FC Lampedusa haben sich Geflüchtete als Fussballteam gegründet, welches sich mit Fanzusammenhängen vernetzt und an antirassistischen Turnieren teilnimmt. Mehrere hundert Flüchtlinge leben immer wieder in WGs, Wohnprojekten und selbstverwalteten Zentren auf St. Pauli. Fast täglich fanden Demonstrationen von Nachbar_innen und politischen Aktivist_innen gegen rassistische Kontrollen der Polizei und gegen drohende Abschiebungen statt.

Die harte Linie des Hamburger SPD-Senates stieß auf internationalen Widerspruch und wurde zum Modelfall einer über Leichen gehenden unmenschlichen und zynischen Flüchtlingspolitik. Der Kampf von Lampedusa in Hamburg und Nachbar_innen ist aber auch zum Modellfall gemeinsamer Proteste gegen das europäische Grenzregime geworden.

Flucht aufgrund von Kriegen oder Armut ist ein globales Phänomen. An der US-amerikanisch/mexikanischen Grenze wird derzeit die Nationalgarde mobilisiert, um flüchtenden Kindern mit militärischen Mitteln die Einreise zu verweigern. Im Mittelmeer ertrinken beinahe täglich Menschen, die vor Krieg und europäischen Militärinterventionen flüchten. Auch die Zerstörung bestehender ökonomischer und ökologischer Ressourcen durch europäische Nahrungsmittelkonzerne zwingt immer mehr Menschen zur Flucht.

Der Anbau regionaler Produkte ist mitlerweile häufig teurer als der Billigimport von Abfallprodukten der westlichen Nahrungsindustrie. Mit den Resten aus der Produktion hochwertiger Lebensmittel für den europäischen Markt werden insbesondere ärmere Länder in Afrika überschwemmt um dort anschließend Land, auf dem sich kleinbäuerliche Bewirtschaftung nicht mehr lohnt, an Großgrundbesitzer_innen für Plantagenwirtschaft zum Export zu verkaufen. Zudem werden ganze Küstenstriche von internationalen Fangflotten unter Verletzung der Seerechte leergefischt. Die Folge sind Hunger, Krankheiten und oft Flucht als einzige Möglichkeit zum Überleben.

Seit 15 Jahren betreibt Cafe Libertad in wechselnden Zusammensetzungen solidarischen Handel mit widerständigen Kooperativen. Ziel war und ist die direkte Unterstützung der autonomen zapatistischen Gemeinden und anderer indigener Protestbewegungen. Die Praxis zeigt, dass überall dort wo sich Kleinbäuer_innen in Kooperativen zusammenschließen und eigene ökonomische Strukturen entwickeln, auch mehr Ressourcen für den Widerstand gegen staatliche Interessen und Großkonzerne vorhanden sind.

Solidarität und solidarischer Handel mit widerständigen Kooperativen ist für uns aber auch untrennbar damit verbunden hier vor Ort zu handeln: Café Libertad hat in den letzten Jahren antirassistische Mobilisierungen und Refugees direkt mit mehreren tausend Euro unterstützt. Wir fordern darüber hinaus alle auf, aktiv zu werden und sich für das Bleiberecht der Gruppe Lampedusa in Hamburg und aller anderen Refugees einzusetzen.

Die Forderung nach einer Öffnung der Grenzen und die Unterstützung von Geflüchteten ist keine rein humanitäre Frage. Sie stellt sich -wie solidarischer Handel- auch nicht als Mildtätigkeit oder irgendeine Form von Entwicklungshilfe dar.

Sie ist vielmehr untrennbar verbunden mit dem politischen und wirtschaftlichen Leben hier. Nationalstaatliche Politik verteidigt Wirtschaftsräume und Interessenssphären, die Freiheit von Waren und Finanzströmen, schottet aber sich aber gegen die Menschen ab. Es gibt für uns jedoch keine Außen- und Innenpolitik, sondern lediglich die Frage nach Gerechtigkeit. Diese endet ebenso wenig an der Haustür wie am Supermarktregal oder an Ländergrenzen.

Nur wenn wir Auseinandersetzungen um Recht auf Stadt, Land und soziale Teilhabe grenzüberschreitend verknüpfen, finden wir politische Antworten gegen einen globalisierten Kapitalismus, der wie vor hundert Jahren von postkolonialen Privilegien und Ausbeutung nach dem Prinzip “teile und herrsche” lebt.

Der Kampf für die Teilhabe von Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus ist für uns deshalb auch ein Kampf für andere Lebensverhältnisse hier und im Ganzen. Oder wie die Zapatist_innen im lakandonischen Urwald es zu Beginn ihres Aufstandes für viele globalisierungskritische Bewegungen formuliert haben: Für eine Welt, in der viele Welten möglich sind.

Auf dem Herzberg und überall: Solidarität mit Geflüchteten!
Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle!

Eure Crew vom Café Libertad Stand
Geschrieben in News von Café Libertad
Das Kooperationsprojekt St. Pauli Roar hat das internationale antirassistische Fanturnier am Millerntor mit 1000.- Euro an Fördermitteln unterstützt. Weitere 500.- Euro an Spenden wurden bei einem Kaffeestand mit Cafe Libertad Kollektiv vor den Fanräumen gesammelt. Bereits im Mai wurden die Reisekosten in Höhe von 250.- Euro von Antifaschist_innen von den Ultras Malmö übernommen, damit sie auf einer Veranstaltung im Fanladen St. Pauli über die dortige Situation nach einem Angriff von Neonazis mit Messern auf linke Aktivist_innen berichten konnten.

Im Juni hat sich St. Pauli Roar mit 500.- Euro an den Reisekosten für „KiezKick – Fußball der Kulturen“ beteiligt, die zur Straßenfußball-Weltmeisterschaft für soziale Fußball-Projekte nach São Paulo eingeladen wurden. KiezKick ist ein rein spendenfinanziertes Angebot, das sich mit seinem kostenlosen Fußballtraining insbesondere an Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien aus St. Pauli richtet, wodurch die Reisekosten nicht allein getragen werden können. Die Straßenfußball-Weltmeisterschaft für soziale Fußball-Projekte wird unabhängig von der FIFA von einem Zusammenschluss südamerikanischer Organisationen durchgeführt, die sich in erster Linie für Projekte mit dem Schwerpunkt Straßenfußball einsetzen.

Am Mittwoch, den 11. Juni findet zudem um 19:30 Uhr im Vorfeld der Männer-Weltmeisterschaft eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen des „Zeckensalon“ zum Thema „WM in Brasilien: Zwangsräumungen, das Recht auf Stadt und Proteste in Rio de Janeiro“ in den Fanräumen im Millerntorstadion statt, die St. Pauli Roar mit 175.- Euro unterstützt.

Die Info- und Diskussionsveranstaltung wird insbesondere einen Blick auf die Proteste um ein Recht auf Stadt gegen die in den Ausrichterstädten massive Immobilienspekulation und die damit einhergehenden Zwangsräumungen der ärmeren Bevölkerung aus aufgewerteten Gebieten werfen. Als Referentin wurde hierzu Phylliss Bußler vom Verein „Kooperation Brasilien“ aus Köln eingeladen.
Geschrieben in News von Café Libertad
Das Bio-Olivenöl von "Gemeinsam auf Kreta" und das Solidaritäts-Olivenöl für das Getriebe der Bewegung sind eingetroffen. Aufgrund aktueller Streiks hatte sich der Import etwas verzögert. Beide Öle sind sehr hochwertig, "Gemeinsam auf Kreta" ist Bio zertifiziert und das Solidaritätsolivenöl von becollective hat einen Aufschlag für soziale Bewegungen und selbstbestimmte Projekte in Griechenland. Einen Eindruck von der Ernte des Solidaritätsolivenöls erhaltet ihr hier:
Geschrieben in News von Café Libertad
Co­mu­ni­ca­do des Ejido San Se­bas­tián Bach­ajón über die Er­mor­dung des Compañero Juan Car­los Gómez Sil­va­no

Ejido San Se­bas­tián Bach­ajón
An­ge­hö­ri­ge der Sechs­ten De­kla­ra­ti­on des La­kan­don­si­chen Ur­wal­des
Ch­ia­pas, Me­xi­ko
23. März 2014

An die Compañer@​s & An­ge­hö­ri­gen der Sechs­ten De­kla­ra­ti­on des La­kan­do­ni­schen Ur­walds
An die Mas­sen-​ und al­ter­na­ti­ven Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en
An die Räte der Guten Re­gie­rung
An die EZLN
An den Na­tio­na­len Indígena­kon­gress
An das Red con­tra la Re­pre­sión y por la So­li­da­ri­dad
An das Mo­v­imi­en­to de Jus­ti­cia por el Bar­rio de Nueva York
An die Ver­tei­di­ger*innen der Men­schen­rech­te na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal
An das me­xi­ka­ni­sche Volk und die Welt

Compañeros und Compañeras im Kamp­fe, am Frei­tag den 21. März 2014, un­ge­fähr 9 Uhr mor­gens wurde unser Compañero Juan Car­los Gómez Sil­va­no in einen Hin­ter­halt mit mehr als 20 Schüs­sen aus einer groß­ka­lib­ri­gen Waffe grau­sam um­ge­bracht, wäh­rend er sei­nen Trans­por­ter auf Höhe der Kreu­zung von San José Cha­pa­puy­il in Rich­tung der au­to­no­men Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res, wel­che Jahre 2010 von un­se­rer Or­ga­ni­sa­ti­on ge­grün­det wurde, steu­er­te.

Im Mo­ment sei­ner Er­mor­dung, war Juan Car­los 22 Jahre alt, hatte das Amt des Re­gio­nal­ko­or­di­na­tors der Sechs­ten De­kla­ra­ti­on des La­kan­do­ni­schen Ur­walds im Ejido San Se­bas­tián Bach­ajón inne und war Vater eines sechs Mo­na­te alten Babys.

Als die Po­li­zei des Land­krei­ses Chilón und des Bun­des­staa­tes den Ort des Ge­sche­hens er­reich­ten be­gan­nen sie Fotos und Vi­de­os des Kör­pers un­se­res Compañeros zu ma­chen ohne Re­spekt für den Ver­stor­be­nen und seine Fa­mi­lie. Die Staats­an­walt­schaft in Chilón sagte, dass sie den Leich­nahm un­se­res Compañeros mit­nimmt um eine Aut­op­sie durch­zu­füh­ren, aber das lie­ßen wir nicht zu, weil es unser Brauch ist, nah­men wir ihn mit in die Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res um ein Gebet für ihn ab­zu­hal­ten.

Seit­dem wir die Ge­mein­den Nah Choj und Vir­gen de Do­lo­res 2010 ge­grün­det haben, wurde un­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on mehr­mals durch die Armee und die Lan­des­po­li­zei an­ge­grif­fen, mit Ver­trei­bung durch Pre­pres­si­on der­je­ni­gen be­droht, die sich Ein­gen­tü­mer nen­nen, dar­un­ter ein ehe­ma­li­ger Prä­si­dent des Land­krei­ses Chilón, die die Spal­tung und den Kauf des Be­wusst­seins ei­ni­ger ehe­ma­li­ger Compañeros mit ihren Bro­sa­men för­dern, wie sie es mit Car­men Agui­lar Gómez Pri­me­ro und sei­nem Sohn Car­men Agui­lar Gómez Se­gun­do ge­macht haben. Als sie sich an den Ge­ne­ral­se­kre­tär der Re­gie­rung Juan Sa­bi­nes Gu­er­re­ro, Noé Castañón León, ver­kauf­ten, or­ga­ni­sier­ten sie sich für die Räu­mung un­se­res Kas­sen­häus­chens am 2. Fe­bru­ar 2011 und ver­trie­ben uns von un­se­ren Län­de­rei­en in Kom­pli­zen­schaft mit dem ehe­ma­li­gen Eji­do­kom­mis­sar von San Se­bas­tián Bach­ajón, Fran­cis­co Guzmán Jiménez (alias El Go­y­ito).

Die schlech­te Re­gie­rung will uns völ­lig fer­tig ma­chen indem sie un­se­re Compañeros um­bringt, wie sie es mit Juan Vázquez Guzmán am 24. April 2013 ge­macht hat, mit ihren pa­ra­mi­li­tä­ri­schen Auf­trags­kil­lern die in völ­li­ger Straf­frei­heit, sei es bei Nacht oder bei Ta­ges­licht, in der Lage sind nie­der­träch­tig un­se­re Compañeros um­zu­brin­gen, wel­che dafür ar­bei­ten und kämp­fen eine Welt in die viele Wel­ten pas­sen zu kon­stru­ie­ren, und die tag­täg­lich den At­ta­cken des ka­pi­ta­lis­ti­schen Sys­tems Wi­der­stand leis­ten, das will, dass wir ver­schwin­den um un­se­re Mut­ter­er­de, das Was­ser, die Flüs­se, die Was­ser­fäl­le zu be­kom­men und alles was ihm nutzt um mehr Geld zu ma­chen, auf Kos­ten un­se­res Le­bens und Lei­dens.

Die wah­ren Ver­bre­cher, Mör­der und Kor­rup­te sind die Po­li­ti­ker die in ihren Re­gie­rungs­tüh­len sit­zen. Ob­wohl sie durch Be­trug und Stim­men­kauf auf ihre Pos­ten ge­kom­men sind, mei­nen sie die Be­sit­zer und Her­ren von dem, was in un­se­ren Län­de­rei­en exis­tiert, zu sein und wol­len sich jeden Tag rei­cher ma­chen, egal wie viele Indígenas sie töten müs­sen, um das zu er­rei­chen. Wie der Land­kreis­prä­si­dent von Chilón, Leonar­do Gui­rao Agui­lar, Par­tei­an­ge­hö­ri­ger der PVEM (Grüne Öko­lo­gi­sche Par­tei Me­xi­kos) und Autor der Ent­eig­nung un­se­rer Län­de­rei­en, da er die Waf­fen der be­waff­ne­ten Grup­pen, an­ge­führt durch Car­men Agui­lar Gómez Pri­me­ro, Juan Al­va­ro Gómez, Ma­nu­el Jiménez, fi­nan­ziert hat, die un­se­re Compañeros im Fe­bru­ar 2011 aus dem Kas­sen­häus­chen ver­tie­ben haben.

Un­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on hat die Würde wei­ter­hin auf­recht zu kämp­fen und sein Volk zu ver­tei­di­gen und trotz­dem wir viele in­haf­tier­te und er­mor­de­te Compañeros hat­ten, haben wir keine Angst, denn wir sind auf dem Weg den un­se­re Groß­el­tern ver­folg­ten. Un­se­re Vor­fah­ren haben uns die Weis­heit ge­ge­ben, die Zei­chen des Le­bens und der Zeit zu lesen, die schlech­ten Re­gie­run­gen kom­men und gehen, aber die Völ­ker, die wir Wi­der­stand ge­leis­tet haben, sind hier und wer­den wei­ter kämp­fen, koste es was es wolle.

Eines Tages sagte unser Compañero Juan Vázquez Guzmán, dass unser Kampf für das Leben un­se­res Volkes ist weil wir blei­ben wol­len wer wir sind. Kurz vor dem Jah­res­tag der Er­mor­dung von Juan Vázquez Guzmán, schick­te die schlech­te Re­gie­rung ihre Mör­der um un­se­re Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res zu stö­ren, die mit viel Ar­beit und Op­fern ge­bo­ren wurde, aber nun ge­dei­hen die Mais­fel­der und Früch­te der guten Mut­ter­er­de um un­se­re Kin­der zu er­näh­ren. Der Compañero Juan Car­los Gómez Sil­va­no ist Teil der Grün­dung und des Auf­baus der Au­to­no­mie in der Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res, seine Teil­ha­be und Ar­beit für die Or­ga­ni­sa­ti­on und die Ge­mein­de wird nie ver­ges­sen wer­den, denn wir tra­gen sie in un­se­ren Her­zen.

Ma­nu­el Ve­las­co Co­el­lo und En­ri­que Peña Nieto irren sich, wenn sie den­ken, dass sie uns mit Ge­walt und Re­pres­si­on fer­tig ma­chen kön­nen. Un­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on ist be­reit Wi­der­stand zu leis­ten und den Auf­bau der Au­to­no­mie fort­zu­füh­ren, das, was im Ge­setz und den Taten für die in­di­ge­nen Ge­mein­den ver­wei­gert wor­den ist.

Wir be­grü­ßen alle Ges­ten der So­li­da­ri­tät und Un­ter­stüt­zung un­se­res Kamp­fes, von na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen. Wir, die Män­ner und Frau­en von San Se­bas­tián Bach­ajón, wol­len euch sagen, dass wir auch auf­merk­sam sind gegnüber euren Wort und Kampf. Von un­se­rer Geo­gra­fie aus, haben wir, in So­li­da­ri­tät mit euch, un­se­re Faust er­ho­ben.

Emp­fangt eine kämp­fe­ri­sche Um­ar­mung aus der Nörd­li­chen Zone von Ch­ia­pas.
Nie wie­der ein Me­xi­ko ohne uns.

Hoch­ach­tungs­voll

!Land und Frei­heit!
!Es lebe Za­pa­ta!
!Bis zum Sieg, immer!
!Frei­heit den po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen!
!Es lebe Juan Vázquez Guzmán, der Kampf in Bach­ajón geht wei­ter!
!Es lebe Juan Car­los Gómez Sil­va­no, der Kampf in Bach­ajón geht wei­ter!
!Nein zum Raub der in­di­ge­nen Ter­ri­to­ri­en!


De­n­un­cia im Ori­gi­nal: http://​enlacezapatista.​ezln.​org.​mx/​2014/​03/​25/​en-ejido-san-sebastian-bachajon-aderentes-a-la-sexta-declaracion-de-la-selva-lacandona-chiapas-mexico-a-23-de-marzo-de-2014/​
Geschrieben in News von Café Libertad
Café Libertad Kollektiv existiert ab diesem Jahr nicht nur seit mittlerweile 15 Jahren in wechselnder Beteiligung, sondern arbeitet seit Februar 2014 erneut in einer neuen Zusammensetzung mit neuen Mitgliedern.Vorausgegangen war ein Konflikt innerhalb des Kollektivs um die Perspektive und Ausrichtung solidarischen Handels und der Genossenschaft. Café Libertad versteht sich auch in Zukunft als politisches Kollektiv.

Der Konflikt entstand für alle überraschend im November 2013, als ein langjähriges Mitglied im Rahmen eines Kollektivtreffens seine mündliche Kündigung zum 31. Januar 2014 aussprach. Gleichzeitig wurde von diesem angekündigt, zukünftig an keinen Arbeitsbesprechungen und Plena mehr teilzunehmen, sowie eigene Genossenschaftsanteile und auch Darlehen von anderen Personen an die Genossenschaft Café Libertad von mehr als 100 000.- Euro zum 30.6.2014 kündigen zu lassen. Bereits zwei Wochen später wurde auf eigenen Wunsch und ohne geregelte Arbeitsübergabe der Resturlaub angetreten.

Für das Café Libertad Kollektiv entstand durch die Art und Weise der Kündigung und den aus unserer Sicht unsolidarischen Umgang gegenüber den Kolleg_innen und der Genossenschaft, eine schwierige Situation. Verschärft wurde die Situation durch einen kurzfristigen Liquiditätsengpass aufgrund anstehender Vorauszahlungen für Kooperativen. Zudem wurde das notwendige gegenseitige Vertrauen, welches die Basis und Grundlage der Zusammenarbeit in einem Kollektiv bildet, erschüttert. Darüber hinaus wurde offenbar, dass verschiedene Arbeitsprozesse in der Vergangenheit leider intransparent geblieben sind und sich darüber Hierarchien im Betrieb entwickelt hatten.

Um dieser Situation zu begegnen wurde eine externe Buchhaltung beauftragt und nach neuen Darlehen gesucht. Außerdem wurde eine Diskussion über die Perspektive vom Café Libertad Kollektiv im solidarischen Handel begonnen. Hierbei offenbarten sich unterschiedliche Zielsetzungen im verbleibenden Kollektiv. Während vier der Kollektivmitglieder Café Libertad als politisches, bewegungsnahes Projekt erhalten wollten, sprachen sich zwei der Mitglieder für eine ökonomischere Orientierung aus.

In der Folge entwickelten sich zwei Gruppen, die mit jeweils eigenem Konzept den Betrieb weiterführen wollten. In mehreren Kollektivtreffen wurde daraufhin im Diskussionsprozess festgestellt, dass sich keine Seite mit der jeweils anderen eine weitere Zusammenarbeit und die Aufnahme von neuen Darlehen zur Finanzierung der anstehenden Importe vorstellen konnte. Das Kollektiv-Mitglied, welches bereits gekündigt hatte, erklärte in diesem Verlauf seine vorherige mündliche Kündigung als juristisch nicht bindend und zog diese zurück.

Zur Klärung der inzwischen völlig verfahrenen Situation wurde schließlich eine außerordentliche Vollversammlung der Genossenschaft zum 23.12.2013 einberufen. Dies beinhaltete in der Konsequenz sowohl die Aufnahme neuer Kollektivmitglieder, um den Fortbestand vom Café Libertad Kollektiv zu gewährleisten, als auch die Kündigung einer der Gruppen zur Beilegung des unauflösbaren Konfliktes. Auf der Vollversammlung wurde durch die Mehrheit der Mitglieder die Fortführung von Café Libertad als bewegungsnahes, politisches Kollektiv im solidarischen Handel beschlossen.

Wir halten diesen Umgang für sinnvoll und den einzig richtigen, basisdemokratischen Umgang in einer solchen Konfliktsituation. Das Gegenteil würde bedeuten, das nicht die Mehrheit der Beschäftigten und Genossenschaftsmitglieder, sondern die Mehrheit der aktuellen Kapitalanteile über die Zukunft von kollektiven Betrieben und Genossenschaften entscheiden. Wir bedanken uns bei allen die uns in dieser schwierigen Situation unterstützt und ihre Hilfe zugesagt haben.

Café Libertad ist als Kollektivbetrieb und Genossenschaft nicht an einzelne Personen oder Privatbesitz gebunden und braucht auch kein Führungspersonal. Im Vordergrund steht für uns die politische Idee des solidarischen Handels als Alternative zum kapitalistischen Weltmarkt und die Unterstützung aufständischer, zapatistischer Gemeinden und widerständiger Kooperativen. Die direkte Solidarität mit sozialen Bewegungen und die Entwicklung widerständiger Netzwerke.
Café Libertad Kollektiv ist darüber hinaus kein Unternehmen zugunsten privatwirtschaftlicher Interessen, sondern ein Projekt, das Bestandteil und Ort politischer und sozialer Bewegungen ist.

Mit dieser Perspektive, neuen Mitgliedern und Darlehen, importieren wir in diesem Jahr bisher 7 Container Rohkaffee für ca. 600 000.- Euro aus Chiapas, Costa Rica und Honduras. Außerdem Olivenöl von griechischen Kollektiven zur Förderung selbstbestimmter Arbeit in Zeiten der Krise. Über den Solidaritätsfond Störtebeker unterstützen wir zudem Antifaschist_innen, Protestbewegungen und anarchistische Projekte in vielen Ländern und über den Fördertopf der Frauenkooperativen, feministische und queere Projekte.

Der Konflikt innerhalb des Kollektives war nicht der erste in der 15 jährigen Geschichte von Café Libertad und wird möglicherweise auch nicht der Letzte gewesen sein. Selbstorganisierte Arbeit, insbesondere im Kollektiv, ist innerhalb kapitalistischer Verhältnisse und Zwänge kein widerspruchsfreier oder befreiter Raum, sondern bildet immer auch Herrschaftsverhältnisse ab. Umso wichtiger ist uns Transparenz, ein gemeinsames Bedürfnis nach gleichberechtigten Strukturen, ein selbstkritischer Blick auf sich selbst und ein solidarischer Umgang untereinander, als Basis und Klammer der gemeinsamen Arbeit.

Diese Arbeit führen wir nun in neuer Zusammensetzung weiter und hoffen dabei auf eure Solidarität und Unterstützung im Sinne der beteiligten Kooperativen und widerständigen Gemeinden in Chiapas, der Frauenkooperative Aprolma und weiterer Projekte, die Kaffee für den täglichen Aufstand gegen die vermeintlichen Sachzwänge des Kapitalismus produzieren.

Meldet euch wenn, ihr weitere Fragen oder Anregungen habt. Wir halten euch über die weitere Entwicklung gerne auf dem Laufenden.

Café Libertad Kollektiv

Geschrieben in News von Café Libertad
Nachdem Cafe Libertad Kollektiv in den letzten zwei Jahren die Preise senken konnte, ist der kalkulatorische Aufschlag beim Bio-Kaffee und Espresso nun wieder etwas gestiegen.

Dies soll die Liquidität der Genossenschaft absichern und Rücklagen bilden um langfristig mehr Unabhängigkeit für die Vorauszahlungen auf die Kaffeeernten der beteiligten Kooperativen in Chiapas, Costa Rica und Honduras zu entwickeln.

Der Preis von gemahlenen Bio-Espresso im 250 g Vakuumpack ist deshalb um 5 Cent von 3,75 auf 3,80 Euro gestiegen. Die ganze Bohne im 500g Beutel mit Lüftungsventil um 15 Cent von 7,10 Euro auf 7,25 Euro.

Der gemahlene Bio-Kaffee im 500g Vakuumpack steigt um 25 Cent von 6,95 auf 7,20 Euro. Die Großpackung der zapatistischen 1kg Bohne mit Lüftungsventil steigt von 13,50 auf 14.- Euro.

Cafe Libertad Kollektiv kalkuliert dabei weiterhin bewusst knapp um einerseits hohe Preise für Kooperativen zu ermöglichen, andererseits solidarisch gehandelten Bio-Kaffee für Menschen mit weniger Geld erschwinglich zu halten.

Mit konventionell angebautem Supermarktkaffee wollen und können wir dabei nicht konkurrieren. Gleichzeitig wollen wir nicht, dass solidarischer Handel ein Luxussegment wird oder Partnerkooperativen durch eine von den Realitäten abgekoppelte linke „Entwicklungshilfe“ in Abhängigkeiten geraten, sondern nachhaltige Alternativen zum kapitalistischen Handel entwickeln um die Autonomie widerständiger Kooperativen zu unterstützen.

In diesem Jahr werden bisher 7 Container Rohkaffee importiert, davon vier zapatistische der Kooperativen Yochin und Yachil aus Chiapas, einer aus Costa Rica und zwei von der neugegründeten Frauenkooperative Aprolma aus Honduras. Nach Abschluss der Importe, voraussichtlich im Juni 2014, werden wir die endgültigen Kosten und unsere Kalkulation für 2015 veröffentlichen.

Falls ihr weitere Fragen zur Kalkulation, Aufschlägen und Fördermitteln habt meldet euch gerne. Zur Vergabe von Fördermitteln und der Entwicklung von Cafe Libertad Kollektiv werden wir in den nächsten Wochen weitere Informationen veröffentlichen.
Geschrieben in News von Café Libertad


Solidaritätstransparent aus Chiapas zu den Kämpfen von Refugees für Bleiberecht, Bewegungsfreiheit und gegen Gefahrengebiete.
Geschrieben in News von Café Libertad


Am 5.2.2014 haben uns zwei Frauen der Kooperative APROLMA (Asociación de productores Libres de Marcala) aus Honduras besucht. Die Kooperative hat sich letztes Jahr aus der Frauenkooperative COMUCAP gelöst. Hintergrund der Neugründung sind interne Konflikte innerhalb von COMUCAP, die mit den aktuellen politischen Prozessen in Honduras verknüpft sind. Der solidarisch gehandelte Bio-Kaffee und Espresso Las Chonas von Cafe Libertad wird ab Mitte des Jahres daher von der Frauenkooperative APROLMA stammen.

Die Kooperative COMUCAP entwickelte sich aus einem antipatriarchalen, politisch widerständigen Ansatz. Im Laufe der Jahre wuchs die Kooperative stark und veränderte damit auch ihre Zusammensetzung. Aus Sicht linker Frauen in der Kooperative wurde COMUCAP in der Folge mehr und mehr zu einem Sammelbecken von konservativen und regierungsnahen Kreisen. Diese Entwicklung und Konflikte innerhalb der Kooperative wurden befördert durch männliche Berater aus NGO-Organisationen wie Oxfam, welche statt systemkritischen Perspektiven eine ökonomische Ausrichtung in den Vordergrund stellten.

Tatsächlich ließen sich Frauen der neuen Kooperativenleitung mit dem 2013 amtierenden Präsidenten Lobo fotographieren und dies veröffentlichten, obwohl er von den Putschisten eingesetzt wurde und für eine reaktionäre und diktatorische Politik verantwortlich war! Während seiner Regierungszeit hat sich die Menschenrechtslage in Honduras dramatisch verschlechtert, viele Tote sind zu beklagen, darunter Aktivist_innen, die sich gegen die Landnahme für Großprojekte engagierten.

Auch die neu gegründete Partei LIBRE, welche sich aus unterschiedlichen oppositionellen Protestgruppen gebildet hat, wurde im Vorfeld der Wahlen im November letzten Jahres systematisch verfolgt und viele ihrer Anhänger_innen ermordet. Nach der Wahl bleibt Honduras gespalten. Der sich durchsetzenden Regierungspartei wird Wahlbetrug vorgeworfen und der Kampf gegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen geht weiter.

Die Konflikte bei COMUCAP spitzten sich im Herbst 2013 schließlich zu, als zwei konkurrierende Vorstände sich gleichzeitig als legitime Interessenvertretung der Kooperative betrachteten. Während Oxfam, andere NGO-Organisationen und die meisten Fair-Trade-Unternehmen den regierungsnahen Vorstand unterstützten, orientierte sich Cafe Libertad Kollektiv in dieser Situation direkt an den Interessen der Kleinbäuerinnen als Produzentinnengemeinschaft innerhalb von COMUCAP und sagte diesen weitere Unterstützung und die Abnahme von Roh-Kaffee zu.

Etwa 90% der Kaffee-Produzentinnen haben schließlich die neue Frauenkooperative APROLMA gebildet oder sind in diese übergetreten. Weitere Frauen sind hinzu gekommen. Sie verstehen sich als explizite Frauenkooperative in der alle zentralen Ämter von Frauen besetzt sind. Die Kooperative ist stark in der Opposition organisiert und hat sich unabhängig gemacht von den Anhängerinnen der Regierungspartei und Entwicklungshilfeorganisationen wie Oxfam, die aus ihrer Sicht immer stärker "eigene" Interessen vertreten und einen aktiven politischen Ansatz verneinen.

Als nicht leicht beschreiben sie ihren Neuanfang, da sich ihr neuer Name erst noch etablieren müsse und einige ehemalige Käufer_innen abgesprungen seien. Auch wird sich zeigen müssen, wie die Ernte in den kommenden Jahren ausfallen wird, da sich in Mittelamerika die Erkrankung von Kaffepflanzen durch "Roya" (Kafferost, ein Pilz) dramatisch ausweitet. Sie berichteten, dass ihre Pflanzungen bislang verschont blieben, da ihr kontrolliert biologischer Anbau die Pflanzen resistenter gegen die Krankheit macht. Jedoch haben die ersten Bäuer_innen der Region bereits ihre Anbauflächen verkaufen müssen, da ihr Land zu wenig zum Überleben abwirft.

Verschärft werden die Ernteeinbußen der Bäuer_innen durch den sinkenden Verkaufspreis für Kaffee auf dem Weltmarkt. Seit drei Jahren gehen die zu erzielenden Kaffeepreise für die Produzent_innen zurück, sodass nun die Existenzgrundlage vieler in aktuer Gefahr ist. Hierauf reagiert die Kooperative APROLMA mit einem Projekt, in dem das Wissen um den organischen Kaffeeanbau weitergegeben wird und beste Anbaumethoden erprobt werden, um die Existenzgrundlage der Bäuer_innen zu retten.

Wir wünschen der Frauen-Kooperative APROLMA viel Durchhaltevermögen und bestes gelingen in dieser politisch und ökonomisch schweren Zeit und freuen uns auf die Fortführung der solidarischen Zusammenarbeit zur Förderung feministischer Perspektiven!

Links zur politischen Situation in Honduras:
http://amerika21.de/2013/11/92919/menschenrechte-honduras
http://www.lateinamerika-nachrichten.de/index.php?/artikel/4584.html
http://amerika21.de/2013/11/94496/wahlbetrug-honduras
http://amerika21.de/2014/01/96645/proteste-kongressvorstand
Geschrieben in News von Café Libertad
For all customers abroad: please send us a telephonnumber with your order. Otherwise we are not able to organize the delivery.Thanx a lot! Bitte bei Auslandsbestellungen unbedingt eine Telefonnummer angeben, wir können sonst den Versand nicht organisieren.
Geschrieben in News von Café Libertad

Kiptik-Calendar 2014

Dienstag, 12. November 2013



Ein neuer Wandkalender aus England zur zapatistischen Bewegung ist eingetroffen! Ein Teil der Einnahmen dient der Solidarität mit den autonomen Gemeinden in Chiapas. Hier Bestellungen unter Artikel-Nr. 9950 - Preis: Neu: 4 Euro. Für die Tasche haben wir den neuen Syndikalistischen Kalender im Angebot.
Geschrieben in News von f m
Aufgrund der prekären Arbeitsbedingen bei Paketdiensten mit Werkverträgen und Subunternehmen haben wir beschlossen zu einem Dienstleister mit vorwiegend festangestellten Kolleg_innen zu wechseln. Wir liefern daher seit dem 1. November mit UPS aus. Aufgrund veränderter Beförderungsbestimmungen und Arbeitsabläufe benötigen wir deshalb zukünftig eine Telefonnummer von Besteller_innen aus dem Ausland.

Sollte es im Laufe der Umstellung zu Verzögerungen oder Problemen kommen, bitten wir um euer Verständnis. Wir freuen uns über Anregungen oder Kritik.

Solidarische Grüße Cafe Libertad Kollektiv
Geschrieben in News von Café Libertad