28 Okt 2018 Uhrzeit 20:00 - 22:30

Die Theatergruppe Act Absurdum aus Berlin hat B. Travens Klassiker adaptiert und präsentiert ein Theaterstück, das von einem passlosen Seemann handelt, der in den 1920er Jahren durch Europa irrt, wo er von einem Land ins andere abgeschoben wird, bis er schließlich auf der Yorikke landet – einem Totenschiff, das nur noch fährt, um zu sinken und eine Versicherungsprämie für die Kompanie einzufahren. Act Absurdum ist eine freie Berliner Theatergruppe, die den Anspruch hat, Anarcho-Theater zu machen und sich kritisch mit der Dialektik politischer und gesellschaftlicher Absurditäten auseinander setzt.

Das aktuelle Stück wurde in mehreren Locations in Berlin aufgeführt und macht im Herbst eine Tour durch verschiedene Städte im deutschsprachigen Raum. Wir danken dem Café Libertad, dem Café Exil und der FAU Hamburg für ihre Unterstützung.

Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr Spieldauer: ca. 2,5 Stunden

Das Totenschiff und Act Absurdum

Donnerstag, 18. Oktober 2018 15:15:28 CEST




Solidarität gegen Landraub und das Verschwindenlassen in Mexiko



Etwas über ein Jahr ist es her, dass Trinidad Ramírez und Omar Esparza an den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg teilgenommen haben. Omar Esparza von der sozialen Bewegung Movimento Agrario Indegina Zapatista (MAIZ) hat in Interviews, Diskussionsveranstaltungen, beim alternativen Medienzentrum im Millerntor und der Auftaktkundgebung „Welcome to hell“ vom Landraub bei indigenen Gemeinden, von politischen Repressionen und der massenhaften Dimension des Verschwindenlassens in Mexiko berichtet. Seit dem 23. August ist nun der Compa Sergio Rivera Hernández von MAIZ verschwunden und Omar Esparza mit ernstzunehmenden Morddrohungen konfrontiert.

Nach Aussagen von Augenzeugen ist Sergio Rivera Hernández von "Agentes Municipales" verschleppt worden. Diese sind Verwaltungs- und Polizeivertreter des Stadtrates eines Dorfes oder einer Gemeinde in Mexiko. Im diesen Fall von der Gemeinde Zoquitlán, in Puebla, Mexiko.

Sergio Rivera Hernández und weitere Aktivist*innen haben lokale Proteste und Widerstand in den umliegenden Gemeinden gegen ein großes Wasserkraftwerk in der Sierra Negra, Puebla organisiert. Das Kraftwerk soll das Bergbau-Unternehmen „Minera Autlán" mit Strom versorgen und so weiteren Landraub befördern. Der anschließend gewonnene Strom ist nicht für die Gemeinden in der Region, sondern ausschließlich für den Konzern bestimmt, der unter anderem das Metall Mangan zur Stahlhärtung fördert. Dieser findet in der umliegenden Autoindustrie Verwendung. In Puebla sind mit Volkswagen und Audi wichtige Werke der deutschen Autoindustrie angesiedelt.

Minera Autlán: „We have to put our house in order“

„Zunächst einmal glaube ich, dass wir ein Land haben, das reich an natürlichen Ressourcen ist, und wir müssen diese Ressourcen in finale Produkte und Dienstleistungen für die Welt verwandeln. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir in Mexiko das Talent und die Leute haben. Wir müssen unser Haus in Ordnung bringen, aber ich glaube, dass, wenn der private Sektor und die Regierung zusammenarbeiten, wir eine sehr wichtige Nation für die Welt werden können.“
* José Antonio Rivero Larrea, Chairman and CEO of Minera Autlan, Juni 2000 (1)


Die Aktiengesellschaft „Minera Autlán" wird mehrheitlich kontrolliert von José Antonio Rivero Larrea, einem einflussreichen Industriellen, der Vorsitzender des Internationalen Mangan Institutes und Präsident der Mexikanischen Bergbaukammer war. Er ist zudem verwandt mit German Larrea, einem der reichsten Investoren in Mexiko mit engen Kontakten zur Regierung. José Antonio Rivero Larrea spricht sich für stärkere Privatisierungen aus und setzt sich für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen ein. Vor dem Hintergrund der Verwicklung von organisierter Kriminalität und Politik in politische Morde bei der Bekämpfung von Protesten gegen klimaschädliche Bergbauprojekte und Landraub kann die „We have to put our house in order“ Programmatik als eine zynische Umschreibung für die Kultur des verschwindenlassens in Mexiko betrachtet werden. 15 Klima- und Umweltaktivist*innen wurden allein im Jahr 2017 in Mexiko ermordet.

Der Widerstand in den Gemeinden ist gegen die Interessen der Regierenden PRI-Partei, anderer lokaler Parteien und großer Konzerne in der Region. Nach Informationen von MAIZ wendet Autlán dabei in Komplizenschaft von Regierung und dem organisiertem Verbrechen gewaltsame Methoden an, um den Widerstand zu brechen. So wurde im Februar 2018 ein leerer Bus, den Mitglieder von MAIZ für eine Demonstration benutzten, auf der Rückreise angezündet. Sergio Rivera Hernández wurde bereits am 28. Juni mit zwei weiteren Aktivisten von MAIZ von Mitgliedern der Parteien PRD und PAN festgehalten und bereits mit Mord bedroht.

Indigene Gemeinden gegen Landraub, Klimawandel und kapitalistische Ausbeutung

Omar Esparza erklärte auf einer Pressekonferenz zum Verschwinden von Sergio, dass das Wasserkraftwerkprojekt von der Regierung und „Minera Autlán" elf Jahre lang entwickelt wurde, ohne die Betroffenen indigenen Gemeinden der Region zu informieren. „Minera Autlan“ und Bundesbehörden haben Zersetzungstechniken in den Gemeinden angewendet und Dorfbewohner*innen bedroht und versucht mit Geld zu kaufen. Omar Esparza hat darauf hingewiesen, dass Aktivist*innen in den Gemeinden das Projekt weiterhin entschieden ablehnten. Vor diesem Hintergrund sind die Morddrohungen gegen Omar und weiterer Mitglieder von Movimento Agrario Indegina Zapatista als neuer Versuch der Zerschlagung des Widerstandes vor Ort zu betrachten.



Die Compas von MAIZ protestieren und fordern Aufklärung über den Verbleib von Sergio und die Verantwortlichen in der Regierung. Je länger Sergio verschwunden bleibt, desto wahrscheinlicher muss davon ausgegangen werden, dass er ermordet wurde. Lassen wir nicht zu, dass Sergio Rivera Hernández verschwunden bleibt. Es braucht unsere Solidarität und transnationale Aufmerksamkeit, damit keine weiteren Aktivist*innen verschwinden, getötet werden oder flüchten müssen.

Was sie planen: Friedhofsruhe! Was sie fürchten: Unsere Solidarität!

Repressive Gewalt und Angriffe auf Aktivist*innen und indigene Gemeinden werden nicht zur gewünschten Friedhofsruhe führen. Mit jedem Tag, den Sergio verschwunden bleibt, mit jeder Morddrohung und jedem Mord, wächst unsere Verpflichtung die Machenschaften von „Minera Autlan“, die Verfilzung mit der mexikanischen Regierung und organisierten Kriminalität, die Profiteure und Verantwortlichen des Verschwindenlassens und der Morde öffentlich zu machen und politisch anzugreifen, um das Leben selbst zu verteidigen.

Alle sind aufgerufen, die Proteste und den Kampf um die Freilassung von Sergio und sein Leben zu unterstützen, indem sie über die Vorgänge informieren und politischen Druck erzeugen. So wie Movimento Agrario Indegina Zapatista während des G20 in Hamburg an unserer Seite stand und gemeinsam mit uns und vielen anderen gegen den Gipfel demonstriert hat, um die globale Gewalt zu demaskieren, so stehen wir auf der Seite des indigenen Protestes und Widerstandes gegen „Minera Autlan“ und der sozialen Bewegung gegen politischen Morde in Mexiko.

Schluss mit der Komplizenschaft von Regierung, organisiertem Verbrechen und Konzernen gegen soziale Bewegungen!

Vivo se lo llevaron, vivo lo queremos!*

* Lebend habt ihr ihn genommen, lebend wollen wir ihn zurück!



Café Libertad Kollektiv

Mehr Informationen:

https://www.npla.de/poonal/indigener-menschenrechtsverteidiger-gewaltsam-verschwunden/

https://amerika21.de/2018/08/210880/mexiko-verschwindenlassen

http://www.congresonacionalindigena.org/2018/08/24/el-movimiento-agrario-indigena-zapatista-maiz-exige-de-manera-inmediata-la-presentacion-con-vida-del-companero-sergio-rivera-hernandez/

https://pueblossinfronteras.wordpress.com/2018/08/30/acusan-a-minera-autlan-de-desaparicion-forzada-de-sergio-rivera-lider-indigena-en-puebla-opositor-a-hidroelectrica/

1.) Quelle: http://www.winne.com/mexico2/cr05interv1.html

Donnerstag, 30. August 2018 14:57:52 CEST




Unsere neue Datenschutzerklärung

Donnerstag, 24. Mai 2018 17:03:35 CEST




Im Oktober 2017 wurden mehr als 5.000 Menschen aus der Gemeinde Chalchihuitlán gewaltsam vertrieben; Bis heute leben diese Familien unter Plastikplanen im Busch; Kinder sind an Erkältung und mangelnder medizinischer Versorgung gestorben.

Zwischen dem 24. und 26. März 2018 wiederholten sich die Angriffe gegen die Bevölkerung der Gemeinde Aldama. Diesmal wurden 747 Menschen vertrieben. Es gab bereits drei Tote (2 Kinder und ein erwachsener Mann), die erschossen wurden wurden, als sie Mais anpflanzen wollten.

Diese beiden Fälle von Zwangsvertreibung wurden von den Paramilitärs der Region provoziert die unter dem Schutz der mexikanischen Regierung agieren. Wir fordern mit anderen Solidaritätsgruppen den sofortigen Stopp staatlicher Gewalt gegen indigene Bevölkerungsgruppen, zapatistische Unterstützungsbasen und soziale Bewegungen.

Mittwoch, 23. Mai 2018 14:36:35 CEST




Wir weisen ab sofort die österreichische Umsatzsteuer aus. Dies bedeutet, dass die nach Österreich verkauften Waren nun eine Umsatzsteuer von 10% bzw. 20% enthalten.

Für alle privaten Kund*innen aus anderen EU-Ländern oder nicht Mitgliedsländern der EU, gilt weiterhin die deutsche Umsatz-und Kaffeesteuer.

Für gewerbliche Kund*innen mit Umsatzsteueridentifikationsnumer ändert sich nichts und bleiben innergemeinschaftliche Lieferung zu den bisherigen Konditionen bestehen.

Dienstag, 27. Februar 2018 13:50:13 CET




Sieben Tote und viele Verletze bei Unruhen im ganzen Land aufgrund eines drohenden Putsch der Regierung. Nach den Präsidentschaftswahlen und inmitten der noch laufenden Stimmenauszählung hat der Ministerrat von Honduras den Ausnahmezustand im gesamten Land verhängt. Das schließt eine Ausgangssperre ein. Partnerkooperativen von Café Libertad berichten von Verzögerungen bei der Ernte aufgrund der Lage vor Ort. Lieferungen können sich daher verzögern.

In Sozialen Netzwerken und auf amerika21 wird über schwere Verletzungen der Menschenrechte berichtet. Im ganzen Land wird gegen die Verzögerung der Bekanntgabe des Wahlergebnisses und den befürchteten Wahlbetrug des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández demonstriert. Straßen und Brücken werden blockiert. Die Mautstationen im Norden des Landes, die seit 2016 in der Bevölkerung heftigen Widerstand provoziert haben, sind am Freitag in Flammen aufgegangen. In den großen Städten des Landes wurden Geschäfte geplündert und verwüstet.

Bei den ersten Veröffentlichungen der vorläufigen Wahlergebnisse hatte die Opposition einen Vorsprung von fünf Prozent. Die Wahlbehörde erklärte, dass die Tendenz des Vorsprungs nach Auszählung von 71 Prozent der Wahldokumente nicht mehr umkehrbar sei. In den Tagen danach verringerte sich der Vorsprung in Veröffentlichungen. Letztlich verzeichnete Hernández einen Vorsprung von etwas mehr als einem Prozent der Stimmen. Eine Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses hat bis heute nicht stattgefunden.

In den Tagen nach der Wahlen war mehrmals das Computersystem des TSE abgestürzt, Wahldokumente waren nicht in die Auszählung einbezogen worden. Schließlich mussten internationale Wahlbeobachter und Journalisten das Gebäude verlassen, in dem sich die Dokumente befinden. Daraufhin begann die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern den Platz vor dem Gebäude zu räumen, wo sich zahlreiche Menschen versammelt hatten.

Die Militärpolizei hat am 1.12. in den Morgenstunden in der Hauptstadt Tegucigalpa eine 19-Jährige erschossen. Damit ist die Zahl der Todesopfer bei den Protesten laut lokalen Medien auf sieben gestiegen. Viele Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Am 4.12. wurde bekannt, dass zwei Bataillone der Spezialpolizei COBRA in Tegucigalpa und in San Pedro Sula sich der Befehle verweigern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die anderen bewaffneten Kräfte in den nächsten Tagen verhalten werden. Honduranische Medien berichteten über eine Übernahme der Befehlsgewalt von Teilen der Nationalpolizei durch das Militär.

Zusammengesfasst von und mehr Informationen auf amerika21: https://amerika21.de/geo/honduras

Donnerstag, 7. Dezember 2017 13:16:46 CET







Neues Etikett, neue Mischung, aber doppelt solidarisch!

Alles dreht sich weiter und wir versuchen, als solidarisches Kaffee-Projekt ein Teil davon zu sein, dass sich die Dinge in eine bessere Richtung bewegen. Mit dem Solidaritäts-Espresso Kiptik – „Unsere Stärke“ in der indigenen Tetztal-Sprache – greifen wir die zapatistische Idee auf, dass Veränderung und die Stärkung sozialer Bewegung nicht nur im globalen Süden notwendig ist, sondern sich ebenso bei uns entwickeln muss. Wir können dabei voneinander lernen und die beste Unterstützung für die indigenen autonomen Gemeinden ist, hier vor Ort für ein ganz anderes Ganzes, Würde und gleiche Rechte zu kämpfen.

Bei der neuen Mischung geben wir dem milden Rohkaffee aus Costa Rica etwas mehr südmexikanischen Kaffee der zapatistischen Kooperative Yochin und der Kooperative Bosque aus Oaxaca hinzu. Im Ergebnis behält der Espresso seinen eher milden Charakter, entwickelt aber mehr Körper und Komplexität im Aroma. Für das neue Etikett des Kiptik haben wir ein Motiv des mexikanischen Künstlers Mescalito aufgegriffen und angepasst. Wir bedanken uns für die solidarische Unterstützung und hoffen, dass es euch gefällt.

Wir verdoppeln beim Solidaritätsespresso Kiptik wie beim Solidaritätskaffee Störtebeker den üblichen Soli-Aufschlag von 0,40 Euro pro kg. Die Fördermittel dienen der Unterstützung der Kaffee-Kooperativen, der widerständigen, indigenen Gemeinden und der sozialen Bewegungen weltweit. Wir verzichten dabei auf einen Teil der Aufschläge, die sonst der Finanzierung unserer Kosten beim Import und Vertrieb dienen. Wir gehen dabei an die unterste Grenze dessen, was für uns noch finanzier- und leistbar ist. Dies gelingt nur durch den „unkommerziellen“ Charakter des Kaffeeprojektes. Wir wollen und brauchen als Genossenschaft keine privatwirtschaftlichen Gewinne zu erwirtschaften, sondern können Kooperativen und Bewegungen möglichst direkt vor Ort unterstützen.

Mit dem Kiptik haben wir in der Vergangenheit nicht nur die Zapatistas im lakandonischen Urwald unterstützt, sondern auch antifaschistische Demonstrationen, die Streikbewegung und Fabrikbesetzer*innen in Griechenland, soziale Zentren und ökologische Projekte auf den Philippinen, die Selbstorganisation von Geflüchteten in Europa und der Türkei, medizinische Hilfe für Traumatisierte in Rojava und im Irak, internationale Gipfelproteste und vieles mehr.


Dienstag, 28. November 2017 23:04:54 CET




Veranstaltung und Antirepressions-Solitresen

Einige Wochen sind vergangen, seitdem der G20 Gipfel in Hamburg stattgefunden hat. Die Proteste gegen diesen haben die Stadt belebt und zu einem Ort der globalen politischen Auseinandersetzung gemacht.

Während die Karawane der Gipfelpolitik weitergezogen ist basiert der Welthandel nach wie vor auf patriarchalen und postkolonialen Ausbeutungsverhältnissen. Aktivistinnen der Frauenkooperative Aprolma berichten am Freitag in den Fanräumen am Millerntor von ihren Erfahrungen und ihrem politischen Selbstverständnis im Widerstand gegen diese Verhältnisse. Der Rohkaffee der Frauenkooperative ist u.a. Teil des Solidaritätsespressoprojektes St. Pauli Roar für antirassistische Fanprojekte und Recht auf Stadt.

Die Aktivistinnen der Kooperative Aprolma zeichnen ein Bild ihrer praktischen Arbeit als Kaffeekooperative mit feministischem Selbstverständnis vor dem Hintergrund von Morden an Frauen und politischen Aktivist*innen in der politischen Gegenwart, von Selbstorganisierung, Widerständen und feministischer Medienarbeit, von Aufbrüchen und Momenten des Scheiterns, neuen Hoffnungen und Selbstorganisierungsansätzen.

In Honduras herrschen seit dem institutionellen Putsch der rechten Regierung massive Repressionen und Menschenrechtsverbrechen. Bekanntere Fälle sind die Ermordung von Berta Cáceres und die Gewalt und Morddrohungen gegen Mitglieder der LGBTI* Organisation Arcoiris. Gleichzeitig formieren sich immer wieder Proteste emanzipatorischer Gruppen. Kooperativen und lokale Vernetzungen bilden dabei eine wichtige Basis für soziale und widerständige Bewegungen.

Die Veranstaltung mit Video und Bildmaterial wird vom Spanischen ins Deutsche übersetzt. Im Anschluss und während der Veranstaltung gibt es Getränke, Kollektivbier, Laika Glitzermate und anarchistischen Rotwein gegen Spende für die Gefangen der G20 Proteste und die Kampagne UNITED WE STAND. Für globale Solidarität gegen patriarchale und kapitalistische Verhältnisse!

Café Libertad Kollektiv & St. Pauli Roar

Freitag 29.09.2017
20 Uhr Fanräume im Millerntor (Heiligengeistfeld)

Dienstag, 26. September 2017 21:01:04 CEST




(von amerika21.de) Über den möglichen Verbleib der seit September 2014 verschwundenen 43 Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero gibt es neue Hinweise. Mitglieder der Bürgerwehr "Bewegung für den Frieden" (Movimiento para la paz) in der Gemeinde San Miguel Totolapan Guerrero wollen zwischen Dezember 2016 und Mai 2017 mehrere Mitglieder der kriminellen Bande Los Tequileros festgenommen haben. Diese hätten berichtet, dass sie in der Nacht zum 27. September 2014 eine Gruppe von rund 20 jungen Männern festgehalten hätten. Diese seien später umgebracht und in Umgebung des Dorfes La Gavia begraben worden. Sogar die genaue Lage des Massengrabes könnten sie benennen.

Die Bürgerwehr hatte diese Hinweise an die Staatsanwaltschaft von Guerrero weitergeben. Ob die Behörde die Information geprüft hat, ist unklar. Der Gouverneur von Guerrero, Hector Astudillo Flores von der Partei der institutionalisierten Revolution (PRI), antwortete auf Nachfragen: "Ich habe gar keine Information darüber. Es ist das erste Mal, dass ich so etwas höre."

Laut Vertretern der Bürgerwehr sind die Schlüsselfiguren der kriminellen Gruppe Los Tequileros bislang noch nicht festgenommen. Die Bürgerwehr mutmaßt, dass bei einer Festnahme Verbindungen von Beamten und Politikern in die organisierte Kriminalität publik würden.

Aktivisten hatten immer wieder den Regionalpolitiker Saúl Beltrán Orozco als Mitverantwortlichen für das Verschwinden der 43 Lehramtsstudenten benannt. Auch Beltrán Orozco gehört der PRI an.

Das Dorf La Gavia ist stark von gewalttätigen Konflikten betroffen. Von den ursprünglichen 500 Einwohnern sind derzeit nur noch zwei vor Ort. In der nahen Umgebung des Dorfes wird Opium angebaut, die organisierte Kriminalität kämpft um die Kontrolle des Drogenhandels. Die Vertriebenen berichten von unzähligen Entführungen von Seiten der Banden mit Unterstützung der Behörden.

In der Nacht zum 27. September 2014 war eine Gruppe von Lehramtsstudenten in Iguala mehrfach von Bundespolizisten angegriffen worden. Drei starben noch vor Ort, weitere 43 sind seitdem Verschwunden.

Mehr Informationen auf amerika21.de

Mittwoch, 12. Juli 2017 17:05:02 CEST




Im Rahmen der Proteste gegen den G20-Gipfel waren auch zwei Aktivist*innen aus Mexiko in Hamburg. Omar Esparza und Trinidad Ramirez waren Redner*innen und Gäste der Auftaktkundgebung am 6. Juli mit 12.000 Menschen und der Grossdemonstration mit 80.000 Menschen am 8. Juli. Daneben gab es Workshops und Berichte zur Lage in Mexiko.

Im Folgenden zwei Mitschnitte der Pressekonferenz im Medienzentrum:




Dienstag, 4. Juli 2017 13:01:13 CEST






Sekt-Mate? Kennt ihr! Aber Laika Glitzermate ist das erste fertige Mixgetränk mit Mate und Perlwein in einer 0,33 l Mehrweg-Flasche. Erfrischend und lecker für Partynächte, als Drink zuhause oder am Pflasterstrand.

Laika ist vegan und ein Solidaritätsgetränk mit 7,7 % Alkohol und Koffein, welches ähnlich wie Kaffee & Espresso von Café Libertad Kollektiv, Solidaritätsaufschläge enthält und die Idee eines solidarischen Handels verfolgt. In der Perspektive soll Laika komplett fair produziert werden, was aus produktionstechnischen Gründen auf dem Erstflug noch nicht möglich war. Mit den Fördergeldern der ersten Abfüllung sollen vor allem Anti-Repressionskosten im Rahmen des G20 Gipfels abgefedert, sowie antifaschistische Strukturen unterstützt werden. Mehr über die Idee, Produktion und Arbeit im Laika-Universum erfahrt ihr auf www.laika-mate.de.

Um das Projekt zu unterstützen hat Café Libertad Kollektiv das Getränk als Sixpack mit in den Versand genommen. Wir empfehlen ausprobieren und wünschen schwerelose Nächte!


Donnerstag, 1. Juni 2017 13:33:13 CEST






Solidarisch gegen globale Ausbeutung!

Vom 7.- 8. Juli 2017 treffen sich in Hamburg die führenden Wirtschaftsnationen im Rahmen des G20 Treffens, um die Rahmenbedingungen des Welthandels neu zu justieren und kapitalistische Krisen und Interessenssphären zu verwalten. In der gesamtem Woche treffen sich aber auch zehntausende Aktivist*innen aus aller Welt, um gegen die globalen Ungerechtigkeiten auf die Straße zu gehen.

Café Libertad Kollektiv wird als politisches Projekt im solidarischen Handel die Proteste aktiv unterstützen. Wir rufen, wie viele andere Organisationen und Aktivist*innen, dazu auf, im Juli nach Hamburg zu kommen und sich an dem geplanten internationalen Protestcamp und den Demonstrationen zu beteiligen.

Solidaritätskaffee und -espresso gegen die Welt der G20

Café Libertad beteiligt sich neben sonstigen Fördermitteln, die zur Finanzierung der Proteste vergeben wurden, an einem Solidaritätskaffeeprojekt für Antirepressionsarbeit während und im Anschluss des Gipfels. Das spezielle Solidaritätskaffeeprojekt wurde mit dem Ende des Gipfels wie vorgesehen beendet.

Wenn im Zusammenhang mit billigem Supermarktkaffee oder industriellen Röstungen von Konzernen von „Blutkaffee“ gesprochen wird, dann ist dies heute wie früher eine reale Beschreibung der Lebensverhältnisse vieler Menschen weltweit. Die ausbeuterischen Verhältnisse im Kaffeehandel sind nur ein Beispiel von vielen für eine fortschreitende Ausbeutung von Ressourcen, die immer tiefer in gesellschaftliche Räume und abgelegenere Gebiete der Welt reichen soll. Der Aufstand der Zapatistas im südmexikanischen Chiapas/Mexiko hat gezeigt, dass der Aufbau von autonomen, indigenen Gemeinden und einer widerständigen Ökonomie eine wichtige Basis für lokale Proteste und Bewegungen sein kann.

Internationale Auftaktkundgebung mit Aktivist*innen aus Mexiko

Neben vielen anderen Protesten findet am Donnerstag den 6. Juli eine große, internationale Auftaktkundgebung und antikapitalistische Demonstration gegen den G20 Gipfel statt. Im Rahmen der Kundgebung mit Livebands ab 16 Uhr soll der Fokus von den lokalen Ereignissen in Hamburg auf die Kämpfe des globalen Südens gerichtet werden und wieder zurück.

Widerstand gegen die globale Ökonomie der Ausbeutung und Zerstörung findet überall auf der Welt statt, bleibt aber in der öffentlichen Wahrnehmung häufig unsichtbar. Zu der Kundgebung und weiteren Veranstaltungen lädt Café Libertad Kollektiv daher Aktivist*innen aus Mexiko und anderen Ländern ein, die von dortigem Widerstand, Repression und Polizeigewalt berichten.

Die anschließende antikapitalistische Demonstration mit einem stadtpolitischen und antirepressiven Schwerpunkt führt von der Hafenstraße zum Tagungsort des G20 an der Hamburger Messe.

Macht euch im Juli 2017 auf den Weg nach Hamburg und werdet Teil der vielfältigen Mobilisierungen. Für eine Welt, in der viele Welten möglich sind!


Dienstag, 16. Mai 2017 13:54:33 CEST




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Sa. 25.3. 20:30 Uhr Rote Flora
Salsa * Cumbia * Champeta * Merengue * Currulao * Porro * afrocolombeats * Tropicaldiscobas


Wir möchten mit dieser SOLIPARTY die Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien vorstellen und zeigen dazu erstmalig mit deutschen Untertiteln den Film „Chocolate de Paz“ von Gwen Burnyeat und Pablo Mejía Trujillo.

Die Gemeinde weigert sich seit ihrer Gründung 1997 für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen Partei zu ergreifen und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ihre Selbstorganisation und ein Leben in Frieden. Mehr als 250 Mitglieder und Zivilisten, die in der Gegend wohnten, sind seitdem getötet worden oder gewaltsam verschwunden.

Der FILM erzählt die Geschichte der Gemeinde und von deren Strategie, sich über den Anbau und Export von Kakaobohnen eine Lebensgrundlage aufzubauen. Die Koregisseurin Gwen Burnyeat wird anwesend sein und Fragen beantworten.

Im Anschluß findet eine Solifiesta mit der Tanzgruppe AWAWTAA statt. Im Anschluss legen die DJ’s ISA G und BOMBOMBUM auf.

Orga: Amnesty International Mexiko und Zentralamerika Koordinationsgruppe, Buko, Café Libertad Kollektiv, DJBombombum, Mujeres sin Fronteras, peace, brigades international

Sonntag, 19. März 2017 09:43:05 CET






1936 organisierten sich die Menschen in Spanien gegen den Putsch des Militärs, um die Republik und die Perspektive der Revolution gegen den aufstrebenden Faschismus in Europa zu verteidigen. Der CNT-Jubiläumsrotwein Ácrata ist ein Tribut und Andenken an die Generation der libertären und anarchistischen Gefährt*innen im Sommer der Anarchie. Er verbindet die Erinnerung an politische Kämpfe und Formen der Selbstorganisation mit Engagement für die Erhaltung traditioneller Rebsorten und Produktionsmethoden und der Entwicklung von neuen Direktvertriebsstrukturen. Der Jubiläumswein stammt aus biologischem und veganem Anbau in traditioneller Handwerkskunst.

Mittwoch, 17. August 2016 17:42:15 CEST




Die sozialen Bewegungen Mexikos rufen zu einem internationalen Aktionstag in Solidarität mit Nochixtlán, Oaxaca, auf. Dieser ist am Dienstag 19. Juli, einen Monat nach dem Massaker in Nochixtlán. Dem Aktionstag voran geht eine Karawane der sozialen Bewegungen Oaxacas nach Mexiko Stadt, die unterstützt wird von verschiedenen Gewerkschaften und von über 60 Gemeinden Oaxacas.

Die Lehrer*innen die in der unabhängigen Lehrergewerkschaft (CNTE) organisiert sind, traten am 15.Mai, aus Protest gegen die von dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto, initiierte Bildungsreform in den Streik. Am 19. Mai haben ca. 800 Bundespolizisten die von den protestierenden Lehrern eingerichteten Straßenbarrikaden in der Gemeinde Nochixtlán im Bundestaat Oaxaca, Süd Mexiko, gewaltsam geräumt. Dabei sind 11 Personen, darunter 1 Lehrer, erschossen und weitere 22 Beteiligte durch Waffen verletzt worden. 7 Personen gelten als Verschwunden und 37 Protestierende wurden inhaftiert.

Kleinere und grössere Aktionen zu diesem Tag bitte mit Fotos an desinformemonos.org weiterleiten und twittern mit dem Hashtag #AcciónGlobalxNochixtlán


Montag, 11. Juli 2016 12:41:22 CEST




Herzberg Solistand

Am 6. Juli 2016, wurde mit Lesbia Yaneth eine weitere Aktivistin der indigenen Organisation COPINH erschossen. Honduras wird derzeit von einer Serie politischer Morde und staatlicher Repressionen erschüttert. Betroffen sind neben widerständigen indigenen Organisationen und Gewerkschaftsangehörigen insbesondere Transgender und queere Aktivist*innen. Allein in den letzten Monaten wurden zahlreiche Menschen aus dem Umfeld der LGBTI*-Organisation Arcoiris ermordet (LGBTI * - Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex *).


Samstag, 9. Juli 2016 14:41:35 CEST






In der Nacht vom 2. auf den 3. März ist Berta Cáceres, Vorsitzende der indigenen Organisation COPINH, in ihrer Wohnung ermordet worden. Unbekannte Täter drangen gegen ein Uhr morgens gewaltsam in die Wohnung ein und erschossen Cáceres die sich aktuell u.a. gegen das Staudammprojekt Agua Zarca, Desarollos Energéticos S.A. (DESA), mit Siemens-Beteiligung engagiert hat.

Der Mord an Berta Cáceres reiht sich ein in weitere politische Repressionen und Morde in Honduras. Cáceres hatte bereits mehrfach darüber berichtet, dass sie Morddrohungen erhielt und ihr Name auf einer "Todesliste" geführt wurde.

Ihr Bruder, Gustavo Cáceres, wurde bei dem Mordanschlag ebenfalls schwer verletzt und der mexikanische Umweltaktivist Gustavo Castro Soto durch einen Streifschuss am Kopf verletzt und vermutlich für tot gehalten. Als er später eine Aussage als Zeuge bei der lokalen Polizei machen wollte, wurde er zunächst als Verdächtiger festgesetzt. Inzwischen ist er wieder frei. Lokale Menschenrechtsgruppen fürchten jedoch um sein Leben.

Die COPINH macht in einer Erklärung zum Tod von Berta Cáceres die Firma DESA und ihre internationalen Projektpartner und Geldgeber für den Mord verantwortlich: "Sie sind es, die hinter ihrem physischen Verschwinden stehen, sie alle haben ihre Hände mit Blut befleckt, mit dem Blut von Indigenen, von Lenca, von Kämpferinnen und Kämpfern."

Berta Cáceres vom Consejo Civico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras - COPINH war eine Sprecherin der Widerstandsbewegungen und setzte sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung, Frauenrechte und für die Erhaltung der Biodiversität ein. Sie war Gründerin und Koordinatorin verschiedener Netzwerke zum Schutz von Flüssen und gegen Staudammprojekte, von Kampagnen gegen internationale Finanzinstitutionen wie Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank und internationalem Währungsfond. Solidaritätsgruppen in aller Welt protestierten in den letzten Tagen gegen die Ermordung von Berta Cáceres.

Café Libertad Kollektiv und das antirassistische Fanprojekt St. Pauli Roar haben ihre Arbeit in den vergangenen Jahren direkt unterstützt. Im Juni 2012 fand zudem eine Veranstaltung mit dem Titel "Recht auf... Stadt, Land, Fluss" in der GWA-St. Pauli statt.

Wir sind traurig und wütend über ihre Ermordung und werden in ihrem Sinne indigene Proteste und soziale Bewegungen gegen staatliche Gewalt und die Folgen kapitalistischer Globalisierung weiter unterstützen.

Berta Caceres Vive - La Lucha Sigue!

Mehr Informationen auf amerika21.de

https://amerika21.de/2016/03/146457/mord-caceres-honduras-siemens

Sonntag, 6. März 2016 17:58:46 CET




Erklärung der EZLN zur Situation und Entwicklung der Kooperativen und Kollektivität in den autonomen, aufständischen Gemeinden in Chiapas: "Nun werden wir Ihnen ein bisschen über die zapatistischen Gemeinden erzählen, dort, wo die Unterstützungsbasen Widerstand leisten und kämpfen. Das, was wir Ihnen jetzt erzählen werden, stammt aus den Berichten der verantwortlichen zapatistischen Compañeras und Compañeros der Dörfer, Verantwortliche der Kommissionen (zum Beispiel der Gesundheit, Bildung, Jugendliche etc.), autonome Autoritäten und Organisationsverantwortliche. [...] Wie wissen wir, ob wir richtig oder falsch liegen? Was uns Zapatistas betrifft, ist es sehr einfach: die Dörfer sprechen, die Dörfer befehlen, die Dörfer machen, die Dörfer machen rückgängig. [...] Dies ist unsere Autonomie: der Weg ist unserer, wir gehen ihn, wir liegen richtig, wir irren uns, wir korrigieren uns."

Donnerstag, 3. März 2016 12:39:52 CET




Herzberg Solistand

Zapata lives - the struggle continues! Solidarität mit den Zapatistas leistet nicht nur Café Libertad Kollektiv, sondern auch viele andere Gruppen in Europa und der ganzen Welt. Wir freuen uns daher den Kiptik Wandkalender der Chiapas Solidarity Group für die aufständischen, zapatistischen Gemeinden in Chiapas/Südmexiko anbieten zu können. Das Projekt unterstützt Wasser- und Gesundheitsprojekte und Infrastrukturmaßnahmen der indigenen Gemeinden.

Freitag, 6. November 2015 11:51:49 CET




Café Libertad considers paying the best possible prices for small-scale farmers and co-operatives' work a given. At the same time, reasonable consumer prices are of importance: We don't want solidarily-traded coffee and espresso to be luxury goods for the better-off, but to be affordable for as many people as possible.

Freitag, 2. Oktober 2015 12:11:46 CEST