<![CDATA[News-Archiv]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/ Sat, 18 Nov 2017 10:17:12 +0000 Zend_Feed http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss <![CDATA[Frauenkooperative Aprolma – Alltag und Praxis einer Selbstorganisierung gegen patriarchale Verhältnisse]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Frauenkooperative-Aprolma-Veranstaltung-Solidaritaet Veranstaltung und Antirepressions-Solitresen

Einige Wochen sind vergangen, seitdem der G20 Gipfel in Hamburg stattgefunden hat. Die Proteste gegen diesen haben die Stadt belebt und zu einem Ort der globalen politischen Auseinandersetzung gemacht.

Während die Karawane der Gipfelpolitik weitergezogen ist basiert der Welthandel nach wie vor auf patriarchalen und postkolonialen Ausbeutungsverhältnissen. Aktivistinnen der Frauenkooperative Aprolma berichten am Freitag in den Fanräumen am Millerntor von ihren Erfahrungen und ihrem politischen Selbstverständnis im Widerstand gegen diese Verhältnisse. Der Rohkaffee der Frauenkooperative ist u.a. Teil des Solidaritätsespressoprojektes St. Pauli Roar für antirassistische Fanprojekte und Recht auf Stadt.

Die Aktivistinnen der Kooperative Aprolma zeichnen ein Bild ihrer praktischen Arbeit als Kaffeekooperative mit feministischem Selbstverständnis vor dem Hintergrund von Morden an Frauen und politischen Aktivist*innen in der politischen Gegenwart, von Selbstorganisierung, Widerständen und feministischer Medienarbeit, von Aufbrüchen und Momenten des Scheiterns, neuen Hoffnungen und Selbstorganisierungsansätzen.

In Honduras herrschen seit dem institutionellen Putsch der rechten Regierung massive Repressionen und Menschenrechtsverbrechen. Bekanntere Fälle sind die Ermordung von Berta Cáceres und die Gewalt und Morddrohungen gegen Mitglieder der LGBTI* Organisation Arcoiris. Gleichzeitig formieren sich immer wieder Proteste emanzipatorischer Gruppen. Kooperativen und lokale Vernetzungen bilden dabei eine wichtige Basis für soziale und widerständige Bewegungen.

Die Veranstaltung mit Video und Bildmaterial wird vom Spanischen ins Deutsche übersetzt. Im Anschluss und während der Veranstaltung gibt es Getränke, Kollektivbier, Laika Glitzermate und anarchistischen Rotwein gegen Spende für die Gefangen der G20 Proteste und die Kampagne UNITED WE STAND. Für globale Solidarität gegen patriarchale und kapitalistische Verhältnisse!

Café Libertad Kollektiv & St. Pauli Roar

Freitag 29.09.2017
20 Uhr Fanräume im Millerntor (Heiligengeistfeld) ]]>
Tue, 26 Sep 2017 19:01:04 +0000
<![CDATA[Neue Hinweise zu Massaker an Studenten in Mexiko]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Ayotzinapa-neue-Hinweise
Die Bürgerwehr hatte diese Hinweise an die Staatsanwaltschaft von Guerrero weitergeben. Ob die Behörde die Information geprüft hat, ist unklar. Der Gouverneur von Guerrero, Hector Astudillo Flores von der Partei der institutionalisierten Revolution (PRI), antwortete auf Nachfragen: "Ich habe gar keine Information darüber. Es ist das erste Mal, dass ich so etwas höre."

Laut Vertretern der Bürgerwehr sind die Schlüsselfiguren der kriminellen Gruppe Los Tequileros bislang noch nicht festgenommen. Die Bürgerwehr mutmaßt, dass bei einer Festnahme Verbindungen von Beamten und Politikern in die organisierte Kriminalität publik würden.

Aktivisten hatten immer wieder den Regionalpolitiker Saúl Beltrán Orozco als Mitverantwortlichen für das Verschwinden der 43 Lehramtsstudenten benannt. Auch Beltrán Orozco gehört der PRI an.

Das Dorf La Gavia ist stark von gewalttätigen Konflikten betroffen. Von den ursprünglichen 500 Einwohnern sind derzeit nur noch zwei vor Ort. In der nahen Umgebung des Dorfes wird Opium angebaut, die organisierte Kriminalität kämpft um die Kontrolle des Drogenhandels. Die Vertriebenen berichten von unzähligen Entführungen von Seiten der Banden mit Unterstützung der Behörden.

In der Nacht zum 27. September 2014 war eine Gruppe von Lehramtsstudenten in Iguala mehrfach von Bundespolizisten angegriffen worden. Drei starben noch vor Ort, weitere 43 sind seitdem Verschwunden.

Mehr Informationen auf amerika21.de]]>
Wed, 12 Jul 2017 15:05:02 +0000
<![CDATA[Mexikanische Aktivist*innen bei den Protesten gegen den G20-Gipfel]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/protest-g20-gipfel
Im Folgenden zwei Mitschnitte der Pressekonferenz im Medienzentrum:



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Tue, 04 Jul 2017 11:01:13 +0000
<![CDATA[Laika ist im Orbit]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/laika-glitzermate


Sekt-Mate? Kennt ihr! Aber Laika Glitzermate ist das erste fertige Mixgetränk mit Mate und Perlwein in einer 0,33 l Mehrweg-Flasche. Erfrischend und lecker für Partynächte, als Drink zuhause oder am Pflasterstrand.

Laika ist vegan und ein Solidaritätsgetränk mit 7,7 % Alkohol und Koffein, welches ähnlich wie Kaffee & Espresso von Café Libertad Kollektiv, Solidaritätsaufschläge enthält und die Idee eines solidarischen Handels verfolgt. In der Perspektive soll Laika komplett fair produziert werden, was aus produktionstechnischen Gründen auf dem Erstflug noch nicht möglich war. Mit den Fördergeldern der ersten Abfüllung sollen vor allem Anti-Repressionskosten im Rahmen des G20 Gipfels abgefedert, sowie antifaschistische Strukturen unterstützt werden. Mehr über die Idee, Produktion und Arbeit im Laika-Universum erfahrt ihr auf www.laika-mate.de.

Um das Projekt zu unterstützen hat Café Libertad Kollektiv das Getränk als Sixpack mit in den Versand genommen. Wir empfehlen ausprobieren und wünschen schwerelose Nächte!

]]> Thu, 01 Jun 2017 11:33:13 +0000 <![CDATA[G20 Hamburg 2017 - Esta usted en Terretorio en Resistencia!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/g20-Hamburg-2017-Solidaritaet-Kaffee

Solidarisch gegen globale Ausbeutung!

Vom 7.- 8. Juli 2017 treffen sich in Hamburg die führenden Wirtschaftsnationen im Rahmen des G20 Treffens, um die Rahmenbedingungen des Welthandels neu zu justieren und kapitalistische Krisen und Interessenssphären zu verwalten. In der gesamtem Woche treffen sich aber auch zehntausende Aktivist*innen aus aller Welt, um gegen die globalen Ungerechtigkeiten auf die Straße zu gehen.

Café Libertad Kollektiv wird als politisches Projekt im solidarischen Handel die Proteste aktiv unterstützen. Wir rufen, wie viele andere Organisationen und Aktivist*innen, dazu auf, im Juli nach Hamburg zu kommen und sich an dem geplanten internationalen Protestcamp und den Demonstrationen zu beteiligen.

Solidaritätskaffee und -espresso gegen die Welt der G20

Café Libertad beteiligt sich neben sonstigen Fördermitteln, die zur Finanzierung der Proteste vergeben wurden, an einem Solidaritätskaffeeprojekt für Antirepressionsarbeit während und im Anschluss des Gipfels. Das spezielle Solidaritätskaffeeprojekt wurde mit dem Ende des Gipfels wie vorgesehen beendet.

Wenn im Zusammenhang mit billigem Supermarktkaffee oder industriellen Röstungen von Konzernen von „Blutkaffee“ gesprochen wird, dann ist dies heute wie früher eine reale Beschreibung der Lebensverhältnisse vieler Menschen weltweit. Die ausbeuterischen Verhältnisse im Kaffeehandel sind nur ein Beispiel von vielen für eine fortschreitende Ausbeutung von Ressourcen, die immer tiefer in gesellschaftliche Räume und abgelegenere Gebiete der Welt reichen soll. Der Aufstand der Zapatistas im südmexikanischen Chiapas/Mexiko hat gezeigt, dass der Aufbau von autonomen, indigenen Gemeinden und einer widerständigen Ökonomie eine wichtige Basis für lokale Proteste und Bewegungen sein kann.

Internationale Auftaktkundgebung mit Aktivist*innen aus Mexiko

Neben vielen anderen Protesten findet am Donnerstag den 6. Juli eine große, internationale Auftaktkundgebung und antikapitalistische Demonstration gegen den G20 Gipfel statt. Im Rahmen der Kundgebung mit Livebands ab 16 Uhr soll der Fokus von den lokalen Ereignissen in Hamburg auf die Kämpfe des globalen Südens gerichtet werden und wieder zurück.

Widerstand gegen die globale Ökonomie der Ausbeutung und Zerstörung findet überall auf der Welt statt, bleibt aber in der öffentlichen Wahrnehmung häufig unsichtbar. Zu der Kundgebung und weiteren Veranstaltungen lädt Café Libertad Kollektiv daher Aktivist*innen aus Mexiko und anderen Ländern ein, die von dortigem Widerstand, Repression und Polizeigewalt berichten.

Die anschließende antikapitalistische Demonstration mit einem stadtpolitischen und antirepressiven Schwerpunkt führt von der Hafenstraße zum Tagungsort des G20 an der Hamburger Messe.

Macht euch im Juli 2017 auf den Weg nach Hamburg und werdet Teil der vielfältigen Mobilisierungen. Für eine Welt, in der viele Welten möglich sind!


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Tue, 16 May 2017 11:54:33 +0000
<![CDATA[Chocolate de Paz - Filmvorführung mit anschließender Soliparty ]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/kolumbien-chocolate-paz-rote-flora
Sa. 25.3. 20:30 Uhr Rote Flora
Salsa * Cumbia * Champeta * Merengue * Currulao * Porro * afrocolombeats * Tropicaldiscobas

Wir möchten mit dieser SOLIPARTY die Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien vorstellen und zeigen dazu erstmalig mit deutschen Untertiteln den Film „Chocolate de Paz“ von Gwen Burnyeat und Pablo Mejía Trujillo.

Die Gemeinde weigert sich seit ihrer Gründung 1997 für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen Partei zu ergreifen und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ihre Selbstorganisation und ein Leben in Frieden. Mehr als 250 Mitglieder und Zivilisten, die in der Gegend wohnten, sind seitdem getötet worden oder gewaltsam verschwunden.

Der FILM erzählt die Geschichte der Gemeinde und von deren Strategie, sich über den Anbau und Export von Kakaobohnen eine Lebensgrundlage aufzubauen. Die Koregisseurin Gwen Burnyeat wird anwesend sein und Fragen beantworten.

Im Anschluß findet eine Solifiesta mit der Tanzgruppe AWAWTAA statt. Im Anschluss legen die DJ’s ISA G und BOMBOMBUM auf.

Orga: Amnesty International Mexiko und Zentralamerika Koordinationsgruppe, Buko, Café Libertad Kollektiv, DJBombombum, Mujeres sin Fronteras, peace, brigades international ]]>
Sun, 19 Mar 2017 08:43:05 +0000
<![CDATA[Jubiläums-Rotwein: Ácrata - 80 Jahre Sommer der Anarchie ]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/cnt-verano-acrata-80-anniversario

Bio-Rotwein, Ribera del Duero
Ernte 2015: 75% Tempranillo, 10% Garnacha, 10% White Albillo and 5% Pirules
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1936 organisierten sich die Menschen in Spanien gegen den Putsch des Militärs, um die Republik und die Perspektive der Revolution gegen den aufstrebenden Faschismus in Europa zu verteidigen. Der Ácrata Jubiläumsrotwein der CNT ist ein Tribut und Andenken an die Generation libertärer und anarchistischer Aktivist*innen im Sommer der Anarchie.

Der Jubiläumswein stammt aus biologischem und veganem Anbau in traditioneller Handwerkskunst. Der 2015 geerntete Wein wurde so gefiltert, dass der endgültige Geschmack den unverfälschten Charakter der Traube erhalten hat. Die Weinherstellung ohne Zusätze ermöglicht durch die natürliche Reifung einzigartige und unwiederholbare Noten. Der Ácrata Jubiläumswein verbindet die Erinnerung an politische Kämpfe und Formen der Selbstorganisation mit Engagement für die Erhaltung alter Rebsorten und Produktionsmethoden und der Entwicklung von neuen Direktvertriebsstrukturen für Aktivist*innen.

Wein wie vor 200 Jahren

Die Rebsorten, aus denen der Ácrata-Wein hergestellt wird, sind südlich der Provinz Burgos, im Umkreis von vier kleinen Ortschaften der berühmten Weingegend Ribera del Duero beheimatet. Das Anbaugebiet in 1.000 Metern Höhe auf Kalkstein und steinigen Boden ist geprägt von alten Reben wie Garnacha, Pirules, Albillo und Tempranillo, der vorherrschenden Sorte des Ribera del Duero.

In den Weinkellern von Kirios de Adrada produzieren Jesús Lázaro und Maite Perera seit mehr als 15 Jahren Biowein und versuchen alte Rebsorten zu retten, die aus kommerziellen Gründen an Bedeutung verloren haben und deswegen heutzutage fast verschwunden sind.

Sie bearbeiten auf traditionelle Weise sehr alte Weingärten von hohem historischem Wert, auf denen seltene 100 Jahre alte Reben wachsen. Der Anbau findet an Hängen und in kleinen Pflanzungen statt, auf denen eine Mechanisierung nicht möglich ist. Viele dieser Weingärten sind in der Vergangenheit daher aufgegeben worden.

““

Für die Pflege der Weinstöcke werden pflanzliche Produkte, und für die Anreicherung des Bodens Gründüngung und Mist genutzt. Unkraut wird nicht mit Pestiziden bekämpft, sondern mit der Hacke und leichten Maschinen.

*Ácrata: spanisch Anarchist*in

Preis pro Flasche 075 l - 7,80 Euro
Entspricht einem Preis pro 1 l - 10,40 Euro ]]>
Wed, 17 Aug 2016 15:42:15 +0000
<![CDATA[1. Internationaler Aktionstag gegen die Bildungsreform der mexikanischen Regierung und das Massaker in Oaxaca]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/oaxaca_lehrer_proteste_2016
Kleinere und grössere Aktionen zu diesem Tag bitte mit Fotos an desinformemonos.org weiterleiten und twittern mit dem Hashtag #AcciónGlobalxNochixtlán

Plakat zum Aufruf: https://pbs.twimg.com/media/CnQdbcuVIAAmKr3.jpg

11 Tote bei einem Polizeieinsatz gegen Lehrer*innen in Nochixtlán, Oaxaca, Süd Mexiko, die gegen die neue Bildungsreform der mexikanischen Regierung protestieren.

Am 19. Mai haben ca. 800 Bundespolizisten die von den protestierenden Lehrern eingerichteten Straßenbarrikaden in der Gemeinde Nochixtlán im Bundestaat Oaxaca, Süd Mexiko, gewaltsam geräumt. Dabei sind 11 Personen, darunter 1 Lehrer, erschossen und weitere 22 Beteiligte durch Waffen verletzt worden. 7 Personen gelten als Verschwunden und 37 Protestierende wurden inhaftiert.

Die Lehrer*innen die in der unabhängigen Lehrergewerkschaft (CNTE) organisiert sind, traten am 15.Mai, aus Protest gegen die von dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto, initiierte Bildungsreform in den Streik. Diese Reform hat die Privatisierung des Bildungssystems zum Ziel, so dass sich Eltern in Zukunft auf die Ausgaben von Schulgeld und Lernmaterial einstellen müssen. Hinzu kommt eine standarisierte Evaluierung der Lehrer, die weder die Arbeitsbedingungen der Lehrer*innen, noch die speziellen oder regionalen Lehranforderungen berücksichtigt.
Die Lehrer fordern einen runden Tisch mit Bildungs- und Regierungsvertretern, um über die Bildungsreform mit zu entscheiden.

Die Vorkommnisse am 19. Mai im Bundesstaat Oaxaca, waren der Höhepunkt einer Reihe von repressiven Maßnahmen, wie willkürliche Festnahmen, unbegründete Haftbefehle, Entlassungen, Einschüchterungen und Drohungen gegen die protestierenden Lehrer.

Inzwischen gibt es in mehr als 20 mexikanischen Bundesstaaten Solidaritätsaktionen mit den Lehrern. Die EZLN (Zapatistische Nationale Befreiungsarmee) hat in einen Kommuniqué (Link siehe unten) einen Appell an die Zivilgesellschaft, enger zusammenzurücken um gemeinsam gegen die „schlechte Regierung“ von Peña Nieto zu kämpfen. „Wir verurteilen aufs Schärfste die Eskalation der Repression, mit der versucht wird, im ganzen Land die neoliberale, kapitalistische Reform durchzudrücken“.

Hamburg, Juli 2016

Mehr Infos:

enlacezapatista.ezln.org.mx

Weitere Texte und Artikel zum Konflikt:

Konflikt um die Bildungsreform in Mexiko weiterhin ohne Lösung
Das Massaker von Nochixtlán und die Bildungsreform
Gemeindepräsidenten in Mexiko wenden sich gegen Regierung
Schüsse in der Prärie, Flächenbrand in Mexiko
Runde Tische zwischen CNTE und Regierung
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Mon, 11 Jul 2016 10:41:22 +0000
<![CDATA[LGBTI*-Widerstand, Hassverbrechen und politische Morde in Honduras]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Lesbia-Yaneth-Arcoiris-Honduras Herzberg Solistand

Honduras wird derzeit von einer Serie politischer Morde und staatlicher Repressionen erschüttert. Betroffen sind neben widerständigen indigenen Organisationen und Gewerkschaftsangehörigen insbesondere Transgender und queere Aktivist*innen. Allein in den letzten Monaten wurden zahlreiche Menschen aus dem Umfeld der LGBTI*-Organisation Arcoiris ermordet (LGBTI * - Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex *). Vor wenigen Tagen, am 6. Juli 2016, wurde mit Lesbia Yaneth zudem eine weitere Aktivistin der indigenen Organisation COPINH erschossen.

2015 war das bisher blutigste Jahr für die LGBTI*-Community in Honduras mit 26 registrierten Morden. Die Straflosigkeit liegt bei 98% der Fälle. Insgesamt 171 registrierte Hassverbrechen wurden seit einem zivil-militärischen Putsch 2009 gezählt, wobei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Die LGBTI*-Bewegung konstituierte sich in dieser Phase als öffentlich sichtbarer Teil des zivilgesellschaftlichen Widerstandes. Auch heute sind LGBTI*-Gruppen ein sehr aktiver und sichtbarer Teil der Protestbewegung gegen staatliche Korruption und politische Morde.

Hassverbrechen und staatliche Repression

Achtzig Prozent der transsexuellen Menschen Lateinamerikas sterben vor Erreichung des 35. Lebensjahres, in Honduras liegt die Lebenserwartung sogar bei unter 30 Jahren.
Über die Hälfte der Fälle werden Polizeiangehörigen oder sonstigen Sicherheitskräften zugerechnet. Anzeige zu erstatten bedeutet für Betroffene ein hohes Risiko. Die Behörden kennen anschließend die Daten, wodurch die Gefahr von Angriffen steigt. Der Aktivist Donna Reyes erklärt dazu: „Im Jahr 2009 haben wir den ersten Bericht über die „Hassverbrechen“ gemacht. Wir waren damals mitten im Staatsstreich. Wir haben festgestellt, dass 60 % der Verbrechen, die wir belegen konnten, von Angehörigen der Polizei oder der Streitkräfte verübt worden waren. Der Staat ist also direkter Komplize und wenn du das anprangerst, gehst du natürlich ein großes Risiko ein.“
Auch der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist für Transgender in Honduras problematisch und weiterführende Schulen und Universitäten verweigern diesen die Aufnahme. Schätzungen zufolge flüchten aktuell bis zu 70% der Trans*Community in andere Länder.

Die Arcoiris Aktivistin Paola Barraza wurde im Sommer 2015 angeschossen. Die Kugel wurde vom Jochbein-Knochen abgelenkt und blieb in ihrem Hinterkopf stecken. Paola Barazza überlebte dieses Attentat durch diesen Umstand knapp, um anschließend am 24. Januar 2016 bei einem zweiten Attentat vor ihrer Haustür erschossen zu werden.

Kendry Hilton eine andere Aktivistin von Arcoiris sollte Anfang Mai an einer Rundreise und Veranstaltung in Hamburg teilnehmen, um über diese Situation für LGBTI* in Honduras zu berichten. Kurz vor Antritt der geplanten Reise musste Kendry Hilton nach Drohungen und einem versuchten Attentat flüchten und abtauchen. Frenessys Sahory Reyes ist schließlich eingesprungen, um im Rahmen der Rundreise über Morde, Drohungen, Vergewaltigungen und staatliche Gewalt in Honduras zu informieren.

Noch während Frenessys Sahory Reyes im Rahmen der Rundreise unterwegs war, wurde eine weitere Aktivistin von Arcoíris ermordet. Auf Elkin Enil Amador Castellanos wurden 22 Schüssen abgefeuert, die meisten davon in ihr  Gesicht, das völlig zerstört wurde. Sie war in einer alltäglichen Situation während der Arbeit an ihrem Verkaufsstand für Früchte und Gemüse umgebracht worden. Schon die grausame Ausführung der Tat spricht für ein Hassverbrechen. 

Fast zeitgleich wurde zudem Amilcar Hernandez ermordet. Ein schwuler junger Mann, der eine Bar betrieben hat, die häufig von Trans*Frauen aus dem Umfeld von Arcoiris besucht wurde.  Die Serie von Morden ist Ausdruck heterosexistischer Kampagnen von christlichen, fundamentalistischen Gruppen, die in Honduras eng mit Polizei und Regierung verflochten sind und häufig von reaktionären Freikirchen und anderen fundamentalistischen Organisationen aus Deutschland, Europa und den USA unterstützt werden.

Repression und Gewalt gegen indigene und politische Organisationen der sozialen Protestbewegungen

Staatliche Gewalt gegen politische und oppositionelle Organisationen ist in Honduras dabei an der Tagesordnung und hat sich in den letzten Monaten nochmals dramatisch zugespitzt.

Zuletzt wurde am 6. Juli Lesbia Yaneth, eine Companera der indigenen Organisation COPINH ermordet. Lesbia Yaneth war eine bekannte Aktivistin gegen den Militär-Putsch von 2009 und aktive Militante bei der Verteidigung der gemeinsamen Güter und indigenen Rechte.

Unter anderem war sie gegen den Bau des Staudammprojektes Agua Zarca in der Gemeinde San Jose, La Paz engagiert. In diesem Zusammenhang sind bereits mehrere Menschen vom Militär oder Killerkommandos erschossen worden, um die anhaltenden, indigenen Proteste zu brechen. Das Staudammgroßprojekt in Honduras ist ein korrupter Sumpf aus Verbrechen, Politik, Wirtschaft und internationalen Konzernen wie z.B. Siemens in Deutschland.

Vier Monate und vier Tage nach der Ermordung der COPINH Sprecherin Berta Cáceres ist dieser jüngste gezielte Mord ein weiterer Ausdruck einer in Mexiko, Honduras und anderen Ländern inzwischen als Femizid bezeichneten Welle der Gewalt gegen die Stimmen von widerständigen Frauen oder auch LGBTI*-Aktivist*innen, die ihre Rechte gegen die patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Verhältnisse in der Welt einfordern.

Solidarität gegen kapitalistische Realitäten

Es ist notwendig, der politischen Strategie, widerständige Organisationen und Aktivist*innen unsichtbar zu machen und verschwinden zu lassen, unseren Widerstand entgegensetzen. Alle sind aufgefordert zur Solidarität und direkten Unterstützung der Betroffenen.

Wenn Aktivist*innen gegen das Staudammprojekt Agua Zarca in Honduras ermordet werden, an dem neben dem honduranischen Regime auch eine Tochtergesellschaft der deutschen Firma Siemens beteiligt ist, dann zeigt dies die Verflechtungen von Gewalt und Repression im globalisierten Kapitalismus. Es zeigt aber auch die Notwendigkeiten und Möglichkeiten, politische Kämpfe für Gerechtigkeit und solidarische Verhältnisse zu vernetzen. Auch und im Rahmen der Proteste gegen den kommenden G20 Gipfel im Juli 2017 in Hamburg gilt es, sich solidarisch auf solche Kämpfe zu beziehen.

Streikende Lehrer*innen und Gewerkschafter*innen in Oaxaca, die sich dort im Juni mit Barrikaden gegen schießende Militärs und Polizei für bessere Lebensbedingungen gewehrt haben, und verschwundene Stundent*innen in Mexiko sind ebenso ein Teil dieser globalen Realitäten, wie Hassverbrechen gegen LGBT-Aktivist*innen oder indigene Organisationen in Honduras und anderen Ländern.

Die Illegalisierung von Geflüchteten stoppen

Während diese Formen von Verfolgung und heterosexistischer Gewalt gegen LGBTI* weltweit zunehmen, wird dies als Fluchtgrund nach wie vor nicht anerkannt und Betroffene in Deutschland werden illegalisiert. Sexismus und Hassverbrechen kennen keine Grenzen. Der Protest und Widerstand gegen diese Verhältnisse allerdings auch. Direkte Unterstützung durch Solidaritätsaktionen und Öffentlichkeit ist daher ebenso wichtig, wie der Kampf gegen die Illegalisierung von Geflüchteten und das europäische Grenzregime, und der Widerstand gegen die Ursachen, Zwänge und Normen eines globalisierten Kapitalismus.

Gegen patriarchale und kapitalistische Zustände!
Solidarität mit LGBTI*-Aktivist*innen weltweit!
Für Selbstorganisation und Autonomie: Politische Morde in Honduras und anderswo unmöglich machen!


www.cafe-libertad.de
Hamburg 07.07.2016]]>
Sat, 09 Jul 2016 12:41:35 +0000
<![CDATA[Indigene Aktivistin Berta Cáceres ermordet]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/berta-caceres-ermordet-desa

In der Nacht vom 2. auf den 3. März ist Berta Cáceres, Vorsitzende der indigenen Organisation COPINH, in ihrer Wohnung ermordet worden. Unbekannte Täter drangen gegen ein Uhr morgens gewaltsam in die Wohnung ein und erschossen Cáceres die sich aktuell u.a. gegen das Staudammprojekt Agua Zarca, Desarollos Energéticos S.A. (DESA), mit Siemens-Beteiligung engagiert hat.

Der Mord an Berta Cáceres reiht sich ein in weitere politische Repressionen und Morde in Honduras. Cáceres hatte bereits mehrfach darüber berichtet, dass sie Morddrohungen erhielt und ihr Name auf einer "Todesliste" geführt wurde.

Ihr Bruder, Gustavo Cáceres, wurde bei dem Mordanschlag ebenfalls schwer verletzt und der mexikanische Umweltaktivist Gustavo Castro Soto durch einen Streifschuss am Kopf verletzt und vermutlich für tot gehalten. Als er später eine Aussage als Zeuge bei der lokalen Polizei machen wollte, wurde er zunächst als Verdächtiger festgesetzt. Inzwischen ist er wieder frei. Lokale Menschenrechtsgruppen fürchten jedoch um sein Leben.

Die COPINH macht in einer Erklärung zum Tod von Berta Cáceres die Firma DESA und ihre internationalen Projektpartner und Geldgeber für den Mord verantwortlich: "Sie sind es, die hinter ihrem physischen Verschwinden stehen, sie alle haben ihre Hände mit Blut befleckt, mit dem Blut von Indigenen, von Lenca, von Kämpferinnen und Kämpfern."

Berta Cáceres vom Consejo Civico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras - COPINH war eine Sprecherin der Widerstandsbewegungen und setzte sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung, Frauenrechte und für die Erhaltung der Biodiversität ein. Sie war Gründerin und Koordinatorin verschiedener Netzwerke zum Schutz von Flüssen und gegen Staudammprojekte, von Kampagnen gegen internationale Finanzinstitutionen wie Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank und internationalem Währungsfond. Solidaritätsgruppen in aller Welt protestierten in den letzten Tagen gegen die Ermordung von Berta Cáceres.

Café Libertad Kollektiv und das antirassistische Fanprojekt St. Pauli Roar haben ihre Arbeit in den vergangenen Jahren direkt unterstützt. Im Juni 2012 fand zudem eine Veranstaltung mit dem Titel "Recht auf... Stadt, Land, Fluss" in der GWA-St. Pauli statt.

Wir sind traurig und wütend über ihre Ermordung und werden in ihrem Sinne indigene Proteste und soziale Bewegungen gegen staatliche Gewalt und die Folgen kapitalistischer Globalisierung weiter unterstützen.

Berta Caceres Vive - La Lucha Sigue!

Mehr Informationen auf amerika21.de

https://amerika21.de/2016/03/146457/mord-caceres-honduras-siemens ]]>
Sun, 06 Mar 2016 16:58:46 +0000
<![CDATA[Und in den zapatistischen Gemeinden?]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatista-sexta-aroma-der-rebellion Compañeroas, Compañeros und Compañeras:

Nun werden wir Ihnen ein bisschen über die zapatistischen Gemeinden erzählen, dort, wo die Unterstützungsbasen Widerstand leisten und kämpfen.

Das, was wir Ihnen jetzt erzählen werden, stammt aus den Berichten der verantwortlichen zapatistischen Compañeras und Compañeros der Dörfer, Verantwortliche der Kommissionen (zum Beispiel der Gesundheit, Bildung, Jugendliche etc.), autonome Autoritäten und Organisationsverantwortliche. Aber wir haben das mit den Compas des Komitees geprüft um zu sehen, ob es gelogen ist, oder ob es geändert wurde um es gut aussehen zu lassen und das zu verstecken, was schlecht ist. Die Aufgabe dieser Schriften ist es nicht unseren Compas der Sexta Lügen zu erzählen, noch jenen die unterstützen und solidarisch sind. Weder Ihnen, noch euch oder sonst jemanden.

Wenn wir falsch liegen, sagen wir dies klar, nicht damit Sie sich noch trauriger fühlen wegen all dem, was dort in Ihren Geografien und Kalendern geschieht. Wir sagen es, weil es unsere Art ist Ihnen Kenntnis zu geben oder zu informieren, damit Sie wissen, ob wir auf den Weg gehen, den wir Ihnen sagten oder ob wir schon anders gehen, vielleicht die gleichen Fehler begehend, welche wir kritisieren.

Aber wenn wir richtig liegen, dann wollen wir auch, dass Sie es wissen, damit Sie sich mit dem kollektiven Herz, welches wir sind, freuen.

Wie wissen wir, ob wir richtig oder falsch liegen? Was uns Zapatistas betrifft, ist es sehr einfach: die Dörfer sprechen, die Dörfer befehlen, die Dörfer machen, die Dörfer machen rückgängig. Wenn jemand einen schlechten Weg einschlägt, gibt ihm das Kollektiv, wie man sagt, sofort die Sporen, und er oder sie korrigiert es oder muss gehen.

Dies ist unsere Autonomie: der Weg ist unserer, wir gehen ihn, wir liegen richtig, wir irren uns, wir korrigieren uns.

Kurz gesagt, sagen wir die Wahrheit, denn von Lügen sollten Sie schon genug haben und gelangweilt sein. Und die Wahrheit, auch wenn sie manchmal schmerzt, schafft immer Erleichterung.

Oder besser gesagt, wollen wir es nicht wie die Schlechten Regierungen machen, die sich in den vergangenen Tagen sehr herausgeputzt haben, um dem Besucher zu gefallen und damit nicht gesehen wird, was unten passiert. Aber dieses Make-up diente nur dazu, zu zeigen wie falsch die Regierungen sind. Glauben Sie, dass jemand mit durchschnittlicher Intelligenz die Realität nicht sehen würde? Wie man sich zu dieser Wirklichkeit äußert oder nicht, und die Art und Weise wie man es tut, ist etwas anderes und liegt in der eigenen Verantwortung.

Also, ohne viel Gerede. Was wir euch nun erzählen, geht über das, was in den Büchern zur Kleinen Zapatistischen Schule erklärt wurde, hinaus. Wenn sie nicht an der Kleinen Zapatistischen Schule in einer Gemeinde oder außerhalb teilgenommen haben, oder nicht wissen was in den Lehrbücher steht, so empfehlen wir Ihnen sie zu lesen. Darin werden Sie erfahren wie der Prozess der Errichtung der Autonomie war.

Das was passiert, ist etwas neues, es sind neue Dinge die zu Tage getreten sind, oder die es vor 1-2 Jahren nicht gab:

  • Das zapatistische Wachstum wird aufrechterhalten. Es beteiligen sich mehr Jugendliche.

  • Die zapatistischen Compañeras und Compañeros sind bei guter Gesundheit. Was man sieht, ist, dass weniger in die autonomen Kliniken kommen, weil die Präventionsarbeit und die Betreuung, welche die Gesundheitspromotoren leisten, gestiegen sind. Anders gesagt, werden weniger krank. Diejenigen, die immer häufiger in die zapatistischen autonomen Kliniken kommen, sind die Parteianhänger*innen.

  • In der Bildung ist die Grundschulbildung genauso. Aber nun gibt es eine neue Forderung der Gemeinden: die Sekundar- und Oberstufe. In einigen Zonen gibt es bereits Sekundarschulen, aber nicht in allen. Nun gibt es Jugendliche die eine höhere Schulbildung fordern. Sie wollen keine Lehrgänge, sondern ein Studium der Wissenschaften und Künste. Jedoch kein Studium gemäß der kapitalistischen Art der institutionellen Universitäten, sondern gemäß unserer Art. Dafür fehlt uns noch viel.

  • In der Wirtschaft, ohne zu erwähnen, was es schon gibt, werden die kollektiven und individuellen Arbeiten (Feld, Bohnen, Kaffee, Hühner, Bananen, Schafe, Rinder, Bienenhonig, Gemüse, Kauf und Verkauf von Vieh, und andere Produkte) aufrechterhalten, und man hat gesehen, dass sie ihre Produktion gesteigert haben, was die Ernährung und Gesundheit verbessert hat, v.a. der Jugendlichen und Kinder.

  • In einigen Zonen werden die Gesundheitspromotoren bereits in Ulltraschall, Labor, allgemeine Konsultation, Zahnmedizin und Gynäkologie geschult. Darüber hinaus werden Präventionskampagnen in den Regionen durchgeführt. In einer Zone wurden mit den Gewinnen aus der kollektiven Viehwirtschaft Laborgeräte und ein Ultraschallgerät angeschafft. Es gibt auch schon für Handhabung dieser Geräte ausgebildete Compañeras und Compañeros, ein Resultat der Lehrbildung zwischen den Gesundheitspromotoren eines Caracols zum anderen, oder besser gesagt sie unterrichten sich untereinander. Auch ist ein weiteres Krankhaus im Bau begriffen, in dem sie in Zukunft kleinere Operationen durchführen können, wie sie es bereits in La Realidad und Oventik machen.

  • Im Bereich der Bearbeitung der Erde, sind die Maisfeldkollektive und die der Viehzucht deutlich angestiegen. Mit dem Gewinn, zusätzlich zum Erwerb von Apparaten und Medizin für die Kliniken, wurde ein Traktor gekauft.

  • Im Handel haben die Kooperativen der Lebensmittelgeschäfte ihre ökonomische Unabhängigkeit erlangt und niedrige Preise für die zapatistischen Familien beibehalten. Dies ist möglich da es niemanden gibt, der sich durch eine Verteuerung der Konsumgrundgüter berreichert.

  • In den autonomen Läden gibt es keine exklusive Markenkleidung, noch die neuesten Moden, dennoch fehlt es nicht an Unterröcken, Kleidern, Blusen, Hosen, Hemden, Schuhen (die meisten in den autonomen Schuhwerkstätten produziert) und das, was jede*r nutzt, um die Scham zu bedecken.

  • Diejenigen, die am meisten in den Kollektiven der Produktion und des Handels vorangekommen sind, sind die Compañeras. Seit einigen Jahren, als Ergebnis der kollektiven Arbeit der Kommandantur, des Komitees und der Insurgenten (ja, auch wir arbeiten um zu produzieren und Einkommen zu erzielen), werden jedem autonomen Munizip ein Pensum zugeteilt, damit die Compañeras der Unterstützungsbasen dieses im Kollektiv, welches sie betreiben, erarbeiten.

    Und es stellte sich heraus, dass sie bessere Manager als die Männer sind, denn in einem Munizip erschufen die Compañeras nicht nur ein erfolgreiches Viehzuchtkollektiv, jetzt sind sie bereits so fortgeschritten, dass sie ihre Kühe mit Frauenkollektiven anderer Dörfer “teilen” (“teilen” sagen die Zapatistas, wenn der Gewinn duch die Hälfte geteilt wird und man diesen Teil einem anderen Teil gibt).

  • Das gleiche geschah mit den Lebensmittelkooperativen: sie geben anderen Kollektiven der Region, Dörfern und sogar einzelnen Compañeras bereits Kredit.

  • Alle autonomen Munizipe haben kollektive Feldarbeit und andere haben Viehzucht. Alle Regionen haben kollektive Arbeit, die Gewinn bringt. Zum Beispiel haben zur letzten Feier die Regionen zusammengelegt für die Kuh, die sie zur Feier gegessen haben und für die Musiker.

  • Die überwiegende Mehrheit der Dörfer hat kollektive Arbeit, in ein paar Dörfern arbeiten die Compañeros nicht im Kollektiv, aber die Compañeras schon, und es gibt Dörfer, die 2 Kollektive sind, eines der Compañeros und eines der Compañeras. Individuell kämpfen alle damit es ihnen gut geht und sie haben Fortschritte erreicht. Sowohl Milizen, als auch Insurgenten arbeiten in Produktionskollektiven um sich zu unterstützen und um die Dörfer zu unterstützen.

  • Im Caracol Oventik gibt es bereits eine autonome Tortillería. Wir wissen nicht, wieviel ein Kilo Tortillas in ihrer Geografie gerade kostet, aber in Oventik kostet es 10 Pesos. Und es ist aus Mais, nicht aus Maseca [Anmk.: bei Maseca handelt es sich um eine Marke minderwertigen Maismehls]. Sogar die öffentlichen Verkehrsmittel machen Sonderfahrten, um ihre Tortillas dort zu kaufen. Im Hochlandgebiet von Chiapas, wo sich das Caracol Oventik befindet, wird kein Mais produziert. Dieser wird im Regenwaldgebiet (Zona Selva) erzeugt und wird zwischen den Kollektiven des Gebietes gehandelt, damit die zapatistischen Familien Mais zu einem guten Preis und ohne Zwischenhändler haben. Dafür benutzten sie Lastwagen, die den Räten der Guten Regierung von guten Personen gespendet wurden, deren Namen wir nicht nennen werden, aber sie und wir wissen wer sie sind.

  • In vielen zapatistischen Dörfern arbeiten etwa 50% kollektiv und der Rest individuell. In anderen arbeitet die Mehrheit individuell. Auch wenn die kollektive Arbeit gefördern wird, wird individuelle Arbeit, die keine anderen Individuen ausbeutet, respektiert. Sowohl die kollektive, als auch die individuelle Arbeit wird nicht nur beibehalten, sondern es werden Fortschritte gemacht.

  • So wird überall die kollektive Arbeit organisiert. Es gibt Kollektive in Dörfern und in einigen gibt es Kollektive von Männern, von Frauen und von Jugendlichen. Es gibt Regional- oder Munizipalkollektive. Es gibt Kollektive der Zone oder des Rates der Guten Regierung. Wenn ein Kollektiv weiter wächst, unterstützt es andere Kollektive, die noch nicht so weit entwickelt sind. Oder, wie in einigen Regionen, ist die kollektive Lebensmittelproduktion für die Unterkünfte für autonome Sekundarschulen bestimmt.



All diese Berichte über die Fortschritte, kommen nicht von der zapatistischen Kommandantur, sie ensprangen also nicht den Köpfen einiger weniger, sondern dem Austausch zwischen den Dörfern selbst.

In einem solchen Austausch berichten sie über ihre Arbeiten, ihre Fortschritte und ihre Probleme und Fehler. Daraus ergeben sich viele und neue Ideen, welche sie unter sich austauschen. Anders gesagt, lernen die Compañeros und Compañeras untereinander.

Und natürlich sagen wir, dass wir, als Befehlshaber, auch eine Menge von unseren zapatistischen Compañeras und Compañeros lernen.

Es ist schrecklich und wunderbar, was wir sehen und hören, während wir nicht wissen, was aus diesen Fortschritten resultieren wird.

Wir erzählen Ihnen jetzt nichts von der Aufrüstung der Paramilitärs, der Zunahme der militärischen Luft- und Bodenpatrouillen und all dem, was die schlechten Regierungen unternehmen, um zu versuchen uns zu zerstören. Wir geben Ihnen keine Einzelheiten, denn wir wissen sehr gut, dass Sie es auch nicht leicht haben, dass Ihre Widerstände und Rebellionen täglich Aggressionen ausgesetzt sind, zu jeder Stunde und in allen Teilen. Und dass Sie, wie auch immer, weiterhin rebellieren und Widerstand leisten.

Aber wir wissen, das Sie wissen, dass alles was wir Ihnen erzählen inmitten von Aggressionen, Angriffen, Belästigungen und komplizenhafter Stille geschieht. Inmitten eines Krieges also.

Auch wenn in dunklen Zeiten, wie diese, die wir gerade durchleben, “Kaufleute der Hoffnung” erscheinen, lassen wir Zapatistas uns nicht von den kirchlichen, säkularen oder weltlichen Dummheiten der angeblichen “neuen Verfassungsgeber” mitreißen, die uns “retten” wollen und die auf die gleichen alten Methoden des Zwangs zurückgreifen die sie kritisieren nennen, und die hinsichtlich angeblicher Unterstützungen der EZLN lügen, während sie versuchen die Geschichte zu redigieren mit der Hilfe überholter “Avantgarden”, die längst ihr eigenes Erbe verraten haben.

Die EZLN unterstütz keinerlei Verkauf von Spiegelchen. Wir befinden uns im Jahre 2016, nicht in 1521, wacht doch endlich auf.

-*-

Compas der Sexta, Schwestern und Brüder des Nationalen Indigenen Kongresses:

Mit alldem und inmitten all dieser Fallen, bereiten wir uns Zapatistas auf das schlimmste vor, was auf uns zukommt.

Wir fürchten nicht. Nicht, weil wir tollkühn sind, sondern weil wir unseren Compas vertrauen.

Es scheint als ob, angesichts des Sturms der schon die Himmel und Böden der Welt erschüttert, die zapatistischen Unterstützungsbasen gewachsen wären. Als glänzten jetzt ihre Fähigkeit, Weisheit, Phantasie und Kreativität am meisten.

Was diese Worte tatsächlich wollen, mehr denn zu informieren und zu berichten, ist Sie zu umarmen und daran zu erinnern, dass Sie hier, in dieser Ecke der Welt, Compas haben, die Sie, trotz der Distanzen in den Kalendern und Geografien, nicht vergessen.

Aber nicht alles läuft gut. Wir sagen Ihnen klar, dass wir einen Fehler sehen: die zapatistischen Frauen schreiten mehr voran als die Männer. Anders gesagt, machen sie nicht im gleichen Maße Fortschritte.

Jedes Mal bleibt weniger von jener Zeit, als der Mann der einzige war, der das Einkommen für den Haushalt beschaffen hat. In einigen Zonen geben die Frauenkollektive den Männern Arbeit. Und es sind nicht wenige zapatistische Haushalte, in denen die Frau diejenige ist, die dem Mann Geld gibt, damit er sich ein Hemd, eine Hose, ein Halstuch und einen Kamm kauft, damit er ein guter Galan in den bevorstehenden Aktivitäten ist, die wir bald bekannt geben werden.

Denn vielleicht werden wir schmutzig, hässlich und schlecht sein, aber eines ja: gut gekämmt.

Aus den Bergen des mexikanischen Südostens.

Subcomandante Insurgente Moíses. Subcomandante Insurgente Galeano.

Mexiko, Februar 2016

Aus dem Notizbuch des Katze-Hund:

Fragmente der Konversation zwischen eine*r/m Parteianhänger*in und einigen Zapatistas:

Parteianhänger*in: Wie, die EZLN erhält keine Regierungsprogramme wie Procampo, Prospera, Nuevo Amanecer de los Ancianos? [Anmk.: die Rede ist von verschieden Hilfsprogrammen der Regierung die Abhängigkeitsverhätlnisse schaffen, als Strategie die Bevölkerung an sich zu binden]

Zapatistas: Nein.

Parteianhänger*in: Wer subventioniert sie als Organisation?

Zapatistas: Wir sind organisiert und haben Unterstützungsbasen, in denen wir zusammen arbeiten und uns regieren und wir haben kollektive Arbeiten wodurch wir ökonomische Resourcen erzielen um unseren Widerstand aufrecht zu erhalten.

Parteianhänger*in: Und wie können wir uns als Zivilgesellschaft organisieren und wie könnt ihr uns beraten, leiten und lehren?

Zapatistas: Sehen sie sich die Situation der freien Medien oder des Nationalen Indigenen Kongresses an. Wir sind nicht da, um zu sagen und zu entscheiden wie sie sich organisieren werden und um ihrer Organisation einen Namen zu geben. Sonder es sind die Leute des Volkes, die denken und entscheiden, was zu tun ist und wie man sich organisiert.

Parteianhänger*in: Was sollen wir tun?

Zapatistas: Unsere Idee ist es das kapitalistische System zu stürtzen.

-*- Bericht über die Unterhaltung an einem Morgengrauen im Monat Februar, zwischen dem, den sie Subcomandante Insurgente Moisés nennen und dem SupGaleano:

SupMoy: Der Bericht sagt, dass es Todesdrohungen gibt und dass die Regierung die Caracole angreifen will um nun den Zapatismus zu erledigen, weil er die Regierungen schlecht dastehen lässt.

Sup Gal: …

SupMoy: Sie suchen mich und dich, um uns zu töten.

SupGal: Uns “töten”? Nicht uns “fest zunehmen”, uns “zu fassen”?

SupMoy: Nein, der Bericht sagt “um uns zu töten”.

SupGal: Verdammt, und warum ich? Das ist kolonialistisch-hetero-patriarchalischer-eurozentrischer Rassismus. Du bist der Wortführer, du bist dran. Ich bin nur die letzte Bastion des zapatistischen Machismus und du siehst schon, dass wir im vollen Rückzug sind. Außerdem, warum die Gewalt? Früher pflegten sie nur zu sagen “verhaften”, “Vorführungsbefehl”, “Arrest”, und nun “töten”. Und ich bin schon mehrere Male gestorben, nehmen die mich nicht ernst? Sollen sie es als zur Kenntnis genommen betrachten und vermerken “Mission erfüllt”. Aber wechsele mir nicht das Thema: ich bin gerade dabei dir zu sagen, dass man das mit den Frauenkollektiven nicht in das Kommunique aufnehmen sollte.

SupMoy: Und warum nicht?

SupGal: Also, weil wenn wir das sagen, werden wir das maskuline Geschlecht schlecht dastehen lassen. Die ganze Tradition der Filme von Pedro Infante und Liedern von José Alfredo Jiménez läuft Gefahr zu verschwinden. Bist du damit einverstanden, dass uralte Kulturen verschwinden? Nein, richtig?

SupMoy: Nun, wie der Verstorbene zu sagen pflegte: das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen, denn ich habe es schon reingenommen.

DupGal: Wie?!! Und die Solidarität des Geschlechts?

SupMoy: Überlege dir lieber, wie man es schafft, dass die Männer mehr Bereitschaft zeigen und ihre Kollektive vorantreiben.

SupGal: Ok, ok, ok. Wir müssen zu unseren Wurzeln zurückkehren, wie man so schön sagt. Ich werde ein Spezialprogramm für Radio Insurgente machen. Weder Games of Thrones, noch sonst etwas; nur Lieder des großen Kameraden und Führers, Erster seines Namens, Vater der Drachen und Herr der sieben Ligen: Pedro Infante.

SupMoy: Jajajajajaja. Das werden sie dich nicht ausstrahlen lassen. Für das Programm ist eine Compañera zuständig.

SupGal: Verflixt und zugenäht. Verdammtes revolutionäres Frauengesetz! Und von José Alfredo Jiménez?

SupMoy: Uui! Noch weniger.

SupGal: Mmh … von den Bukis also? … Los Temerarios? … Brindis? … Los Tigres del Norte? Piporro?

Die Diskussion dauerte an bis das Katze-Hund, sich die Krallen schniegelnd, urteilte: guau-miau.

Es war im Morgengrauen, es war sehr kalt, und obwohl sich ein Schatten über das Antlitz der Erde erhob, kühlte ein Lichtlein das Wort “Widerstand” ab.

Ich beglaubige unter Protest des Geschlechts.

http://enlacezapatista.ezln.org.mx

ZAPATISTISCHE ARMEE DER NATIONALEN BEFREIUNG. Mexiko. Februar 2016.]]>
Thu, 03 Mar 2016 11:39:52 +0000
<![CDATA[Zapatista Solidarity Kalender 2016]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatista-solidarity-calendar-2016 Herzberg Solistand

Zapata lives - the struggle continues! Solidarität mit den Zapatistas leistet nicht nur Café Libertad Kollektiv, sondern auch viele andere Gruppen in Europa und der ganzen Welt. Wir freuen uns daher den Kiptik Wandkalender der Chiapas Solidarity Group für die aufständischen, zapatistischen Gemeinden in Chiapas/Südmexiko anbieten zu können. Das Projekt unterstützt Wasser- und Gesundheitsprojekte und Infrastrukturmaßnahmen der indigenen Gemeinden. ]]>
Fri, 06 Nov 2015 10:51:49 +0000
<![CDATA[Coffee for daily uprising – new prices and imports 2015]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatista-coffee-daily-uprising
Nevertheless, sales prices are increasing by 3% on average this year to compensate for increased costs of import and financing due to the euro exchange rate kept artificially low by the European Central Bank, and in order to realise better raw coffee prices for small-scale farmers and co-operatives.

Consequently, new sales prices vary according to brand between 3,70 and 4,25 euro for 250g espresso and 7,20 and 7,75 euro for 500g roasted coffee.

To realise these moderate price increases (compared to exchange rate development), we are anticipating an increased demand for solidarily-traded coffee and your support in explaining the reasons for the costs of solidarily-traded coffee being what they are, as well as our political ideas and practices.

The euro's depreciation as a consequence of post-colonial economic policy
In this year, the euro depreciated compared to the dollar by temporarily 25%. The ECB's depreciation and inflation strategy is based on post-colonial logic: exports are to be supported, and governments' debts are expected to vanish into thin air due to increased inflation. This results in a violent bottom-up redistribution.

Increased customer prices are affecting poorer population strata most severely, who are additionally affected by increased costs for housing. Decreasing interest rates on the other hand are benefitting persons who already own money and are buying real estate, which in turn further aggravates the state of the housing market. A race to the bottom affecting everybody, whereas the population is to be amused by bread and circuses, application for the Olympic Games and by other mega-events.

Government debts resulting from bank saving programmes and financial speculations gone awry are being settled by the majority of the population, costs of everyday life are increasing, whereas stock prices and profits at stock exchanges are exploding and new speculation bubbles are being subsidised by the state. The actions taken are true to the motto “the wealthy are becoming wealthier, the poor poorer” - not merely within Europe, but on a global scale.

Thus, the idea of Café Libertad Collective is getting more and more important: support of oppositional political movements and construction of solidary trade relations as an oppositional base against austerity programmes and exploitative relationships.

Better prices for Zapatista and resistant co-operatives

Despite increased costs due to depreciation of the euro and temporary decrease of the world market price for raw coffee, Café Libertad Collective didn't cut the cost prices to compensate for currency fluctuations, but has increased e.g. the cost price for Zapatista raw coffee by 5% to 88 Mexican peso per kg. Additionally, sponsoring has been provided to support the co-operatives' work.

Recently, many co-operatives in Mexico suffer from roya, a fungal infection which is at first infecting the leaves of coffee plants and is finally resulting in a total loss of harvest yields. Consequently, two out of three Zapatista coffee co-operatives weren't able to export raw coffee this year. This situation is aggravated by the Mexican government's new repressive laws which are bolstering the market power of big coffee companies and obstructing self-marketing by independent co-operatives.

General conditions in world trade are created primarily by and for big companies and trusts – like one hundred years ago. Authoritarian regimes as well as big companies are concerned if there are developing self-organised production and distribution structures in resistant regions. It is less easy for the companies to dictate prices and also local resistance against the government's policy is frequently the more intensive the more basis-democratic structures are embedded locally.

Co-operatives and self-organised small-scale farmers are struggling against harvest losses and repressive government policies, but as well with harmful consequences of the trade of food as a “paper” at stock exchanges and low-price policy of supermarket chains and companies. We cannot and don't want to compete with supermarket and so-called blood coffee. Good prices for small-scale farmers, sponsoring and break-even marketing without commercial gains are as important to us as high coffee quality and sustainable production.

Rising quality via networking and new co-operatives

For Café Libertad and other groups of the European solidarity network, this year's harvest losses have resulted in an expected reduction of imports by 70-85 percent. Therefore, Café Libertad Collective is co-operating with several oppositional co-operatives from Mexico and Columbia to roast filter coffee Libertad and organic espressos Durito and Rebeldia as resistive Arabica mixtures.

To maintain the classical earthy taste of Zapatista coffee, we – like other groups of the solidarity network - are importing additional coffee from the pro-Zapatista coffee co-operative Michiza in the Oaxaca region next to Chiapas.

Additionally, we have imported 560 sacks of raw coffee of the Columbian co-operative Juan Tama for the first time. Columbian highlands are among the world's finest coffee-producing regions. Co-operative Juan Tama's aromatic raw coffee in combination with the well-known earthy taste of southern Mexican highland has created a phantastic coffee which we find really delicious.

We are glad to ensure solidary trade with Zapatista co-operatives by long-term co-operation with these co-operatives in spite of temporarily decreasing harvest yields as well as refining our products' quality. Along with our enhanced drum roast procedure, a slower and more gentle roast curve and slight adjustments of the degree of roasting, we get very positive feedback.

Furthermore, Costa Rican former refugees’ Finca Sonador's harvest boasts an unusually high quality this year. Raw coffee of women's co-operative Aprolma in Honduras creates the foundation for our queer-feminist organic coffee and espresso Las Chonas, a chocolate-fruity taste which is rather prevalent even with dark roasting.

Solidarity has to be practical

We appreciate further feedback in order to solidarily enhance our coffee for daily uprising. Since in the future as well as today, solidary trade and the idea of Café Libertad Collective can work only as a common network and interface of production, distribution and consumers.

Without solidarity work and voluntary commitment, without making ourselves part of the whole, neither direct marketing enterprises as an alternative to capitalist world market trade nor direct support of uprising indigenous communities and resistant basis movements are viable. Therefore, we hope for your continued support and participation in distribution, solidarity coffee stalls or by just spreading the word of Café Libertad's idea.

Raw coffee price und calculation
for 500g roasted coffee Libertad


g
co-operative Yachil Yeni Navan JuanTama
origin Chiapas/ Mexico Oaxaca/ Mexico Columbia
raw coffee price* 88 MXN/kg 84 MXN/k2,75 USD/lb
Cost price** 5,24 Euro/kg 5,00 Euro/kg 5,55 Euro/kg


Euro Roasted coffee calculation

5,22 cost price
0,81 loss due to roasting
0,24 roasting
0,08 grinding
0,37 filling
0,04 label
0,21 packing
2,19 coffee tax
0,06 transport
0,13 storage, insurance
4,47 operating costs***
0,40 sponsoring
0,20 surplus for reserves

14,30 price per kg
7,15 unit price 500g

0,50 VAT 7,00%
7,65 retail price


* Café Libertad's raw coffee price, including various surcharges for biological production and the co-operatives' social and political work.

** Cost price after import and customs depending on port of origin, storage time and US dollar and Mexican peso exchange rates at the time of pre-payment (60%) and final payment (40%) on arrival and after quality check of the raw coffee.

*** Operating costs are a calculatory premium of 48,5% to cover external services, wages including wage tax, costs of transport, administration, financing and required means of production. ]]>
Fri, 02 Oct 2015 10:11:46 +0000
<![CDATA[Direkte Solidarität mit Geflüchteten gegen das europäische Grenzregime]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/refugees-welcome-lesbos Herzberg Solistand

Aufgrund von Kriegen und einer postkolonialen Weltwirtschaftsordnung, sehen sich derzeit immer mehr Menschen zur Flucht gezwungen. Deutschland ist als führende Wirtschaftsmacht in Europa für diese Zustände sowie die europäische Abschottung der Außengrenzen mitverantwortlich. Staatliche Willkommensbekundungen haben sich dabei spätestens mit der Schließung der Grenzen nach Österreich als Heuchelei offenbart.

Die Organisation Pro-Asyl hat bereits am 7.9. eine „Abschreckungspolitik wie in den Neunziger Jahren “ kritisiert: „Um angebliche „Fehlanreize“ zu vermeiden, sollen Asylsuchende künftig nicht mehr drei, sondern sechs Monate lang in den Erstaufnahmelagern verbleiben müssen. Die Maßnahme wird flankiert vom Beschluss, die in den Erstaufnahmelagern zusammengepferchten Menschen künftig wieder der Residenzpflicht zu unterwerfen, die ihnen verbietet, sich frei im Bundesgebiet zu bewegen. Dazu sollen die Betroffenen künftig wieder mit Sachleistungen abgespeist werden – nach dem Motto: Gegessen wird, was vom Amt kommt.“ Umso wichtiger ist und bleibt die direkte Solidarität mit Geflüchteten. Nicht nur in Deutschland, sondern auch an den Außengrenzen und den Fluchtrouten Europas.

Mit Unterstützung des Burg-Herzberg Festivals 2015 konnten im Rahmen eines Solidaritätsstandes von Café Libertad Kollektiv insgesamt 3000.- Euro an Spenden gesammelt werden. Alle Unkosten wurden aus Fördermitteln von Café Libertad übernommen, so dass alle Spenden in die direkte Solidarität mit Geflüchteten geflossen sind. Wir bedanken uns bei allen Herzberger*innen für ihr Engagement und ihre Hilfe. Von St. Pauli Fans und dem Solidaritätsespresso St. Pauli Roar wurden daraufhin weitere 2000.- Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Die insgesamt 5000.- Euro gehen an Refugees und Unterstützer*innen auf der griechischen Insel Lesbos.

Die Folgen des europäischen Grenzregimes auf Lesbos

Täglich stranden dort hunderte Menschen ohne Unterkunft, Nahrung und medizinische Versorgung. Die Situation ist dort weiterhin dramatisch. Obwohl viele Bewohner*innen der Insel Spenden sammeln und helfen, sind die Spenden vor Ort kaum ausreichend und schnell auch wieder aufgezehrt. Viele Geflüchtete müssen auf offener Straße oder am Strand schlafen. Ein Geflüchteter wurde leblos und dehydriert am Strand aufgefunden. In der Nacht zum 1.9. starb nach Berichten von Unterstützer*innen vor Ort eine somalische Mutter, die auf der Flucht war und mit ihren zwei Kindern und deren Großmutter im "offenen Teil" des Flüchtlingsinternierungslagers Moria mehrere Tage unter Bäumen lebte, um auf ihre Registrierung zu warten.

Die Aktivist*innen berichten weiter: „Der Hafen ist überfüllt, der Weg aufs Festland für viele versperrt. Mehrere tausend Menschen sind dort und täglich kommen mehr an. Der Busverkehr von NGO-Hilfsorganisationen wurde zwei Tage auf Anweisung der Polizei eingestellt. Dies bedeutet, dass die Menschen 70 km laufen müssen, wenn lokale Aktivist*innen diese nicht mitnehmen können. Eine Athener Vokü ist nach 10 Tagen Dauereinsatz weitergezogen nach Eidomeni an der Grenze zu Mazedonien mit dem Wunsch: Organisiert euch! Eine lokale Vokü-Gruppe führt deren Arbeit fort an Orten, wo Geflüchtete sich aufhalten. Am Hafen (einige tausend bei Tag und Nacht), bei Karatepe (ein ehemaliger Verkehrsübungsplatz voll mit Zelten jetzt) und bei Moria dem Internierungslager das inzwischen zum Teil offen ist, hungern die Menschen.“

Aus den Mitteln vom Burg-Herzberg-Solistand und St. Pauli Roar Fördertopf wurden Trinkwasser, Babynahrung und sonstige Lebensmittel, gemeinsame Kochstellen, SIM-Karten für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge, Zelte und Fahrgelegenheiten für Geflüchtete auf Lesbos finanziert.

Café Libertad Kollektiv wird auch weiterhin, wie viele andere Aktivist*innen, direkte Solidaritätsarbeit und Unterstützung leisten. Angesichts geschlossener Grenzen schließen wir uns aber auch antirassistischen Gruppen und der Organisation Pro-Asyl an, die festgestellt haben: "Die Solidarität mit Flüchtlingen wird sich daher nicht länger auf Kleiderspenden und Willkommensgesten beschränken können, sondern sich dringend gegen die aktuellen Pläne der Bundesregierung richten müssen.“ Deshalb rufen wir alle auf, den Protest gemeinsam mit Geflüchteten auf die Straßen zu tragen: Grenzen öffnen, Residenzpflicht abschaffen, Bewegungsfreiheit für alle!

Mehr Infos
Blog: http://lesvos.w2eu.net
Twitter: https://twitter.com/LesvosW2eu ]]>
Thu, 17 Sep 2015 13:13:57 +0000
<![CDATA[Ernteverluste von Kaffee-Kooperativen - Eine Folge des Klimawandels]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/ernteverluste-zapatistas-bio-kaffee-kooperativen Zapatistas Ernteverluste

Erst ist auf dem grünen Blatt nur ein kleiner gelber Punkt. Schließlich sind überhaupt keine Blätter mehr zu sehen und die Äste ragen wie nackte Arme in die Luft. Die Roja ist eine Pilzerkrankung, welche Kaffeepflanzen befällt und derzeit für dramatische Ernteverluste verantwortlich ist. Denn in der Folge verliert die Pflanze nicht nur ihre Blätter, sondern auch ihre Kirschen. Rote Früchte, jede enthält nur zwei Kerne, die im zubereiteten Kaffee oder Espresso eine lange Reise hinter sich haben. Sie werden geschält, vom Honigwasser gereinigt, getrocknet, von der Pergaminhaut befreit, sortiert, gelagert und schließlich geröstet und gemahlen, bis sie als Röstkaffee oder Espresso ihr Aroma verbreiten und bei uns in der Wohnung duften.

So eine Tasse Kaffee hätte viel zu erzählen

Auch über soziale Ungerechtigkeiten als Folge der Industrialisierung und des Welthandels. Denn die Ursachen der beschriebenen Pilzerkrankung sind sicher vielfältig, ein wesentlicher Grund für das jetzige Ausmaß der Krankheit ist jedoch auch das wärmere Klima aufgrund des steigenden C02-Ausstoßes der Industrieländer.

Überall in Mittelamerika gibt es Regionen mit massiven Ernteausfällen und katastrophalen Folgen. In der mexikanischen Region Chiapas beklagen die aufständischen zapatistischen Gemeinden in einigen Regionen Ernteausfälle bis zu 75 Prozent. Diese bedrohen nicht nur die ökonomische Autonomie der zapatistischen Kaffee-Kooperativen, sondern stellen auch eine existenzielle Bedrohung für die Kleinbäuer_innen dar. Begünstigt wird die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten zudem durch Plantagenwirtschaft und Monokulturen in der Agrarindustrie.

Ist eine Pflanze erst einmal betroffen, ist ohne Einsatz von Pestiziden oft nur nur noch eine Radikalkur sinnvoll. Entfernung oder ein vollständiger Rückschnitt in der Hoffnung, wenigstens angrenzende Kaffeebäume zu erhalten. Erfolge wurden in jüngerer Zeit auch mit dem organischen Besprühen der Pflanzen mit einem Pilz erreicht. Dieser behindert die Verbreitung und das Wachstum der die Pflanze zerstörenden Roja-Pilzerkrankung.

Am Beispiel des Kaffees lässt sich etwas erkennen. Klimaerwärmung und ihre Folgen verschärfen die globalisierte Ungerechtigkeit. In der Geschichte hatten Klimaveränderungen immer auch weitreichende soziale Folgen. Missernten, Hunger, Krankheiten, aber auch Konflikte und Kriege in Folge von Verteilungskämpfen waren mit frühgeschichtlichen Migrationsbewegungen verbunden oder Konsequenzen von Klimaveränderungen wie etwa der kleinen Eiszeit im Mittelalter. Solche Entwicklungen sind auch im Rahmen der aktuellen Klimaerwärmung zu beobachten.

Unwetter und Missernten gab es immer, aber extreme Wetterphänomene und ihre Folgen nehmen zu. Auch Konflikte um den Zugang zu Wasser bergen ein immer größeres Krisen- und Kriegspotential. Hinzu kommt in vielen Regionen der Welt eine zunehmende Austrocknung und Verwüstung, welche den Menschen vor Ort die Lebensgrundlagen raubt und viele zur Migration zwingt. Die Ursachen und Gründe für Fluchtbewegungen sind exportiert, wie Hunger, Krankheit und viele Kriege.

Umso wichtiger ist es, Proteste gegen den Klimawandel nicht nur als Ressourcen- und Umweltschutz zu begreifen, sondern als eine der zentralen politischen Fragen nach Teilhabe und Gerechtigkeit.

Zapatistische und andere indigene Gemeinden haben dies in ihren Kämpfen bereits aufgegriffen. Beim Widerstand gegen die Folgen der Globalisierung und der Forderung nach Bewegungsfreiheit für Refugees lösen sich alte Bilder von Peripherie und Zentrum, „Dritter“ und „Erster“ Welt zunehmend auf.

Während im Norden jedoch nach wie vor das ganz große Geld verdient wird, trägt der Süden immer noch nach wie vor die Lasten dieser Form der Globalisierung. Umso wichtiger ist die Unterstützung von Kooperativen vor Ort und der gemeinsame Einsatz für globale Bewegungsfreiheit. Eine Welt in der Globalisierung die Grenzen auflöst für Menschen, deren Hoffnungen, Träume und Utopien und nicht lediglich für postkoloniale Waren und Kapitalanlagen.]]>
Thu, 13 Aug 2015 10:56:31 +0000
<![CDATA[Der Kaffee für den täglichen Aufstand: Neue Preise und Importe 2015]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/preise-cafe-libertad-2015-zapatista-kaffee

Zum Selbstverständnis von Café Libertad Kollektiv gehört, einen möglichst guten Preis für die Arbeit von Kleinbäuer*innen und Kooperativen zu bezahlen. Gleichzeitig sind uns bezahlbare Preise für Verbraucher*innen wichtig: Solidarisch gehandelter Kaffee und Espresso soll kein Luxusgut für Besserverdiener, sondern für möglichst viele Menschen zugänglich sein.

Dennoch steigen in diesem Jahr die Verkaufspreise um durchschnittlich 3%, um gestiegene Import- und Finanzierungskosten aufgrund des durch die Europäische Zentralbank künstlich niedrig gehaltenen Eurokurses auszugleichen, und um bessere Rohkaffeepreise an Kleinbäuer*innen und widerständige Kooperativen weiterzugeben.

Aufgrund dieser Situation liegt der neue Verkaufspreis je nach Sorte zwischen 3,70 und 4,25 Euro bei 250g Espresso und zwischen 7,20 und 7,75 Euro für 500g Röstkaffee.

Um diese im Vergleich zur Kursentwicklung moderaten Preiserhöhungen möglich zu machen, hoffen wir auf ein insgesamt ansteigendes Interesse an solidarisch gehandeltem Kaffee und auf euere Unterstützung bei der Vermittlung der Gründe, weshalb solidarisch gehandelter Kaffee kostet, was er kostet und welche politische Idee und Praxis damit verbunden ist.

Der Wertverlust des Euro als Folge einer postkolonialen Wirtschaftspolitik

Der Euro hat gegenüber dem Dollar im Verlauf des Jahres zeitweise über 25% an Wert verloren. Der Abwertungs- und Inflationskurs der EZB folgt dabei einer postkolonialen Logik: Exporte sollen gefördert werden und Staatsschulden sich durch eine Zunahme der Inflation in Luft auflösen. Dies bedeutet eine gewaltsame Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben.

Höhere Verbraucherpreise treffen dabei vor allem ärmere Bevölkerungsschichten, die zudem von steigenden Mieten betroffen sind. Während niedrige Zinsen vor allem Menschen zugute kommen, die bereits Geld besitzen und sich z.B. Immobilien kaufen, was die Marktsituation zusätzlich verschärft. Eine Abwärtsspirale, die sich auf alle auswirkt, während durch Brot und Spiele, Olympiabewerbungen und andere Großveranstaltungen die Bevölkerung bei Laune gehalten werden soll.

Staatsschulden aus Bankenrettungsprogrammen und geplatzten Finanzspekulationen werden von der Breite der Bevölkerung getilgt, das Leben im Alltag wird teurer, während die Kurse und Gewinne an den Börsen explodieren und neue Spekulationsblasen staatlich subventioniert werden. Nicht nur innerhalb Europas, sondern im globalen Maßstab wird nach der Vorgabe „Reiche werden reicher und Arme werden ärmer“ gehandelt.

Umso wichtiger ist die Idee von Café Libertad Kollektiv: Die Unterstützung oppositioneller politischer Bewegungen und der Aufbau solidarischer Handelsbeziehungen und politischer Kooperativen als widerständige Basis gegen Austeritätsprogramme und Ausbeutungsverhältnisse.

Bessere Preise für zapatistische und widerständige Kooperativen

Trotz gestiegener Kosten durch den sinkenden Eurokurs und trotz des zwischenzeitlich fallenden Weltmarktpreises für Rohkaffee hat Café Libertad Kollektiv die Einkaufspreise nicht gesenkt, um Währungsschwankungen auszugleichen, sondern z.B. die Einkaufspreise für zapatistischen Rohkaffee um 5% auf 88 mexikanische Peso pro kg erhöht. Zusätzlich wurden Fördergelder bereitgestellt, um die Arbeit der Kooperativen zu unterstützen.

In Mexiko leiden derzeit viele Kooperativen unter der Roja, einer Pilzerkrankung, welche zuerst die Blätter von Kaffeepflanzen befällt und schließlich zum völligen Verlust der Ernteerträge führt. Zwei von drei zapatistischen Kaffeekooperativen war es in diesem Jahr deshalb nicht möglich, Rohkaffee zu exportieren. Hierzu tragen auch neue repressive Gesetzgebungen des mexikanischen Staates bei, mit denen die Marktmacht von großen Kaffeekonzernen gestärkt und der Selbstvertrieb über unabhängige Kooperativen erschwert wird.

Die Rahmenbedingungen im Welthandel werden wie vor hundert Jahren vor allem von und für große Konzerne geschaffen. Sowohl autoritäre Regierungen als auch Konzerne sind besorgt, wenn sich in widerständigen Regionen der Aufbau selbstorganisierter Produktions- und Vertriebsstrukturen entwickelt. Es fällt Konzernen dann schwerer, die Preise zu diktieren und auch der lokale Widerstand gegen staatliche Politik ist oftmals dort stärker, wo basisdemokratische Strukturen bereits vor Ort verankert sind.

Kooperativen und selbstorganisierte Kleinbäuer*innen haben dabei nicht nur mit Ernteverlusten und oftmals einer repressiven staatlichen Politik zu kämpfen, sondern auch mit den negativen Auswirkungen des Handels von Lebensmitteln als Papier an den Börsen und der Niedrigpreispolitik durch Supermarktketten und Konzerne. Mit Supermarkt- und sogenanntem Blutkaffee können und wollen wir nicht konkurrieren. Gute Preise für Kleinbäuer*innen, Fördergelder und ein kostendeckender Vertrieb ohne privatwirtschaftliche Gewinne sind uns ebenso wichtig wie eine hohe Kaffee-Qualität und nachhaltige Verarbeitung.

Gestiegene Qualität durch Vernetzung und neue Kooperativen

Für Café Libertad und andere Gruppen aus dem europäischen Solidaritätsnetzwerk resultiert aus den Ernteverlusten in diesem Jahr ein Rückgang der Importe von zapatistischem Kaffee um voraussichtlich 70-85 Prozent. Café Libertad Kollektiv arbeitet deshalb mit weiteren oppositionellen Kooperativen aus Mexiko und Kolumbien zusammen, um den Filterkaffee Libertad und den Bio-Espresso Durito und Rebeldia als widerständige Arabica-Mischung zu rösten.

Um den klassischen, erdigen Geschmack des zapatistischen Kaffees zu erhalten, importieren wir, wie andere Gruppen aus dem Solidaritätsnetzwerk, zusätzlich von der pro-zapatistischen Kaffee-Kooperative Michiza aus der an Chiapas angrenzenden Region Oaxaca.

Zusätzlich haben wir in diesem Jahr erstmals 560 Sack Rohkaffee von der kolumbianischen Kooperative Juan Tama importiert. Das kolumbianische Hochland zählt zu den besten Anbauregionen der Welt. Mit dem aromatischen Rohkaffee der Kooperative Juan Tama ist in Verbindung mit der gewohnt erdigen Note des südmexikanischen Hochlandes ein phantastischer Kaffee entstanden, der uns begeistert.

Wir sind froh, dass wir durch die langfristige angelegte Zusammenarbeit mit diesen Kooperativen nicht nur den solidarischen Handel mit den zapatistischen Kooperativen trotz vorübergehend sinkender Ernteerträge aufrechterhalten können, sondern auch die Qualität unserer Sorten weiterentwickeln konnten. Zusammen mit dem im letzten Jahr verbesserten Trommelröstverfahren, einer langsameren und schonenderen Röstkurve und leichten Anpassungen im Röstgrad erhalten wir sehr positive Rückmeldungen.

Auch die Ernte der von Bürgerkriegsflüchtlingen gegründeten Finca Sonador in Costa Rica hat in diesem Jahr eine außergewöhnlich hohe Qualität. Der Rohkaffee der Frauenkooperative Aprolma in Honduras liefert als Grundlage für den queer-feministischen Bio-Kaffee und -Espresso Las Chonas eine schokoladige, fruchtige Note, die auch bei der dunklen Röstung noch schön durchscheint.

Solidarität muss praktisch werden

Wir freuen uns über weiteres Feedback, um Kaffee für den täglichen Aufstand solidarisch weiterzuentwickeln. Denn solidarischer Handel und die Idee der Genossenschaft Café Libertad Kollektiv eG funktioniert auch in Zukunft nur als gemeinsame Vernetzung und Schnittstelle von Produktion, Vertrieb und Verbraucher*innen.

Ohne Solidaritätsarbeit und ehrenamtliches Engagement, ohne sich zum Teil des Ganzen zu machen, ist ein Direktvertrieb als Alternative gegen den kapitalistischen Welthandel und die direkte Unterstützung aufständischer, indigener Gemeinden und widerständiger Basisbewegungen nicht umsetzbar. Deshalb hoffen wir auch weiterhin auf euere Unterstützung und Mitarbeit beim Vertrieb, der Durchführung von Solidaritätsständen oder indem ihr einfach von der Idee von Café Libertad weitererzählt.

Rohkaffeepreis und Kalkulation

für 500g Röstkaffee Libertad


Kooperativen

Yachil

Yeni Navan

JuanTama

Herkunft

Chiapas/Mexiko

Oaxaca/Mexiko

Kolumbien

Rohkaffeepreis*

88 MXN/kg

84 MXN/kg

2,75 USD/lb

Einstandspreis**

5,24 Euro/kg

5,00 Euro/kg

5,55 Euro/kg


* Im Rohkaffeepreis von Cafe Libertad sind unterschiedliche Aufschläge für Bioproduktion und soziale oder politische Arbeit der Kooperativen enthalten.


** Der Einstandspreis nach Import und Verzollung ist abhängig vom Herkunftshafen, Lagerzeiten und Tageskurs von US-Dollar und mexikanischem Peso zum Zeitpunkt der Vorfinanzierung (60%) und Restzahlung (40%) nach Ankunft und Qualitätsprüfung des Rohkaffees.


*** Die Betriebskosten sind ein kalkulatorischer Aufschlag von 48,5 % zur Deckung von Fremdleistungen, Lohnkosten und darin enthaltenen Lohnsteuern, Versandkosten, Verwaltungs- und Finanzierungskosten und dem Aufwand für erforderliche Betriebsmittel.



Euro

Röstkaffee-Kalkulation

5,22

Einstandspreis

0,81

Röstverlust

0,24

Rösten

0,08

Mahlen

0,37

Abfüllen

0,04

Ettikett

0,21

Verpackung

2,19

Kaffeesteuer

0,06

Transporte

0,13

Lager, Versicherung

4,47

Betriebskosten***

0,40

Fördermittel

0,20

Rücklagen

14,30

Preis pro kg

7,15

Stückpreis 500g

0,50

MwSt 7,00%

7,65

Verkaufspreis



Preisliste als PDF zum Download
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Sat, 18 Jul 2015 14:54:22 +0000
<![CDATA[Saborita Olivenöl aus Spanien ist wieder da!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/cafe-libertad.de Saborita-Olivenöl aus Spanien ist wieder bei uns eingetroffen. Die verpackungssparenden 5 Liter-Kanister sind besonders praktisch für WGs, Voküs oder Gastronomie. Der Preis liegt bei 58 Euro. Die Finca Saboritas ist ein kleinbäuerlicher Betrieb. Die hundertjährigen Oliven werden in einer natürlichen, traditionellen Anbauweise verarbeitet, um diese besondere Olive zu erhalten. Ihr Geschmack gibt der Finca seit mehreren Generationen ihren Namen. Die Finca liegt am Rand des Parque Natural de la Sierra Calderona, in mehr als 500m Höhe. Die Oliven der Sorte Serrana de Espadán sind bekannt für ihren ausgezeichneten fruchtigen Geschmack, mild und süß, ohne Bitterkeit und mit nur wenig Säure. Die Oliven werden zu ihrer optimalen Reifezeit geerntet und ausschließlich unter schonenden Verarbeitungsbedingungen gepresst, um deren außergewöhnlichen Saft zu gewinnen.]]> Thu, 16 Jul 2015 09:48:53 +0000 <![CDATA[Der Kampf als Frauen, die wir sind]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/der-kampf-als-frauen-die-wir-sind

Seit der Ankunft der Konquistadoren erlitten wir die traurige Situation der Frauen. Sie raubten uns unser Land, nahmen uns unsere Sprache, unsere Kultur. Da begann die Herrschaft des Kazikentums, der Großgrundbesitzer, da begannen die dreifache Ausbeutung, die Demütigung, Diskriminierung, die Marginalisierung, die Misshandlung und Ungleichheit.

Weil die verfluchten Patrones uns behandelten als wären wir ihr Besitz. Sie befahlen uns jegliche Arbeit auf der Hacienda zu machen, egal ob wir Kinder, Ehemänner hatten oder krank waren. Man fragte uns nicht, ob wir krank seien. Wenn wir nicht zur Arbeit kamen, befahl der Patrón seinem Jungen oder dem Sklaven, Mais vor der Küche zu lassen, damit wir die Tortillas für sie machen sollten.

So verging eine lange Zeit, in der wir solcherart im Haus des Patrón arbeiteten. Wir mahlten das Salz, weil das Salz war nicht so wie heute, so feinkörnig, sondern das Salz, das man damals verwendete, waren große Kugeln und die Frauen mussten es mahlen. Und sie mahlten das Salz für das Vieh und mussten zur Zeit der Kaffeeernte die Kaffeebohnen schälen. Wenn die Frau um 6:00 morgens mit der Arbeit begann, arbeitete sie bis 17:00 nachmittags. Während des Tages musste sie fertig werden mit den Säcken an Kaffee, die sie zu schälen hatte.

So arbeiteten die Frauen. So arbeiteten die Frauen unter Misshandlung, das Wasser tragend und das Elend; das heißt, dass man sie elendiglich bezahlte; man gab ihnen eine kleine Handvoll Salz oder gemahlenen Kaffee. Das war die Bezahlung, die sie den Frauen gaben.

Und so vergingen die Jahre, in denen die Frauen litten; und wenn wir, wir Frauen, wenn manchmal unsere Kinder weinten und wir sie dann stillten, dann schrien sie uns an, machten sich über uns lustig, beleidigten uns körperlich, dass wir nichts wüssten, dass wir unnütz sind, ein Ärgernis für sie. Sie respektierten uns nicht und benutzten uns als wären wir ein Objekt.

Sie machten all das, was ihnen die Lust nach einer Frau eingab; sie suchten sich hübsche Frauen oder hübsche Mädchen als ihre Geliebten aus, und hinterließen überall Kinder; es war ihnen egal, ob die Frauen litten, man behandelte sie – mit ihren Kindern, die ohne Vater aufwuchsen – als ob sie Tiere wären.

Sie verkauften uns als wären wir eine Ware, alles das zur Zeit des Acasillamiento; für uns Frauen gab es niemals ein Ausruhen.

Ich werde jetzt ein wenig über Acasillamiento sprechen. Acasillamiento bedeutet: Sie kamen auf einer Hacienda oder einem Rancho an; sie kamen mit Familie und blieben dort und arbeiteten für den Patrón. Die Männer pflanzten den Kaffee, säuberten die Kaffeepflanzungen, ernteten den Kaffee, säuberten die Weiden, säten Zacate (Anm.: eine Futterpflanze); alles das, das Maisfeld zu bearbeiten, die Bohnenfelder, all dies war für den Patrón. So arbeiteten die Männer.

Aber abgesehen davon gibt es eine andere Sache, von der ich Ihnen erzählen kann. Abgesehen vom Acasillamiento gab es, was wir Diener, Knecht oder Versklavte nennen. Natürlich waren immer Frauen und Männer auf der Hacienda, aber diese Männer und Frauen, die Versklavte oder Diener waren und dort auf der Hacienda blieben, waren manchmal Männer und Frauen, die keine Familie hatten.

Die Familie war lediglich zum Arbeiten auf diese Hacienda gekommen; jedoch manchmal erkrankte der Vater, die Mutter, und starb; und es blieben die Kinder als Waisen zurück; und der Patrón nahm diese Kinder und sie wuchsen dort auf der Hacienda auf. Es ist nicht so, dass er sie als Adoptivkind annahm, sondern als Versklavte. Und was machten diese Kinder? Diese Kinder wuchsen auf und er gab ihnen diese Arbeit. Wenn er ein Haustier hatte – er hatte seine Haustiere: den Hund, den Affen, oder irgendein anderes Tier – gab er es seinem Diener zum Hüten, der passte darauf auf. Wo der Affe hin ging, da musste der Diener, der Knecht hin gehen, dort musste er auf ihn aufpassen, ihn baden, er musste dort sauber machen, wo das Tier schlief. So war das.

Später dann, wenn der Patrón ein Fest gab, kamen wie früher die Pfarrer auf die großen Haciendas, wenn der Patrón seine Kinder taufen ließ oder Geburtstag war, oder seine Töchter heirateten, die Trauung machten die Pfarrer. Später dann gaben sie Feste und sagten den Dienern, dass sie die Tür hüten sollten, während sie feierten, mit ihren Paten und Kumpels, mit ihren Freunden zusammen feierten, während der Diener, die Tür hütete und nicht einmal einen Hund einließ, dort wo sie feierten. Den ganzen Tag musste er da sein, solange das Fest des Patrón dauerte.

Und die Versklavten, das waren die Frauen, die das Essen zubereiteten, die Teller abwuschen, auf den Sohn des Patrón aufpassten oder auf die Kinder seiner Freunde.

So lebten die Leute auf den Haciendas, nicht weil man ihnen das Essen gegeben hätte, was auf dem Fest gegessen wurde, nein, sie tranken den Pozol (Anm.: Getränk aus gemahlenem Mais und Wasser), wenn es Pozol gab, oder aßen Bohnen, wenn es Bohnen gab; nur das aßen die Leute, während der Patrón gutes Essen aß – jedoch zusammen mit seinen Freunden.

Später dann, wenn der Patrón in eine Stadt wollte, in eine Stadt, die sechs Tage Fußweg von der Hacienda entfernt lag, war es der Knecht, der ging; oder die Patrones hatten Kinder, und manchmal hatten diese eine Behinderung, der Knecht musste den Sohn des Patrón in die Stadt tragen. Und wenn die Patrona auf die Hacienda zurückkehren wollte, musste wiederum der Knecht dorthin laufen und den Sohn tragend zurückbringen.

Wenn der Kaffee geerntet wurde, und alles andere, was auf der Hacienda zu ernten war, war es der Diener, der Knecht, der sich um die weiblichen Maultiere, die männlichen Maultiere kümmern musste. Ich weiß nicht, ob Sie sich mit Pferden auskennen; sie mussten das Pferd des Patrón satteln und absatteln, das Vieh melken, die Lasten in die Stadt bringen, wo der Patrón lebte. Wenn der Patrón in Comitán lebte, mussten sie gehen und die Lasten in Comitán abladen; die Hacienda verlassend mussten sie gehen, weil man sagte, dass sie Maultiertreiber seien. Und so litten viele Männer und versklavte Frauen zu dieser Zeit.

Und wenn es dort auf der Hacienda Obstbäume gab, und sie kletterten auf einen, um zu pflücken, sagte man ihnen, dass man sie nicht pflücken lässt, sie wieder herunter steigen müssen, gepeitscht mit einem Chicote (Anm.: Tauende). Ich weiß nicht, ob Sie das kennen, das ist eine Peitsche; sie schlugen sie. Man konnte nicht Obst pflücken ohne Erlaubnis des Patrón; denn alles, was geerntet wurde, wurde in die Stadt gebracht. So litten die Männer und Frauen.

Nach so viel Leiden der Frauen und nach der Ausbeutung im Acasillamiento merkten die Männer, wie ihre Frauen misshandelt wurden. Einige dachten, es ist besser die Hacienda des Acasillamiento zu verlassen. Einer nach dem anderen ging weg und flüchtete sich in die Berge; weil es blieben die Hügel übrig; das heißt, die Patrones beanspruchten nicht das Land auf den Anhöhen, sondern dieses blieb übrig; und dorthin flüchteten sie. Da sie dachten, dass es besser ist, wegzugehen, damit die Frauen nicht weiterhin zu leiden haben auf der Hacienda.

Bereits danach als einige schon in den Bergen waren und viel Zeit vergangen war, da merkten sie, dass es besser ist, sich zusammen zu tun und eine Gemeinschaft zu bilden; und so kehrten sie in die Berge zurück. Sie taten sich zusammen, sprachen mit einander und gründeten eine Gemeinde, wo sie leben konnten. Derart schufen sie eine Gemeinschaft.

Jedoch als sie bereits in den Gemeinden lebten – wie der Patrón transportierte hier der Acasillado eine andere Idee mit sich. Da die Männer mit dem Patrón verkehrt hatten, so schienen auch sie angefüllt mit schlechten Ideen und wendeten diese innerhalb des Hauses an als kleiner Patrón, als Patroncito des Hauses. Es ist nicht wahr, dass die Frauen befreit wurden, sondern es waren die Männer, die zum Patroncito des Hauses wurden.

Und wieder einmal blieben die Frauen im Haus als wäre es ein Gefängnis, damit sie wieder einmal nicht das Haus verlassen sollten, blieben sie wieder einmal dort eingeschlossen.

Schon als Mädchen geboren, sind wir nicht willkommen in dieser Welt; weil wir Frauen sind, weil ein Mädchen geboren wird. Das heißt, dass man uns nicht liebt. Aber wenn ein Knabe geboren wird, feiern immer noch die Männer; froh sind sie, weil sie Männer sind. Das heißt, einen schlechten Brauch der Patrones weiter zu tragen. Derart war es eine lange Zeit. Damals wenn Frauen geboren wurden, galten sie als unnütz; wenn Jungen geboren wurden, diese konnten alle Arbeiten machen.

Doch das Gute, was sie machten, war, dass sie nicht aufgaben, ihre Gemeinschaft zu bilden. Sie fingen an ihre Gemeinde-Repräsentanten zu ernennen, Versammlungen zu machen; sie lebten, feierten zusammen. Das Gute war, dass sie diese Idee nicht losließen; sie verließen sie nicht, sondern kamen immer wieder darauf zurück. Die Patrones und die Conquista wollten ihre Kultur zum Verschwinden bringen; jedoch täuschten sie sich darin, einfach so eine Gemeinschaft schaffen zu können.

Auch die Männer – weil es ist der Mann, der im Haus befiehlt, und die Frauen sind diejenigen, die dem gehorchen, was der Mann sagt. Und wenn er dir sagt, du wirst heiraten, dann wirst du heiraten. Das heißt, du wirst nicht gefragt, ob du den Mann heiraten willst, der um dich anhält. Weil der Vater nahm bereits den Schnaps, das heißt, er nahm den Schnaps schon vorher an, und zwingt dich den Mann zu heiraten, den du nicht liebst.

So litten wir dieses Mal durch die Ehemänner, weil sie uns sagten, dass die Frauen nur für die Küche taugen, lediglich dazu nutze sind, den Ehemann zu bedienen, die Kinder zu hüten. Und die Männer natürlich nie die Kinder umarmten; das heißt, sie unterstützten die Frauen nicht, sondern sie machten dir ein Kind und was kümmerte sie, wie du dein Kind aufziehst. Und wie – ich werde jetzt von der Realität sprechen, so wie sie viele Jahre war – und wie manchmal wir Frauen sagten: Jedes Jahr wird ein Baby geboren, jedes eineinhalb Jahr wird ein Kind geboren, das heißt, wie kleine Staturen wachsen die Kinder auf; in ein bis eineinhalb Jahren, schon ist das nächste da; so wie kleine Leitersprossen wachsen die Kinder heran. Aber dem Vater ist es egal, ob die Frau leidet, denn die Frau muss das Brennholz tragen, das Maisfeld bestellen, muss das Haus sauber machen, muss fegen, die Tiere versorgen, die Kleider waschen. Die Frauen müssen das Kind versorgen, es windeln, all das; all das ist Arbeit der Frauen.

Und deshalb sagen wir Frauen, dass wir die dreifache Ausbeutung der Frau erleiden, weil: Die Frau muss um 3:00 oder 4:00 morgens in der Küche sein, es hängt davon ab, wann die Männer zur Arbeit gehen. Die Frauen müssen frühzeitig aufstehen, um den Pozol zu machen, den Kaffee, das Frühstück für den Mann. Der Mann geht zur Arbeit, kommt am Nachmittag zurück und möchte, dass sein Wasser her getragen wurde, dass Wasser zum Baden da ist. Der Mann badet sich, verlässt das Haus, um spazieren zu gehen, zu spielen, und die Frau verbleibt wieder einmal den ganzen Tag im Haus; bis hin zum Abend, bis zu dieser Stunde, hat die Frau noch nicht geschlafen, bis sie dann um 20:00 schlafen geht.

Und solcherart erleiden wir viel. Es ist dem Mann egal, ob du krank bist, wie du dich fühlst, er fragt dich nicht. So ist das. So lebten sie in Wirklichkeit, so lebten die Frauen; wir lügen nicht, denn so haben sie gelebt.

Damals wenn du in eine Kirche gingst oder in ein zeremonielles Zentrum, wo sie ein Fest machten, dorthin gingen auch die Frauen manchmal – jedoch mit gebeugtem Kopf. Das heißt, du durftest nicht den Kopf heben, du musstest gebeugt laufen, nicht zur Seite schauen, den Kopf bedeckt mit dem Rebozo (Anm.: Tuch, Tragetuch), so, auf solche Weise, dass dein Gesichtchen dort so verblieb.

So verging viel Zeit, in der der Mann diese schlechten Ideen mit sich schleppte, diese schlechten Lehren. So war das, Compañeros. Als ob wir nichts wären. Als ob nur die Männer Autoritäten sein könnten, nur sie auf die Straße gehen könnten, nur sie teilnehmen könnten.

Es gab keine Schule. In einigen Gemeinden gab es dann Schulen, aber auch da gingen wir nicht in die Schule, weil wir Frauen sind. Sie ließen uns nicht zur Schule gehen. Wenn wir zur Schule gingen, sagten sie, dass wir nur dorthin gehen würden, um einen Ehemann zu suchen, dass es besser wäre, die Küchenarbeit zu lernen, weil natürlich würden wir einen Ehemann haben und alles lernen müssen, wie der Ehemann zu bedienen sei.

Und wenn er uns schlug, wenn uns unser Ehemann beleidigte, konnten wir nicht Einspruch erheben. Und wenn wir Hilfe suchten bei anderen Institutionen der schlechten Regierung, – sie sind die Schlimmsten, weil sie die Männer unterstützen, den Männern mehr Recht geben. Und wir blieben still, gedemütigt, beschämt eine Frau zu sein.

Wir hatten kein Recht, an den Versammlungen teilzunehmen. Sie sagten uns, dass wir eine »Dumme Trine« sind, unnütz, dass wir zu nichts taugen. Sie ließen uns im Haus zurück. Wir hatten nicht die Freiheit.

Es gab keine Gesundheitsversorgung, obwohl es Kliniken gab, Hospitäler der schlechten Regierung. Das heißt, dass sie uns nicht versorgten, weil wir nicht spanisch sprechen konnten; und manches Mal kehrten wir zurück und viele Frauen und Kinder starben an heilbaren Krankheiten. Weil natürlich sind wir nichts für sie, diskriminieren sie uns, weil wir Indígenas sind; sie sagen zu uns, dass wir »feige Indios-Trampel« sind, dass wir die Kliniken, die Hospitäler nicht betreten können, weil sie uns nicht lassen, sie behandeln nur andere Leute – die, die Geld haben.

All das erlitten wir am eigenen Leib. Niemals hatten wir die Gelegenheit zu sagen, was wir viele Jahre gefühlt haben – wegen der Lehre durch die Konquistadoren und schlechten Regierungen.

Comandanta Miriam, 6. Mai 2015

Quelle]]>
Tue, 02 Jun 2015 08:28:47 +0000
<![CDATA[Politische Ökonomie aus Sicht der Comunidades]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatista-communidades
Worüber ich sprechen werde - sprechen, nicht lesen – hat damit zu tun, wie die Wirtschaft aus der Sicht der Comunidades war bzw. ist, also über den Kapitalismus. Ich werde darüber sprechen, wie es vor 30 Jahren war, vor 20 Jahren und wie es in den letzten Jahren aussieht. Ich werde in drei Teilen sprechen: wie die Comunidades seit jeher leben, wie sie vor 30 Jahren lebten; wie leben jetzt die, die nicht wie die Zapatist*innen organisiert sind und zum Schluss wie wir Zapatistinnen und Zapatisten leben.

Das heißt nicht, dass wir nicht wissen, wie es in den früheren Jahrhunderten war, wir wissen es. Aber was wir hier betonen wollen sind die 30 Jahre seit 1983. Im Jahr 1983 als die Gruppe der Compañeros hierher kam, seit damals sind 30 Jahre vergangen.

Als die zapatistische Nationale Befreiungsarmee noch nicht gegründet war, damals waren wir, die Indigenen aus Chiapas für das kapitalistische System nicht existent, nicht als Menschen, nicht als humane Wesen. Nicht einmal Müll waren wir für sie. Und so ähnlich stellen wir uns vor, erging es den anderen indigenen Brüdern in den anderen Teilen unseres Landes. Und so ähnlich stellen wir uns vor, war es auch in allen Ländern, wo Indigene leben.

Wo wir leben, das heißt auf den Hochebenen, den Bergen, das sind ihre Reserven. Sie wissen nicht, ob dort Indigene leben, in der sogenannten Biosphäre der Montes Azules. Und so zählte niemand, wie viele Kinder geboren werden. Das heißt, der Kapitalismus weiß nichts, niemand macht die Zählung, denn wir existieren nicht für ihn.

Wie haben wir denn dann überlebt? Nun mit der Mutter Erde. Die Mutter Erde gab uns das Leben, auch wenn es keine Regierung gibt, keine Gouverneure oder Bürgermeister, die sich unserer erinnern. Wir sind vergessen. Nur was es da gab in unseren Dörfern, die besten Böden, da gibt es einige Männer, natürlich auch deren Frauen, die Gutsbesitzer, die Grundherren, die Großgrundbesitzer.

Sie besitzen Tausende von Hektar von der guten Erde, gutes Wasser, gute Flüsse. Deshalb haben sie uns von dort vertrieben, auf die Hochländer, denn für sie sind diese Berge wertlos, sie holen da nichts raus und dorthin haben sie uns vertrieben.

Wozu sind diese Tausende von Hektar der guten Erde, die ihnen gehören gut? Um darauf Tausende Stück Vieh zu weiden. Wie haben sie sich so viele Jahre dort halten können? Weil sie gute Revolverschützen haben, wir nennen diese die weißen Wachen, die es nicht zuließen, dass wir auf ihr Terrain kamen, den Boden der ihnen gehörte, wie sie behaupteten.

Daher, wie sollen wir über die Ökonomie in den Comunidades sprechen, wenn wir dort vergessen wurden. Das einzige was geschah war die Ausbeutung auf ihrem Besitz, wo unsere Großväter und Urgroßväter arbeiten mußten. Was also passierte war, dass wir einfallsreich sein mussten, um zu leben oder um zu überleben auf unserer Mutter Erde, und wir mussten allen Bösartigkeiten, die der Großgrundbesitzer und der Gutsherr gegen uns anwendeten widerstehen.

Niemals wurde eine Straße gebaut, niemals gab es etwas das sich Spital oder Klinik nennt, ganz zu schweigen von einer Schule, der Bildung. Es gab niemals Gesundheitskampagnen, noch Programme, keine Stipendien, gar nichts, wir waren vergessen.

Und dann - wie wir es nennen, denn ich spreche im Namen aller Brüder und Compañeros, die wir jetzt organisiert sind, ich spreche nicht für mich allein - haben wir vor 20 Jahren die kapitalistische Ökonomie in den Comunidades gesehen, wie sie begannen, sich zu interessieren, nicht so sehr wegen der Comunidades sondern wo wir leben, wo wir lebten, denn es gibt ja auch bereits Brüder und Schwestern und Compañeros und Compañeras die tot sind.

Als erstes ist zu sagen, dass es ihnen nicht genügte, dass sie die besten Böden haben, die sie schon viele Jahre genützt hatten. Jetzt merken sie, dass auf den Bergen, den Höhen eine andere Ware für sie ist, und zwar die Naturvorkommen. Und da beginnen sie sich wieder zu organisieren um uns wieder zu vertreiben, von dort, wo sie uns hingetrieben hatten, jetzt wollen sie uns wieder von hier wegtreiben. Das heißt, sie wollen uns enteignen und vertreiben, weil sie diesen Reichtum für sich haben möchten.

Und dieser Reichtum, der sich hier vorfindet, den schützen wir so wie unsere Urgroßeltern das getan haben, das wollen sie alles mitnehmen, wegbringen, dieser Kapitalist und in wenigen Jahren werden sie alles zerstören, alles was seit Millionen Jahren in der Mutter Erde ruht.

Wie kann das sein? Ihr wisst es, ich wollte nur dran erinnern, wie der Betrug, die List funktionierten, welches das kapitalistische System einsetzte, das war nämlich damals, als sie den Artikel 27 änderten, damals wurde erlassen, dass die Ejidos privatisiert werden können, denn was sie wollen ist, dass jetzt die Mutter Erde verkauft werden kann oder verpachtet.

Ich muss Sie jetzt einladen, dass sie ein wenig Ihre Einbildungskraft einsetzten, denn wir sprechen von vor 20 Jahren, das heißt, als wir bereits in der Öffentlichkeit erschienen sind.

Also, als die Regierung merkte, wie es hier ist, da plötzlich - natürlich mit verschiedenen Vorwänden, einer davon lautete, dass die schlechte Regierung nun tatsächlich unsere Forderungen erfüllt – fangen sie an, Straßen zu bauen, aber nicht für das, was sie sagen, sondern wegen der Änderung des Artikel 27, nämlich um die Ejidos zu privatisieren. Und so nützen sie die Gelegenheit doppelt für sich aus, denn sie haben bereits mitbekommen, dass wir uns erhoben hatten, jetzt tun sie so, als ob sie unsere Forderungen erfüllen würden, bauen Straßen, Projekte werden begonnen, und ein Projekt, das eine Million oder zwei Millionen Pesos kostet, und davon gibt es dann hundert, zweihundert, ja vielleicht sogar dreihundert Projekte, da rollt ein wenig von diesem miserablen Geld, aber bis in die Comunidades kommt nichts, das bleibt an diesem Haufen der Regierenden picken, aber sie reden von den Projekten, davon erzählen sie uns.

Ich kann gar nicht alles erzählen, was die Compas und auch die Brüder erzählen, sie sagen, da gibt es Projekte die heißen ´Kleiner Fisch¨, weiß der Teufel was das ist, dieser kleine Fisch. Daher sage ich, dass sie viele Projekte aufteilen und wenig Geld gibt es.

Und es beginnt bereits mit einigen Schulen, einigen Krankenhäusern. Die Schüler können noch nicht mal lesen und da sagen sie schon, dass sie ein Stipendium bekommen. Und zu den Krankenhäusern da sagen sie, dass sie den Menschen die Volksversicherung geben, denn mit dieser E-Card wird man gut und richtig behandelt, und wenn die Menschen dann wirklich ins Spital kommen, dann müssen sie hören, dass kein Arzt oder keine Ärztin da ist, und wenn sie doch da sind, dann sagen sie, dass es keine Arzneimittel gibt, wenn aber doch der Arzt oder die Ärztin anwesend sind und es auch Medizin gibt, dann ist die sicher bereits abgelaufen. Aber nachdem wir nicht lesen können, ist da der Doktor oder die Doktorin, sie geben dir die abgelaufene Medizin, man nimmt sie, aber die lindert den Schmerz den du hast nicht. Der Witz ist, dass sie dir etwas geben, irgendein Medikament, und du weißt nicht mal, ob das wirklich das richtige für deine Krankheit ist.

Also wie ich Ihnen sagte, begannen sie viele Projekte und mit diesen Dingen von denen ich erzählte und so vergingen die Jahre. So machte die schlechte Regierung viele Projekte mit wenig Geld zum verteilen, und das dient dazu, dass die schlechte Regierung die Überwachung hat über die, die Zapatist*innen werden wollen. Ich glaube sie nennen das die Kampagne der Aufstandsbekämpfung oder den Krieg der niederen Intensität, ich weiß nicht, wie sie es nennen, aber es handelt sich um eine Überwachung, damit du nicht mehr kämpfst, jetzt werden wir alle deine Forderungen erfüllen, hier da hast du. Außerdem, falls du Zapatist*in wirst, schau her, da ist meine Armee, sie sind besser ausgerüstet, du kannst so nur den Tod finden. Daher ist das eine Kampagne um uns zu überwachen.

Ich erzähle das weil diese Comunidades, jene, die die Privatisierung des Ejidos zuließen, denn es gab solche, die es zuließen, die sind bereits so, man könnte sagen wie in den Städten, es gibt unter ihnen Vagabunden, sie gehen herum, haben keine Bleibe, sind Drogenabhängige vom Thinner und alle diese Dinge. Ebenso ist es in den Comunidades, weil sie ihren Boden verkauft haben, denn sie haben die Papiere erhalten, die Eigentümerurkunde, wie ein Ranchero, ein kleiner Ranchero, ein Kleinbesitzer, also sie erreichten dass es ihr Eigentum wurde und dann verkaufen sie und ihnen bleibt die Straße, sie haben kein Feld mehr um Mais und Bohnen zu säen.

Andere die die unterschiedlichsten Projektförderungen erhalten haben, denen werden jetzt Zinsen kassiert, wie das der Kapitalismus vorschreibt. Nur um einige Beispiele zu nennen, dort wo sich das Caracol La Realidad befindet, gibt es eine Comunidad namens Agua Perla, dort wo der Jataté Fluss ist. Dieses Dorf hat Projekte bekommen, und jetzt kam eine Gruppe wie sie sagen, wie wir sagen, caxlanes, Mestizen und die sagen: wisst ihr was Señores, hier ist was ihr schuldet, dieser Boden gehört nicht mehr euch und damit ihr seht und damit es keine Probleme gibt, sagen wir euch geht nach Escárcega –das heißt nach Campeche, ich glaube in Campeche liegt Escárcega–, oder geht nach Oaxaca, wo die Regierungen von Chiapas und von Oaxaca sich um die Las Chimalapas streiten.

Dort hin zu gehen, bieten sie diesen Parteianhängern an, ich muss wieder Parteianhänger sagen, denn früher waren es die PRI-Parteianhänger die uns belästigten, jetzt gehen alle Parteien auf uns los, daher nennen wir sie jetzt Parteianhänger.

Eine andere Comunidad in Roberto Barrios, namens Chulum Juárez, erhielten Projekte. Dasselbe, sie haben ihnen eine Straße angeboten und die Comunidad akzeptierte es, denn es ist eine Asphaltstraße und sie haben es so schnell gemacht, nur wenige Monate hat es gedauert, und sie ist gut gemacht. Als die Straße fertig war erhielten sie ihren domo, so ähnlich nennen sie die dünnen Blechlamellen und andere Dinge, da haben sie auf die Straßen der Comunidad Schotter gebracht, und nachdem alles da war und die Straße fertig, da kommen sie und sagen: wisst ihr was Señores, ihr müsst gehen, denn der Berg dort, der enthält Uran und die Regierung wird es herausholen und daher müsst ihr gehen, geht nach Oaxaca, wenn ihr gehen wollt, sonst müssen wir euch gewaltsam vertreiben.

Das ist es, was sie seit 20 Jahren vorbereiten, jetzt führen sie es aus. Noch dazu mit der Änderung der Gesetze, zu Gunsten des kapitalistischen Systems, haben sie es bereits erreicht, das sagen sie, das sagt das Papier. Was wir sagen ist folgendes: das Papier sagt, dass das bereits erlaubt ist, aber es fehlt noch, dass die Menschen mitmachen, ob die Menschen das wirklich zulassen, und es fehlt auch noch, dass wir Zapatist*innen da mitmachen.

Die Sachen, die ich euch erzähle, kommen daher, weil wir uns fragen, weil wir die vergangene Geschichte, unsere eigene, beobachten und wir sagen: Warum verändert sich der Kapitalismus sehr wohl, um immer mehr zu dominieren und um immer mehr zu haben, wo sie eh schon so viel haben? Warum verbleiben wir die Ausgebeuteten immer unverändert?

So fragen wir uns, denn die Brüder und Schwestern wie wir sie nennen, die Parteianhänger, da unterscheiden wir auch wen wir so nennen. Wir nennen sie Brüder und Schwestern die Parteianhänger*innen, jene die uns nichts tun. Aber zu den Paramilitärs, diesen Arschlöchern sagen wir nicht Brüder und Schwestern.

So ist das mit den Brüdern die Parteianhänger sind. Als wir ans Licht der Öffentlichkeit getreten sind – die Compañera Vilma hat bereits darüber gesprochen – haben wir Zapatisten gesagt, dass wir die Mutter Erde zurückgewonnen haben. Das ist so, wie wenn sie uns unsere Mutter genommen hätten und man suchen muss, wo sie ist, und wenn du sie findest, dann musst du sie zurückholen. Man kann dafür verschieden Worte verwenden. Der Punkt ist, komm Mutter, nicht wahr? Nicht unter uns streiten.

Ja da ist so etwas Ähnliches passiert, sie haben uns unsere Mutter genommen und wir haben begonnen, uns zu organisieren, denn das ist das erste. Zu aller Anfang muss man sich organisieren und das haben wir getan. Wir mussten uns organisieren, die Frauen und Männer um zurückzubekommen, da gibt es keine andere Art, wie man es nennen könnte.

Denn aus der Mutter Erde kommt alles, daher mussten wir die Mutter Erde zurückerobern und wir begannen, uns zu organisieren, wie wir sie bearbeiten werden. Dann vergingen die Jahre und die schlechte Regierung und die Eigentümer, die Großgrundbesitzer begannen zu sagen, dass wir die Zapatistinnen und Zapatisten daran schuld sind, dass diese Böden, Tausende von Hektar unproduktiv seien. Und wir Zapatistinnen und Zapatisten haben das akzeptiert, für die Großgrundbesitzer oder für den Kapitalismus sind diese Böden nicht produktiv, denn es werden nicht mehr Tausende und Abertausende Stück Rinder abtransportiert wie das die Großgrundbesitzer früher getan haben, jetzt gibt es Tausende und Tausende von Maiskolben, so wie diesen hier.

So winzig klein hat ihn uns zuerst die Mutter Erde gegeben, die uns die Großgrundbesitzer weggenommen hatten. Es stimmt nicht, dass wir sie ihnen wegnehmen, denn sie gehörte ja uns, aber sie haben sie so schlecht behandelt die Mutter Erde, dass die ersten Produkte die wir ernteten soo klein waren. Aber nachdem unsere Großeltern ja zu arbeiten verstehen, haben wir uns schön langsam wiedergefunden, auf und mit unserer Mutter Erde.

Diese wiedergewonnenen Böden bearbeiten wir in der Gemeinschaft. Wenn wir sagen in der Gemeinschaft, dann bedarf es viel Praxis, damit du da Dinge entdeckst. Zum Beispiel haben wir zu Beginn begonnen, die Erde im Kollektiv zu bearbeiten, alle zusammen, das heißt, niemand hatte sein eigenes Stück milpa (Feld), sondern alles zusammen und alle zusammen. Dann gab es da manchmal sehr viel Regen, sehr viel Trockenheit, ein Unwetter und da haben wir Ernten verloren. Alsdann sagten die Compañeros, so geht es nicht, es ist besser, wenn wir beginnen uns zu organisieren, wir müssen Übereinkommen treffen, wie viele Tage wir in der Gemeinschaft arbeiten und wie viele Tage für uns allein.

Und es waren vor allem die Compañeras, die uns auf diese Gedanken brachten. Denn sie sind es, die die Gewürze der Speisen anpflanzen, wir sagen dazu Schnittlauch, Zwiebel und andere Gewürze, die die Compañeras in der Küche verwenden. Und nachdem das im Kollektiv gebaut wird und die Compañeras ihre Töchter und ihre Söhne auf das Feld schicken um das zu holen, dann mal einer oder eine alles mitnimmt dann bleibt nichts für die anderen, denn da gab es noch keine Übereinkommen darüber.

Dann haben wir das als ein Problem gesehen und da haben dann die Compas viele Sachen entdeckt. Denn da will einer Maiskolben und nachdem es allen gehört, wenn jemand alles nimmt, dann stimmt das nicht, aber das geschieht deshalb, weil es noch kein Übereinkommen gibt. Was daher dann die Compas machen ist eine Übereinkunft, so viele Tage werden wir die Gemeinschaftsarbeit für alle machen und so viele Tage arbeiten wir für uns.

Und die gemeinschaftliche Arbeit macht man auf dem Niveau des Dorfes, das heißt lokal, kommunal. Dann auf Niveau regional, so nennen wir es. Von Region sprechen wir, wo bereits 40, 50 oder 60 Dörfer zusammen gehören, das nennen wir Region. Und dann folgt die gemeinschaftliche Arbeit auf dem Niveau des Gemeindebezirkes, wenn wir vom Niveau Gemeindebezirk sprechen, dann sind da manchmal 3, 4 oder 5 Regionen beisammen und das ist dann bereits der autonome rebellische zapatistische Gemeindebezirk. Und wenn wir von der gemeinschaftlichen Arbeit der Zone sprechen, dann sind das alle Gemeindebezirke, die sich in einer Zone befinden, wie zum Beispiel die Zone La Realidad oder die von Morelia oder von Garrucha, die fünf Zonen halt.

Daher, wenn man von Zonen spricht, dann sind das schon Hunderte und Aberhunderte von Dörfern, wenn man von Gemeindebezirk spricht, sind das Dörfer in zweistelligen Ziffern. So wird die gemeinschaftliche Arbeit gemacht, und diese gemeinschaftliche Arbeit wenden wir nicht nur auf der Mutter Erde an.

Ich erinnere nur daran, wie der dahingeschiedene Sup Marcos seinerzeit gesagt hat, als sie uns verurteilten, wie wir uns als Antikapitalisten bezeichnen können, wenn wir aber Coca Cola trinken. Ich weiß nicht, ob sich irgendjemand der hier ist, daran erinnert. Wie soll ich euch das erklären. Es ist so, dass sie uns idealisieren, sie glauben, alles was wir sagen wird auch so ausgeführt. Nein Compañeros und Compañeras, Brüder und Schwestern, das ist nicht immer leicht. Was aber Sache ist, ist die, dass wir organisiert sind.

Ich werde ein deutlicheres Beispiel erzählen. Ich erinnere mich, wie eine Compañera aus der Stadt sehr böse war, weil sie sah, dass ein zapatistischer Compa seine Compañera anschrie, denn er war nämlich betrunken, besoffen, angetrunken. Da sagten wir zur Compañera: beruhige dich Compañera, denn diese Compañera wird zur Autorität gehen und ihre Klage vorbringen, morgen, übermoren, dann wird dieser Compa bestraft werden. Aber du denkst wenn wir sagen ´sauber´, dann ist alles sauber und wenn wir sagen ´schwarz´, dann ist alles schwarz. Nein, das ist idealisieren. Aber dagegen ist es so, dass die Compañera Klage erheben wird und dann kommt die Sanktion.

Der Punkt ist, organisiert sein. Denn früher war es so, da gab es unzählige Fälle von misshandelten Frauen, und dieses Problems nahm sich weder der Syndikus, noch der Gemeinderat oder der Bürgermeister an, im Gegenteil, der Syndikus, der Gemeinderat, der Bürgermeister die waren oft noch schlimmer, wie werden solche dann das Problem lösen.

Gut also wir sprechen von der kollektiven Arbeit. Wie gesagt, auch andere Arbeiten werden gemeinschaftlich ausgeführt, zum Beispiel im Verkauf dessen, was ich euch gerade erklärt habe, nicht weil wir es gerne tun. Denn für uns Zapatistinnen und Zapatisten ist es so, damit der Kapitalismus aufhört, müssen wir ihn zerstören. Und ein Weg zur Zerstörung ist der, ihm die Produktionsmittel zu nehmen, indem wir sie uns aneignen und wir selbst sie verwalten. Wenn wir dann die Dinge verkaufen, zum Beispiel das hier, das ist Erde, aber das dort, was ist das? Dort die Blumen? Sind die schon vom Kapitalismus produziert oder nicht? Diese Brillen die Sie aufhaben? Und das dort? Alles was Sie an sich tragen?

Aber wir verstehen es, und das ist eine Art, am Kapitalismus zu kratzen. Wenn wir sowieso seinen Gewinn vermindern werden, das ist wahr. Das ist keine Lüge, wir verstehen es. Wir erinnern uns, denn wir kommunizieren alles gegenseitig, denn eine Sache ist es, etwas zu sagen, eine andere, etwas zu tun. Zum Beispiel, erinnere ich mich an viele NGOs die hier sagten, wir erlauben nicht dass hier ein Chedrahui – Supermarkt herkommt und wir werden dort nichts einkaufen. Nicht einmal zwei Wochen sind vergangen. Daher wiederhole ich, es ist eine Sache etwas zu sagen und eine andere, etwas zu tun.

Gut nun, jetzt werde ich anfangen, Dinge zu erzählen die wir langsam entdeckten, was die kollektive Arbeit ist und dass es da verschiedene Dinge gibt, nicht nur die Arbeit mit der Mutter Erde. Wir begannen das über den Widerstand zu sehen, wir begannen das zu entdecken.

Wir begannen den Widerstand, die Compañeros und Compañeras in unseren Dörfern. Jetzt werde ich erzählen, wie dieser Gedanke des Widerstandes entstanden ist. Nun, in jenen Zeiten als wir uns erhoben haben hat die Regierung, die schlechte Regierung begonnen, Spione, Langohren, ich weiß nicht, wie man das sonst noch nennt, zu verwenden. Also sie brauchten jemand, der hörte und sah, was die Zapatisten tun, wie sie sich bewegen. Und da haben die Compañeras und Compañeros bemerkt, dass die Lehrer und Lehrerinnen solche Spione, Langohren sind. Und sie verjagten sie.

Damit entsteht aber ein Problem, jetzt haben wir keinen Lehrer, keine Lehrerin mehr. Gut, wir mussten uns etwas einfallen lassen, wir mussten etwas tun, wir mussten etwas schaffen. Und da, wie ich schon sagte, begann die Regierung Anstalten zu zeigen, dass sie viele Projekte machen werden. Wie wenn sie neidig wären. Wir haben sofort verstanden, wenn sie das geben was sie geben ist es deshalb, weil die Regierung nicht will, dass jemand Zapatist wird, das heißt, sie geben unseretwillen. Aha so ist das haben wir gesagt.

Da war es dann, wo die Compañeras begannen, nein zu sagen, denn im Jahr 1994 sind aufständische Compañeros, Milizianos gestorben. Diese Compañeras begannen zu sagen: wir gingen damals in Waffen und unsere Compañeros sind gestorben. Wie werden wir dann jetzt ihre Reste annehmen, Almosen annehmen, Brosamen annehmen, die die schlechte Regierung verteilt. Was sie damit vorhaben ist, uns zu kaufen, so wie sie die kaufen, die keine Zapatisten sind, damit sie nicht Zapatisten werden.

Und dieser Gedanke wurde produziert und reproduziert, dass es dasselbe ist wie kämpfen, das Nichtannehmen – so haben wir begonnen – nichts von der schlechten Regierung anzunehmen. Etwas später haben wir dann entdeckt, dass das nicht nur ein Nicht-Annehmen ist. Das sage ich euch nur deshalb, weil wir damals gesehen haben, dass sie den Parteianhängern viele Projekte gaben und das war dann der Moment als wir Zapatistinnen und Zapatisten sagten, dass wir die Mutter Erde bearbeiten müssen. Und als wir das sagten, sagten die Compañeras und Compañeros: ja, denn als unsere Großeltern und Urgroßeltern lebten war das ja auch so. Oder hat unseren Großeltern jemand Bohnen, Reis, Öl und Milch geschenkt? Nein, ganz im Gegenteil, alle die Arbeitskraft unserer Großeltern kam dem Patron, dem Arbeitgeber zugute. Und jetzt, warum wird dir die Regierung jetzt ein Kilo von Minsa, Maseca und Bohnen geben? Außerdem ist das genverseucht, wie sie das nennen, und Chemie, nicht mal die Milch ist echt.

Ja das war dann, als wir sagten, dass wir die Mutter Erde bearbeiten müssen. Dann, in dem Masse, wie wir diesem Widerstand mehr Kraft widmeten, hatten dann die Compas, die das verstanden haben, bald Bohnen, Mais, Kaffee, Schweine, Truthähne, Haustiere. Und dann haben die, die Parteianhänger sind Wellblech, Zement, Baustäbe und alle diese Dinge bekommen. Da sie aber die Erde nicht bearbeiten und die Compas dagegen wohl und wenn diese dann Wellblech usw. brauchen dann verkaufen sie. Die Compas kaufen es ihnen dann ab, denn sie haben das Geld, weil sie ja die Erde bearbeiten.

Als die Compas das merkten, diese Sache, die wir entdeckten, ihr dürft nicht vergessen, sie sind reine Praktiker die Indigenen, also wir. Wenn wir sehen, dass es so funktioniert, dann sagen wir hier, ¨die Sache ist haben sie versaut¨, dann machen wir es alle so, denn wir haben gesehen, dass es funktioniert und dann bearbeiten unsere Compas mit noch größerer Freude die Felder.

Und da beginnt die Regierung zu sagen, dass sie so viele Projekte geben, sie sehen die Wellbleche, die roten, denn es sind lauter rote Wellbleche, und ja, auch die Compas geben sie oben drauf, den Himmel nennen sie es, das rote. Und die Regierung sagt, dort ist es, alle diese Dächer sind von Projekten aber das ist nicht wahr, das sind die Häuser unserer Compas, die dieses Wellblech kaufen. Und die Regierung hat es bemerkt, jetzt kontrollieren sie es, jeder muss beweisen, dass er ein Haus baut, und die Parteianhänger haben dasselbe gemacht, denn die Parteien geben auch die Hausprojekte und auch sie fordern den Beweis, dass der Empfänger ein Haus baut, denn sonst geht das Material zu den Zapatistas, so sagen sie.

Andererseits, wenn wir aus den zapatistischen Comunidades sehen, wie es den Brüdern die Parteianhänger sind geht, ehrlich gesagt, Compañeros und Compañeras, Brüder und Schwestern, es ist traurig zu sehen, wie sie leben. Es ist bitter mit anzusehen, wie es ihnen geht. Denn viele ihrer Jugendlichen, Männer und Frauen, die wir gekannt haben, sind nicht mehr hier, sie folgten dem amerikanischen Traum, auf der Suche nach dem grünen Geld, den Dollar. Und viele sind nicht mehr zurückgekehrt. Andere, die zurückgekehrt sind, sind total verändert, andere, die zurückgekehrt sind, geht es schlecht, sie sind drogensüchtig, rauchen Marihuana. Und die die nicht Marihuana rauchen, haben ihre Kultur verändert, sie sagen, dass sie den Pozol nicht mehr mögen, noch schlimmer, sie sagen, dass sie den nicht mehr kennen.

So kommt der Sohn oder die Tochter zurück und kommt in das Haus seines/ihres Vaters und seiner/ihrer Mutter. Und Vater und Mutter sind unverändert, denn die Regierung hat sie daran gewöhnt, dass sie mit gekreuzten Armen warten, sie haben es bereits im Kopf programmiert, dass sie hie und da etwas erhalten werden, das heißt dann ¨Oportunidades¨, ich glaube, jetzt nennen sie das ´Prospera´. Das heißt, die Brüder die Parteianhänger sind, wurden, wie soll ich sagen, zu nutzlosen Menschen gemacht, denn sie bearbeiten die Erde nicht mehr. Ich glaube, das Wort das sie dafür verwenden lautet unterwürfig, ich glaube, so heißt das.

In der Zeit der Sklaverei da merkst du wenigstens, wer dein Patron, dein Herr ist, wer dich versklavt. Aber in diesem Fall nicht, denn er manipuliert dich, er gewöhnt dich an etwas, er programmiert deinen Chip, das heißt, deinen Kopf, dein Hirn. Dann verstehst du nichts mehr und außerdem siehst du nicht, wie das Gesicht des Peña Nieto oder des Velasco aussieht, noch das des anderen, jenes halt, der dich begaunern wird.

Warum machen sie das? Weil das die andere Seite der Art ist, wie sie erreichen, was sie erreichen möchten, das heißt, die Mutter Erde, um ihren Reichtum auszupressen. Sie verwenden nicht nur einen Weg, mit dem sie versuchen uns mit Gewalt die Mutter Erde abspenstig zu machen. Was sie nicht wollen ist, dass Armee und Polizei kommen und morden, aber der Tag wird kommen, wenn das Volk es nicht mehr erlaubt. Was sie im Moment machen, das ist das Vergeben von Projekten, dann gewöhnst du dich daran, sie programmieren dich so, dass du dich daran gewöhnst, die Erde nicht zu bearbeiten und wenn du daran gewöhnt bist, dann kommt es noch schlimmer, wenn du das Papier, das heißt das Dokument hast, dass du der Grundbesitzer bist, dann verkaufst du.

Damit sie die Erde bekommen, das ist das, was mit den Brüdern Parteianhängern geschieht. Das ist es, was der Kapitalismus erreichen will, das was in der Mutter Erde ist.

Wenn wir sagen, dass es in den Comunidades der Parteianhänger sehr traurig aussieht, möchte ich dazu ein Beispiel nennen. Und hoffentlich sind diese Brüder und Schwestern hier, damit sie das hier sehen, sie bestätigen was wir sagen. Es gibt eine Comunidad dort in der Zone von La Realidad, ich glaube sie heißt Miguel Hidalgo, in der Nähe des Dorfes Nuevo Momón. Diese Brüder waren bis vor wenigen Monaten Angehörige der CIOAC-Histórica. Sie waren mit dem einverstanden, was mit unserem Compañero Maestro Galeano gemacht wurde. Wochen nachdem sie das mit dem Compa Maestro Galeano gemacht hatten, waren dies Brüder dann bereits Ex - Cioaquistas. Obwohl sie früher bei der CIOAC waren, wollen sie das jetzt nicht mehr sein. Sie selbst haben das entschieden, wegen politischer, parteipolitischer Differenzen, ideologischer Differenzen in den Projekten. Und dann haben diese Brüder gedacht, dass es besser ist, sich zurückzuziehen, denn wir wollen uns nicht gegenseitig ermorden. Und so gingen sie auf einen Grund, der seit 1994 wiedergewonnen ist, dorthin sind diese Brüder geflüchtet, weil sie mit Gewalt aus ihrer Comunidad vertrieben wurden.

Es gibt also keine Rücksicht mehr. Die Anführer der Sozialorganisationen sind dafür oft verantwortlich. Sie lassen es zu, sie verkaufen sich, und daher ist es nötig, dass sich die Männer und Frauen dieser Organisation auch organisieren.

Daher sagen wir, so wie es ist, ist es katastrophal. Wie die Regierung diese Comunidades der Parteianhänger behandelt, das werde ich euch gleich erzählen. Es geschah vor ca. einem Monat oder vor eineinhalb Monaten. Da sagte die Regierung, dass sie das Sozialprojekt kürzen werden, denn in den Comunidades geben sie Stipendien, obwohl die Schüler weder lesen noch schreiben können. Jedem Schüler und jeder Schülerin gaben sie tausend oder tausendzweihundert Pesos. Die Eltern, die zum Beispiel vier Kinder in der Schule haben, erhalten so ihre fünftausend Pesos und sie waren bereits daran gewöhnt die Väter und Mütter, das zu bekommen.

Vor ca. 1 Monat oder eineinhalb Monaten war es nun so, dass die, die 4 Kinder in der Schule haben und ihr Stipendium bekommen, die bekommen jetzt 800 Pesos für alle vier und daher sagen sie, sie haben uns beschissen. Ja klar Brüder, sie haben euch beschissen. Was sollen wir euch sagen? Und dann, denn das ist die Art der Indigenen, wie wenn es ein Handy wäre, schnell kommunizieren sie unter sich. Wenn jemand verschwunden ist, ist die Comunidad sofort darüber unterrichtet, wenn jemand krank ist, dann wissen das ganz ganz schnell alle. Also wie gesagt, das funktioniert wie ein Telefon, die Information erfolgt ganz schnell.

Gut, wir mit den Compas aus den Dörfern, mit den Basisgruppen, wir machen Besprechungen, wo wir erklären, dass es ganz schlimm kommen wird und nicht nur für uns Indigene allein, sondern in ganz Mexiko, am Land und in der Stadt, und nicht nur in Mexiko. Und dann ist es so, dass wir Zapatisten Verwandte haben, die keine Zapatisten sind. Es gibt welche, die sind gut, die Verwandten meine ich und es gibt solche, die mit uns nichts zu tun haben wollen. Und sie sind es, die miteinander sprechen, die Basisgruppen also, denn sie wissen, wer versteht, jene, die nicht gegen uns sind und denen erzählen sie über die Situation. Und das geht um wie ein Lauffeuer, dass es ganz schlimm kommen wird, und dann beginnen auch sie zu erzählen. Dass bereits die Frau Magister sowieso gekommen ist, der Herr Magister XY, sie haben uns bereits die Rechnung präsentiert. Da kommt dann die Information heraus.

Das ist der Teil, den wir gestern verlesen haben, dass sie uns fragen, was sie machen sollen. Und was wir sagen lautet: organisiert euch Brüder.

Aber was machen wir in dieser Organisation? Denkt nach darüber.

Aber wie sollen wir es anstellen um nachzudenken? Wie du lebst und so weiter.

Und das andere was wir im Leben der Parteianhänger sehen ist, dass Kinder, die Buben, die Mädchen nicht daran schuld sind. Abgesehen davon, dass die Regierung schlecht orientiert, sind die Kinder verwahrlost. Wer weiß, was mit ihnen eines Tages passieren wird? Oder werden sie aufwachen, wenn sie merken, was los ist, aber dafür – so glauben wir - müssen noch viele Dinge geschehen. Sie werden Diebe werden, Banditen, sie werden Mais und Bohnen klauen, alles, denn so sind sie drauf, schlimmer als Drogenabhängige. Es gibt Comunidades, die sind wirklich Marihuana-Raucher, ehrlich, ich lüge nicht. Daher sage ich, dass dort die Kinder, die Mädchen und Buben so sind, wie wenn sie verlassene Hühner wären.

Das was ich euch erzähle ist das, was wir erleben, wo wir leben. Ihr wisst, wie man bei euch lebt. Das einzige was wir sagen ist, dass es notwendig ist, in der Praxis anzuwenden, was wir im Kopf ausdenken, sonst werden wir nur reden und reden und reden. Es ist vielleicht kein gutes Beispiel wenn ich über die Gläubigen spreche. (Unhörbar) ist ihnen bereits entglitten, aus der Bibel, wie sie sagen, weil sie so viel lesen und lesen und lesen, und verstarb, und es heißt Gerechtigkeit, es heißt Freiheit, Schluss mit der Ungerechtigkeit, aber das sind nur Worte. Und die Politiker, die machen es ebenso.

Daher sagen wir ihnen nicht, Compañeros, Compañeras, Brüder, Schwestern, wir sagen nicht, dass sie sich bewaffnet erheben sollen, wir sagen auch nicht, dass sie dieses Beispiel nehmen sollen, oder jenes kopieren sollen. Nein. Jeder muss sein Territorium sehen, was man dort machen kann, aber es ist nötig, dass wir die Praxis angehen.

Wenn wir zum Beispiel diese Phrase sagen, dass das, was wir errichten wollen für Jahrhunderte oder für immer ist. Da sagen wir dann: wie werden wir das machen? Wenn die Kämpfer, die alten Zapatisten nicht ihre Kinder vorbereiten, das heißt, die neue Generation, jene die jetzt 19 oder 20 Jahre alt sind, dann kommt in 50 oder 60 Jahren der Enkel vom General Absalón Castellanos Domínguez, Ex-General, Ex–Gouverneur von Chiapas zurück und der wird wieder in den Comunidades befehlen, wenn sich diese Generation nicht vorbereitet. Und so muss diese Generation die nächste vorbereiten, damit das über die Jahrhunderte und für immer andauert, sonst wird daraus nichts.

Eine der Grundlagen des wirtschaftlichen Widerstands von uns Zapatistinnen und Zapatisten ist die Mutter Erde. Die Häuser die die schlechte Regierung schenkt haben wir nicht, auch keine Blocks, aber wir haben ein Gesundheitssystem, ein Schulsystem, wir sind damit beschäftigt, dass das Volk regiert und die Regierungen gehorchen.

Wenn ich darüber nachdenke, was ich euch sagen will, dann ist da eine Sache und zwar wie es uns wirtschaftlich geht und die andere, wie wir regieren. Es ist schwer für mich, das zu erklären, denn die Art und Weise, wie das die Compas machen, ist nicht nur eine einzige.

Beispiel: in einigen Kollektiven der Compas, wenn die Zeit des Verkaufs kommt, sei es der Mais, seien es die Bohnen oder die Rinder, dann machen es die Compas so, dass sie sich als Kollektiv organisieren und dann - sagen wir es so - tun sie so, als ob sie ein Coyote (Zwischenhändler) wären, um mit dem echten Coyote den Preis zu treiben. Zum Beispiel, wenn ich Zapatist bin und der Compa ist der Kaffeekäufer, oder der Viehkäufer oder Maiskäufer, dann ist, so glaube ich, jetzt der Kilopreis des Kaffees 23 Pesos. Ich als Zapatist erfrage, wie viel und wo der Coyote kauft, und wenn er um 40 Pesos verkauft und hier um 23 Pesos kauft, dann weiß ich, wie viel er verdient. Ich mache auch die Rechnung was der Transport kostet und wie viel ich den Preis erhöhen kann, wenn er 23 Pesos zahlt, dann muss ich 24 zahlen. Und so agieren die zapatistischen Compas und auch die Parteianhänger und so hat dann der Coyote keine Klienten mehr. Wenn der Coyote dann hört, dass ich 24 Pesos zahle und er 23, dann beginnt er wieder mit mir zu konkurrieren und er zahlt 24. Und da macht dann der Zapatist nochmals seine Rechnung, es geht noch und jetzt geht es auf 25 Pesos. Das ist die Konkurrenz im Stil Coyote zu Coyote. Habt ihr mich verstanden? Das ist der Kampf.

Gleichzeitig sagen die Parteianhänger: seht, die Zapatisten zahlen mehr, um einen Peso mehr. So ist das, so ist das Leben in den Comunidades. Daher sage ich, es gibt nicht nur eine Form, wie es gemacht wird, wir sind auf der Suche. Und das hat auch mit der Ökonomie einer autonomen Autorität zu tun.

Zum Beispiel: in der Autonomie funktionierte alles bestens bezüglich Gesundheitsversorgung, bezüglich Erziehung, bezüglich Agroökologie oder in den drei Bereichen, wie es die Compas nennen, das sind die Knochenheilung, die Geburtshilfe und die Heilpflanzen. Aber wenn es Projekte gab und Spenden von unseren solidarischen Compañeros und Compañeras kamen und wenn diese Spenden zurück gingen oder das Projekt der NGO endete, dann begann die Organisation der Konstruktion der Autonomie schwächer zu werden, das heißt im Bereich Gesundheit und Erziehung.

Und da haben wir wieder bemerkt, dass wir Fehler gemacht hatten, denn – um es irgendwie auszudrücken – wir geben nur gerne aus, sonst nichts, denn es ist nicht unser Schweiß, wie die Compas es ausdrücken. Denn wenn einer etwas mit dem eigenen Schweiß schafft, dann passt er gut darauf auf, dann vergeudet er nichts. Und so haben wir gemerkt, dass das nicht richtig war, dass wir das korrigieren mussten.

Als wir mit der Korrektur begonnen haben, tauchte ein anderes Problem auf. Viele der Dinge die wir machen, wie wir uns organisieren, glaubt nicht dass es deshalb ist, weil wir eine gute Phantasie haben, weil wir super sind oder was sonst noch. Nein Compañeros, Compañeras, Brüder und Schwestern. Im Laufe der Dinge schaffen wir, erfinden wir. Wie die Probleme auftauchen, so lösen wir sie, aber wir geben nur nicht auf. Das ist es, wir lassen es nicht sein, wir lösen das Problem, und der Vorteil ist der, dass wir selbst es lösen, wir hängen von keiner Instanz der Regierung ab. Wenn es uns schlecht geht, dann geht es uns allen schlecht. Wenn es uns gut geht, dann geht es uns allen gut.

Wie ich euch gesagt habe, bei den Projekten, bei den Spenden, da mussten wir korrigieren, und als wir die Form fanden, wie wir das korrigieren, da hat denen, die das Projekt suchen, das nicht mehr gefallen. Denn wir sagten: wir werden reproduzieren müssen, man kann nicht nur ausgeben, wir müssen darüber nachdenken, was wir reproduzieren werden, damit eines Tages, wenn es keine Projekte, keine Spenden von Seiten unserer solidarischen Brüder und Schwestern, Compañeras und Compañeros mehr kommen, dann müssen wir wie früher widerstehen können.

Dort ist der Irrtum. Den Fehler, den wir im ökonomischen begangen haben erweckte in uns die Erinnerung an die vergangenen Zeiten im Untergrund, denn damals haben wir Kliniken im Untergrund gebaut, und wir konnten uns nicht einmal vorstellen, dass wir eines Tages Compañeros und Compañeras aus dem asiatischen Kontint kennenlernen würden, aus den fünf Kontinten kann man sagen, wir träumten nicht mal davon. Trotzdem, wir schafften es. Nicht dank der Solidarität sondern mit Schweiss. Da begannen wir, den Compañeros das zu erzählen, das wird wiederaufgenommen und wir begannen zu arbeiten, und so machen wir es jetzt.

Daher sagen wir, dass wir uns umerziehen, umorganisieren wegen des bevorstehenden Unheils. Tatsächlich, Compañeros und Compañeras, wir könnten euch so viele Dinge erzählen. Die Dinge sind nicht so einfach, aber nur dass ihr es wisst, der Punkt ist, dass wir nicht aufgeben.

Die kollektive Arbeit, über die ich euch erzählen werde, die machen wir seit zwei oder drei Monaten. Denn wir reorganisieren uns, wir sind dabei uns umzuerziehen und daher müssen wir hart an der Gemeinschaftsarbeit werken, damit wir etwas haben, womit wir uns bewegen können oder wie wir kämpfen können.

Bei den Versammlungen der Compas, in den Dörfern, Regionen, Gemeindebezirken und Zonen kommt es vor, dass ein zapatistischer Compa sagt: Compañeros, Compañeras, ich werde bei der Gemeinschaftsarbeit nicht mitmachen, denn das bringt mir nichts, damit kann ich weder Salz noch Seife kaufen. Aber das heisst nicht, dass ich den Kampf nicht fortsetze, ich werde weiterhin Zapatist sein und wenn es nötig ist, einen Beitrag für den Kampf zu leisten, dann bin ich damit einverstanden zu unterstützen.

Darauf sagen die anderen Compas: du bist im Irrtum Compa, mit dem was du sagst. Du musst daran denken, wer du bist, ein Zapatist, denn hier diskutieren wir nicht nur über die Gemeinschaftsarbeit, hier diskutieren wir grundsätzlich ueber das Zapatist-Sein. Der Zapatist muss für alles bereit sein. Wenn du sagst, dass du nicht bei der Gemeinschaftsarbeit mitmachen willst, weil das drei, vier oder fünf Tage dauert, was wäre dann erst, wenn du dran kommst, autonome rebellische zapatistische Autorität zu sein. Das ist ein Dienst, der dauert 3 Jahre. Dagegen dauert die Gemeinschaftsarbeit nur drei, vier oder fünf Tage. Denk nach, was du gesagt hast.

Und in der Versammlung erhebt sich dann der Sohn dieses Compa und der sagt: so ist mein Vater. Mein Vater sagt – dieser Compa ist Gesundheitspromotor – dass ich nur den Namen nach Gesundheitspromotor sei, dass ich nicht mal weiss, wie man ein Aspirin verschreibt. Ja, das sagt mein Vater, denn er möchte, dass ich meine Stelle als Gesundheitspromotor aufgebe und dass ich zum studieren weggehe - das heisst weg von der autonomen Schule und dass der Compa irgendwo hingehen solle -. Weiters sagt der Compa Promotor: und immer wenn mein Vater krank wird, kommt er und verlangt von mir Tabletten.

Ich erzähle euch das alles Compas, damit ihr seht, dass der Punkt der ist, nicht aufzugeben, der Punkt ist, nicht nur etwas zu reden. Man muss Stellung beziehen, etwas tun, suchen, erfinden, schaffen. Das ist es.

Vielleicht habt ihr euch auch etwas vorgestellt, wenn wir sagen, dass wir die Mutter Erde bearbeiten. Ihr habt es vielleicht sogar gesehen, eure Beschützer und Beschützerinnen haben euch vielleicht hingeführt. Sagen sie nicht, sie bearbeiten die Erde,die Zapatisten? Sie wandern doch nicht aus die Zapatisten? Deshalb habe ich euch das Beispiel dieses Compas der Unterstützungsbasis erzählt, darüber, dass er keine Gemeinschaftsarbeit leisten will, da entstehen dann die Probleme. Einer selbst schliesst sich so aus, er weist sich selbst aus. Denn Zapatist sein heisst, dass du alles mitmachen musst und da gibt es welche, die nicht mehr wollen und dann gehen sie. Und die die gehen, die wollen nicht mehr am Kampf mitmachen, das heisst, sie haben die Organisation verlassen.

Daher zahlen wir, von dem wenigen das wir ökonomisch erwirtschaften keinen Strom, kein Wasser, keine Grundsteuer, nichts. Aber wir erhalten auch nichts vom System. Und wie ich schon sagte und nur um zu wiederholen, hier mit unserer kollektiven Arbeit in der Zone, der Region, dem Gemeindebezirk oder im Dorf, machen wir das mit dem Blick darauf, dass wir uns eventuell mobiliseren müssen um andere Brüder und Schwestern, Compañeras und Compañeros zu unterstützen. Niemals aber um von der Regierung zu verlangen, dass sie ihre Versprechungen erfüllt, dafür geben wir keinen Cent aus.

Und von dem was wir weiterhin erzählen werden, der Punkt wo wir sind, was wir machen wollen und wie wir denken, dass wir das tun werden ist der, dass es bereits die Compas sind, die Menschen, die Autorität sind, die befehlen, die entscheiden. Wir hängen nicht von der Regierung ab. Und diese unsere Art so zu sein, das werden wir weiterhin ausführen, kämpfend und wir werden dafür sterben, wenn es nötig ist, um das zu verteidigen, wo wir jetzt sind.

Subcomandante Insurgente Moisés

>a href=" http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2015/05/04/economia-politica-desde-las-comunidades-i-subcomandante-insurgente-moises-4-de-mayo/">Quelle ]]>
Mon, 01 Jun 2015 13:06:59 +0000
<![CDATA[Neues vom Röster]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/neues-vom-roester Wed, 27 May 2015 14:58:58 +0000 <![CDATA[Kommunalismus organisieren - Eine Diskussionsveranstaltung mit Aktivist*innen aus Kreta.]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/kommunalismus-organisieren-konferenz-demokratische-moderne 18:00 Uhr
Achtung: Nochmalige Raumänderung! Die Veranstaltung findet nun statt im Cafe Knallhart an der HWP


144 Jahre nach der Pariser Kommune rückt die Idee kommunalistischer Organisierung wieder stärker ins Interesse der Menschen in Europa, Nahost und Lateinamerika.

Seit der erfolgreichen Verteidigung Kobanês durch die Volksverteidigungskräfe YPG und YPJ ist die Praxis der Selbstverwaltung der kurdischen Kantone Rojavas mit ihrem Ansatz der Demokratischen Autonomie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Schon seit Jahren praktizieren die zapatistischen Gemeinden der EZLN die autonome Selbstverwaltung im Süden Mexikos nach einem ähnlichen Modell. Viele haben sich schon die Köpfe zerbrochen, wie diese Konzepte in unseren europäischen kapitalistischen Gesellschaften anwendbar sein könnten. Eine direkte Übertragung ist ausgeschlossen.

Im Zuge der griechischen Krise sind in Griechenland viele kollektive Strukturen entstanden, wie z.B. Kooperativen auf ökonomischem Gebiet oder politische Gruppen für Ökologie oder Migrant*innen-Rechte oder Antifa. Eine Gruppe von der Insel Kreta versucht nun regional diese Strukturen über eine Plattform zu verbinden und zu organisieren. Ihr Modell und ihre Erfahrungen und Perspektive bei der Organisierung wollen sie mit interessierten Leuten diskutieren und weiterentwickeln.

Auf der Konferenz "Demokratische Moderne herausfordern 2" (http://networkaq.net ) nehmen sie am Podium am Samstagvormittag teil. Am Nachmittag wollen sie Raum bieten, darüber weiterzudiskutieren

Café Libertad Kollektiv unterstüzt diese Veranstaltung und die Anreise der Referent*innen. Der Raum kann sich evtl. noch ändern, wird dann aber ausgehängt. Auf dem Kongress selbst sind wir am Freitag den 3. April am Kaffestand mit Kolleg*innen von El Rojito zu finden. ]]>
Mon, 30 Mar 2015 12:45:14 +0000
<![CDATA[Solidaritäts-Olivenöl, Bio-Kooperativen und soziale Proteste in Griechenland]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/olivenoel-griechenland-ezb-proteste

Solidarität mit politischen Bewegungen in Griechenland ließ sich bei den kraftvollen Demonstrationen gegen die Eröffnungsfeierlichkeiten der EZB in Frankfurt am 18. März demonstrieren. Auch wir waren mit einer kleinen Delegation bei diesem Fest des Protestes vor Ort. Wichtig ist aber auch die langfristige Unterstützung von Kooperativen, Formen der Selbstorganisierung und politischen Strukturen.

Becollective verbindet den Aufbau ökonomischer Alternativen und selbstbestimmter Arbeit dabei mit einem politischen Solidaritätsprojekt. Denn zwei Euro des kollektiv produzierten Olivenöls gehen zur Streikunterstützung in umkämpften Betrieben, an anarchistische Projekte, für Gefangene oder Proteste gegen die europäische Austeritäts- und Krisenpolitik.

Um die Einnahmen der Becollective Aktivist*innen in Griechenland zu verbessern und diesen ein besseres Leben in Zeiten der Krise zu ermöglichen, wurde die Menge des Solidaritäts-Olivenöl beim gleichen Verkaufspreis von 12. - Euro von 01 l auf 0,75 l gesenkt.

Beim Bio-Olivenöl der Kooperative „Gemeinsam auf Kreta“ sind u.a. höhere Transportkosten als bisher kalkuliert angefallen. Die Menge bleibt bei dieser Sorte beim gewohnten 1 l Kannister, der Preis steigt allerdings auf 13,50 Euro.

Beide Öle sind sehr hochwertig. Das Bio-Olivenöl hat eine kräftige, olivige Note, dass Solidaritäts-Öl ist etwas milder und eignet sich besonders für die Enfaltung von Kräutern. Wir stehen mit Aktivist*innen in Griechenland weiter in Kontakt und halten die Augen offen nach Produkten, um die Autonomie von Kollektiven und Kooperativen gegen die europäische Krisenpolitik zu stärken.

Café Libertad Kollektiv unterstützt zudem die Anreise von Genoss*innen aus Kreta zur Konferenz "Demokratische Moderne herausfordern 2" die vom 3.- 5. April im Audimax der Universität Hamburg stattfindet.

Im Zuge der griechischen Krise sind in Griechenland viele kollektive Strukturen entstanden. Eine Gruppe von der Insel Kreta versucht nun regional diese Strukturen über eine Plattform zu verbinden und zu organisieren. Ihr Modell und ihre Erfahrungen bei der Organisierung, wollen sie mit interessierten Leuten in Griechenland und Hamburg diskutieren und weiterentwickeln. Neben der Teilnahme an einem Podium am Samstagvormittag im Audimax, soll es die Möglichkeit zur weiteren Diskussion bei einer Extra-Gesprächsrunde geben, die voraussichtlich um 18 Uhr stattfindet.

Wir halten euch auf dem Laufenden...

Solidarische Grüße
Cafe Libertad Kollektiv ]]>
Sun, 29 Mar 2015 14:10:17 +0000
<![CDATA[Militärische Aktivitäten gegen die zapatistische, autonome Gemeinde La Realidad]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatistische-autonome-gemeinde-la-realidad

Das Fray Bartolomé de Las Casas Human Rights Center (Frayba) in San Cristobal beklagt derzeit ein systematisches Eindringen der mexikanischen Armee in das Territorium des Caracols La Realidad.

Die militärischen Aktionen wurden durchgeführt von Konvois die aus Lastwagen, Jeeps und gepanzerten Jeeps bestanden, mit 4 bis 30 Militärangehörigen. Hinzu kamen Überflüge mit Flugzeugen und Hubschraubern, die Aufklärungsmissionen unternahmen und Angehörige von internationalen Beobachtungsbrigaden, Zapatistas und deren Gebäude filmten und fotografierten. Diese Art von Aktionen nimmt seit Juli 2014 an Umfang und Häufigkeit zu und wurde nun ausführlich dokumentiert.

Wir fordern die Autonomie der zapatistischen Gemeinden zu respektieren und ein Ende der militärischen Eskalation und Präsenz durch die Bundesregierung und mexikanische Armee.

Am 2. Mai 2014 gerieten Mitglieder des Central Independiente de Obreros Agrícolas y Campesinos Histórica (CIOAC-H), in einen Hinterhalt beim Besuch einer zapatistischen Unterstützungsbasis im Gebiet von La Realidad; Durch den Angriff einer bewaffneten Gruppe wurde José Luis Solis Lopez ermordet, "Maestro Galeano," und eine Autonome Klinik und Schule zerstört. Die lokale Polizei, Armee und Regierung ist in Mexiko beteiligt an Vertreibungen und Morden. Landesweit finden aktuell Proteste statt gegen die Praxis des verschwindenlassens und die Korruption von Behörden und Politik.

Solidarität mit den aufständischen, zapatistischen Gemeinden in Chiapas!

Dokumentation: http://radiozapatista.org]]>
Fri, 13 Mar 2015 17:49:19 +0000
<![CDATA[Störtebeker–Solidaritätskaffee für die Sommerbaustelle]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/sommerbaustelle-rote-flora-kaffee Aus dem besetzten Stadtteilzentrum Rote Flora in Hamburg wird zu einer großen Solidaritätskampagne aufgerufen, an der sich auch Café Libertad Kollektiv mit einem zeitlich begrenzten Solidaritätskaffee von zapatistischen und widerständigen Kooperativen beteiligt.

Im Sommer 2015 wird es eine große Sommerbaustelle mit 50 Wandergesell*innen und anderen Handwerker*innen geben. Geplant ist u.a. die Erneuerung des Anbaus, die Sanierung des Vordachs/Balkons, eine Sanierung der Dachanschlüsse und Fassadensanierung. Mit diesem Schritt soll nach der Verhinderung einer drohenden Räumung der Kampf für den Erhalt des Gebäudes nun auch auf anderer Ebene fortgeführt werden.

Störtebeker Solikaffee für die Sommerbaustelle in der Roten Flora
Foto: Günter Zint / PANFOTO.de

Den Solidaritätskaffee Störtebeker gibt es hierzu in einer ressourcenschonenden Großpackung für Voküs, Camps und Wohnprojekte mit einem Förderbeitrag von 2.- Euro pro kg für die Instandsetzung der Roten Flora.

Das Etikett ist eine historische Momentaufnahme während der Besetzung der Roten Flora vor 25 Jahren. Im Vordergrund ist der bekannte Hamburger Fotograf Erich Anders zu sehen. Dieser war von den 30iger bis in die sechziger Jahre hinein Hausfotograf im ehemaligen Flora-Theater. Er ist 1992 mit über 90 Jahren gestorben. Das Foto wurde uns solidarisch von Günter Zint / PANFOTO.de zur Verfügung gestellt, der mit Erich Anders eine Biografie schreiben wollte.

Die Störtebeker-Mischung für den Widerstand besteht aus Caracolillo-Bohnen der zapatistischen Kooperative Yachil in Chipas/Mexiko und Rohkaffee von CoopeAgri in Costa Rica. Durch die Großpackung spart ihr nicht nur Verpackungsmüll, sondern unterstützt aktiv den Kampf für den Erhalt der besetzten Roten Flora. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten die Baustelle zu unterstützen.

In einem Aufruf an die Bewegung formulieren die Aktivist_innen, dass die Finanzierung der Baustelle eine große Herausforderung darstellt, obwohl alle Beteiligten unbezahlt arbeiten. Insbesondere das Baumaterial wird aus eigener Kraft nicht zu finanzieren sein: „Wir bauen hier auf EUCH! Seid Multiplikatoren, organisiert Partys, macht Solitresen, spielt Konzerte, spendet und sammelt Spenden – werdet kreativ! Lasst uns die Sommerbaustelle möglich machen!" Café Libertad Kollektiv schließt sich dieser Aufforderung an und hat gemeinsam mit dem Solidaritätsprojekt St. Pauli Roar 1644.- Euro an Fördermitteln als Soforthilfe bereitgestellt.
Weitere Infos und vor allem die Möglichkeit zu eigenen Spenden für die Sommerbaustelle findet ihr hier:
http://florabaut.noblogs.org

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Thu, 12 Feb 2015 11:35:36 +0000
<![CDATA[Online-Aktion gegen deutsch-mexikanisches Polizeiabkommen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/petition-gegen-deutsch-mexikanisches-polizeiabkommen

Seit Januar 2012 versucht die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko (MRK), ein geplantes Abkommen zur Polizeizusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko zu verhindern. Dieses Abkommen dient der Imagepflege der mexikanischen Regierung. Trotz der dramatischen Vorfälle der letzten Wochen hält die deutsche Regierung an ihren Plänen fest. Die Beteiligung der Polizei am verschwinden der 43 Lehrerstudenten sind nur die Spitze des Eisberges. Das Abkommen ist nicht darauf ausgelegt, eine Polizei zu bändigen, die seit Jahrzehnten systematisch foltert, unschuldige Personen tötet, Frauen vergewaltigt und tausende Menschen spurlos verschwinden lässt, und an diesen Verbrechen sind Polizisten aller Ebenen beteiligt. Straflosigkeit für die Sicherheitskräfte ist ein Grundprinzip der mexikanischen Politik. Eine Zusammenarbeit der deutschen Polizei mit diesen Strukturen wäre eine Legitimation dieses Prinzips.
Deshalb Ihr NEIN zu diesem Abkommen unter: www.kein-polizeiabkommen.de ]]>
Fri, 21 Nov 2014 15:44:31 +0000
<![CDATA[Terruño Libertario - Anarchistischer Bio-Rotwein aus kollektivem Vertrieb]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/terruno-libertario-anarchistischer-bio-rotwein-bbb-farming

Durch kleinbäuerlichen Anbau von Kirios de Adrada wird mit einem Weinberg und einer Weinkellerei in der Provinz Burgos ein ausgezeichneter ökologischer Wein in kollektivem Vertrieb produziert. Die Bezeichnung Terruño Libertario, anarchistischer Erdboden, trägt er aus gutem Grund: In den alten Weinbergen auf 1016 m Höhe, denen er entstammt, wachsen fast vergessene und verdrängte Rebsorten unter harten klimatischen Bedingungen auf rauem Boden, der traditionell mit dem Pferdepflug bearbeitet werden muss.

Der Vertrieb findet durch das europäische Netzwerk Edible Organic Europe und BBB-farming statt, dessen Aufbau Café Libertad Kollektiv mit dem Verkauf dieses Weines unterstützen will. Die ökologische Qualität des Weins wird von der regionalen Kontrollbehörde von Castilla y Leon bescheinigt.

Das Akronym BBB steht für die spanischen Wörter “bueno, bonito, barato” und diese bedeuten: gut, hübsch und billig. Produkte mit oder ohne Bio-Zertifikat sind einem vollständigen Qualitätssicherungssystem unterstellt, das auf einem Partizipativen Garantiesystem (PGS) beruht; an dem alle Glieder der Lebensmittelversorgungskette beteiligt sind.

Wo befindet sich BBB-farming?

Unsere Partner sind über ganz Spanien verteilt, jedoch befindet sich unser Hauptsitz in Extremadura, im Südwesten Spaniens. Unsere Region ist die Heimat der “dehesa” – ein teilweise bewaldetes Weideland - bekannt als das umfassendste ökologisch wertvolle Landwirtschaftssystem in Europa, wo die traditionelle Viehzucht und Landwirtschaft noch fortbestehen. In Extremadura hängen praktisch 10% des BIP und 15% der Erwerbsbevölkerung von der Landwirtschaft ab. Laut aktuellen Berichten ist die Wirtschaftstätigkeit der Städte in dieser spezifisch agroforstwirtschaftlichen Gegend um 8% niedriger als anderswo in Spanien. Tatsächlich ist Extremadura die letzte spanische Region, die auf Grund ihrer ökonomischen Unterentwicklung unter das Europäische Konvergenzziel fällt. Die Arbeitslosigkeit erreicht 32%, und jeder zweite Jugendliche sucht Arbeit.

Wie kam BBB-farming auf die Idee zu exportieren?

Selbstverständlich bevorzugen wir, gemäß unserem Anspruch auf Nachhaltigkeit, lokale Märkte und möglichst kurze und direkte Versorgungsketten. Manche Pflanzen können jedoch, zumindest während bestimmter Jahreszeiten, in Gegenden mit kälterem Klima nicht angebaut werden. Andererseits haben manche von unseren BBB-Landwirten eine Überschussproduktion, die von den lokalen Märkten nicht aufgekauft werden kann und die den saisonbedingten Bedarf der britischen oder deutschen Biokistensysteme befriedigen könnte.

Als Gonzalo Palomo das ACTYVA-Projekt auf der Oxford Real Farming Conference (London, 6.-7. Januar 2014) vortrug, wurde er von Hannah Claxton und anderen OrganicLea-Mitgliedern um weitere Informationen gebeten. Palomo besuchte danach ihren Hauptsitz in Waltham Forest, wo eine Debatte stattfand über die Möglichkeit, dass spanische landwirtschaftliche Genossenschaften ihre Überschussproduktion an Londoner Biokisten-Systeme verkaufen.

Zum Artikel ]]>
Thu, 06 Nov 2014 14:22:25 +0000
<![CDATA[Diskussionen und Talk gegen das europäische Grenzregime]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/refugees-welcome-foerdermittel
12 Uhr Abschiebungen und Proteste
Roma Thüringen und das Roma Center Göttingen berichten über die aktuelle Situation und Auswirkungen der Asylrechtsänderung

14 Uhr Selbstorganisierung und Vernetzung
Jugendliche ohne Grenzen, das Infomobil und Traces Back II berichten aus ihrer politischen Praxis.

16 Uhr Women in Exile
Geflüchtete Frauen stellen fest: Es gibt keine sicheren Herkunftsländer. Die neue Asylrechtsverschärfung bedeutet noch weniger Schutz.

18 Uhr Hausbesetzungen & Solidarität
Mit Aktivist_innen aus Hamburg, Berlin, Amsterdam, Wien und Zürich sprechen wir über deren Erfahrungen bei Besetzungen von Schulen mit Refugees und Unterstützer_innen, über Möglichkeiten der Solidaritätsarbeit, unterschiedliche Bedingungen und gemeinsame Bezugspunkte.

Mehr Informationen gibt es u.a. auf der folgenden Seite]]>
Wed, 24 Sep 2014 14:05:02 +0000
<![CDATA[Olivenöl aus Spanien]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/spanien-olivenoel-grosspackung-caldonera Olivenöl in einer umweltfreundlichen weil ressourcenschonenden 5 l Großverpackung aus kleinbäuerlicher Produktion in der Sierra Calderona. Die hundertjährigen Oliven werden in einer natürlichen, traditionellen Anbauweise verarbeitet, um diese besondere Olive zu erhalten.]]> Thu, 18 Sep 2014 17:38:09 +0000 <![CDATA[Importe, Kalkulation und Kaffeepreise 2014]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatistischer-bio-kaffee-preis


Viele Regionen in Mittelamerika sind derzeit betroffen von Roya, einer Pilzerkrankung, die Blätter befällt und Kaffeepflanzen zerstört. Besonders stark betroffen sind die aufständischen indigenen Gemeinden in Chiapas. Zapatistische Kaffeekooperativen berichten von Ernteausfällen bis zu 50 Prozent, welche die ökonomische Situation von Kleinbäuerinnen und -bauern bedrohen. Um die Autonomie der zapatistischen Gemeinden zu unterstützen, hat Cafe Libertad Kollektiv den Einkaufspreis für deren Bio-Rohkaffee von 80 auf 84 mexikanische Peso pro Kg erhöht. Zusätzlich wurden Fördermittel in Höhe von 24 000.- Euro zur Roya-Bekämpfung für die Kooperativen zugesagt. Aufgrund dieser solidarischen Erhöhung des Roh-Kaffeepreises und aufgrund des aktuell stark sinkenden Euro-Kurses steigt auch der Preis von zapatistischem Bio-Kaffee und Espresso um 5 bis 25 Cent.

Von 1120 geplanten Säcken mit Bio-Rohkaffee aus Chiapas konnten aufgrund der Ernteausfälle lediglich 900 geliefert werden. Um dies auszugleichen, prüfen wir einen weiteren Import mit 250 Sack Bio-Rohkaffee von neuen Kooperativen, der in Qualität und Aroma dem Rohkaffee der zapatistischen Kooperativen entspricht. Durch diesen zusätzlichen Import sollen eine gleichbleibende Qualität und zukünftige Abnahmemengen für die zapatistischen Kooperativen bei Café Libertad sichergestellt werden. Ab Herbst wird es zudem eine Café-Libertad-Sonderröstung mit speziellen Caracolillo-Bohnen der zapatistischen Kooperative Yachil geben.

Der Rohkaffeepreis für nicht biozertifizierten Rohkaffee aus Costa Rica wurde bei einem weiteren zusätzlichen Import von 150 Sack auf 2,22 Dollar pro lb erhöht. Auch dies hat eine leichte Preiserhöhung der Sorten Sonador, Störtebeker und des Solidaritäts-Espresso Kiptik zur Folge, welche die meisten Fördermittel für die Selbstorganisierung von Refugees, linke Projekte und Bewegungen möglich machen.

Lampedusa in Hamburg wurde z.B. im August durch einen Solidaritätsstand auf dem Burg-Herzberg-Festival unterstützt, bei dem 1300.- Euro an Fördermitteln aus dem Störtebekerfond zusammen gekommen sind, weitere 200.- Euro gingen zudem an ein antirassistisches Camp an der französischen Kanalküste, ein Solidaritätsfest mit Geflüchteten in Rostock und eine Tombola für Refugees im Rahmen eines Festivals in Düsseldorf.

Durch eine neue Mischung von COMSA, mit Kaffee der Frauenkooperative Aprolma und zapatatistischem Rohkaffee wird auch der Soliespresso St. Pauli Roar um 5 Cent pro 250 g teuerer. Dafür ist der Espresso insgesamt runder und kräftiger geworden ohne seinen milden Charakter zu verlieren. Aus dem St. Pauli Roar Fördertopf und durch einen Espressostand wurde zuletzt das internationale antirassistische Fanturnier im Millerntorstadion mit 1500.- Euro gefördert, mit weiteren 2000.- Euro das antirassistische Fußballprojekt Glasgow United und mit 1000.- Euro der FC Lampedusa gesponsert.

Café Libertad wird auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf die direkte Unterstützung von Refugees und antirassistischen Protesten legen und sich auch aktiv auf der Straße beteiligen. Wir freuen uns über Unterstützung und Support bei Solidaritätsständen auf Festivals und Veranstaltungen.

Unsere neuen Kaffee- und Espressopreise befinden sich im Shop.

Im Folgenden eine Kalkulation für 500g Röstkaffee Libertad
Rohkaffee Yachil Einkaufspreis 84 MXN pro Kg
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4,95 € Einstandspreis zapatistischer Rohkaffee pro kg (incl. Import)

0,77 € Röstverlust
0,24 € Rösten
0,08 € Mahlen
0,37 € Abfüllen
0,04 € Ettikett
0,21 € Verpackung
2,19 € Kaffeesteuer
0,01 € Transport
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8,86 € Einstandspreis Röstkaffee
4,43 € Kalkulatorischer Aufschlag (50%) für Löhne, Miete, Versand, Energiekosten etc.
0,40 € Aufschlag für Fördermittel
0,10 € Genossenschaftliche Rücklagen/Zinsen
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13,79 € Kosten pro kg
6,90 € Kosten a 500 g

0,48 € Umsatzsteuer a 500 g

7,38 € Gesamt
0,02 € Überschuß
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7,40 € Verkaufspreis
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Fri, 12 Sep 2014 13:07:41 +0000
<![CDATA[Lampedusa ist überall]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/lampedusa-zapatismus-solidaritaet
Menschen, die illegalisiert hier leben, fehlt es häufig an allem: Wohnraum, Geld für Essen und zum Leben, medizinische Versorgung, Mittel und Möglichkeiten zur rechtlichen Beratung.

Antirassistische Gruppen und selbstorganisierte Gruppen von Geflüchteten wie “Lampedusa in Hamburg” oder “Jugend ohne Grenzen” organisieren Selbsthilfe im Alltag und kämpfen für ihren Aufenthalt und gleiche Rechte. In Berlin machten sie zuletzt durch eine Schulbesetzung auf sich aufmerksam. Auch in Hamburg wurde im Mai dieses Jahres eine Schule als Refugees Welcome Center besetzt und anschließend wieder geräumt.

Vor allem für die Lampedusa Gruppe, mehrere hundert Menschen, welche vor Bürgerkrieg, Nato-Intervention und Verfolgung aus Libyen geflohen sind, fehlen Unterkünfte und das Notwendigste. Nach der europäischen Regelung von Dublin II werden sie in Deutschland nicht anerkannt aufgrund ihrer Einreise über Italien. Sie waren gezwungen in Parks und auf öffentlichen Plätzen zu leben. Es entwickelte sich jedoch auch Solidarität und eine beindruckende Selbstorganisierung.

Lampedusa in Hamburg forderte direkte Gespräche mit den politisch Verantwortlichen, die bis heute verweigert werden. Es wurde ein Protestzelt als ständige Vertretung und zur Kommunikation errichtet und Großdemonstrationen mit bis zu 20 000 Menschen organisiert. Mit dem FC Lampedusa haben sich Geflüchtete als Fussballteam gegründet, welches sich mit Fanzusammenhängen vernetzt und an antirassistischen Turnieren teilnimmt. Mehrere hundert Flüchtlinge leben immer wieder in WGs, Wohnprojekten und selbstverwalteten Zentren auf St. Pauli. Fast täglich fanden Demonstrationen von Nachbar_innen und politischen Aktivist_innen gegen rassistische Kontrollen der Polizei und gegen drohende Abschiebungen statt.

Die harte Linie des Hamburger SPD-Senates stieß auf internationalen Widerspruch und wurde zum Modelfall einer über Leichen gehenden unmenschlichen und zynischen Flüchtlingspolitik. Der Kampf von Lampedusa in Hamburg und Nachbar_innen ist aber auch zum Modellfall gemeinsamer Proteste gegen das europäische Grenzregime geworden.

Flucht aufgrund von Kriegen oder Armut ist ein globales Phänomen. An der US-amerikanisch/mexikanischen Grenze wird derzeit die Nationalgarde mobilisiert, um flüchtenden Kindern mit militärischen Mitteln die Einreise zu verweigern. Im Mittelmeer ertrinken beinahe täglich Menschen, die vor Krieg und europäischen Militärinterventionen flüchten. Auch die Zerstörung bestehender ökonomischer und ökologischer Ressourcen durch europäische Nahrungsmittelkonzerne zwingt immer mehr Menschen zur Flucht.

Der Anbau regionaler Produkte ist mitlerweile häufig teurer als der Billigimport von Abfallprodukten der westlichen Nahrungsindustrie. Mit den Resten aus der Produktion hochwertiger Lebensmittel für den europäischen Markt werden insbesondere ärmere Länder in Afrika überschwemmt um dort anschließend Land, auf dem sich kleinbäuerliche Bewirtschaftung nicht mehr lohnt, an Großgrundbesitzer_innen für Plantagenwirtschaft zum Export zu verkaufen. Zudem werden ganze Küstenstriche von internationalen Fangflotten unter Verletzung der Seerechte leergefischt. Die Folge sind Hunger, Krankheiten und oft Flucht als einzige Möglichkeit zum Überleben.

Seit 15 Jahren betreibt Cafe Libertad in wechselnden Zusammensetzungen solidarischen Handel mit widerständigen Kooperativen. Ziel war und ist die direkte Unterstützung der autonomen zapatistischen Gemeinden und anderer indigener Protestbewegungen. Die Praxis zeigt, dass überall dort wo sich Kleinbäuer_innen in Kooperativen zusammenschließen und eigene ökonomische Strukturen entwickeln, auch mehr Ressourcen für den Widerstand gegen staatliche Interessen und Großkonzerne vorhanden sind.

Solidarität und solidarischer Handel mit widerständigen Kooperativen ist für uns aber auch untrennbar damit verbunden hier vor Ort zu handeln: Café Libertad hat in den letzten Jahren antirassistische Mobilisierungen und Refugees direkt mit mehreren tausend Euro unterstützt. Wir fordern darüber hinaus alle auf, aktiv zu werden und sich für das Bleiberecht der Gruppe Lampedusa in Hamburg und aller anderen Refugees einzusetzen.

Die Forderung nach einer Öffnung der Grenzen und die Unterstützung von Geflüchteten ist keine rein humanitäre Frage. Sie stellt sich -wie solidarischer Handel- auch nicht als Mildtätigkeit oder irgendeine Form von Entwicklungshilfe dar.

Sie ist vielmehr untrennbar verbunden mit dem politischen und wirtschaftlichen Leben hier. Nationalstaatliche Politik verteidigt Wirtschaftsräume und Interessenssphären, die Freiheit von Waren und Finanzströmen, schottet aber sich aber gegen die Menschen ab. Es gibt für uns jedoch keine Außen- und Innenpolitik, sondern lediglich die Frage nach Gerechtigkeit. Diese endet ebenso wenig an der Haustür wie am Supermarktregal oder an Ländergrenzen.

Nur wenn wir Auseinandersetzungen um Recht auf Stadt, Land und soziale Teilhabe grenzüberschreitend verknüpfen, finden wir politische Antworten gegen einen globalisierten Kapitalismus, der wie vor hundert Jahren von postkolonialen Privilegien und Ausbeutung nach dem Prinzip “teile und herrsche” lebt.

Der Kampf für die Teilhabe von Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus ist für uns deshalb auch ein Kampf für andere Lebensverhältnisse hier und im Ganzen. Oder wie die Zapatist_innen im lakandonischen Urwald es zu Beginn ihres Aufstandes für viele globalisierungskritische Bewegungen formuliert haben: Für eine Welt, in der viele Welten möglich sind.

Auf dem Herzberg und überall: Solidarität mit Geflüchteten!
Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle!

Eure Crew vom Café Libertad Stand]]>
Wed, 30 Jul 2014 07:30:45 +0000
<![CDATA[Antira-Turnier und Veranstaltung zu Zwangsräumungen, Recht auf Stadt und Protesten in Rio de Janeiro zur WM in Brasilien]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/antira-turnier-und-wm-proteste-in-brasilien
Im Juni hat sich St. Pauli Roar mit 500.- Euro an den Reisekosten für „KiezKick – Fußball der Kulturen“ beteiligt, die zur Straßenfußball-Weltmeisterschaft für soziale Fußball-Projekte nach São Paulo eingeladen wurden. KiezKick ist ein rein spendenfinanziertes Angebot, das sich mit seinem kostenlosen Fußballtraining insbesondere an Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien aus St. Pauli richtet, wodurch die Reisekosten nicht allein getragen werden können. Die Straßenfußball-Weltmeisterschaft für soziale Fußball-Projekte wird unabhängig von der FIFA von einem Zusammenschluss südamerikanischer Organisationen durchgeführt, die sich in erster Linie für Projekte mit dem Schwerpunkt Straßenfußball einsetzen.

Am Mittwoch, den 11. Juni findet zudem um 19:30 Uhr im Vorfeld der Männer-Weltmeisterschaft eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen des „Zeckensalon“ zum Thema „WM in Brasilien: Zwangsräumungen, das Recht auf Stadt und Proteste in Rio de Janeiro“ in den Fanräumen im Millerntorstadion statt, die St. Pauli Roar mit 175.- Euro unterstützt.

Die Info- und Diskussionsveranstaltung wird insbesondere einen Blick auf die Proteste um ein Recht auf Stadt gegen die in den Ausrichterstädten massive Immobilienspekulation und die damit einhergehenden Zwangsräumungen der ärmeren Bevölkerung aus aufgewerteten Gebieten werfen. Als Referentin wurde hierzu Phylliss Bußler vom Verein „Kooperation Brasilien“ aus Köln eingeladen.]]>
Wed, 11 Jun 2014 12:33:13 +0000
<![CDATA[Bio-Olivenöl und Soli-Olivenöl aus Kreta]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/olivenoel-aus-kreta Bio-Olivenöl von "Gemeinsam auf Kreta" und das Solidaritäts-Olivenöl für das Getriebe der Bewegung sind eingetroffen. Aufgrund aktueller Streiks hatte sich der Import etwas verzögert. Beide Öle sind sehr hochwertig, "Gemeinsam auf Kreta" ist Bio zertifiziert und das Solidaritätsolivenöl von becollective hat einen Aufschlag für soziale Bewegungen und selbstbestimmte Projekte in Griechenland. Einen Eindruck von der Ernte des Solidaritätsolivenöls erhaltet ihr hier: ]]> Mon, 14 Apr 2014 13:59:28 +0000 <![CDATA[Aktivist aus San Sebastián Bachajón ermordet]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/ueberfall
Ejido San Se­bas­tián Bach­ajón
An­ge­hö­ri­ge der Sechs­ten De­kla­ra­ti­on des La­kan­don­si­chen Ur­wal­des
Ch­ia­pas, Me­xi­ko
23. März 2014

An die Compañer@​s & An­ge­hö­ri­gen der Sechs­ten De­kla­ra­ti­on des La­kan­do­ni­schen Ur­walds
An die Mas­sen-​ und al­ter­na­ti­ven Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en
An die Räte der Guten Re­gie­rung
An die EZLN
An den Na­tio­na­len Indígena­kon­gress
An das Red con­tra la Re­pre­sión y por la So­li­da­ri­dad
An das Mo­v­imi­en­to de Jus­ti­cia por el Bar­rio de Nueva York
An die Ver­tei­di­ger*innen der Men­schen­rech­te na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal
An das me­xi­ka­ni­sche Volk und die Welt

Compañeros und Compañeras im Kamp­fe, am Frei­tag den 21. März 2014, un­ge­fähr 9 Uhr mor­gens wurde unser Compañero Juan Car­los Gómez Sil­va­no in einen Hin­ter­halt mit mehr als 20 Schüs­sen aus einer groß­ka­lib­ri­gen Waffe grau­sam um­ge­bracht, wäh­rend er sei­nen Trans­por­ter auf Höhe der Kreu­zung von San José Cha­pa­puy­il in Rich­tung der au­to­no­men Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res, wel­che Jahre 2010 von un­se­rer Or­ga­ni­sa­ti­on ge­grün­det wurde, steu­er­te.

Im Mo­ment sei­ner Er­mor­dung, war Juan Car­los 22 Jahre alt, hatte das Amt des Re­gio­nal­ko­or­di­na­tors der Sechs­ten De­kla­ra­ti­on des La­kan­do­ni­schen Ur­walds im Ejido San Se­bas­tián Bach­ajón inne und war Vater eines sechs Mo­na­te alten Babys.

Als die Po­li­zei des Land­krei­ses Chilón und des Bun­des­staa­tes den Ort des Ge­sche­hens er­reich­ten be­gan­nen sie Fotos und Vi­de­os des Kör­pers un­se­res Compañeros zu ma­chen ohne Re­spekt für den Ver­stor­be­nen und seine Fa­mi­lie. Die Staats­an­walt­schaft in Chilón sagte, dass sie den Leich­nahm un­se­res Compañeros mit­nimmt um eine Aut­op­sie durch­zu­füh­ren, aber das lie­ßen wir nicht zu, weil es unser Brauch ist, nah­men wir ihn mit in die Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res um ein Gebet für ihn ab­zu­hal­ten.

Seit­dem wir die Ge­mein­den Nah Choj und Vir­gen de Do­lo­res 2010 ge­grün­det haben, wurde un­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on mehr­mals durch die Armee und die Lan­des­po­li­zei an­ge­grif­fen, mit Ver­trei­bung durch Pre­pres­si­on der­je­ni­gen be­droht, die sich Ein­gen­tü­mer nen­nen, dar­un­ter ein ehe­ma­li­ger Prä­si­dent des Land­krei­ses Chilón, die die Spal­tung und den Kauf des Be­wusst­seins ei­ni­ger ehe­ma­li­ger Compañeros mit ihren Bro­sa­men för­dern, wie sie es mit Car­men Agui­lar Gómez Pri­me­ro und sei­nem Sohn Car­men Agui­lar Gómez Se­gun­do ge­macht haben. Als sie sich an den Ge­ne­ral­se­kre­tär der Re­gie­rung Juan Sa­bi­nes Gu­er­re­ro, Noé Castañón León, ver­kauf­ten, or­ga­ni­sier­ten sie sich für die Räu­mung un­se­res Kas­sen­häus­chens am 2. Fe­bru­ar 2011 und ver­trie­ben uns von un­se­ren Län­de­rei­en in Kom­pli­zen­schaft mit dem ehe­ma­li­gen Eji­do­kom­mis­sar von San Se­bas­tián Bach­ajón, Fran­cis­co Guzmán Jiménez (alias El Go­y­ito).

Die schlech­te Re­gie­rung will uns völ­lig fer­tig ma­chen indem sie un­se­re Compañeros um­bringt, wie sie es mit Juan Vázquez Guzmán am 24. April 2013 ge­macht hat, mit ihren pa­ra­mi­li­tä­ri­schen Auf­trags­kil­lern die in völ­li­ger Straf­frei­heit, sei es bei Nacht oder bei Ta­ges­licht, in der Lage sind nie­der­träch­tig un­se­re Compañeros um­zu­brin­gen, wel­che dafür ar­bei­ten und kämp­fen eine Welt in die viele Wel­ten pas­sen zu kon­stru­ie­ren, und die tag­täg­lich den At­ta­cken des ka­pi­ta­lis­ti­schen Sys­tems Wi­der­stand leis­ten, das will, dass wir ver­schwin­den um un­se­re Mut­ter­er­de, das Was­ser, die Flüs­se, die Was­ser­fäl­le zu be­kom­men und alles was ihm nutzt um mehr Geld zu ma­chen, auf Kos­ten un­se­res Le­bens und Lei­dens.

Die wah­ren Ver­bre­cher, Mör­der und Kor­rup­te sind die Po­li­ti­ker die in ihren Re­gie­rungs­tüh­len sit­zen. Ob­wohl sie durch Be­trug und Stim­men­kauf auf ihre Pos­ten ge­kom­men sind, mei­nen sie die Be­sit­zer und Her­ren von dem, was in un­se­ren Län­de­rei­en exis­tiert, zu sein und wol­len sich jeden Tag rei­cher ma­chen, egal wie viele Indígenas sie töten müs­sen, um das zu er­rei­chen. Wie der Land­kreis­prä­si­dent von Chilón, Leonar­do Gui­rao Agui­lar, Par­tei­an­ge­hö­ri­ger der PVEM (Grüne Öko­lo­gi­sche Par­tei Me­xi­kos) und Autor der Ent­eig­nung un­se­rer Län­de­rei­en, da er die Waf­fen der be­waff­ne­ten Grup­pen, an­ge­führt durch Car­men Agui­lar Gómez Pri­me­ro, Juan Al­va­ro Gómez, Ma­nu­el Jiménez, fi­nan­ziert hat, die un­se­re Compañeros im Fe­bru­ar 2011 aus dem Kas­sen­häus­chen ver­tie­ben haben.

Un­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on hat die Würde wei­ter­hin auf­recht zu kämp­fen und sein Volk zu ver­tei­di­gen und trotz­dem wir viele in­haf­tier­te und er­mor­de­te Compañeros hat­ten, haben wir keine Angst, denn wir sind auf dem Weg den un­se­re Groß­el­tern ver­folg­ten. Un­se­re Vor­fah­ren haben uns die Weis­heit ge­ge­ben, die Zei­chen des Le­bens und der Zeit zu lesen, die schlech­ten Re­gie­run­gen kom­men und gehen, aber die Völ­ker, die wir Wi­der­stand ge­leis­tet haben, sind hier und wer­den wei­ter kämp­fen, koste es was es wolle.

Eines Tages sagte unser Compañero Juan Vázquez Guzmán, dass unser Kampf für das Leben un­se­res Volkes ist weil wir blei­ben wol­len wer wir sind. Kurz vor dem Jah­res­tag der Er­mor­dung von Juan Vázquez Guzmán, schick­te die schlech­te Re­gie­rung ihre Mör­der um un­se­re Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res zu stö­ren, die mit viel Ar­beit und Op­fern ge­bo­ren wurde, aber nun ge­dei­hen die Mais­fel­der und Früch­te der guten Mut­ter­er­de um un­se­re Kin­der zu er­näh­ren. Der Compañero Juan Car­los Gómez Sil­va­no ist Teil der Grün­dung und des Auf­baus der Au­to­no­mie in der Ge­mein­de Vir­gen de Do­lo­res, seine Teil­ha­be und Ar­beit für die Or­ga­ni­sa­ti­on und die Ge­mein­de wird nie ver­ges­sen wer­den, denn wir tra­gen sie in un­se­ren Her­zen.

Ma­nu­el Ve­las­co Co­el­lo und En­ri­que Peña Nieto irren sich, wenn sie den­ken, dass sie uns mit Ge­walt und Re­pres­si­on fer­tig ma­chen kön­nen. Un­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on ist be­reit Wi­der­stand zu leis­ten und den Auf­bau der Au­to­no­mie fort­zu­füh­ren, das, was im Ge­setz und den Taten für die in­di­ge­nen Ge­mein­den ver­wei­gert wor­den ist.

Wir be­grü­ßen alle Ges­ten der So­li­da­ri­tät und Un­ter­stüt­zung un­se­res Kamp­fes, von na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen. Wir, die Män­ner und Frau­en von San Se­bas­tián Bach­ajón, wol­len euch sagen, dass wir auch auf­merk­sam sind gegnüber euren Wort und Kampf. Von un­se­rer Geo­gra­fie aus, haben wir, in So­li­da­ri­tät mit euch, un­se­re Faust er­ho­ben.

Emp­fangt eine kämp­fe­ri­sche Um­ar­mung aus der Nörd­li­chen Zone von Ch­ia­pas.
Nie wie­der ein Me­xi­ko ohne uns.

Hoch­ach­tungs­voll

!Land und Frei­heit!
!Es lebe Za­pa­ta!
!Bis zum Sieg, immer!
!Frei­heit den po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen!
!Es lebe Juan Vázquez Guzmán, der Kampf in Bach­ajón geht wei­ter!
!Es lebe Juan Car­los Gómez Sil­va­no, der Kampf in Bach­ajón geht wei­ter!
!Nein zum Raub der in­di­ge­nen Ter­ri­to­ri­en!


De­n­un­cia im Ori­gi­nal: http://​enlacezapatista.​ezln.​org.​mx/​2014/​03/​25/​en-ejido-san-sebastian-bachajon-aderentes-a-la-sexta-declaracion-de-la-selva-lacandona-chiapas-mexico-a-23-de-marzo-de-2014/​ ]]>
Mon, 07 Apr 2014 14:31:37 +0000
<![CDATA[Café Libertad Kollektiv in neuer Zusammensetzung]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Cafe-Libertad-Kollektiv-in-neuer-Zusammensetzung
Der Konflikt entstand für alle überraschend im November 2013, als ein langjähriges Mitglied im Rahmen eines Kollektivtreffens seine mündliche Kündigung zum 31. Januar 2014 aussprach. Gleichzeitig wurde von diesem angekündigt, zukünftig an keinen Arbeitsbesprechungen und Plena mehr teilzunehmen, sowie eigene Genossenschaftsanteile und auch Darlehen von anderen Personen an die Genossenschaft Café Libertad von mehr als 100 000.- Euro zum 30.6.2014 kündigen zu lassen. Bereits zwei Wochen später wurde auf eigenen Wunsch und ohne geregelte Arbeitsübergabe der Resturlaub angetreten.

Für das Café Libertad Kollektiv entstand durch die Art und Weise der Kündigung und den aus unserer Sicht unsolidarischen Umgang gegenüber den Kolleg_innen und der Genossenschaft, eine schwierige Situation. Verschärft wurde die Situation durch einen kurzfristigen Liquiditätsengpass aufgrund anstehender Vorauszahlungen für Kooperativen. Zudem wurde das notwendige gegenseitige Vertrauen, welches die Basis und Grundlage der Zusammenarbeit in einem Kollektiv bildet, erschüttert. Darüber hinaus wurde offenbar, dass verschiedene Arbeitsprozesse in der Vergangenheit leider intransparent geblieben sind und sich darüber Hierarchien im Betrieb entwickelt hatten.

Um dieser Situation zu begegnen wurde eine externe Buchhaltung beauftragt und nach neuen Darlehen gesucht. Außerdem wurde eine Diskussion über die Perspektive vom Café Libertad Kollektiv im solidarischen Handel begonnen. Hierbei offenbarten sich unterschiedliche Zielsetzungen im verbleibenden Kollektiv. Während vier der Kollektivmitglieder Café Libertad als politisches, bewegungsnahes Projekt erhalten wollten, sprachen sich zwei der Mitglieder für eine ökonomischere Orientierung aus.

In der Folge entwickelten sich zwei Gruppen, die mit jeweils eigenem Konzept den Betrieb weiterführen wollten. In mehreren Kollektivtreffen wurde daraufhin im Diskussionsprozess festgestellt, dass sich keine Seite mit der jeweils anderen eine weitere Zusammenarbeit und die Aufnahme von neuen Darlehen zur Finanzierung der anstehenden Importe vorstellen konnte. Das Kollektiv-Mitglied, welches bereits gekündigt hatte, erklärte in diesem Verlauf seine vorherige mündliche Kündigung als juristisch nicht bindend und zog diese zurück.

Zur Klärung der inzwischen völlig verfahrenen Situation wurde schließlich eine außerordentliche Vollversammlung der Genossenschaft zum 23.12.2013 einberufen. Dies beinhaltete in der Konsequenz sowohl die Aufnahme neuer Kollektivmitglieder, um den Fortbestand vom Café Libertad Kollektiv zu gewährleisten, als auch die Kündigung einer der Gruppen zur Beilegung des unauflösbaren Konfliktes. Auf der Vollversammlung wurde durch die Mehrheit der Mitglieder die Fortführung von Café Libertad als bewegungsnahes, politisches Kollektiv im solidarischen Handel beschlossen.

Wir halten diesen Umgang für sinnvoll und den einzig richtigen, basisdemokratischen Umgang in einer solchen Konfliktsituation. Das Gegenteil würde bedeuten, das nicht die Mehrheit der Beschäftigten und Genossenschaftsmitglieder, sondern die Mehrheit der aktuellen Kapitalanteile über die Zukunft von kollektiven Betrieben und Genossenschaften entscheiden. Wir bedanken uns bei allen die uns in dieser schwierigen Situation unterstützt und ihre Hilfe zugesagt haben.

Café Libertad ist als Kollektivbetrieb und Genossenschaft nicht an einzelne Personen oder Privatbesitz gebunden und braucht auch kein Führungspersonal. Im Vordergrund steht für uns die politische Idee des solidarischen Handels als Alternative zum kapitalistischen Weltmarkt und die Unterstützung aufständischer, zapatistischer Gemeinden und widerständiger Kooperativen. Die direkte Solidarität mit sozialen Bewegungen und die Entwicklung widerständiger Netzwerke.
Café Libertad Kollektiv ist darüber hinaus kein Unternehmen zugunsten privatwirtschaftlicher Interessen, sondern ein Projekt, das Bestandteil und Ort politischer und sozialer Bewegungen ist.

Mit dieser Perspektive, neuen Mitgliedern und Darlehen, importieren wir in diesem Jahr bisher 7 Container Rohkaffee für ca. 600 000.- Euro aus Chiapas, Costa Rica und Honduras. Außerdem Olivenöl von griechischen Kollektiven zur Förderung selbstbestimmter Arbeit in Zeiten der Krise. Über den Solidaritätsfond Störtebeker unterstützen wir zudem Antifaschist_innen, Protestbewegungen und anarchistische Projekte in vielen Ländern und über den Fördertopf der Frauenkooperativen, feministische und queere Projekte.

Der Konflikt innerhalb des Kollektives war nicht der erste in der 15 jährigen Geschichte von Café Libertad und wird möglicherweise auch nicht der Letzte gewesen sein. Selbstorganisierte Arbeit, insbesondere im Kollektiv, ist innerhalb kapitalistischer Verhältnisse und Zwänge kein widerspruchsfreier oder befreiter Raum, sondern bildet immer auch Herrschaftsverhältnisse ab. Umso wichtiger ist uns Transparenz, ein gemeinsames Bedürfnis nach gleichberechtigten Strukturen, ein selbstkritischer Blick auf sich selbst und ein solidarischer Umgang untereinander, als Basis und Klammer der gemeinsamen Arbeit.

Diese Arbeit führen wir nun in neuer Zusammensetzung weiter und hoffen dabei auf eure Solidarität und Unterstützung im Sinne der beteiligten Kooperativen und widerständigen Gemeinden in Chiapas, der Frauenkooperative Aprolma und weiterer Projekte, die Kaffee für den täglichen Aufstand gegen die vermeintlichen Sachzwänge des Kapitalismus produzieren.

Meldet euch wenn, ihr weitere Fragen oder Anregungen habt. Wir halten euch über die weitere Entwicklung gerne auf dem Laufenden.

Café Libertad Kollektiv

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Thu, 13 Mar 2014 15:07:51 +0000
<![CDATA[Preiserhöhung bei Bio-Kaffee und Espresso ab 1.3.2014]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/preise-und-autonomie-der--kooperativen
Dies soll die Liquidität der Genossenschaft absichern und Rücklagen bilden um langfristig mehr Unabhängigkeit für die Vorauszahlungen auf die Kaffeeernten der beteiligten Kooperativen in Chiapas, Costa Rica und Honduras zu entwickeln.

Der Preis von gemahlenen Bio-Espresso im 250 g Vakuumpack ist deshalb um 5 Cent von 3,75 auf 3,80 Euro gestiegen. Die ganze Bohne im 500g Beutel mit Lüftungsventil um 15 Cent von 7,10 Euro auf 7,25 Euro.

Der gemahlene Bio-Kaffee im 500g Vakuumpack steigt um 25 Cent von 6,95 auf 7,20 Euro. Die Großpackung der zapatistischen 1kg Bohne mit Lüftungsventil steigt von 13,50 auf 14.- Euro.

Cafe Libertad Kollektiv kalkuliert dabei weiterhin bewusst knapp um einerseits hohe Preise für Kooperativen zu ermöglichen, andererseits solidarisch gehandelten Bio-Kaffee für Menschen mit weniger Geld erschwinglich zu halten.

Mit konventionell angebautem Supermarktkaffee wollen und können wir dabei nicht konkurrieren. Gleichzeitig wollen wir nicht, dass solidarischer Handel ein Luxussegment wird oder Partnerkooperativen durch eine von den Realitäten abgekoppelte linke „Entwicklungshilfe“ in Abhängigkeiten geraten, sondern nachhaltige Alternativen zum kapitalistischen Handel entwickeln um die Autonomie widerständiger Kooperativen zu unterstützen.

In diesem Jahr werden bisher 7 Container Rohkaffee importiert, davon vier zapatistische der Kooperativen Yochin und Yachil aus Chiapas, einer aus Costa Rica und zwei von der neugegründeten Frauenkooperative Aprolma aus Honduras. Nach Abschluss der Importe, voraussichtlich im Juni 2014, werden wir die endgültigen Kosten und unsere Kalkulation für 2015 veröffentlichen.

Falls ihr weitere Fragen zur Kalkulation, Aufschlägen und Fördermitteln habt meldet euch gerne. Zur Vergabe von Fördermitteln und der Entwicklung von Cafe Libertad Kollektiv werden wir in den nächsten Wochen weitere Informationen veröffentlichen.]]>
Sat, 01 Mar 2014 09:24:08 +0000
<![CDATA[Zapatistische Solidarität mit Lampedusa in Hamburg]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/lampedusa

Solidaritätstransparent aus Chiapas zu den Kämpfen von Refugees für Bleiberecht, Bewegungsfreiheit und gegen Gefahrengebiete. ]]>
Tue, 25 Feb 2014 13:59:02 +0000
<![CDATA[Frauen-Kooperative APROLMA – Feministische Perspektiven im Kaffeehandel! ]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/aprolma

Am 5.2.2014 haben uns zwei Frauen der Kooperative APROLMA (Asociación de productores Libres de Marcala) aus Honduras besucht. Die Kooperative hat sich letztes Jahr aus der Frauenkooperative COMUCAP gelöst. Hintergrund der Neugründung sind interne Konflikte innerhalb von COMUCAP, die mit den aktuellen politischen Prozessen in Honduras verknüpft sind. Der solidarisch gehandelte Bio-Kaffee und Espresso Las Chonas von Cafe Libertad wird ab Mitte des Jahres daher von der Frauenkooperative APROLMA stammen.

Die Kooperative COMUCAP entwickelte sich aus einem antipatriarchalen, politisch widerständigen Ansatz. Im Laufe der Jahre wuchs die Kooperative stark und veränderte damit auch ihre Zusammensetzung. Aus Sicht linker Frauen in der Kooperative wurde COMUCAP in der Folge mehr und mehr zu einem Sammelbecken von konservativen und regierungsnahen Kreisen. Diese Entwicklung und Konflikte innerhalb der Kooperative wurden befördert durch männliche Berater aus NGO-Organisationen wie Oxfam, welche statt systemkritischen Perspektiven eine ökonomische Ausrichtung in den Vordergrund stellten.

Tatsächlich ließen sich Frauen der neuen Kooperativenleitung mit dem 2013 amtierenden Präsidenten Lobo fotographieren und dies veröffentlichten, obwohl er von den Putschisten eingesetzt wurde und für eine reaktionäre und diktatorische Politik verantwortlich war! Während seiner Regierungszeit hat sich die Menschenrechtslage in Honduras dramatisch verschlechtert, viele Tote sind zu beklagen, darunter Aktivist_innen, die sich gegen die Landnahme für Großprojekte engagierten.

Auch die neu gegründete Partei LIBRE, welche sich aus unterschiedlichen oppositionellen Protestgruppen gebildet hat, wurde im Vorfeld der Wahlen im November letzten Jahres systematisch verfolgt und viele ihrer Anhänger_innen ermordet. Nach der Wahl bleibt Honduras gespalten. Der sich durchsetzenden Regierungspartei wird Wahlbetrug vorgeworfen und der Kampf gegen Korruption und Menschenrechtsverletzungen geht weiter.

Die Konflikte bei COMUCAP spitzten sich im Herbst 2013 schließlich zu, als zwei konkurrierende Vorstände sich gleichzeitig als legitime Interessenvertretung der Kooperative betrachteten. Während Oxfam, andere NGO-Organisationen und die meisten Fair-Trade-Unternehmen den regierungsnahen Vorstand unterstützten, orientierte sich Cafe Libertad Kollektiv in dieser Situation direkt an den Interessen der Kleinbäuerinnen als Produzentinnengemeinschaft innerhalb von COMUCAP und sagte diesen weitere Unterstützung und die Abnahme von Roh-Kaffee zu.

Etwa 90% der Kaffee-Produzentinnen haben schließlich die neue Frauenkooperative APROLMA gebildet oder sind in diese übergetreten. Weitere Frauen sind hinzu gekommen. Sie verstehen sich als explizite Frauenkooperative in der alle zentralen Ämter von Frauen besetzt sind. Die Kooperative ist stark in der Opposition organisiert und hat sich unabhängig gemacht von den Anhängerinnen der Regierungspartei und Entwicklungshilfeorganisationen wie Oxfam, die aus ihrer Sicht immer stärker "eigene" Interessen vertreten und einen aktiven politischen Ansatz verneinen.

Als nicht leicht beschreiben sie ihren Neuanfang, da sich ihr neuer Name erst noch etablieren müsse und einige ehemalige Käufer_innen abgesprungen seien. Auch wird sich zeigen müssen, wie die Ernte in den kommenden Jahren ausfallen wird, da sich in Mittelamerika die Erkrankung von Kaffepflanzen durch "Roya" (Kafferost, ein Pilz) dramatisch ausweitet. Sie berichteten, dass ihre Pflanzungen bislang verschont blieben, da ihr kontrolliert biologischer Anbau die Pflanzen resistenter gegen die Krankheit macht. Jedoch haben die ersten Bäuer_innen der Region bereits ihre Anbauflächen verkaufen müssen, da ihr Land zu wenig zum Überleben abwirft.

Verschärft werden die Ernteeinbußen der Bäuer_innen durch den sinkenden Verkaufspreis für Kaffee auf dem Weltmarkt. Seit drei Jahren gehen die zu erzielenden Kaffeepreise für die Produzent_innen zurück, sodass nun die Existenzgrundlage vieler in aktuer Gefahr ist. Hierauf reagiert die Kooperative APROLMA mit einem Projekt, in dem das Wissen um den organischen Kaffeeanbau weitergegeben wird und beste Anbaumethoden erprobt werden, um die Existenzgrundlage der Bäuer_innen zu retten.

Wir wünschen der Frauen-Kooperative APROLMA viel Durchhaltevermögen und bestes gelingen in dieser politisch und ökonomisch schweren Zeit und freuen uns auf die Fortführung der solidarischen Zusammenarbeit zur Förderung feministischer Perspektiven!

Links zur politischen Situation in Honduras:
http://amerika21.de/2013/11/92919/menschenrechte-honduras
http://www.lateinamerika-nachrichten.de/index.php?/artikel/4584.html
http://amerika21.de/2013/11/94496/wahlbetrug-honduras
http://amerika21.de/2014/01/96645/proteste-kongressvorstand
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Mon, 17 Feb 2014 15:08:36 +0000
<![CDATA[Important for orders from customers abroad - Wichtig bei Auslandsbestellungen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/customers-abroad Mon, 18 Nov 2013 13:14:07 +0000 <![CDATA[Kiptik-Calendar 2014 ]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/fm1010

Ein neuer Wandkalender aus England zur zapatistischen Bewegung ist eingetroffen! Ein Teil der Einnahmen dient der Solidarität mit den autonomen Gemeinden in Chiapas. Hier Bestellungen unter Artikel-Nr. 9950 - Preis: Neu: 4 Euro. Für die Tasche haben wir den neuen Syndikalistischen Kalender im Angebot.]]>
Tue, 12 Nov 2013 13:00:37 +0000
<![CDATA[Paketdienstleister mit besseren Arbeitsbedingungen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/paketdienst-fair
Sollte es im Laufe der Umstellung zu Verzögerungen oder Problemen kommen, bitten wir um euer Verständnis. Wir freuen uns über Anregungen oder Kritik.

Solidarische Grüße Cafe Libertad Kollektiv ]]>
Tue, 12 Nov 2013 11:50:36 +0000
<![CDATA[Plakat Wettbewerb zum zapatistischen Aufstand]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Plakat-Wettbewerb ]]> Tue, 12 Nov 2013 11:11:30 +0000 <![CDATA[Internationaler Flüchtlingsgipfel mit St. Pauli Roar und Faninitiativen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Internationaler-Fluechtlingsgipfel
„Lampedusa“: Dieses Wort hat die katastrophale Situation vieler Flüchtlinge wieder ins Bewusstsein gebracht. In Hamburg hat sich eine Gruppe von Refugee selbstorganisiert die für ihr Bleiberecht kämpfen. Um solche Kämpfe zu befördern fand am Samstag, den 26. Oktober in den Fanräumen des FC St. Pauli ein Internationaler Flüchtlingsipfel mit Gruppen aus verschiedenen Ländern statt, der u.a. von St. Pauli Roar Solidaritätsespresso unterstützt wurde.

Organisiert wurde das „International Refugee Summit“ durch verschiedenste Gruppen von 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. über Fanräume e.V. bis USP Antirazzista und Gezi Park Fiction. Mit dabei waren u.a. Lampedusa in Hamburg, United Glasgow FC, Fußballverein für Flüchtlinge und sozial Benachteiligte, Lampedusa in Hamburg, PAFRAS Leeds/England – “Positive Action for Refugees & Asylum Seekers”, unterstützt und hier vertreten durch Yorkshire St.Pauli.

Der United Glasgow FC ist ein Fußball-Club, gegründet für Flüchtlinge und sozial Benachteiligte und dient der Solidarität und Einbindung von Menschen, die vom Mainstream der Gesellschaft eher ignoriert werden. Über den eng verbundenen Unity Centre Glasgow bekommen Flüchtlinge rechtliche Beratung und psychologische Unterstützung.

“Positive Action for Refugees & Asylum Seekers”PAFRAS arbeitet mit Flüchtlingen, Asylbewerbern und der Öffentlichkeit, um die Effekte der aufgezwungenen Entbehrungen der Migranten zu bekämpfen. Die Arbeit von PAFRAS umfasst das Angebot unmittelbarer humanitärer Hilfe, langfristige Hilfe, Beratung und rechtliche Unterstützung zur langfristigen Verbesserung der persönlichen Situation.

Im Rahmen dee internationalen Flüchtlingsgipfels wurde die Arbeit der obigen Gruppen, von Refugees aus Horst und der Gruppe Lampedusa in Hamburg unterstützt.

Mehr Informationen]]>
Tue, 12 Nov 2013 10:55:06 +0000
<![CDATA[Honduras: Morddrohungen gegen den Gewerkschafter Victor Crespo]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/morddrohungen-gegen-victor-crespo
Bewaffnete Angreifer drangen gewaltsam in das Haus eines honduranischen Gewerkschaftsführer ein. Victor Crespo, Generalsekretär der Gewerkschaft Sindicato Gremial de Trabajadores del Muelle (SGTM), erhielt eine Reihe von anonymen Morddrohungen seit seine Gewerkschaft, Tarifverhandlungen mit den neuen Betreibern von Puerto Cortes, ICTSI (International Container Terminal Services, Inc) verlangte.

Nach dem Angriff brachte die Internationale Transportarbeitergewerkschaft (ITF) Crespo in Sicherheit. Die IAO (Internationale Arbeiterorganisation) und ICTSI sind informiert und alarmiert. Die ITF fordert den Präsidenten dazu auf, Polizeischutz für Crespo zu gewährleisten und den Arbeitnehmer/innen zuzusichern und zu garantieren, dass sie ihr Recht auf Kollektivverhandlungen ausüben können.
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Tue, 01 Oct 2013 09:24:41 +0000
<![CDATA[St. Pauli Roar und zapatistische Solidarität am Millerntor]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatista-hamburg-stpauli

Das Fanprojekt St. Pauli Roar hat sich im Zuge der Neugestaltung der Gegengrade des FC St. Pauli mit zwei Wandbildern beteiligt - dem Totenkopf des Bio-Espresso und einem Motiv für zapatistische Solidarität.

Das Wandbild befindet sich im Umlauf der Gegengrade am Ausgang in Richtung Südkurve und kann auch von außerhalb des Stadions betrachtet werden. Fußballfans gegen Homophobie und Kiezkick haben die nebenstehenden Wände gestaltet.

Das zapatistische Motiv nimmt Bezug zur internationalen - El Stadio del Bae -Solidaritätsskampagne, die von italienischen Fangruppen ins Leben gerufen wurde. Auf dem Blog der Gruppe befindet sich ein Bericht mit Fotos und weitere Informationen zu den gewählten Motiven. ]]>
Tue, 27 Aug 2013 16:57:06 +0000
<![CDATA[Cafe Libertad Fördermittel für indigene Proteste in Honduras]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/honduras-copinh-repression St. Pauli Roar und Genossenschaftskaffee produzieren. Cafe Libertad ist einem überregionalen Aufruf gefolgt und hat 1000.- Euro für Rechtshilfe und Solidaritätsarbeit bereitgestellt .

Alle die denken, dass Besetzungen ein rein urbanes Phänomen sind täuschen sich. Mehr als 2500 Kleinbäuerinnen und -bauern erwarten in Honduras derzeit ein Verfahren wegen Landbesetzungen. Bei Protesten gegen einen Staudamm von Energiekonzernen in Gemeindeland, wurde vor kurzem ein Sprecher der indigenen Vereinigung COPINH von Militärs erschossen und sein 15 jähriger Sohn schwer verletzt. In Honduras herrscht im Vorfeld der von der Demokratiebewegung erkämpften Wahlen zunehmende Repression der bestehenden putschistischen Junta gegen opositionelle und außerparlamentarische Bewegungen.

Eine der bekanntesten Aktivist_innen aus dem Leitungsrat der COPINH, Berta Caceres wurde mit anderen Aktivist_innen vor kurzem vorübergehend inhaftiert und ist von einem Strafprozess als international bekannte Stimme der indigenen Bewegung bedroht. Bertha war im Rahmen einer Veranstaltung von Cafe Libertad Kollektiv und anderen Gruppen im Juli 2012 in Hamburg und berichtete über Hintergründe der jetzigen Auseinandersetzungen.

Aus dem Honduras-Fördertopf wurde Berta Caceres mit einer Soforthilfe von 1000.- Euro für Anwaltskosten und die Solidaritätsarbeit unterstützt. Die Fürdermittel stammen aus Aufschlägen des St. Pauli Roar Bio-Espresso, dem Genossenschaftskaffee und Bio-Kaffee Altona 93.]]>
Tue, 27 Aug 2013 16:51:22 +0000
<![CDATA[Preisänderung bei natürlich angebautem nicht Bio-Kaffee ]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/solidarisch-angebauter-kaffee Störtebeker um 20 Cent auf 3,30 Euro und die 500g Packung Sonador gemahlen und ganze Bohne um 40 Cent auf 6,50 Euro anpassen. Damit liegt zwischen Bio und nicht Bio-Kaffee nun wieder eine Differenz von 45 Cent bzw. 35 Cent. Die jeweiligen Solidaritätsaufschläge bleiben in gleicher Höhe erhalten.

Im Störtebeker wird zusätzlich zum Kaffee von CoopeAgri und der zapatistischen Kooperative Ssit Lequil Lum, auch hochwertiger Bio-Umstellungskaffee der zapatistischen Kooperativen Yochin und Yachil enthalten sein. ]]>
Fri, 16 Aug 2013 12:41:59 +0000
<![CDATA[Menschrechtler und Journalist in Mexiko ermordet]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Heron-Sixto-Lopez-ermordet
Seit den vergangenen Wahlen am 7. Juli, bei denen das Lokalparlament und ein Teil der Bürgermeisterämter neu bestimmt worden waren, ist die Gewalt im Bundesstaat Oaxaca sprunghaft angestiegen. In Oaxaca-Stadt wurden am 17. Juli der Fotoreporter Alberto López Bello und ein Polizist ermordet aufgefunden. Und gemäß den Windkraftgegnern in Juchitán beschossen am vergangenen Wochenende "Polizisten gemeinsam mit bezahlten Mördern" ein Protestcamp, dass seit dem März 2013 gegen ein Windkraft-Projekt des spanischen Unternehmens "Gas Natural Fenosa" besteht. Drei Personen des Widerstands seien durch Schüsse verletzt worden, hieß es von dieser Seite.

Die eskalierende Gewalt der letzten Tage alarmiert zahlreiche Organisationen. Die lokale Ombudsstelle für Menschenrechte fordert von Gouverneur Gabino Cué "umgehend Aktionen in Koordination mit der Zentralregierung, damit das Leben, die Integrität, die Freiheit und die Sicherheit von Aktivisten und Journalisten garantiert sind". Auch die Sonderabteilung für Meinungsfreiheit der Interamerikanischen Menschenrechtskommission und das UNO-Büro des Hochkommissariats für Menschenrechte in Mexiko verurteilten die Ermordung des Journalisten López Bello und forderten die Aufklärung der Verbrechen.

Quelle: http://amerika21.de/2013/07/83888/oaxaca-menschrechtler-ermordet ]]>
Mon, 29 Jul 2013 08:27:28 +0000
<![CDATA[Unterstützung der Selbstorganisation von Flüchtlingen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/refugee-camp-berlin-hamburg-soli
Im Rahmen eines Sommerfestes des FC St. Pauli wurden 300.- Euro für Berlin und Hamburg gesammelt. Aus Fördermitteln wurde dieser Betrag verdoppelt so das jedes Camp 300 Euro erhält. Das Hamburger Straßenmagazin Hinz und Kunzt hat in einem Artikel über die Solidaritätsarbeit berichtet. Weitere 100.- Euro wurden vom St. Pauli Roar Projekt auf einem Solidaritätsstraßenfest für Flüchtlinge im Karoviertel gesammelt. Mit dem St. Pauli Roar Projekt von Recht auf Stadt Aktivist_innen und der St. Pauli Fanszene konnten somit 700. Euro gesammelt werden.

Videobericht von der Demonstration und dem Solidaritäts-Straßenfest am 8. Juni

Cafe Libertad Kollektiv hat sich in diesem Jahr am zweitägigen Uni Campus Festival in Hamburg beteiligt und ebenfalls 100.- Euro gesammelt für lybische Flüchtlinge (und weitere 70.- Euro für griechische Totalverweigerer). Zudem gingen Kaffeespenden von insgesamt 300.- Euro an das Refugee Camp Hamburg, den Flüchtlingskongress in Berlin und einen Solidaritätsstand von Refugee-Gruppen auf dem Fusion-Festival an diesem Wochenende.

Wir bedanken uns bei allen, die den Kampf und die Selbstorganisation von Refugees mit Ständen unterstützt haben und fordern gemeinsam Bewegungsfreiheit und Bleiberrecht für Alle!

Mehr Infos:
http://stpauliroar.blogsport.de/
http://kein-mensch-ist-illegal-hh.blogspot.de
http://lampedusa-in-hamburg.tk
http://asylstrikeberlin.wordpress.com
]]>
Sat, 27 Jul 2013 13:05:35 +0000
<![CDATA[Infoveranstaltungen zu den aufständischen, zapatistischen Gemeinden]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/festival-zapatismus
An beiden Festivals beteiligt sich Cafe Libertad nicht nur mit solidarisch gehandeltem Kaffee, sondern auch mit Veranstaltungen und Workshops zu den zapatistischen, aufständischen Gemeinden und den Perspektiven solidarischen Handels. Wir freuen uns auf euch!

Keine Knete trotzdem Fete 26.-27. Juli
Veranstaltung im Infozelt
Freitag 18 Uhr
http://keineknetetrotzdemfete.z11.de

Wutzrock-Festival 2.-4. August
Infoveranstaltung im Politzelt
Freitag um 17 Uhr
http://www.wutzrock.de

Eure Cafe Libertad Festival-Crew ]]>
Fri, 26 Jul 2013 09:20:53 +0000
<![CDATA[Indigener Aktivist aus Honduras bei Protestaktion von Armee erschossen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/honduras-tomas-garcia-erschossen
Die Organisation Copinh verurteilte die Ereignisse scharf, fordert eine gründliche Untersuchung des Vorfalles sowie eine Bestrafung der Verantwortlichen und einen Stopp der Kriminalisierung von sozialen Protesten. Bewohner der indigenen Gemeinden hatten nach Angaben von Copinh in Achotal friedlich vor den Anlagen des im Bau befindlichen Wasserkraftwerkes protestiert. Der Betreiber DESA (Desarrollos Energéticos S. A.) erklärte hingegen in einer Stellungnahme, die Ereignisse hätten sich „nach dem gewaltsamen Eindringen von Mitgliedern der Copinh auf das Privatgelände“ ereignet. Bereits seit April halten Anwohner vom indigenen Volk der Lenca eine Zufahrtstraße zur Baustelle besetzt.

Morddrohungen und Angriffe

Die Lenca wehren sich gegen den Bau des Wasserkraftwerks Agua Zarca, das einmal 21,3 Megawatt Strom erzeugen soll und dessen Inbetriebnahme für 2014 anberaumt ist. Für das Kraftwerk soll Flusswasser des Wassereinzugsgebietes des Rio Gualcarque für mindestens 20 Jahre privatisiert werden. Laut Copinh besitzen die Indigenen rechtmäßige Landtitel, die Verwaltung von San Francisco de Ojuera habe deren Territorien jedoch illegal in Besitz genommen. Die Lenca fürchten die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage.

Menschenrechtsorganisationen hatten erst vor wenigen Tagen vor einer zunehmenden Eskalation des Konflikts um das Wasserkraft gewarnt. So habe es Morddrohungen gegen Aktivisten gegeben, der Copinh-Aktivist und Bewohner der Lenca-Gemeinde Unión Río Blanco, Roque Domínguez, war Ende Juni am frühen Morgen von vier Männern angegriffen und mit Macheten-Hieben ins Gesicht und auf die Arme schwer verletzt worden, heißt es in einer Erklärung von Copinh.

Dokumentiert von: http://www.blickpunkt-lateinamerika.de

Unter dem folgendem link kann an einer Eilaktion von Rivers International teilgenommen werden die Schutzmaßnahmen für die betroffenen COPINH-Mitglieder und Gemeinden sowie einen Rückzug des Militärs fordert.
http://org.salsalabs.com/o/2486/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=13935 ]]>
Fri, 19 Jul 2013 07:56:31 +0000
<![CDATA[Rundreise bei Kaffee-Kooperativen in Chiapas ]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatismus-reisebericht-kaffee-chiapas In der zweiten Februarhälfte hat eine Delegation des Cafe Libertad Kollektivs drei zapatistische Partnerkooperativen in Chiapas und die autonomen Gemeinden besucht.


Gespannt haben wir die Reise angetreten, da parallel zum umstrittenen Präsidentschaftsantritt im Dezember 2012 ein „stiller“ Aufstand der Zapatistas erfolgte, bei dem sie vermummt und mit erhobenen Fäusten – schweigend – auf den Hauptplatz von San Cristobal und anderen Städten in Chiapas gezogen sind. Auch knapp 20 Jahre nach dem Aufstand sind sie von starker Militärrepression betroffen und leben oftmals unter prekären Lebensbedingungen. Programmatisch richten sie sich auf die verstärkte internationale Kommunikation und Außendarstellung aus, konkret durch die Ausrichtung einer internationalen zapatistischen Sommerschule!



Unseren ersten Besuch haben wir der Kooperative Yachil abgestattet, die ihr Büro in San Cristobal hat. Wir wurden freundlich in ihre Gemeinden eingeladen und haben uns dort Kaffeepflanzungen angeschaut, die unter Schattenbäumen gedeihen. Von den Fördergeldern wird aktuell eine neue Lagerhalle gebaut, da die bestehende kaum mehr genug Kapazitäten für den Kaffee hergibt und wo auch perspektivisch Verarbeitungsanlagen aufgestellt werden sollen. Außerdem soll Platz für gemeinschaftliche Treffen der Kooperative mit über 300 Mitglieder geschaffen werden.

Die Kooperative Ssit (in Yajalón, NW von Ocosingo) hingegen hat dieses Jahr Schwierigkeiten mit der Kaffeeernte: das hoch gelegene Kaffeeanbaugebiet wurde von starkem Regen betroffen, was teilweise zum Verlust der Ernte führte. Auch sind viele der Pflanzen schon relativ alt, sodass die Pflanzen verjüngt werden müssen. Nichts desto trotz ist auch diese Kooperative intensiv mit einem Neubau und der Ausbesserung einer bestehenden Lager- und Verarbeitungshalle beschäftigt. Diese befinden sich mit auf dem Gelände einer autonomen zapatistischen Schule, wo sich auch durch den Neubau ein neues lokales politisches Zentrum herausbilden soll.

In der Kooperative Yochin (in Altamirano, südlich von Ocosingo) wurden organisatorische Probleme der Vergangenheit gut überwunden. Die Kooperative verfügt bereits über Verarbeitungsanlagen und ausreichende Lagerkapazitäten. Es besteht eine enge Anbindung an die Gute Regierung im Caracol Morelia. Die regen Bautätigkeiten in den Caracoles haben wir als Vorbereitung der Sommerschule, zu der die Zapatistas die internationale Gemeinschaft im August einladen, gedeutet.

Gefreut hat uns sehr, dass die Guten Regierungen allen drei Kooperativen erlaubte, uns persönlich in ihre Gemeinden einzuladen, und damit einen intensiven Austausch mit den Bäuer_innen sowie den Besuch von Kaffeepflanzungen ermöglichte. Dies war in früheren Besuchen teilweise schwieriger umzusetzen.

In vielen Gesprächen kam es so zu einem offener Austausch, z.B. über die Preis- und Vertragsgestaltung sowie zu Qualitätsfragen vom Anbau bis zur Röstung. In diesem Zusammenhang wurde auch thematisiert, wie wichtig es ist, sich gegen die Ausbreitung des Pflanzenkrankheit „Kaffeerost“ zu wappnen. Unserseits konnten wir das Konzept des Solikaffees von Café Libertad mit Fördermittelaufschlag für emanzipatorische Projekte in Mexiko/Lateinamerika und Europa darstellen. Auch berichteten wir von der politischen Situation in Europa und Deutschland und unserem Engagement in z.B. der Recht-auf-Stadt-Bewegung und bei Antifa-Mobilisierungen.

Als Herausforderung für die Entwicklung der wirtschaftlichen Autonomie der Zapatistas haben wir festgestellt, dass es doch sehr lange Weg zwischen Pflanzungen, Lagern der Kooperativen und den Caracoles (politische Verwaltungszentren) gibt, was mitunter mehrtägiges Reisen bedeutet, und dass die drei Kooperativen nur wenig zusammen machen. Aufgefallen ist uns auch, dass es in der Kooperativenleitung kaum Frauen gibt.

Erfolgreich war insgesamt, dass wir nach dem letzten Besuch von Café Libertad im Dezember 2011 als Kollektivmitglieder die bestehenden Beziehungen auffrischen als auch neue Kontakte knüpfen konnten, z.B. zur kämpferischen, pro-zapatistischen Kooperative OICOREMA in Oaxaca.

Wir sind auf die weitere Zusammenarbeit mit den Kooperativen in Mexiko gespannt!

Ronja und Gerrit
]]> Wed, 29 May 2013 14:17:52 +0000 <![CDATA[Repressionswelle gegen Indigene in Honduras]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/repression-in-honduras-copinh
Nur wenige Tage zuvor, am 23. Mai, räumten Polizei- und Sondereinheiten gewaltsam indigene Bewohner des Dorfes San Antonio Chuchuitepeque im Verwaltungsbezirk Santa Barbara. Die Räumung, bei der die staatlichen Sicherheitskräfte Tränengas und Schusswaffen einsetzten, führte zu mehreren Verletzten. Mindestens fünf Personen wurden verhaftet. Nach Angaben von COPINH hatten Bewohner des Dorfes Land in der Nähe des Flusses Ulúa wiederbesetzt, für das sie die rechtmäßigen Landtitel haben und welches durch die Landkreisverwaltung von San Francisco de Ojuera illegal in Besitz genommen wurde.

Im Grenzgebiet zwischen Santa Barbara und Intibucá finden seit mehreren Wochen Protestaktionen der indigenen Bevölkerung statt, die sich unter anderem gegen ein geplantes Staudammprojekt richten. So halten die Bewohner mehrerer Dörfer in der Region Rio Blanco seit dem 1. April die Zufahrtsstraße zu dem im Bau befindlichen Staudammprojekt Agua Zarca auf dem Fluss Gualcarque besetzt.

In einer Erklärung machte COPINH vor wenigen Tagen auf die starke Militarisierung der Region aufmerksam. So herrscht laut COPINH eine starke Militärpräsenz in den Dörfern Zacapa und Agua Caliente, welche sich mit der Straßenblockade solidarisieren und auf dem Weg nach Rio Blanco liegen. In Rio Blanco wurden Soldaten auf dem bereits gebauten Logistikgelände der Unternehmen DESA und SINOHYDRO stationiert. COPINH berichtet von Schüssen auf dem Gelände. Das Militär übernimmt Funktionen der Sicherheit und der Logistik für die Unternehmen DESA und SINOHYDRO und versucht Druck auf die Dörfer auszuüben um diese zu Verhandlungen zu zwingen und das Projekt Agua Zarca zu akzeptieren, heißt es in der Erklärung. Zudem versuchten Mitarbeiter der Unternehmen in Begleitung von Soldaten Bewohner des Dorfes Agua Caliente durch Geschenke und Projektversprechen für das Staudammprojekt zu gewinnen.

Quelle: amerika21.de ]]>
Tue, 28 May 2013 10:48:13 +0000
<![CDATA[Zapatistischer Aktivist vor seinem Haus ermordet]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/mord-an-juan-vazquez-guzman
In einem Eilschreiben vom darauf folgenden Tag verurteilt das in Chiapas aktive Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas die Tat. Die zapatistischen Anhänger der Gemeinde von San Sebastián Bachajón selbst forderten in einem Brief, dass "der Mord nicht straflos" bleiben solle. Gleichzeitig verorten sie die Ermordung in den Kontext rund um die Verteidigung ihres Landes und Territoriums vor wirtschaftlichen Großprojekten, wogegen Guzmán sich seit 2007 aktiv zur Wehr setzte und weswegen ein Teil der Gemeinde im gleichen Jahr entschied, sich der zapatistischen Bewegung anzuschließen.

In der Region um Bachajón galt Guzmán als einer der wichtigen Organisatoren innerhalb der "Anderen Kampagne". Diese landesweite Initiative zur Vernetzung lokaler Basiskämpfe wurde von der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) 2005 im Zuge der Sechsten Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald ausgerufen. Seit April 2010 agierte Guzmán als Generalsekretär der "Anderen Kampagne" in dieser Gegend. Darüber hinaus engagierte er sich für die Freilassung politischer zapatistischer Gefangener und war als Redner und Repräsentant auf verschiedenen Foren und Veranstaltungen auch außerhalb von Chiapas zugegen.

Mit der Ermordung einer der lokalen Schlüsselfiguren sollte offenbar die Struktur der zapatistischen aufständischen Bewegung direkt angegriffen werden. In diesem Zusamenhang ist auch die Erklärung der Zapatistas aus Bachajón zu verstehen, die sie nur einige Tage vor der Mordtat, am 17. April, veröffentlichten und in welcher sie die andauernde Straflosigkeit im Rahmen der gewaltsamen Landvertreibungen anprangern.

Quelle: amerika21.de]]>
Fri, 10 May 2013 17:30:02 +0000
<![CDATA[Spendenaufruf für medizinische Hilfe in Costa Rica und Chiapas ]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/medizinische-hilfe
Im Verlauf des Besuches wurde uns ein medizinische Notsituation des Kindes einer alleinerziehenden Bewohnerin erklärt, die vor allem von der Produktion von Kunsthandwerk lebt. Der 6 jährige Junge hat eine schwere Erkrankung und droht durch Folgeschäden das Gehör zu verlieren, sofern keine zeitnahe Operation erfolgt.

Eine zeitnahe Operation kostet insgesamt 2750.- US Dollar und ist mit den Mitteln der Frau und im Rahmen der Kooperative nicht zu finanzieren. Da die Fördermittel aus dem Verkauf von Kaffee bei der Genossenschaft von Cafe Libertad für soziale und politische Gemeinschaftsprojekte zweckgebunden sind, ist die Operation leider auch nicht aus diesen Mitteln zu finanzieren.

Wir haben uns daher entschlossen zu einer privaten Spendensammlung aufzurufen um die Operation des Kindes zu ermöglichen. Das gespendete Geld wird direkt an die Klinik El Labrador überwiesen und von uns vorfinanziert. Die Operation findet am 7. Mai 2012 um 16 Uhr statt und wird von Mario Ramirez Valerin durchgeführt. Wir werden vom weiteren Verlauf der Operation auf der Internetseite www.cafe-libertad.de berichten.

Sollten Überschüsse entstehen werden wir diese für den Aufbau einer zapatistische Klinik und die Bereitstellung medizinischer Geräte in den indigenen, autonomen Gemeinden in Chiapas/Mexiko spenden. Auch dies wird entsprechend dokumentiert. Wir bedanken uns bei allen die sich solidarisch zeigen und die Operation und medizinische Hilfe unterstützen. Meldet euch bei Fragen gerne unter der E-Mail Adresse info@cafe-libertad.de oder sprecht uns persönlich an.

Cafe Libertad Kollektiv
April/Mai 2013


Spendenkonto
Inhaberin: Ronja Wagner
Verwendungszweck: Medizinische Hilfe
Kontonummer: 261916201
BLZ: 20010020
Bank: Postbank ]]>
Thu, 25 Apr 2013 08:48:26 +0000
<![CDATA[15.05.13 Veranstaltung und Film: „Schrei nach Land“ - Agrotreibstroff und 'Land Grabbing']]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/schrei-nach-land-filmveranstaltung Film und Vortrag mit Giorgio Trucchi - Mittelamerika-Korrespondent der lateinamerikanischen Sektion des internationalen Verbandes der Nahrungsmittelarbeiter_innen REL UITA



Palmöl und Zuckerrohr stecken im Agrotreibstoff. Außerdem dient Palmöl als Grundstoff für Kosmetika und Nahrungsmittel und ist daher aktuell so begehrt, dass es sich lohnt, neue Pflanzungen von Ölpalmen anzu­legen und die dazu notwendigen Flächen rücksichtslos zu gewinnen. Vor allem Großgrundbesitzer und Investoren stecken ihr Geld in diese Produktion. In Honduras werden Kleinbäuer_innen in der fruchtbaren Flussebene des Aguan an der Nordküste vertrieben. Seit mehr als drei Jahren tobt in der Region ein Landkonflikt, in dem inzwischen schon Dutzende starben. Seit dem Putsch im Jahr 2009 hat sich die Menschenrechtslage in Honduras extrem verschlechtert. Eine weitere Verschlimmerung wird zu den allgemeinen Wahlen im November erwartet.

Trucchis Film "Schrei nach Land" behandelt die Hintergründe und die Auseinandersetzungen im unteren Aguán und die aktuelle Situation in Honduras seit dem Putsch vom Juni 2009.

Aus dem Nachbarland Nicaragua wird er über die aktuelle Situation der an chronischem Nierenversagen erkrankten Zuckerrohr­arbeiter berichten und darüber, wie sensibel die exportorientierten Unternehmen inzwischen auf die Öffentlichkeitsarbeit in Europa reagieren.

am 15. Mai 2013 um 19:00 Uhr Werkstatt 3
Großer Saal Nernstweg 32, 22765 Hamburg – Altona


Eine Veranstaltung von:
PBI, El Rojito, Cafe Libertad, Nicaraguaverein Hamburg und der Amnesty International Mexiko- und Zentralamerika Kogruppe. Organisiert wird die Vortragsreise mit Giorgio Trucchi vom Nicaragua-Forum Heidelberg und FIAN. ]]>
Mon, 15 Apr 2013 12:44:33 +0000
<![CDATA[Besetzte Vio. Me. Fabrik nimmt Produktion auf]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/besetzte-vio-me-produktion Aufruf der Beschäftigen von http://www.viome.org/p/deutsch.html
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Was können Sie tun, um zu helfen?

- Verbreiten Sie die Mitteilung! Leiten Sie diese Information an Ihre Freunde, Kontakte und Organisationen weiter. Unser Zeichen gegen Repression ist unsere Verbindung mit der Gesellschaft! Das Geheimnis unseres Erfolgs sind starke Gemeinschaftsbeziehungen!

- Wirtschaftlich Mitmachen! Die Herstellungskosten sind hoch und die ersten paar Monate werden entscheidend sein. Die Arbeiter haben einen soliden Business-Plan und sind sehr optimistisch, was den Erfolg der Bemühungen betrifft, dennoch wird es einige Zeit dauern, bevor sie auf dem Markt konsolidiert werden. Lasst uns alle mitmachen, um es zu verwirklichen! Verwenden Sie den "Donate"-Button auf http://www.viome.org, jeder Betrag ist nützlich!

- Organisiere dich an deinem Arbeitsplatz, deiner Nachbarschaft, deiner Stadt! Förderung der realen sozialen Eigenverwaltung, ohne irgendeiner Notwendigkeit für Vermittler, professionelle Politiker oder Bürokraten! Forme Genossenschaften und Nachbarschaftsversammlungen, schütze das gemeinsame Wohl, fördere eine neue Kultur auf Nähe, gegenseitige Anerkennung und Solidarität!

- Richten Sie Ihre Fragen oder Solidaritätserklärungen an die Offene Solidaritätsinitiative Thessalonikis: protbiometal@gmail.com. Die Arbeiter werden die Wärme der Solidarität aus dem Ausland dankbar entgegennehmen!

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Fri, 08 Mar 2013 10:21:50 +0000
<![CDATA[Grants for and solidarity work with Zapatista and resistant co-operatives]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Coffee-for-the-daily-uprising Thu, 07 Mar 2013 12:01:37 +0000 <![CDATA[Landesweiter Streik der Kaffeebäuerinnen und -bauern in Kolumbien]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/streik-kolumbien
Ein weiteres Problem sei die Vergabe von momentan für die Kaffeeproduktion verwendeten Ländereien an Bergbauunternehmen durch die Regierung. Im Bundesstaat Caldas zum Beispiel ist der Konzern Gran Colombia Gold und in Risaralda der Multi Seafield Ressources aktiv. Es wird befürchtet, dass sie mit einer Ausweitung ihrer Aktivitäten die Kaffeebauern vertreiben, so die linksgerichtete Partei Polo Democrático.

Die aktuelle Krise ist auch die Folge von mehreren durch die kolumbianische Regierung geschlossenen Freihandelsabkommen: Die umfangreichen Importe von preiswerteren Kaffeebohnen nach Kolumbien zerstören den Binnenmarkt. Ein weiteres aktuelles Problem für die Kleinbauern besteht darin, dass sie inzwischen große Schulden angehäuft haben, die durch die niedrigen Preise kaum abzuzahlen sind.

Von der Kaffeekrise sind mindestens 500.000 Familien betroffen. Auch die Landarbeiter, die Kakao, Reis oder Wolle produzieren, sehen sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Dem Streik haben sich über 7.000 Kakaobauern angeschlossen. Auch Indigene, kleine Händler und kleine Transportfirmen unterstützen den Kampf der Kaffeebauern.

Quelle und weiterlesen: http://amerika21.de/2013/02/79023/streik-kaffeebauern]]>
Mon, 04 Mar 2013 08:42:07 +0000
<![CDATA[Fördergelder und die Solidaritätsarbeit von Cafe Libertad]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/foerdergelder-durch-solidarischen-handel Cafe Libertad hat von Januar 2012 bis Februar 2013 über 25 000 Euro Fördergelder ausgeschüttet

15 000 Euro dienten der Unterstüzung der zapatistischen Gemeinden, konkret für den Aufbau einer Gemeinschaftshalle in Oventic und einem Verwaltungsgebäude des Caracol en Resistencia Hacia un Nuevo in La Garrucha. Zusätzlich gingen je 500.- Euro an Radio Regeneracion und die Produktion eines Filmprojektes zur zapatistischen Kooperative Ssit Lequil Lum.

Mit weiteren 1000.- Euro wurde die Arbeit der indigenen Organisation COPINH und von Berta Caceres für die Rechte der indigenen Bevölkerung und mit je 500.- Euro Radio Resistencia und eine Schule in Honduras gefördert. Die Kooperative Finca Sonador in Costa Rica haben wir mit 1500.- Euro für den Aufbau einer Trockenhalle bezuschusst.

In Form von Rundreisen untestützten wir zudem das CACITA-Projekt in Oaxaca, das Medienkollektiv Synapsis aus Chile und Anarchist_innen auf den Philippinen.

Mit über 1500.- Euro wurden griechische Streikende, politische Aktivist_innen und von Repression betroffene migrantische Sexarbeiter_innen und HIV-Positive in Athen unterstützt. Die Zusammenarbeit mit alternativen Strukturen und Kollektiven in Griechenland wollen wir weiter ausbauen.

Der in diesem Jahr gegründete externe Fond für antirassistische Fanprojekte und Recht auf Stadt erhielt 1500.- Euro durch den Verkauf des St. Pauli Roar Solidaritäts-Espresso. Daraus wurde unter anderem eine Rundreise antifaschistischer Fans von Partizan Minsk, die Produktion einer Filmdokumentation über Gentrifizierung, Protest und die Esso Häuser auf St. Pauli und ein Verteidigungsfond für Hausbesetzer_innen unterstützt

Kleinere Förderungen oder Kaffeespenden aus dem Störtebeker Fond von Cafe Libertad gingen zur Unterstützung eines Wagenplatzes in Polen, den Mädchenladen in Bremen, das Anti-Castor-Camp in Dahlem, die Besetzung im Hambacher Forst, das Jugendcamp zum KZ Neuengamme, antifaschistische und antirassistische Gruppen, die Flüchtlingskarawane, an streikende Kolleg_innen von Neupack und zwei Aktivisten des mitlererweile geräumten Zentrums Kukutza im Baskenland. Außerdem haben wir verschiedene Kultur- und Medienprojekte, wie eine Zeitung gegen Gentechnik, eine Roma Broschüre, die libertäre Buchmesse in Bochum und das Wutzrockfestival unterstützt.

Alle diese Fördermittel wurden durch Solidaritätsaufschläge aus dem Kaffeeverkauf und damit von euch und allen ermöglicht, die sich solidarisch gehandelten Kaffee und Espresso von Cafe Libertad schmecken lassen. Wir sagen Danke!

]]>
Fri, 22 Feb 2013 13:37:14 +0000
<![CDATA[Fabrik Viomichaniki Metaleftiki in Thessaloniki von Arbeiter_innen übernommen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/viomichaniki-besetzung
Cafe Libertad Kollektiv unterstützt dieses Mut machende Beispiel für Arbeiter_innenautonomie als Antwort auf die kapitalistische Krise mit einer Spende von 500.- Euro. Wir rufen zu weiterer solidarischer Unterstützung auf und dokumentieren im Folgenden die Erklärung der unabhängigen Basisgewerkschaft.

Mehr Informationen und ein Interview: http://www.viome.org/p/deutsch.html

Ankündigung der Gewerkschaft von VIO.ME für die Wiederinbetriebnahme der Fabrik PRIVATE VEREINBARUNG FÜR DIE SELBSTVERWALTUNG UND DIE ARBEITERINNENKONTROLLE DER FABRIK

Die Unterzeichnenden, Mitglieder und Nichtmitglieder der Arbeitergewerkschaft von Viomichaniki Metaleftiki, stimmen in Folgendem überein:

1.Wir übernehmen den Betrieb der Fabrik unter der Bedingung voller Selbstverwaltung und ArbeiterInnenkontrolle, sowohl was die Produktions- als auch die Verwaltungsstrukturen betrifft. Grundlegend und zentral für den Betrieb der Fabrik, für die Weiterführung unseres Kampfes und unsere Pläne für die Zukunft ist das Prinzip der Gleichheit in der Teilhabe und der Entscheidungsfindung, das Prinzip horizontaler und direkter Demokratie. Jede Form von Differenzierung, schlechter Behandlung, Ausgrenzung und Fremdbestimmung ist unvereinbar mit unserem Vorhaben und jede nur erdenkliche Anstrengung muß erfolgen, um ein solches Benehmen und solche Praktiken zu vermeiden, die Hindernisse für unsere Emanzipationsbestrebungen schaffen.

2. Unser oberstes Organ ist die Vollversammlung der ArbeiterInnen. Es ist als Organ errichtet und entscheidet sowohl auf allgemein-programmatischer Ebene als auch auf der Ebene spezifischer Angelegenheiten. Sie hat auch das Recht, einzelne Mitglieder zu bevollmächtigen, die Gewerkschaft zu repräsentieren; im Zusammenhang mit speziellen Vorgängen, wie auch um spezifische, genau umschriebene Angelegenheiten zu behandeln. All jene, die die Verantwortung haben, die Vollversammlung zu vertreten oder spezifische Angelegenheiten abzuwickeln, müssen detaillierte Rechenschaft über ihre Aktivitäten ablegen.

3. Die Teilnahme an den Vollversammlungen ist für alle Mitglieder verpflichtend.

4. Die von der Vollversammlung getroffenen Entscheidungen sind für alle bindend und die Umsetzung diese Beschlüsse ist auch verpflichtend, unabhängig davon, ob jemand persönlich mit ihnen übereinstimmt oder nicht.

5. Falls eine Entscheidung als falsch oder nicht umsetzbar eingeschätzt wird, egal ob von einer/m einzelnen oder einer Gruppe, dann soll sie in die Vollversammlung gebracht werden und es ist dann die Vollversammlung, die entscheidet, ob sie verändert, reformiert oder beibehalten wird. In jedem Fall bleibt eine solche Entscheidung für alle bis zur nächsten Diskussionsversammlung bindend und bis dahin wird von allen erwartet, das zur Umsetzung Notwendige zu tun. Im Falle der Nichtbefolgung einer bereits getroffenen Entscheidung wird die Vollversammlung Sanktionen festlegen, die von einer einfachen Verwarnung über eine zeitweilige Entlassung oder, in schweren Fällen, zum Rauswurf der nichtkooperativen Person reichen können.

6. Neben der Teilnahme an der Entscheidungsfindung und dem Planen der Strategie der Fabrik unter ArbeiterInnenkontrolle beinhaltet das Gleichheitsprinzip auch die Teilhabe an Verlusten und Gewinnen der Fabrik.

7. Nach sorgfältigem Abwägen und nachdem sichergestellt ist, dass alle wesentlichen Faktoren in der Diskussion erörtert worden sind, kann der Arbeitsplatz jeder/s Einzelnen durch die Vollversammlung festgelegt werden. Sie/er kann ihre/seine Einwände vorbringen, muss sich aber den Empfehlungen der Vollversammlung fügen. Darüber hinaus sollte jedeR ArbeiterIn lernen- soweit das machbar ist- an jedem Arbeitsplatz, an den er/sie gebeten worden ist, zu arbeiten, für den sie/er als unabkömmlich erachtet wird.

8. Alle, die das jetzige Übereinkommen unterzeichnen, verpflichten sich, dass sie die Informationen (entweder in der Vergangenheit von ihnen erworbene oder in der Zukunft auf jede mögliche Art, und besonders durch den Prozess der Repräsentation der Gewerkschaft bei Betrieben, privaten Individuen oder allen anderen öffentlichen oder privaten Einrichtungen), die für das Betreiben der Fabrik, für das Planen von Produktions- und politischen Zielen und für die gegenseitigen Beziehungen für wichtig erachtet werden, der Vollversammlung mitteilen. Keinesfalls dürfen sie zurückgehalten werden, um so kollektiv bewertet und verwendet werden zu können.

Die oben aufgeführten Punkte der Übereinkunft sind die grundlegenden Prinzipien für das Betreiben der Fabrik gemäß ihrer Selbstverwaltung unter ArbeiterInnenkontrolle. Respekt, auf prinzipieller als auch praktischer Ebene, stellt eine Verpflichtung für uns alle dar, die das jetzige Dokument unterzeichnen, das nur geändert werden darf, falls die Vollversammlung Änderungen für notwendig erachtet. In diesem Fall wird ein neue Übereinkunft entworfen und von allen unterzeichnet.

Liebe KollegInnen und GenossInnen, Wir würden euch gerne darüber informieren, was die ArbeiterInnen von VioMe für den Zeitraum von jetzt bis Februar planen. Der obige Text beinhaltet die Prinzipien, denen die TeilnehmerInnen des Unternehmens der ArbeiterInnenkooperative von VioMe zugestimmt haben und die sie unterzeichnet haben.

Bei dem Treffen mit dem Minister im Arbeitsministerium haben wir insbesondere darauf hingewiesen, dass es bereits 20 Monate her ist, dass wir dem Ministerium gewisse Forderungen unterbreitet haben, und dass wir noch immer keine Antwort darauf haben. Es hat auch keinerlei Fortschritte bezüglich einiger Fälle gegeben, wo das Ministerium scheinbar eine Initative gesetzt hatte, um Hindernisse seitens anderer Ministerien aus dem Weg zu räumen. Wir haben ihm gegenüber betont, dass, soweit es uns betrifft, der Staat ein Ganzes ist und nicht aus einer Summe einzelner Ministerien besteht, und wir auch nicht warten können. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir verzweifelt sind und wir sehen, dass wir nichts mehr verlieren können, was wir nicht ohnehin schon verloren haben.

Daher haben wir den Minister informiert, dass wir mit dem Betrieb der Fabrik beginnen werden, ohne uns um irgendwelche Konsequenzen zu kümmern, denn wir glauben, dass der jetzige Zustand der Schlimmstmögliche ist. Liebe KollegInnen, im Rahmen unserer Generalversammlung haben wir, die ArbeiterInnen von BIO.ME, beschlossen, dass die einzige Lösung gegen den "Tornado" die ist, in unserer Eigenschaft als ArbeiterInnen direkt die Kontrolle über die Produktion zu übernehmen und die Verantwortung zu übernehmen, die Abläufe der Fabrik mittels unserer ArbeiterInnen-Generalversammlung zu dirigieren. Momentan arbeitenden Menschen, die Arbeitslosen, diejenigen, die gewerkschaftlich organisiert sind und die, die es nicht sind dazu auf, eine Haltung einzunehmen und ihre Meinung mitzuteilen zu einem Punkt, der eine wirkliche Notwendigkeit wird.

Wir haben unsere eigene Antwort gegeben; wir wollen unsere Jobs zurück, wir wollen unsere Leben, wir wollen unsere Würde. Wenn das als irrational abgetan wird, ja, dann sind wir irrational! Wenn es gesetzwirdrig erachtet wird, ja, dann verhalten wir uns gesetzwidrig! Wenn es als undurchführbarer Traum abgetan wird, ja, wir sind unterwegs zu unseren Traum, und dazu, fähig zu werden, die Existenz unserer Familien zu sichern!

Wir rufen die Nachbarschaftsversammlungen der EinwohnerInnen, die verschiedenen Kollektive, die politischen Organisationen, die Gewerkschaften, die Jugendzentren dazu auf, ihre eigene Antwort zu geben! Wir rufen alle auf, die noch aufrecht gehen und hoffen können, wir sagen ihnen: Ja, es gibt keinen Grund für unsere Kinder, wegzuziehen, um im Ausland ein besseres Leben zu finden; es ist nicht notwendig, unterwürfig zu sein, nur damit mensch einen Job findet. Ihr müsst nicht zu BettlerInnen werden, um überleben zu können! Gebt eine Antwort auf den Punkt, den wir heute weiterbringen!

Steht auf und sprengt die Ketten, die euch fesseln! Macht den Kopf auf, den Mund und gebt eine Antwort! Die Generalversammlung der Gewerkschaft der ArbeiterInnen/Beschäftigten von BIO.ME ]]>
Wed, 13 Feb 2013 10:48:30 +0000
<![CDATA[ Mexiko: Verletzte bei Protest gegen größten Windpark Lateinamerikas]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/proteste-in-oaxaca http://amerika21.de/2013/02/77162/windparkgegner-proteste ]]> Tue, 12 Feb 2013 12:32:36 +0000 <![CDATA[Mexikanischer Innenminister bittet Zapatistas um Geduld - EZLN antwortet mit offenem Brief]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/subcommandante-marcos-vs-innenminister
In einem Interview mit der linksliberalen mexikanischen Tageszeitung La Jornada verwies der Minister darauf, dass die Regierung sich den indigenen Gruppen Mexikos verpflichtet fühle. "Präsident Peña kennt und weiß um die Probleme, deshalb wird er die indigenen Völker unterstützen und sich speziell den Forderungen der Bevölkerung von Chiapas annehmen", so Osorio Chong gegenüber La Jornada.

Mehr und Quelle: http://amerika21.de/meldung/2012/12/73761/innenminister-mexiko-ezln

Auf diese Aussage reagierte der Sprecher der Zapatistas, Subcomandante Marcos, mit einem sarkastischen Offenen Brief mit dem Titel "Wir kennen sie also nicht?" - in dem er die Verbrechen verschiedener Regierungsmitglieder auflistet. Seit der Mobilisierung der Zapatistas am 21.12. widmen sich Medien und die offizielle Politik wieder vermehrt den Zapatistas.

Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung
Mexiko.

29. Dezember 2012.

Für wenn das Folgende zutrifft:

»Sie glauben, sie hätten sich auf die Seite des Siegers gestellt … und demnach sind sie nicht nur Verräter, sondern zudem noch Narren”.
Tyrion Lannister in »Das Lied von Eis und Feuer Band 04: Das Erbe des Goldenen Löwen« von George R. R. Martin

»Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt« sagte Jojen. »Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes«
Jojen Reed in »Das Lied von Eis und Feuer Band 09: Der Sohn des Greifen«, von George R. R. Martin. (Jojen Reed wird in der kommenden dritten Staffel der HBO Serie »Games of Thrones« von Thomas Brodie-Sangster dargestellt werden. Information beigesteuert von Kleiner Marcos Spoiler).

Tyrion setzte sich und nahm einen Schluck Wein. »Wenn sich jemand eine Zielscheibe auf die Brust malt, sollte er davon ausgehen, dass früher oder später ein Pfeil auf ihn abgeschossen wird« [...] Tyrion zuckte mit den Schultern. »Wir alle müssen von Zeit zu Zeit verspottet werden, damit wir uns nicht allzu ernst nehmen«
Tyrion Lannister mit den Befehlshabern der Nachtgarde in »Das Lied von Eis und Feuer Band 01: Die Herren von Winterfell«
[*1]

»Die Hübschen sollen verschwinden / besser hässlich und gehaltvoll / als hübsch sein und dumm«
Botellita de Jerez
[*2]


Meine Damen und Herren?

Als wir diese Nachricht sahen [*3], dachten wir zunächst es handelte sich um einen Scherz zum 28. Dezember [*4]. Aber dann sahen wir, dass es auf den 24. dieses Monats datiert war.

Wir kennen sie also noch nicht? Hmm… hmm… mal sehen:

Enrique Peña Nieto. Ist er nicht in Atlacomulco, Bundesstaat México geboren? Ist er nicht ein Verwandter von Alfredo Del Mazo und Arturo »Langfinger« Montiel?

Ist das nicht der, der in Absprache mit der PRD-Bezirksregierung von Texcoco, die Vertreibung der Blumenhändler und die Festnahme des Anführers der Volksfront zur Verteidigung des Landes, Ignacio del Valle, in Mai 2006 verfügte?

Ist das nicht der, der seinen Kampfhund und Verbrecher, Wilfrido Robledo Madrid, darauf ansetzte, das Dorf von San Salvador Atenco anzugreifen, und seine Polizisten anwies Frauen sexuell zu missbrauchen? Ist das nicht der intellektuelle Mörder von Javier Cortés und Alexis Benhumea? War es nicht das Oberste Mexikanische Gerichtshof welches das Urteil fällte, dass die 3 Ebenen der Regierung (d.h. Bundesregierung: PAN, Staatsregierungen: PRI, Bezirksregierung: PRD), sich schwerwiegender Verletzungen der individuellen Rechte der Bevölkerung schuldig gemacht haben?

Ist das nicht der, der den Fall der kleinen Paulette in eine tragische Groteske verwandelte, besser bekannt als »der Fall der mörderischen Matratze«? [*5]

Ist das nicht der, der sich mit der Polizeigewalt von San Salvador Atenco brüstete, und mit seiner arroganten Haltung, völlig vergessend, dass er kritischen Jugendlichen gegenüberstand und nicht einem Fernsehgerät, von seinem Befehlsposten im Badezimmer vom Hotel Ibero aus anordnete, die Unzufriedenen zu verleumden und so das explosive Aufkommen der Studentenbewegung veranlasste, die später als #yosoy132 bekannt wurde?

Ist das nicht der, der als erste Amtshandlung seiner Regierung, und jetzt in Absprache mit der PRD-Regierung von D.F., die Repression der Demonstrationen vom 1. Dezember 2012 anordnete, was zur Festnahme, Folterung und Einkerkerung Unschuldiger führte?

Ist das nicht der, der nicht mal richtig vom Teleprompter vorlesen konnte, der ihn schon vor dem Medienstaatstreich vom 1. Juli 2012 begleitete?

Ist das nicht der, der sich jetzt hinter den Röcken der angeblichen Verwandtschaft zum abermals Verstorbenen versteckt, wie in einer schlechten Seifenoper?

Hey, und wenn wir schon bei Seifenopern sind, was wird wohl der Modetrend der kommenden sechs Jahre sein? Ich meine, mit Echeverría waren es Guayaberas [*6]; mit López Portillo, Süßwasser; mit De la Madrid, Rattengrau; mit Salinas de Gortari, Prozac; mit Zedillo, schlechte Witze; mit Fox, Schnapsideen; mit Calderon, Blut… und mit Peña Nieto? Wahre Liebe??? [*7]

Gut, Verzeihung, fahren wir fort mit unserer Unkenntnis:

Emilio Chuayffet Chemor. War er nicht mal der Chef von Enrique Peña Nieto und sein »Lehrmeister«? War er nicht mal Regierungssekretär unter Ernesto Zedillo? Ist das nicht der Trunkenbold, der in 1996 der COCOPA sagte, dass die Bundesregierung ihre Gesetzesinitiative akzeptierte, und es dann anschließend widerrief? War er nicht einer der intellektuellen Verantwortlichen des Massakers von Acteal, in Dezember 1997? War er es nicht, der versuchte die Mode der »koketten Haartolle« bei den PRIisten einzuführen, und der einzige der es ihm gleichtat war sein damaliger Schüler Enrique Peña Nieto? [*8]

Pedro Joaquín Coldwell. War er nicht der Regierungsbeauftragte für Frieden in Chiapas als das Massaker von Acteal stattfand, zu dem er kein Wort sagte und weiterhin durchs Nichtstun glänzte?

Rosario Robles Berlanga. War sie nicht Regierungschefin der PRD von D.F.? Hat sie sich nicht mit der Repression gebrüstet, die ihre Polizei wiederholt gegen die jungen Studenten der UNAM verübte, während des Studentenstreiks von 1999-−2000? War sie es nicht, die als Vorsitzende der PRD ihre Partei in jeder Hinsicht verkaufte? Ist sie heute nicht damit beauftragt sich mit den Bejaranos [*9] um den Korporatismus in DF und der ganzen Republik zu schlagen?

Alfonso Navarrete Prida. War er nicht der, der zuerst die Abrechnung des organisierten Verbrechens vertuschte, die in der Ermordung von Enrique Salinas de Gortari resultierte, und dann Arturo »Langfinger« Montiel entlastete?

Miguel Ángel Osorio Chong. Wurde er nicht angeklagt staatliche Mittel an die PRI umzuleiten? Hat nicht die PGR das Ermittlungsverfahren PGR/SIEDO/UEIDORPIFAM/185/2010 gegen ihn eröffnet, wegen Verbindungen zur kriminellen Organisation »Los Zetas«? (Ah, eine Änderung der Strategie im Krieg gegen die Drogen?)

(Hoppla, jetzt sehe ich gerade, dass einer der Brüder der Subsekretärin für Bevölkerung Migration und religiöse Angelegenheiten, vom Innenministerium, dessen Leitung Señor Osorio Chong obliegt, nicht nur ein sondern gleich mehrere Ermittlungsverfahren gegen sich offen hat, einige von ihnen mit dem Stempelaufdruck »eingestellt weil Angeklagter tot«, andere mit »immer noch nicht tot«, und wieder andere mit »gerade dabei zu verscheiden« und so weiter... ähm ... 18 mal. Der letzte Stempelaufdruck mit »der Verurteilte möge vortreten« stammt vom 21. Dezember 2012, und eine handschriftliche Notiz, die besagt: »Inkraftsetzung ausstehend, erwartet Anweisungen von CSG«... hmm ... was diese Initialen wohl bedeuten? Hat die PGR vielleicht auch den Namen geändert? Jedenfalls, warnt diesen Typen aus Tampico mal lieber, ja?) [*10 – oh, autsch]

Klar, Sie werden mir sagen, dass diese Personen ja nicht wirklich das Sagen haben, dass es in Wirklichkeit Carlos Salinas de Gortari ist, der Enrique Peña Nieto vorschreibt was zu tun ist (ah, was wäre nur aus diesem Land geworden, wenn es nicht den Teleprompter gäbe?).

Ok, ok, ok. Carlos Salinas de Gortari. Ist das nicht der, der wie kein anderer das Volksvermögen während seiner Amtsperiode aussaugte? (ja, ich weiß schon, dass sie alle Diebe sind, aber wir reden hier von Amateuren und Professionellen). Ist das nicht der, der die mexikanische Landwirtschaft mit seinen Reformen des 27. Verfassungsartikels verwüstet hat? Ist das nicht der, dem wir sein Silvester Trinkspruch am Neujahrsmorgen 1994 versauert haben? Ist das nicht der, der mit ansehen musste wie seine Diktatorträume von einigen Holzgewehren zerstört wurden? Ist das nicht der, der die Ermordung von Luis Donaldo Colosio Murrieta anordnete? Ist das nicht der, der sich mit seinem Hungerstreik in 1995 lächerlich machte? Ist das nicht der, der am letzten 21. Dezember hektisch am roten Telefon fragte »Was sagen sie? Was sagen sie«, und ein kalter Schauer am Rücken herunterlaufen spürte als man ihm antwortete: »gar nichts, sie bleiben absolut still”?

Sie alle, sind Sie nicht diejenigen, die immer Gewalt über den Dialog gewählt haben?

Sind Sie nicht diejenigen, die immer zu Gewalt greifen, wenn sie kein Argument haben?

Sind Sie nicht diejenigen, die alle politischen Parteien zu eine Schule für Korruption und Niedertracht gemacht haben?

Sind Sie nicht diejenigen, die sich geweigert haben, die San Andres Verträge zu erfüllen, die die konstitutionelle Anerkennung der indigenen Rechte und Kultur bedeutet, und den Raubzügen unter dem Deckmantel von Bergwerken, Wasserleitungen, Staudämme, Badeorte, Autobahne und Wohnanlagen ein Ende gesetzt hätten?

Sind Sie nicht diejenigen, die gemeinsam mit ihren Compañer@s der politischen Klasse wie Sicherheitsberater in einem riesigen Gebäude wirken, die versuchen die Mieter der mittleren und oberen Etagen und im Penthouse davon zu überzeugen, dass keine Gefahr bestünde, während sie die unteren Etagen, Erdgeschoss und Keller in die Luft sprengen? Übrigens, glaubt ihnen eigentlich jemand?

Sie, die mich schon so oft getötet haben, für tot erklärt haben, für ausgestorben, stillgelegt, verstorben, Leiche, verschwunden, geschlagen, besiegt, ergeben, gekauft, vernichtet. Denken Sie, dass irgendjemand Ihnen noch glauben wird, wenn ich mich einst tatsächlich, wie in der Liebe, dem Tod mit Leib und Seele hingeben sollte und nichts weiter sein werde als ein bisschen mehr Erde in der Erde?

Wenn Sie auf irgendeine dieser Fragen mit »nein« antworten konnten, dann haben Sie recht: wir kennen Sie nicht.

Aus den Bergen des mexikanischen Südosten.

Subcomandante Insurgente Marcos.
Mexiko, Dezember 2012.


P.S. DAS BEKRÄFTIGT.- Ich weiß, dass Sie das bereits wissen, aber es ist ganz angebracht Sie daran zu erinnern: Wir fürchten uns nicht. Ah ja, und wir sind nicht alleine.

P.S. DAS GROSSZÜGIG DEN SCHLECHTEN REGIERUNGEN EIN HANDBUCH IN 10 SCHRITTEN ANBIETET (leichte Lektüre, keine Angst), ZUM THEMA: WIE MAN ZAPATISTEN IDENTIFIZIERT UND SAGEN KANN OB SIE »KONTAKTE ZUR EZLN” HABEN ODER NICHT:

  1. Wenn sie Geld oder Projekte von irgendeiner der 3 Regierungsebenen erbitten, SIND ES KEINE ZAPATISTEN
  2. Wenn sie ein Kanal für direkte Kommunikation einrichten, ohne dies vorher öffentlich anzukündigen, SIND ES KEINE ZAPATISTEN.
  3. Wenn sie um Gespräche mit irgendeiner der drei Regierungsebenen bitten, ohne dies vorher öffentlich anzukündigen, SIND ES KEINE ZAPATISTEN.
  4. Wenn sie einen Posten, Ernennungen, Ehrungen, Auszeichnungen etc. wollen, SIND ES KEINE ZAPATISTEN
  5. Wenn sie sich fürchten, SIND ES KEINE ZAPATISTEN.
  6. Wenn sie sich verkaufen, ergeben oder aufgeben, SIND ES KEINE ZAPATISTEN.
  7. Wenn sie sich selbst sehr ernst nehmen, SIND ES KEINE ZAPATISTEN
  8. Wenn sie niemanden zum Schaudern bringen, SIND ES KEINE ZAPATISTEN
  9. Wenn sie nicht den Eindruck erwecken mehr zu sagen wenn sie schweigen, SIND ES KEINE ZAPATISTEN
  10. Wenn Sie ein Gespenst sind, das sich in nichts auflöst, SIND ES KEINE ZAPATISTEN
P.S. DAS SICH ENTSCHULDIGT.- Oh, ich weiß, dass Sie sich etwas ernsteres und formelleres erhofft hatten. Aber ist nicht der Stil und der Ton dieser Nachricht ein besserer »Lebensbeweis« als ein Foto oder Video, ganz abgesehen davon, dass ich das hier unterzeichne?

DAS P.S. SCHICKT IHNEN EIN HAIKU VON MARIO BENDETTI AN SUPMARCOS: »ich will dich nicht mehr sehen / für den Rest des Jahres / oder zumindest bis Dienstag«.


Anmerkungen

[*1] Die hirnrissige deutsche Aufteilung und die Titel der Bände von George R. R. Martins »A Song of Fire and Ice« hat nichts mit der Originalaufteilung zu tun, die der Sup verwendet:
Band 4: Das Erbe des Goldenen Löwen« = Band 2: Clash of Kings”
Band 9: Der Sohn des Greifen« = Band 05: A Dance With Dragons”.
Band 1: Die Herren von Winterfell« = Band 01: A Game of Thrones”

[*2] Botellita de Jerez: berühmte mexikanische Guackarrockband, deren Open Air Konzert in Mexiko Stadt in Februar 2011 vom damaligen Gouverneuren, Enrique Peña Nieto, unter Gewehrschüssen gewaltsam aufgelöst wurde. http://en.wikipedia.org/wiki/Botellita_de_Jer%C3%A9z

[*3] Wunderbare Reaktion des neuen mexikanischen Innenministers Miguel Osorio Chong, der nach der Mobilisierung vom 21. Dezember den Zapatisten zu raten wusste: »Seien Sie nicht voreilig. Sie kennen uns [die Peña Nieto Regierung] noch nicht«. (http://www.jornada.unam.mx/2012/12/24/politica/003n1pol)

[*4] 28 Dezember: in Mexiko Tag der Unschuldigen Heiligen – ein Gegenstück zum 1. April (http://de.wikipedia.org/wiki/28._Dezember)

[*5] Fall Paulette:
http://www.n-tv.de/panorama/Kleine-Paulette-wurde-erstickt-article804231.html
http://articles.latimes.com/2010/apr/11/world/la-fg-mexico-paulette11-2010apr11

[*6] Wortspiel: Guayaberas sind eine Art weißer Leinenhemden, die in Mexiko besonders bei Diplomaten beliebt sind (http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/552291) andererseits bedeutet »guayabera« umgangsprachlich »verlogen, betrügerisch«

[*7] »Amores Verdaderos« – »Wahre Liebe«, Titel einer immens populären mexikanischen Seifenoper, und vielleicht Anspielung auf Präsident Peña Nietos neue Ehefrau, die Schauspielerin Angelica Rivera, Star einer weiteren berühmten Seifenoper mit ähnlichen Namen, »Destilando Amor« Sie wurde ursprünglich angeheuert, um die Popularität des damaligen Gouverneurs nach der Repression in Atenco anzukurbeln. (http://www.washingtonpost.com/blogs/reliable-source/post/the-telenovela-life-of-mexicos-new-president/2012/07/03/gJQA1TATLW_blog.html)

[*8] Die schicke Gelfrisur von Enrique Peña Nieto ist allen Mexikanern ein Begriff, und findet sogar auf seiner Wikipedia Seite als Unterpunkt Erwähnung (http://en.wikipedia.org/wiki/Enrique_Pe%C3%B1a_Nieto). Für weitere Literatur einfach »Peña Nieto« zusammen mit dem Begriff »copeto« oder »copetito« googlen.

[*9] gemeint ist vielleicht die IDN, eine der größten innerparteilichen Sektionen der PRD, gegründet von René Bejarano, der später als korrupter persönlicher Sekretär von Andrés Manuel López Obrador in 2004 bei der Annahme von Bestechungsgelder gefilmt wurde.

[*10] Die Subsekretärin für Bevölkerung, Migration und Religiöse Angelegenheiten ist Paloma Guillén Vicente. Ihr entfremdeter Bruder ist ein gewisser Rafael Sebastián Guillén Vicente a.k.a Subcomandante Marcos. Es liegen in der Tat etliche offene Ermittlungsverfahren gegen ihn vor.

übs.und Anmerkungen von Dana

Quelle http://www.chiapas.eu/news.php?id=6835]]>
Thu, 17 Jan 2013 09:55:15 +0000
<![CDATA[EZLN kündigt die nächsten Schritte an]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatistisches-kommunique Kommunique des Geheimen Revolutionären Indigenen Komitees – Generalkommandantur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.


30. Dezember 2012.

An die mexikanische Bevölkerung:
An die Völker und Regierungen der Welt:
Brüder und Schwestern:
Compañeros und Compañeras:

Am 21. Dezember 2012, wenige Stunden nach dem Morgengrauen, mobilisierten sich Zehntausende zapatistische Indigenas und besetzten, friedlich und schweigend, 5 Bezirkshauptstädte im südöstlichen mexikanischen Bundesstaat Chiapas. In den Städten von Palenque, Altamirano, Las Margaritas, Ocosingo und San Cristóbal de las Casas betrachteten wir sie und betrachteten wir uns selbst im Schweigen.

Unsere Botschaft handelt nicht von Resignation.

Sie handelt nicht von Krieg, Tod und Zerstörung.

Unsere Botschaft handelt von Kampf und Widerstand.

Nach dem mediengesteuerten Staatsstreich, der die schlecht verstellte und armselig geschminkte Ignoranz zur exekutiven Bundesmacht erhob, traten wir in die Öffentlichkeit um sie wissen zu lassen, dass wenn sie nie verschwunden sind, wir das genauso wenig sind.

Vor 6 Jahren, machte sich ein Segment der politischen und intellektuellen Klasse daran einen Sündenbock für ihr Scheitern zu finden. Zu dieser Zeit befanden wir uns in Städten und Gemeinden, und kämpften um Gerechtigkeit für ein Atenco, das damals nicht gerade an der Mode war.

In diesem Gestern verleumdeten sie uns zuerst und versuchten danach uns zum Schweigen zu bringen.

Zu unfähig und unehrlich um zu erkennen, dass sie den Samen ihres Ruins in sich selbst trugen und tragen, versuchten sie uns mit der Lüge und dem konspirativen Schweigen verschwinden zu lassen.

Sechs Jahre später sind zwei Dinge klar:

Sie brauchen uns nicht um zu versagen.

Wir brauchen sie nicht um zu überleben.

Wir, die nie verschwunden sind, auch wenn die Medien des gesamten Spektrums sich bemüht haben das glauben zu lassen, erheben uns wieder als indigene Zapatisten die wir sind und sein werden.

In diesen Jahren haben wir uns gestärkt und haben unsere Lebensbedingungen bedeutend verbessert. Unser Lebensstandard ist höher als in den regierungshörigen indigenen Gemeinden, die Almosen erhalten und mit Alkohol und nutzlosen Artikeln überschüttet werden.

Unsere Häuser haben sich verbessert, ohne die Natur zu verletzen und ihr Wege aufzuzwingen, die ihr fremd sind.

In unseren Dörfern dient das Land, an das sich früher Landbarone und Großgrundbesitzer mästeten, heute dem Anbau von Mais, Bohnen und dem Gemüse, das unsere Tische erleuchtet.

Unsere Arbeit wird mit der doppelten Zufriedenheit belohnt uns mit dem Nötigen zu versorgen um anständig leben zu können, und zum kollektiven Wachstum unserer Gemeinden beizutragen.

Unsere Jungen und Mädchen besuchen eine Schule, die ihnen ihre eigene Geschichte beibringt, die ihrer eigenen Heimat und die der ganzen Welt, sowie die nötigen Wissenschaften und Techniken um sich zu bilden ohne aufzuhören Indigenas zu sein.

Die indigenen zapatistischen Frauen werden nicht als Ware verkauft.

Die indigenen PRI-Anhänger kommen in unsere Krankenhäuser, Kliniken und Labors, weil es in denen, die die Regierung zur Verfügung stellte, weder Medikamente, noch Geräte noch Doktoren, noch qualifiziertes Personal gibt.

Unsere Kultur erblüht, nicht isoliert sondern bereichert durch den Kontakt mit Kulturen anderer Völker aus Mexiko und der ganzen Welt.

Wir regieren und wir regieren uns selbst, indem wir stets zuerst die Einigung vor der Konfrontation anstreben.

All dies wurde nicht nur ohne die Regierung, die politische Klasse und die Medien, die sie begleiten bewerkstelligt, sondern während wir auch gleichzeitig ihren Angriffen aller Art Widerstand leisten mussten.

Wir haben wieder einmal bewiesen, dass wir die sind, die wir sind.

Mit unserem Schweigen meldeten wir uns.

Nun verkünden wir mit unserem Wort, dass:

ERSTENS. - Wir bekräftigen erneut und konsolidieren unsere Zugehörigkeit zum Nationalen Indigenen Kongress, als Raum des Treffens zwischen den Ursprünglichen Völkern unseres Landes.

ZWEITENS. - Wir eröffnen erneut den Kontakt mit unseren Compañeros und Compañeras Anhänger der Sechsten Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald in Mexiko und auf der ganzen Welt.

DRITTENS. – Wir beabsichtigen die nötigen Brücken zu den sozialen Bewegungen zu errichten, die sich gebildet haben und sich bilden, nicht um zu führen oder zu ersetzen, sondern um von ihnen zu lernen, von ihrer Geschichte, ihren Pfaden und ihren Schicksalen.

Hierfür haben wir die Unterstützung von Einzelpersonen und Gruppen in verschiedenen Teilen Mexikos gewonnen, formiert als Unterstützungsgruppen der Kommissionen der Sechsten Erklärung und der Sexta International der EZLN. Diese werden als Linien der Kommunikation zwischen den zapatistischen Unterstützungsbasen und den Einzelpersonen, Gruppen und Kollektiven in Mexiko und auf der ganzen Welt wirken, die Anhänger der Sechsten Erklärung sind und weiterhin die Überzeugung und das Engagement haben sich an dem Aufbau einer nicht-institutionellen linken Alternativen zu beteiligen.

VIERTENS. – Wir halten unsere kritische Distanz zur mexikanischen politischen Klasse weiterhin aufrecht, die in ihrer Gesamtheit nichts anderes getan hat als auf Kosten der Bedürfnisse und Hoffnungen der einfachen und bescheidenen Leute zu gedeihen.

FÜNFTENS. - Hinsichtlich der schlechten Regierungen auf Bundes-, Staats- und Bezirksebene, der Exekutive, Legislative und Judikative, und den Medien, die sie begleiten, sagen wir folgendes:

Die schlechten Regierungen des gesamten politischen Spektrums, ohne irgendeine Ausnahme, haben alles in ihre Macht stehende getan um uns zu vernichten, uns zu kaufen, uns zu unterwerfen. PRI, PAN, PRD, PVEM, PT, CC und die künftige Partei der RN, haben uns allesamt angegriffen, militärisch, politisch, sozial und ideologisch.

Die großen Massenmedien versuchten uns zum Verschwinden zu bringen, zuerst durch kriecherische und opportunistische Verleumdung, und dann durch verschlagenes und konspiratives Schweigen. Jene, denen sie gedient haben und an dessen Geld sie sich gestillt haben existieren bereits nicht mehr. Und jene, die sie gerade ablösen werden auch nicht länger als ihre Vorgänger durchhalten.

Wie der 21. Dezember 2012 es zeigte, sind sie alle gescheitert.

Es bleibt daher der Bundesregierung, der Exekutiven, Legislativen und Judikativen überlassen zu entscheiden, ob sie die Politik zur Aufstandsbekämpfung wiederaufgreifen möchte, die bisher nur eine fadenscheinige Simulation zuwege gebracht hat, ungeschickt aufrechterhalten durch Medienmanipulationen, oder ob sie ihre Verpflichtungen anerkennt und erfüllt, und die indigenen Rechte und Kultur auf konstitutionelle Ebene erhebt, wie in den sogenannten "Abkommen von San Andrés" festgesetzt, die in 1996 von der Bundesregierung unterzeichnet wurden, damals unter Leitung der gleichen Partei, die heute an der exekutiven Macht ist.

Es bleibt der Staatsregierung überlassen zu entscheiden, ob sie weiterhin die unehrliche Strategie und das Scheitern ihrer Vorgänger fortsetzen möchte, die nicht nur korrupt und lügnerisch waren, sondern auch das Geld der Bevölkerung von Chiapas zur eigenen Bereicherung und die ihrer Komplizen eingesteckt haben, und dreist das Kaufen von Stimmen und falschen Federn in den Medien vorangetrieben haben, während sie die Bevölkerung von Chiapas in den Elend stürzten, und gleichzeitig Polizei und Paramilitärs einsetzten um zu versuchen den organisatorischen Fortschritt der zapatistischen Gemeinden aufzuhalten; oder ob sie stattdessen mit Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit unsere Existenz akzeptiert und respektiert, und sich der Idee anschließt, dass auf dem zapatistischen Gebiet in Chiapas, Mexiko, eine neue Form des sozialen Lebens blüht. Ein Blühen, das die Aufmerksamkeit aufrechter Personen auf dem ganzen Planeten an sich zieht.

Es bleibt den Bezirksregierungen überlassen zu entscheiden, ob sie weiterhin die Mühlsteine schleppen möchten, mit denen die antizapatistischen oder angeblich "zapatistischen" Organisationen sie erpressen um unsere Gemeinden anzugreifen; oder ob sie dieses Geld nicht besser dazu nutzen sollten, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern, für die sie verantwortlich sind.

Es bleibt der mexikanischen Bevölkerung, die sich organisiert um Wahlkampf und Widerstand zu leisten überlassen zu entscheiden, ob sie uns weiterhin als Feinde oder Rivalen betrachten möchten, an die sie ihre Frustration über die Wahlbetrügereien und Aggressionen abreagieren können, unter denen wir letztendlich alle zu leiden haben, und ob sie sich in ihrem Kampf um die Macht weiterhin mit unseren Verfolgern verbünden möchten; oder ob sie in uns am Ende eine andere Form Politik zu betreiben erkennen.

SECHSTENS. - In den nächsten Tagen, wird die EZLN durch die Kommissionen der Sechsten Erklärung und der Sexta International, eine Reihe von Initiativen bekannt geben, mit zivilen und friedlichen Charakter, um weiterhin mit den anderen indigenen Völker Mexikos und auf dem ganzen Kontinent gemeinsam fortzuschreiten, und zusammen in Mexiko und auf der gesamten Welt Widerstand zu leisten und zu kämpfen, von unten und links.

Brüder und Schwestern:

Compañeros und Compañeras:

Wir hatten früher das Glück über eine ehrliche und noble Aufmerksamkeit verschiedener Kommunikationsmedien zu verfügen. Wir danken ihnen dafür. Aber durch ihre gegenwärtige Haltung wurde dies vollständig gelöscht.

Jene, die darauf setzten, dass wir nur in den Medien existieren, und in der Umzingelung von Lügen und Schweigen verschwinden würden, haben sich geirrt.

Wenn es keine Kameras, Mikrofone, Federn, Ohren und Blicke gibt, existieren wir.

Wenn sie uns verleumden, existieren wir.

Wenn sie uns todschweigen, existieren wir.

Und hier sind wir, und existieren.

Unser Weg, wie es sich gezeigt hat, ist nicht von der Wirkung in den Medien abhängig, sondern von dem Verständnis der Welt und ihrer Einzelteile, von der indigenen Weisheit, die unsere Schritte leitet, von dem unerschütterlichen Entschluss, den die Würde von unten und links verleiht.

Von nun an wir unser Wort sich an selektive Empfänger richten und, mit wenigen Ausnahmen, kann nur von denen verstanden werden, die mit uns gewandert sind und wandern, ohne sich der Medien- und Konjunkturbedingten Moden zu unterwerfen.

Und so, mit nicht wenigen Irrtümer und vielen Schwierigkeiten, ist eine andere Form Politik zu betreiben bereits eine Realität.

Wenige, sehr wenige, haben das Privileg sie zu kennen und von ihr direkt zu lernen.

Vor 19 Jahren überraschten wir alle, als wir ihre Städte mit Feuer und Blut einnahmen. Heute tun wir es erneut, ohne Waffen, ohne Tod, ohne Zerstörung.

Wir unterscheiden uns darin von jenen, die während ihrer Regierungen, unter ihren Regierten Tod verbreiteten und verbreiten.

Wir sind die gleichen wir vor 500 Jahren, vor 44 Jahren, vor 30 Jahren, vor 20 Jahren, und vor einigen Tagen.

Wir sind die Zapatisten, die Allerkleinsten, die in der entlegensten Ecke der Heimat leben, kämpfen und sterben, die nicht nachgeben, die sich nicht verkaufen, die sich nicht ergeben.

Brüder und Schwestern:

Compañeros und Compañeras:

Wir sind die Zapatisten und Zapatistinnen. Wir umarmen Sie.

Demokratie!

Freiheit!

Gerechtigkeit!

Aus den Bergen des mexikanischen Südostens.
Für das Geheime Revolutionäre Indigene Komitee – Generalkommandantur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung

Subcomandante Insurgente Marcos.
Mexiko. Dezember 2012 - Januar 2013.

Quelle: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2012/12/21/comunicado-del-comite-clandestino-revolucionario-indigena-comandancia-general-del-ejercito-zapatista-de-liberacion-nacional-del-21-de-diciembre-del-2012/]]> Wed, 02 Jan 2013 09:46:08 +0000 <![CDATA[21.12.12 /// Zehntausende Zapatistas demonstrieren schweigend]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/elzn.mayakalender
http://www.jornada.unam.mx.

Zehntausende Zapatisten marschieren schweigend in Chiapas
Subcomandante Marcos veröffentlicht erstes Kommunique

Zapatistischer Schweigemarsch in Chiapas

Unterstützungsgemeinden der EZLN besetzen Marktplätze von Ocosingo, San Cristóbal und Las Margaritas
Hermann Bellinghausen und Elio Henríquez

La Jornada 21. 12. 2012 (09:15)

Ocosingo, Chiapas. In völligem Schweigen besetzten Tausende indigene Zapatisten aus dem Hochland von Chiapas, am Freitag seit den frühen Morgenstunden, die zentralen Marktplätze von Ocosingo, San Cristóbal de las Casas und Las Margaritas, und marschierten nach Comítan, alles Städte, die sie während des zapatistischen Aufstandes in 1994 eingenommen hatten.

Auf den Hauptplazas dieser Städte stellten die Zapatisten Schreine für jene auf, die sich mit hochgehaltener Faust erhoben hatten, in einer Aktion die an eine militärischen Musterung erinnerte.

Gegen 6:30 Uhr am Morgen, erreichten etwa 6000 Zapatisten Ocosingo, und begannen, sich nahe der Universidad de la Selva (Universität des Urwaldes) zu versammeln, und marschierten von dort in Richtung Stadtzentrum, wo sie sich drei Stunden lang schweigend aufstellten.

In San Cristóbal de las Casas wurde die Stille von 20.000 zapatistischen Männern und Frauen nur von dem ständigen Applaus und den Zurufen "Hoch lebe Marcos!", "Ihr seid der Stolz von Mexiko" und "Hoch leben die Zapatisten!" der Umstehenden unterbrochen.

Berichten zufolge versammelten sich in Las Margaritas mindestens 7.000 Indigenas.
Es wird erwartet, dass das Geheime Revolutionäre Indigene Komitee, Generalkommandantur derZapatistischen Armee der Nationalen Befreiung, in den nächsten Stunden eine Botschaft an die Öffentlichkeit richten wird.
An einem Tag, an dem viele Unvorsichtige glaubten, das die Welt enden würde, warteten die Maya-Unterstützungsgemeinden der EZLN, mit verdeckten Gesichtern, die meisten von ihnen sehr jung, schweigend, in perfekter Ordnung, in einem anhaltenden und ungewöhnlichem Nieselregen.
Quelle: La Jornada http://www.jornada.unam.mx/ultimas/2012/12/21/9154903-zapatistas-se-movilizan-en-cuatro-municipios-de-chiapas/
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Sub Marcos schickt ein Kommunique über den Zapatistischen Marsch
Der zapatistische Anführer macht seine erste öffentliche Mitteilung seit einer langen Abwesenheit in der Öffentlichkeit.

Mexiko. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung, EZLN, veröffentlichte auf ihrer Webseite http://enlacezapatista.ezln.org.mx ein Kommunique mit der Unterschrift von Subcomandante Insurgente Marcos.
Der Text der veröffentlichten Mitteilung:
"Könnt ihr das hören? Es ist der Klang ihrer Welt, die zusammenbricht. Es ist die unsere, die wiederkehrt. Der Tag, der Tag war, wurde Nacht, und die Nacht wird der Tag sein, der Tag sein wird".

An diesem Freitag marschierten am Morgen mehr als 40.000 zapatistische Unterstützungsbasen in fünf Städten von Chiapas ein. Dies ist die massivste Mobilisierung dieser Organisation seit dem bewaffneten Aufstand der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) am 1. Januar 1994.

Von den fünf zapatistischen Caracoles in Los Altos, der Selva Lacandona, und der Zona Norte kommend, besetzten die rebellierenden Maya-Völker von Chiapas (Tzeltales, Tzotziles, Choles, Tojolabales, Mam und Zoques) die zentralen Plätzen von Ocosingo, San Cristóbal de las Casas, Palenque, Altamirano und Las Margaritas. Überall, im völligen Schweigen.

* * *
Quelle: La Jornada
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Sat, 22 Dec 2012 12:14:04 +0000
<![CDATA[Proteste und Repression in Mexiko]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/proteste-in-mexiko
Weiterlesen auf
http://amerika21.de/meldung/2012/12/70755/gewaltwelle]]> Thu, 06 Dec 2012 15:40:55 +0000 <![CDATA[Massenabschiebungen von Roma nach Serbien und Mazedonien stoppen!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/abschiebungen
Wie Flüchtlinge aus dem Erstaufnahme und Abschiebelager in Horst bei Boizenburg berichten, sind in den kommenden Tagen Massenabschiebungen von Flüchtlingen nach Serbien und Mazedonien geplant. Betroffen sind vor allem Roma-Familien. Am kommenden Montag soll ein Reisebus direkt aus dem Erstaufnahme- und Abschiebelager in Horst nach Serbien fahren. Weitere Abschiebungen sollen morgen und am Montag per Flugzeug über Hamburg nach Mazedonien verlaufen.

Viele der Betroffenen haben unter großem Druck und Drohungen seitens der Behörden eine Erklärung zur sogenannten "freiwilligen Ausreise" unterschrieben. Abschiebegefährdet sind aber auch jene, die diese Erklärung nicht unterschrieben haben. So wurde in der Nacht zum 13.11.2012 eine 5 köpfige Roma-Familie nach Mazedonien abgeschoben. Zahlreiche Abschiebungen von Roma nach Kosovo, Serbien und Mazedonien werden derzeit auch in anderen Bundesländern fortgeführt. Heute morgen startete eine von Frontex koordinierte Sammelabschiebung von Stuttgart ins Kosovo.

"Wir verurteilen dieses Vorgehen aufs Schärfste! Drei Wochen ist es her, dass in Berlin das zentrale Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Sinti und Roma eingeweiht wurde. Hochrangige Politiker_innen wie Bundeskanzlerin Merkel betonten, dass aus der Vergangenheit eine besondere Verantwortung resultiere, Sinti und Roma heute vor Diskriminierung und Verfolgung zu schützen. Angesichts der derzeitigen Abschiebungen und dem Leugnen von antiziganistischer Diskriminierung und Verfolgung in den jeweiligen Herkunftsländern, sind dies nichts weiter aus leere Worthülsen! Wir fordern Politiker_innen in Bund und Ländern auf, nicht zu letzt aufgrund der historischen Verantwortung gegenüber Sinti und Roma politisch verantwortungsvoll zu handeln!" appelliert Kim Ayalan, Pressesprecherin der Kampagne Stop it! Rassismus bekämpfen -€“ alle Lager abschaffen.

"Die antiziganistische Hetze, die von Bundesinnenminister Friedrich, Innenminister Schünemann (Niedersachsen) und auch MVs Innenminister und Vorsitzendem der diesjährigen IMK-Konferenz Caffier betrieben wurde, derzufolge Roma als "Wirtschaftsflüchtlinge", die das Asylrecht missbrauchen würden, dargestellt wurden, findet ihre Konsequenzen in den derzeitigen und geplanten Abschiebungen und zeigt welche Gefahr von solchen rassistischen Diskursen in den Institutionen ausgeht!", kritisiert Ayalan weiter.

Die Politiker_innen blenden schlichtweg aus, dass Roma in ihren Herkunftsländern wie Serbien, Kosovo und Mazedonien als Folge einer strukturellen antiziganistischen Diskriminierung unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen leben müssen. Sie werden ausgegrenzt vom Arbeitsmarkt, vom Bildungssystem und vom gesellschaftlichen Leben. Es sind daher politische Gründe, wegen derer sie nach Deutschland kommen. Ihnen sollte Asyl gewährt werden! Im mindesten aber muss eine Bleiberechtsregelung geschaffen werden.

Wir fordern die politisch Verantwortlichen in MV auf, die bevorstehenden Abschiebungen nach Serbien und Mazedonien zu stoppen!" fordert die Stop it! Kampagne gemeinsam mit der Antirassitischen Initiative Rostock.

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Thu, 15 Nov 2012 12:34:12 +0000
<![CDATA[How do we take back control?]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/take-back-control One of the most famous events where people gathered to 'do something' about the shocking and extreme inequalities of world trade was at the Seattle 1999 WTO Ministerial Conference. Before and since, protest and direct action have been the main ways to try to push for changes in our domineering capitalist world.


Taking our anger to the streets is the most direct way to be heard. The Seattle protest became legendary for its size and its success in disrupting the corrupt WTO meetings. But when the state inevitably crushes us down, when the police beats us and shoots at us, arrests us and sanitises the streets of our traces; when the protest comes to an end, what do we go back home to?

Cafe Libertad is an organisation that works for change in the everyday – that builds a constant and viable alternative to dirty capitalist business and that allows us to resist this global exploitative system. But how does it do this exactly?

What's wrong with current world trade?
To understand what makes Cafe Libertad different, we must first understand what is wrong with mainstream world trade. People often talk about inequalities and bad corporate behaviour, but what do these actually mean?

Capitalism is built on competition for profit: the only true obligation a corporation has is to make increasing financial gains for its owners. In a competitive game where profits can be used to buy better machinery and more advertising, those who are doing well can do even better, and those who lose out are stuck at the bottom. If you ever played car racing video games in the 90ies, these often worked like this: if you won a car race you got a reward in virtual cash, which meant you could buy a better engine for your car before the next race. You'd then be more likely to win again, getting more money to spend on an even better engine, or tyres, etc. This is exactly how capitalism works: in a competition for market share, the most ruthless player wins the most money, and is best placed to carry on winning more and more.

The capitalist corporation is of course not democratically organised – if Walmart or Metro were countries, they would be authoritarian dictatorships. All decisions are made by managers and shareholders, and if the lower-level employees don't like the conditions the bosses offer them, so the capitalist theory goes, they can go and find work elsewhere. Unfortunately, in practice, this decision is not so easy for workers, who are stressing around trying to make their life work out financially and emotionally.

Nationally in Germany, nearly 70% of all food is bought from one of the six largest supermarket companies (Metro, Rewe, Edeka, Aldi, Schwarz (owner of Lidl), Tengelmann (owner of Plus and Kaiser's)). The overwhelming size of these companies means that they can bully their suppliers into selling their produce at unrealistically low prices – even at a loss sometimes – since most farmers would rather do a bad deal to maintain a good relationship with these enormous buyers, than to say no and be put on the supermarkets' black lists. The workers who farm, pick, sort, pack and ship food on the global market are therefore paid dangerously little for their work. They are pressured into working long hours for little pay, often not enough to cover their rent, food and education for their children. Statistically, this is how most people live in the world – our comfortable European lifestyles are abnormal globally speaking, and are largely financed by these bullying tactics, whether through business, international legislation, or war.

The World Trade Organisation (WTO) is the official platform where all main global trade negotiations are supposed to take place. Countries meet regularly at meetings organised by the WTO to discuss what rules, taxes, labelling laws, etc, should be allowed. If any member state of the WTO thinks another member state breaks one of these agreements, they can sue it under the WTO's court-like facility, which can give out financial penalty sentences. Since the mid 2000s, WTO negotiations have gone badly and countries have not been able to agree on some key issues, which has meant that the WTOs status as the global authority on trade now is confused. In many cases, countries like the EU and USA are going ahead and making new 'bilateral' trading agreements with individual countries, which are not officially okayed by the rest of the world.

In this confused space, large wealthy countries are able to use their power to pressurise smaller and less economically advanced countries into accepting trade agreements that are not favourable to them. For example, while the US and most European countries gave large government grants to emerging industries in the 17th and 18th centuries before they got as advanced and rich as they are now, and put taxes on foreign imports to encourage people to buy local, developing countries are today forbidden by the developed countries from doing either of these things, on the grounds that government support of local businesses isn't 'fair'.

The WTO is, according to the world's rich, supposed to be a fair space for countries to negotiate trade rules – but as protesters at the 1999 Seattle ministerial meeting pointed out, this is a very old and boring joke. The WTO is an extremely corrupt organisation, with a weak democratic structure based on a deranged version of 'consensus' decision making (i.e. with less say for poorer members), and with practical meeting arrangements that make it nearly impossible for developing countries, with their fewer, less elite-trained and less networked government staff, to attend meetings at all. With a situation that is unequal and wrong on so many levels, it is difficult to know what to begin shouting through that megaphone on a street like one in Seattle in November 1999.

Cafe Libertad as alternative
Perhaps most famously, Cafe Libertad is Europe's first and largest distributor of Zapatista coffee, but it also helps distribute other goods, such as Cuban rum, sugar from Ecuador and cocoa from Bolivia. Cafe Libertad is a collective of workers, which means that the people who run the daily grind of the company also take part in all the decision-making. This means that the traditional capitalist distinction between the workers of a company (who, as Marx pointed out, sell their labour power to employers for a price that is as low as possible since they are competing with other labourers to get the job) and the owners of the company (who take all the profit) is erased. The employers and employees become the same people.

This democratic ownership and decision-making is not only true for Cafe Libertad itself, but for all the organisations it buys from and deals with. This chain of democratic decision-making is strikingly different from the hostile and competitive market logic of mainstream capitalist business. Of course this does not mean that decision-making is problem-free, and sometimes the traditional hierarchical patterns we have all been taught to play along with since birth make unwelcome and unintended appearances. But the journey towards equality and democracy goes on – unlike in dictatorial supermarkets.

Since Cafe Libertad is not motivated by any profit, it has no need to pressure its suppliers to deliver unrealistically low prices. Cafe Libertad pays decent prices for all its products, which means workers both here in Germany and in the producer co-ops abroad get enough money to live on, not just to survive, but to build confidence. When you buy a packet of Zapatista coffee, the Zapatistas receive a price that is high enough to keep their community moving. Unlike in the 'fair trade' activities of patronising development charities, the Zapatistas have their own democratic structures to decide what they money is spent on – Cafe Libertad's payment for Zapatista coffee is not 'charity', but a transaction of mutual respect and co-operation.

Apart from the good price Zapatistas receive for their coffee, about three additional percent of the total price of a coffee bag goes to a sponsorship premium to support political struggles here in Europe as well as in Mexico. This means that political work by radical activist groups, whether public information, education, protest, direct action, lobbying, etc, is valued as real work, and is given money to sustain it. In other words, while Cafe Libertad mainly is a progressive force in itself by providing an alternative to exploitative capitalist business, it also supports progressive forces through fundraising for other forms of activism.

By creating an alternative trading stream, which refuses to take part in mainstream business networks or behaviours, Cafe Libertad has the luxury of questioning capitalism in a very deep and fundamental way. A trading collective does not have to phrase its values and opinions in short and snappy slogans, and it is not swept away by batons and tear-gas when the riot police is called in. As a trading collective Cafe Libertad can create real and tangible spaces that are built on mutual gain instead of profit. Activists in the collective can deal with questions around equality and democracy in a deeper and more permanent way: how can we make a living together? How does mutual gain work in practice? How do we build solidarity with radical activists on the other side of the world? And invited into this process is not only Cafe Libertad staff or Zapatista farmers, but anyone who wants to volunteer, help out, or learn more.

]]> Wed, 14 Nov 2012 13:16:33 +0000 <![CDATA[Neue Solidaritäts- und Fan-Kaffees!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/solidaritaetskaffee Ab sofort bieten wir zwei neue Bio-Filterkaffeesorten und einen Bio-Solidaritätsespresso an. Der »St. Pauli Roar«-Espresso (250g gemahlen – Artikel-Nr. 1910 ) für 3,80 Euro ist ein Gemeinschaftsprojekt von Cafe Libertad mit Fans und Stadtteilinitiativen. Zwei Euro pro kg gehen an antirassistische Fanprojekte und Initiativen aus dem Stadtteil für das Recht auf Stadt.
Mehr Informationen zum Projekt gibt es auf folgendem Blog: http://stpauliroar.blogsport.de.

Als Bio-Filterkaffee gibt es einen milden Genossenschaftskaffee »Empor!« (250g gemahlen – Artikel-Nr. 170) zur Unterstützung des Internationale Genossenschaftsjahres 2012 für 3,50 Euro an.

Neu ist auch der Altona93-Kaffee (Artikel-Nr. 1893) für 3,50 Euro im Angebot – hierbei handelt es sich um die schwarz-weiß-rote Variante unseres Genossenschaftskaffees, die seit dieser Saison im Stadion des Vereins ausgeschenkt wird – ein Kaffee für die Fußball-Anhängerschaft, eben Fans ...

Allen neuen Sorten enthalten neben unserem üblichen Förderanteil von -,40 €/kg weitere Förderungen für besondere Projekte und stammen von der kleinbäuerlichen Organisation Comsa in der Kaffeeregion Marcala in Honduras..

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Fri, 26 Oct 2012 10:00:57 +0000
<![CDATA[Übergriffe auf die zapatistische Gemeinde Comandante Abel]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/zapatistische-gemeinde-commandante-abel

Anfang September 2012, kam es zu massiven paramilitaerischen Angriffen auf die autonome zapatistische Gemeinde "Comandante Abel", im Norden von Chiapas, Mexiko. Dieses Video, ist im Rahmen einer Solidaritaetskaravane enstanden und dokumentiert und rekonstruiert die Geschehnisse. Es wurde vom mexikanischen Medienkollektiv Promedios produziert. Mehr Infos auf http://www.promediosmexico.org.

´Comandante Abel` ist eine neugegründete zapatistische Gemeinde. Sie besteht seit Mai 2012, nachdem sie sich aufgrund anhaltender Aggressionen von den nicht-zapatistischen Bewohner*innen ´San Patricios' abgespalten haben. ´Comandante Abel` ist nach einem gefallenen Komandanten der EZLN benannt und gehört zur Zona Norte (dt.: nördliche Zone) des zapatistischen Territoriums in Chiapas und damit zum ´Caracol V, dass für alle spricht: Roberto Barrios`.

Mehr zum Informationen zum Hintergrund]]>
Thu, 25 Oct 2012 12:08:20 +0000
<![CDATA[14.-16.9. CACITA Filmveranstaltungen und Diskussion]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/cacita Alternative Projekte in Mittelamerika und die Kraft der Schmetterlinge

Im Rahmen der Chaostheorie spricht man vom „Schmetterlingseffekt“, was bedeutet, dass kleinste Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig und unvorhersagbar verändern können... Politiker_innen verschiedener Länder betonen immer wieder, dass es derzeit keine Alternativen zum neoliberalen Wirtschafts- und Lebenskonzept gibt. Der Dokumentarfilm “Die Kraft der Schmetterlinge” ist 2011 auf einer Reise von Mexiko nach Panama entstanden und handelt von Menschen in Mittelamerika, die statt auf Lösungen seitens ihrer Regierungen zu hoffen, sich gemeinsam organisieren und so eigene Lösungen und Alternativen schaffen.

CACITA aus Mexiko ist beispielsweise ein kostenloses Lern-Center und fördert die Herstellung und den Eigenbau von Maschinen zur Stärkung und Verteidigung der Autonomie und Unabhängigkeit von Gemeinden in Oaxaca, Chiapas oder Guerrero. Durch Workshops und Kurse sollen Techniken erlernt werden, um sie anschließend selbst anzuwenden. Die Gruppen arbeiten bewusst unabhängig von staatlicher und institutioneller Unterstützung. In der Kupferdiebe Galerie im Hamburger Gängeviertel wird von Fr. den 14. - So. den 16.9. ein Workshop durchgeführt, ein Film gezeigt und im Rahmen einer Veranstaltung über alternative Projekte und die soziale Kämpfe in Mexico informiert.

Das »Autonomous Center for Inter-Cultural Creation of Appropriate Technology« strebt innovative Techniken an die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch sozial gerecht, kulturell angeeignet, bezahlbar und, soweit möglich, technisch reproduzierbar durch die Wiederverwendung von Ressourcen. Das Projekt will damit soziale Bewegungen stärken und kollektive Technologien gegen globale Erwärmung und den Klimawandel entwickeln. Ziel ist gegenseitige Unterstützung und die selbstorganisierte Entwicklung angepasster Technologien für den Lebensunterhalt.

Im Zentrum steht die Entwicklung von Bicimaquinas, Fahradmaschinen die über Kettenantrieb eine stromunabhängige Produktion möglich machen. CACITA stellt Werkzeuge her für verschiedene Zwecke in den ländlichen und städtischen Gebieten, u.a. Wasserpumpen, Maisrebler, Getreidemühlen, Kaffeemühlen, Mixer, Waschmaschinen und elektrische Generatoren. Darüberhinaus produzieren sie z.B. ökologische Trockentoiletten mit alternativen Techniken.

Am Freitag, den 14. September wird um 20 Uhr der erste Teil eines Dokumentarfilmes über alternative Projekte in Mexico gezeigt (92 min). tt. In der Galerie wird zudem eine Foto-Ausstellung und eine Präsentation gezeigt. Anschließend erzählen Aktivist_innen über ihre dortigen Erfahrungen.

Am Samstag den 15. September um 20 Uhr wird der zweite Teil (72 min) der Filmvorführung stattfinden. Im Film wird die Arbeit von Cacita vorgestellt und in der anschließenden Diskussion geht es dann allgemeiner über die politischen Situation, soziale Kämpfe und staatliche Repression in Mexico.

Der dreitägige, begleitende Workshop fällt leider aus.

Programm:

Freitag 14.9. 20 Uhr Veranstaltung und Film (92 min)
Selbstverwaltete alternative Projekte in Lateinamerika
"Die Kraft der Schmetterlinge Teil 1"

Samstag 15.9. 20 Uhr Veranstaltung und Film (72 min)
Infos und Diskussion zur aktuellen Situation in Mexiko
"Die Kraft der Schmetterlinge Teil 2"

Mehr Informationen zum Film und Workshop:
http://alegre-rebeldia.de

Veranstaltungsort:
Kupferdiebe Galerie im Gängeviertel
Caffamacherreihe 49 20355 Hamburg
www.das-gaengeviertel.info

Orga:
cafe-libertad@gmx.de
http://www.cafe-libertad.de ]]>
Thu, 30 Aug 2012 11:13:23 +0000
<![CDATA[Solidarität mit Konstantina Kouneva]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/konstatina-kouneva Solidaritäts-Kaffeestand und Veranstaltungen mit Cafe Libertad im Rahmen des Schanzenfestsalons am 25. August im Hof des 3001 Kinos

Am 23.12.2008 gab es in Athen einen Mordanschlag auf die Basisgewerkschafterin Konstantina Kouneva durch mehrere Auftragsschläger. Auf dem Heimweg von ihrer Arbeitsstelle wurde ihr aufgelauert, sie mit Säure überschüttet und auch gezwungen diese zu trinken. Konstantina überlebte schwer verletzt, schwebte wochenlang in Lebensgefahr. Sie hat ein Auge verloren, Verletzungen ihrer Stimmbänder und musste bis heute unzählige Operationen über sich ergehen lassen. Ein Großteil der benötigten Gelder wurde durch solidarische Menschen und Organisationen aufgebracht.

In diesem August 2012 befindet sie sich aufgrund ihrer schweren Verletzungen immer noch in Behandlung und steht vor neuen Operationen. Obwohl der Angriff mehrere Jahre her ist, finden wir es wichtig, dass sie nicht vergessen wird und unsere Solidarität aktiv bleibt.

Konstantina Kouneva ist eine bulgarische Migrantin und Aktivistin der Basisgewerkschaft der Reinigungskräfte im Großraum Athen. Aufgrund ihrer kämpferischen Haltung wurde sie von ihrem Arbeitgeber als Unruhestifterin betrachtet. Trotz ihrer schweren Verletzungen meldete sie sich aus dem Krankenhaus immer wieder zu Wort und machte klar, dass sie ihren Kampf gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Leiharbeit fortsetzen wird. Im November 2009 erfolgte ein weiterer Säure-Anschlag auf Venetía Monalopoúlou, eine Basisgewerkschafterin in Thessaloniki. Ihr Wagen wurde mit Säure überschüttet, was als Warnung für die Aktivistin verstanden wurde. Weder Kouneva noch Monalopoúlou haben sich einschüchtern lassen und wir unterstützen ihren Kampf gegen Ausbeutung und Leiharbeit!

Während sich die staatstragenden Gewerkschaften weitgehend zurückhalten, erfahren die Kämpfe der zumeist migratischen Reinigungskräfte große Solidarität aus den anarchistischen Bewegungen und der antiautoritären Linken. Mit einem Solidaritäts-Kaffeestand von Cafe Libertad im Rahmen des Schanzenfestsalons im Hof des 3001 Kinos soll für Kontantina und ihre medizinische Behandlung Geld gesammelt werden. Ihr könnt einen Solikaffee oder Espresso trinken bzw. einfach eine Spende für sie abgeben. Konstantina Kouneva, du bist nicht alleine!

Cafe Libertad beteiligt sich zudem an zwei Veranstaltungen mit Gästen aus Griechenland:

Um 16 Uhr berichtet ein Anarchist aus Ionnina von der politischen Praxis und den Kämpfen jenseits der Metropole Athen. In Ionnina riegelte Mitte des Jahres ein großes Polizeikontingent einen Gebäudekomplex ab, in dem selbstorganisiert illegalisierte Flüchtlinge wohnten und in dem sich auch das besetzte Zentrum Antiviosi befindet. Personen wurden durchsucht und festgenommen. Im Vorfeld wurde eine rassistische Stimmung durch rechte Medien und faschistische Politiker erzeugt, die im Zuge der Krise vermehrt Zulauf erhalten haben. Die Repression in Ioannina erfolgte ein paar Tage nach Pogromen und Ausschreitungen von Neonazis in Patras.

Um 17.20 Uhr berichtet dann ein Anwalt aus Athen von der aktuellen Repression gegen Sexarbeiter_innen. Unter dem Vorwand von HIV-Kontrollen fanden Mitte des Jahres massive Razzien statt; viele HIV-Positive, Migrant_innen und andere Menschen wurden mehrere Tage interniert. Folge der sozialen eine repressive Verschärfung? Wie sind Menschen außerhalb der Normen davon betroffen? Wie verändert sich das Leben in der Stadt für illegalisierte und ausgegrenzte Menschen?

Das Programm des Schanzenfestsalons:
http://florableibt.blogsport.de

Mehr Informationen zu Konstantina Kouneva
www.fau.org
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Wed, 22 Aug 2012 10:32:35 +0000
<![CDATA[14.8.12 /// Import 2012 mit Preisanpassung abgeschlossen]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/fm3
Qualitätssicherung und Importbedingungen

Je nach Euro und Dollar Entwicklung kann sich dies perspektivisch wieder verändern. Statt die derzeitig günstigeren Kosten in Gewinne und zusätzliche Rücklagen für Cafe Libertad zu überführen, wollen wir stattdessen auf die allgemein sinkenden Kaffeepreise reagieren und damit die in den letzten Jahren größer gewordene Schere zwischen solidarisch gehandeltem und »Supermarktkaffee« etwas verringern.

Wir wollen auch in Zukunft nicht nur durch die Qualität unserer Kaffeesorten überzeugen, sondern auch durch eine Kalkulation, die sich ebenso an den Bedürfnissen von Produzent_innen, wie denen von solidarischen Verbraucher_innen orientiert.

Zur Qualitätssicherung lassen wir unsere Kaffees untersuchen und arbeiten verstärkt mit den beteiligten Kooperativen und Röstern zusammen um die Verarbeitungswege vom Feld in Chiapas, Costa Rica oder Marcala auf den Frühstückstisch zu optimieren. Wichtig ist uns dabei nicht nur die Qualität und den Geschmack des Kaffees zu verbessern, sondern auch die Lebensqualität aller am Arbeitsprozess beteiligten Menschen.

Die neuen Preise

Unsere Bio-Filterkaffees 500g gemahlen kosten ab sofort nur noch 6,95 Euro – unsere Bio-Espressosorten gemahlen 3,75 Euro und in 500g als ganze Bohne 7,10 Euro. Die Soli-Kaffees Störte, der Genosssenschaftskaffee, Altona 93 und Kiptik gemahlen kosten nun 3,50 für 250 g. Kiptik in ganze Bohnen in der 500 g Packung 6,90 Euro.

Den neuen »St. Pauli Roar« Solidaritätsespresso bei einer Förderung von 60 Cent Solibeitrag auf 250 g für 3.80. Ab September gibt es diesen auch für 15.- Euro im 1 kg Gastro-Pack ( incl. 2,40 Euro Solibeitrag für antirassitische Fan- und Stadtteilinitiativen auf St. Pauli und für opositionelle Gruppen in Honduras).

Der Soñador-Kaffeepreis bleibt bei 6,90 Euro. Aufgrund des hohen US Dollar-Kurses von Anfang des Jahres ist dieser Kaffee derzeit der teuerste Import und wir legen im Rahmen unserer Kalkulation sogar noch etwas drauf um ihn als nicht biozertifizierten Kaffee bezahlbar zu halten.

Wir haben zudem unseren kalkulatorischen Aufschlag aufgrund geringerer Kosten von 50% auf 45% gesenkt. Aktualisiert haben wir auch unsere Kaffeepreis-Kalkulation für 2012 im Internet. Falls ihr weitere Fragen zu unseren Produkten oder der Preisgestaltung habt meldet euch gerne. Wir sind immer interessiert an Feedback, Kritik oder neuen Ideen zu uns und unserer Arbeit.

Cafe Libertad Kollektiv - 14.08.2012]]>
Wed, 08 Aug 2012 10:03:24 +0000
<![CDATA[15.7.1999-2012 /// 13 Jahre Cafe Libertad]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/clf 13 Jahre Café Libertad Kollektiv 1999-2012

Ökonomisches und Inhaltliches – Rückblick und Rechenschaft


Vor genau 13 Jahren – am 15. Juli 1999 – begann das Cafe Libertad Kollektiv mit dem Vertrieb von zapatistischen Kaffee in Europa, um ihn aus Solidarität mit der Aufstandsbewegung der EZLN zu vermarkten.

Wir wollten einerseits die zapatistische Bewegung ökonomisch beim Aufbau ihrer Selbstverwaltungsstrukturen durch den Verkauf von Kaffee unterstützen und andererseits auch Arbeitsplätze für uns hier schaffen, die selbstverwaltet sind. Weiterhin verband uns der klare antikapitalistische Charakter der zapatistischen Bewegung – damals wie heute.

Das hat nunmehr 13 Jahren lang geklappt – sicherlich in wechselnden Besetzungen, aber immer mit steigenden Rohkaffee-Umsätzen und wirtschaftlichem Erfolg. Nach anfänglich ehrenamtlicher Arbeit durch einen von uns, waren wir ab Januar 2001 in der Lage, auch eine geringe halbtägliche Bezahlung zu leisten. Seit Beginn haben wir einen 6-Stundentag (wobei jede/r zwischen vier und fünf Tagen die Woche arbeitet), unser Stundenlohn beträgt derzeit brutto 17,50 €uro und jede/r erhält 75% Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wir haben sechs Wochen bezahlten Urlaub und gewähren bei außergewöhnlichen Gesundheitsaufwendungen Zusatzzahlungen.

Angefangen haben wir 1999 mit erstmals 8, später dann insgesamt 32 Sack Rohkaffee; heute importieren wir 6,5 Container zapatistischen Kaffee aus Chiapas/Mexiko sowie 17 t aus Costa Rica und 25 t aus Honduras – das sind über 155 Tonnen Rohkaffee oder 2.300 Säcke – zum Vergleich: Im Jahre 2000 kauften wir 150 Sack von der Kooperative Mut Vitz. Das entspricht einem Gesamtwert von über 760.000 €uro, den wir seit November 2011 – also bis zu 8 Monate im Voraus – mit 300.000 €uro vorfinanziert haben. Unser Umsatz stieg im letzten Jahr auf über 1,5 Mio. €uro und ist stabil; der Gewinn nach Steuern betrug 2011 genau 16.900,10 €, der in die gesetzliche Rücklage eingestellt wurde, die nicht privatisiert werden darf. Unser solidarisch gehandelter Anteil an ‚fair’ gehandeltem Kaffee liegt gerade einmal bei 2% (von wiederum 2% am gesamten Kaffeehandel in Deutschland) und ist somit ausbaufähig.

Bemerkenswert ist auch der Vergleich unseres Verkaufspreises von vor 13 Jahren gegenüber dem heutigen Preis: Unser erstes Angebot für 500g Filterkaffee Café Libertad (noch ohne Biosiegel) lag bei 11,50 DM, das sind umgerechnet 5,81 €uro. Heute kostet unser solidarisch gehandelter Bio-Café Libertad zwar noch 7,50 €uro aber dies ist eine Steigerung im Rahmen der jährlichen Inflationsrate (insgesamt jedoch von 30%).

Der Verkaufspreis der zapatistischen Kooperativen veränderte sich im Zeitraum von April 2000 mit 5,71 DM/kg (umgerechnet 2,86 €) zu aktuell 80 mexikanischen Pesos – dies entspricht momentan 4,90 €uro/kg Rohkaffee (wir müssen mit schwankenden Kursen arbeiten). Das ist eine Steigerung um 70% im Einkommen der zapatistischen Kleinbauernfamilien. Der ‚faire’ Handel von Transfair/FLO erhöhte seine Mindestpreise im gleichen Zeitraum nur um ganze 22,5% für ökologisch zertifizierten Biokaffee (1,55 auf 1,90 US$/lbs – ca. kg-Preis von 3,35 €uro), um weiterhin im Preiskampf um die Supermarktregale mithalten zu können.

Das entstandene Kollektiv wandelte sich in Laufe der Jahre von einer Einzelfirma zu einer BGB-Gesellschaft um ab 2006 zur offenen Handelsgesellschaft zu werden. Seit dem 1. Januar 2007 firmieren wir nun als eingetragene Genossenschaft. Dieses Modell entspricht genau unseren politischen Vorstellungen von gleichberechtigtem Arbeiten. Unabhängig von der Kapitaleinlage in der Firma hat in der Genossenschaft jede/r nur eine Stimme bei Abstimmungen, zu denen es ohnehin nicht kommen soll weil wir versuchen, weitestgehend im Konsens zu entscheiden.

Neben unserer täglichen Arbeit des Packens von Bestellungen und der Abwicklung unserer Importe waren wir der Geburtshelfer des 2007 gegründeten RedProZap (Netzwerk Red Productos Zapastistas), das wir zusammen mit unseren europäischen Freunden und Genoss/innen aus Zürich, Athen, Paris und Barcelona aufbauten, um gemeinsam die Importmengen und Einkaufspreise untereinander solidarisch zu koordinieren. Das funktioniert nicht immer reibungslos aber mittlerweile gibt es auch beteiligte Gruppen in Schweden, Norwegen, England und Italien.

Insgesamt haben bei uns im Kollektiv bisher 20 Genossinnen und Genossen gearbeitet: Sie alle haben ihren Anteil am Gelingen unseres Konzeptes – jede/r auf verschiedene Art und Weise. Dabei gab es immer wieder auch Konflikte durch unterschiedliche Auffassungen über unser Projekt und die damit verbundene selbstbestimmte und selbstverwaltete „Arbeit“. Einige Mitglieder suchten sich daher neue Betätigungsfelder, andere gründeten eigene Kaffeefirmen, mit anderen Ausrichtungen und Inhalten.

Seit 1999 haben wir Fördergelder von mehr als 280.000 Euro (Stand Juni 2012) eingesammelt und zum größten Teil auch bereits nach Chiapas für zapatistische und andere Projekte vermittelt, ebenso wie mehrere Hundert Kleinförderungen im Rahmen unseres Störtefonds an radikale linke, feministische und antirassistische Initiativen verteilt. Wer mehr über unsere wirtschaftliche Situation erfahren möchte, kann sich unsere Bilanzen der Jahre 2007 bis 2010 im Bundesanzeiger unter www.bundesanzeiger.de anschauen.

Unsere ehrenamtlichen Aktivitäten sind ausbaufähig aber der Ausschank von zapatistischem Kaffee auf Festivals und die Organisation von sozialpolitischen Veranstaltungen im Rahmen der alltäglichen Arbeit kostet auch immer wieder Kraft und Zeit. Wir bemühen uns zukünftig auch mehr Bildungsarbeit zu leisten.

Unser Ziel ist eine solidarische Zusammenarbeit mit den zapatistischen und anderen Kaffee-Kooperativen in Costa Rica und Honduras und Chiapas/Mexiko auf Augenhöhe.

Wir verstehen uns dabei nicht als »Gutmenschenorganisation«, die aus der Perspektive einer einseitigen Solidarität oder paternalistischer »Menschenfreundlichkeit« handelt, z.B. aufgrund eines schlechten Gewissens oder einer weniger prekären Lage, sondern als solidarischer Handel, der weder entstehende Privilegien noch die Verantwortung für die Umgestaltung der hiesigen gesellschaftlichen Verhältnisse aus den Augen verliert. Dies bedeutet: Angemessene Löhne für alle, selbstverwaltetes, kollektives Arbeiten miteinander, den Versuch von Kooperation statt kapitalistischer Konkurrenz, sowie die Verpflichtung zur Vergesellschaftung unserer Kenntnisse und Erfahrungen.

Andererseits bedeutet für uns die Unterstützung der zapatistischen Bewegung und anderer Projekte (die Fördergelder bezahlen ja die Käufer und Kundinnen, sind also keine Mildtätigkeit des Cafe Libertad Kollektivs), dass wir unsere Preise für den Kaffee der entsprechenden wirtschaftlichen Situation anpassen. Das bedeutet aktuell, dass wir unsere Verkaufspreise in Beziehung zum allgemeinen Trend senken werden, sobald wir einen kontrollierten Überblick über den gesamten Import des laufenden Jahres haben. Das dürfte Anfang August der Fall sein.

Ankündigungen:

• Neben einer Preissenkung für unsere Kaffeeprodukte voraussichtlich ab 15. August 2012 präsentieren wir zwei neue Kaffeesorten:

• Den Genossenschafts-Kaffee zur Unterstützung des Internationalen Genossenschaftsjahr 2012 um solidarisches Wirtschaften weltweit zu fördern. Wir freuen uns, dass unser Genossenschaftsverband ZDK (http://www.zdk-hamburg.de) uns dabei unterstützt. Der Kaffee wird als 250g-Filterkaffee angeboten; der Rohkaffee kommt von der kleinbäuerlichen Organisation Comsa in Honduras.

• Der St. Pauli Roar-Espresso, mit dem wir unabhängige Initiativen rund um das Millerntor unterstützen wollen, um Gelder für den Kampf gegen Umstrukturierungen und Mietpreiserhöhungen sowie den kulturellen Kahlschlag des Stadtteils zu erwirtschaften. Dieser Espresso kommt ebenfalls als 250g-Brick (Hartvakuum) daher, der Kaffee stammt ebenfalls von Comsa/Honduras. Pro verkauftem Päckchen gehen neben der bei uns üblichen Förderung, zusätzliche 50 €ent an ein Gremium, welches die auflaufenden Gelder verwaltet und verteilt (Mehr Infos: http://stpauliroar.blogsport.de).

An dieser Stelle wollen wir uns auch bei mittlerweile über 3.000 Kundinnen und Kunden bedanken, Kollektiven, Initiativen, Welt- und Bioläden, die unseren Kaffee anbieten, verkaufen oder einfach aus Solidarität mit der zapatistischen Bewegung unser Konzept unterstützen. Das Cafe Libertad Kollektiv besteht aktuell aus Folkert, Stephan, Ninja, Micha, Roland und Ronja als neuem Kollektivmitglied ab diesen Montag sowie unserem Gründungsmitglied Gerrit, der uns als Berater für die Kommunikation mit den Kooperativen unterstützt. Eines können wir Euch allen garantieren: Wir als Cafe Libertad Kollektiv haben auch nach 13 Jahren noch viel vor – wir Handeln weiter!

Das Cafe Libertad Kollektiv

Hamburg, 15. Juli 2012
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Sun, 15 Jul 2012 10:00:00 +0000
<![CDATA[Yo Soy 132 – Bewegung erkennt Wahlergebnis in Mexiko nicht an]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/yo-soy Interview und Hintergründe

In einer Erklärung an die internationale Presse schreibt die Bewegung: "Wir, die Mitglieder der YoSoy132 Internacional-Bewegung, erkennen die Ergebnisse der am 1.Juli 2012 stattgefundenen Präsidentschaftswahl nicht an und bitten Sie um Ihre Hilfe." Es wird von Unregelmäßigkeiten wie dem Verbrennen von Stimmzetteln, Stimmenkauf, polizeilichen Übergriffen, einer unzureichenden Anzahl von Wahlurnen in oppositionellen Gemeinden und einer bewaffneten Auseinandersetzungen mit Toten in der indigenen Gemeinde von Rincon Chamula in der Gemeinde von Pueblo Nuevo Solistahuacan in Chiapas berichtet.

Im weiteren werden Verletzungen von Menschenrechten in der Vergangenheit kritisiert: "Ein Beispiel ist der Fall 'Atenco', der während seiner Zeit als Gouverneur im Bundesstaat Mexiko (2005 - 2011) verurteilt wurde und von der National Human Rights Commission (NHRC) als Tragödie bezeichnet wurde. Der Vorbericht dieses Falls, datiert am 22. Mai 2006, legte einen Schwerpunkt auf den übermäߟigen Einsatz von Gewalt und Schusswaffen durch Landes- und Bundesbehörden." Außerdem weisen die Aktivist_innen darauf hin, dass der Kandidat am 11. Mai 2012, während seines Besuchs in der Universidad Iberoamericana in Mexico City den Fall 'Atenco' als verantwortliche Entscheidung seiner Person und als richtig und legal verteidigt hat.

Informationen auf spanisch
Ältere YoSoy123-Videos aus Chiappas
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Thu, 05 Jul 2012 08:31:42 +0000
<![CDATA[Übersee-Records-Sampler Vol. 5 zur Europa-Tour von "Doctor Krapula"]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/doctorkrapula www.doctorkrapula.net.

Die ersten Besteller_innen, die uns in ihrer Bestellung darauf hinweisen, dass sie an der CD "Echte Ubersee Records Vol. 5" interessiert sind, bekommen, solange der Vorrat reicht, eine CD gratis dazu! Die Zusammenstellung und eine Möglichkeit zum Reinhören findet ihr hier: www.lastfm.de/music/Various+Artists/Echte+Ubersee+Records+Vol.+5)

Das komplette Programm von Übersee Records findet ihr hier: www.uebersee-records.de Vielen Dank an Henning für das tolle Geschenk - und wer Doctor Krapula und das Café Libertad Kollektiv zusammen erleben möchte, denen sei das Burg Herzberg Festival im Juli empfohlen: Auftritt von Doctor Krapula und Kaffeeausschank vom Café Libertad!

Wir sehen uns ]]>
Thu, 07 Jun 2012 08:15:17 +0000
<![CDATA[23.6.2012 Veranstaltung: Recht auf... Stadt, Land, Fluss]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/recht-auf-stadt-land-fluss Der Kampf um Selbstbestimmung und indigene Autonomie in Honduras
20 Uhr GWA/Kölibri St. Pauli Hein-Köllisch Platz 12

Aus Anlass des neuen Solidaritätsprojektes St. Pauli Roar, welches von St. Pauli Fans und Stadtteilaktivist_innen organisiert wird, findet am 23.6. eine Veranstaltung mit Berta Cáceres über politischen Widerstand, indigene Selbstorganisierung und aktuelle Kämpfe in Honduras statt. Honduras hat eine bewegte politische Geschichte und steht nach Massenprotesten gegen einen von der reichen Elite getragenen Putsch im Jahr 2009 vor einer neuen politischen Situation. Trotz einer neuen Regierung beherrscht immer noch Armut das Land. Nach wie vor gibt es jedoch auch Widerstand. Am 17. April wurden von organisierten Kleinbäuer_innen in Nordhonduras z.B. über 12.000 Hektar Land besetzt, das an die Landbevölkerung umverteilt hätte werden sollen und wenigen Großgrundbesitzern gehört, die darauf Exportprodukte anbauen.

Berta Cáceres vom Consejo Civico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras - COPINH ist eine Sprecherin der Widerstandsbewegungen und setzt sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung, Frauenrechte und für die Erhaltung der Biodiversität ein. Sie ist Gründerin und Koordinatorin verschiedener Netzwerke zum Schutz von Flüssen und gegen Staudammprojekte, von Kampagnen gegen internationale Finanzinstitutionen wie Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank und internationaler Währungsfond.

COPINH ist die größte indigene Organisation in Honduras. In den 500 Lenca-Gemeinden, welche COPINH angehören, leben 45.000 Personen. Die Organisation wird von einem Vorstand geführt, welcher aus 14 Personen besteht und alle zwei Jahre in einer Vollversammlung gewählt wird. Die Schwerpunkte der Organisation sind mehr Entscheidungsfreiheit und Autonomie, Ausbildung, Recht auf Land und Gemeingüter, Umweltschutz, Frauen- und Jugendarbeit. Strategien von COPINH sind Protestaktionen, Demonstrationen, Besetzungen, Organisation von kommunalen Versammlungen zur demokratischen Entscheidungsfindung sowie die Vernetzung mit zahlreichen sozialen Bewegungen und NGOs auf lokaler und internationaler Ebene.

Mehrere Aktivist_innen der COPINH wurden ermordet. Trotz dieser Repression kämpft COPINH weiter für die Rechte der indigenen und marginalisierten Bevölkerungsteile und für eine radikale Neugründung des Landes von unten. So bleibt die Indigenen-Organisation eine der zentralen Stützen der honduranischen Widerstandsbewegung, insbesondere durch die basisdemokratischen Impulse welche die Aktivist_innen in die Bewegung einbringen.

Ab Juni dieses Jahres gibt es einen Solidaritäts-Espresso von und für Fan- und Stadtteilinitiativen auf St. Pauli. Mit dem St. Pauli Roar soll durch solidarischen Handel, genossenschaftlichen Vertrieb und ein Schneeballsystem über Fanprojekte und Stadtteilinitiativen möglichst viel der Einnahmen der Selbstorganisierung von Kleinbäuer_innen, oppositionellen Gruppen im Herkunftsland oder antirassistischen Faninitiativen und »Recht auf Stadt«-Projekten in St. Pauli zugute kommen. Der Kaffee stammt von Kleinbäuer_innen von der Organisation COMSA, die gegen ein Staudamm- und Tagebauprojekt kämpfen, welches die Existenz vieler Gemeinden und Kooperativen in der Region Marcala bedroht. Übersetzt wird die Veranstaltung von Gerrit Höllmann, der 5 Jahre lang Kaffeekooperativen in Honduras betreut hat und selber handwerklich gerösteten Kaffee aus der bedrohten Region Marcala als "Café Resistencia" vertreibt.

Veranstalter_innen: Cafe-libertad Kollektiv (www.cafe-libertad.de)  GWA St. Pauli (www.gwa-stpauli.de) Café Marcala International (www.guancasco-import.de) ]]>
Thu, 07 Jun 2012 08:10:46 +0000
<![CDATA[Aggressionen gegen Zapatistas in der Zone La Garrucha - Zapatistas warnen Angreifer]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Aggressionen-gegen-Zapatistas Zusammenfassung eines Kommuniqués aus dem
CARACOL DE RESISTENCIA HACIA UN NUEVO AMANECER RAT DER GUTEN REGIERUNG "EL CAMINO DEL FUTURO" LA GARRUCHA, CHIAPAS, MEXIKO *

24. APRIL 2012

In dem Kommuniqué, das sich an die mexikanische und weltweite Bevölkerung, die Andere Kampagne sowie Menschenrechtsverteidiger_innen und die Presse richtet, werden die Geschehnisse der letzten Monate geschildert.

Seit Oktober 2011 gab es immer wieder Übergriffe auf Pueblo Nuevo Paraíso, eine zapatistische Gemeinde, durch Bewohnerinnen aus dem Ejido Pojkol, Guadalupe Victoria und Rancheria las Conchitas.

  • Im Oktober wurde die Kaffeeernte des letzten Jahres zerstört, Zapatistas wurden mit Waffen bedroht, Schüsse abgefeuert.
  • Im November wurde die gemeinschaftliche Maisernte des Dorfes gestohlen. Weitere Maisfelder wurden zerstört, der Mais von den Aggressoren verkauft.
  • Am 31.12. 2011 kamen Bewaffnete in das Dorf, feuerten Schusswaffen ab und zerstörten eine kollektive Kaffeepflanzung.
  • Im Januar begannen Einwohner_innen von Pojkol aus dem Landkreis Chilon mit dem Fällen wertvoller Bäume auf zapatistischem Land. Das Abholzen dauert bis heute an.
  • Im Februar wurden die Drahtzäune der Viehweiden zerschnitten, das Vieh riss aus. Später wurden noch die Pfähle, an denen der Drahtzaun befestigt gewesen war, abgebrannt.
  • Immer wieder werden die Trinkwasserquelle der Gemeinde und umliegende Brunnen verunreinigt, Bäume in der unmittelbaren Umgebung werden gefällt.
  • Jetzt versucht die ARIC von Las Conchitas, von der Regierung Landtitel für die zapatistischen Ländereien zu erwirken. Am 22. April kamen Leute von der ORCAO und begannen, das Land, das der zapatistischen Gemeinde gehört, zu vermessen. Immer wieder tauchen auch Sicherheitskräfte der Policía Estatal Preventiva auf und provozieren die Einwohner_innen.


In dem Kommuniqué wird die Regierung aufgefordert, ihre Leute wieder abzuziehen, da sie großen Schaden anrichten. Ihr Motto lautet: "Taten statt Worte", und was für Taten damit gemeint sind, hat sich in den letzten Monaten u.a. in El Paraíso gezeigt. Die Compas schreiben:

"Wir wollen keinen Tod, aber wir sagen den schlechten Regierungen deutlich, dass wir sie nicht respektieren, wenn sie uns nicht respektieren, das heißt, wenn sie wollen, dass wir zu dem zurückkehren, wie wir angefangen haben, dann sollen sie das haben.Genug des Landraubs, genug der Bedrohungen.

[...]

Brüder und Schwestern von Mexiko
Compañeras und Compañeros der Welt

Dies sind die Geschehnisse, und wir werden weiter aufmerksam verfolgen, was die schlechten Regierungen wollen, denn das Land gehört uns, hier ruhen unsere Vorfahren und hier ist am 1. Januar 1994 das Blut unserer Compañeros und Compañeras geflossen, dieses vergossene Blut, das uns keiner zurückholen kann, und wenn mehr Blut vergossen werden muss, dann sind wir entschlossen, für unser Land zu sterben, denn es ist unsere Mutter.

Unsere Mutter Erde steht nicht zum Verkauf, unser Erbe ist das unserer Gefallenen, unserer mutigen Krieger_innen. Häuser, Land, Arbeit, Nahrung, Gesundheit, Bildung, Unabhängigkeit, Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden. *Das haben wir im Morgengrauen 1994 gefordert und in der langen Nacht der 500 Jahre. Und das fordern wir auch heute.

[...]

RAT DER GUTEN REGIERUNG EL CAMINO DEL FUTURO CARACOL III LA GARRUCHA CHIAPAS MEXIKO." Zusammenfassung und Übersetzung: KaRa

Quelle des Original-Kommuniqués auf der Seite der EZLN ]]>
Fri, 11 May 2012 07:19:45 +0000
<![CDATA[27.4. Veranstaltung zum neuen Solidaritätsespresso für politische und antirassistische Fan- und Stadtteilinitiativen auf St. Pauli]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/stpauli-roar
St. Pauli wird oft verbunden mit dem Roar. Dieser entwickelte sich in den achtziger Jahren auf der Gegengeraden im Millerntor und stand gleichermaßen für emotionale Begeisterung und Unterstützung bei Spielen des FC St. Pauli, wie für eine politische Haltung über den Verein hinaus. Der Kampf um die Hafenstraße, Hausbesetzungen, Antifaschismus oder der Widerstand gegen Kommerzialisierung waren Teil dieser Entwicklung. Der Support und auch der Stadtteil St. Pauli hat sich mit den Jahren gewandelt. Nach wie vor gibt es aber eine politisch aktive Fanszene, für die St. Pauli nicht nur Fußball bedeutet, sondern auch Alltag, soziale Kämpfe und politische Auseinandersetzungen um das Recht auf Stadt.

Dies soll Ende Mai mit einem Solidaritätsespresso aufgegriffen werden, der der Unterstützung von Politik und Bewegung im Stadion und Stadtteil dient. Das Projekt von Cafe Libertad Kollektiv wird in Zusammenarbeit mit Fans und Stadtteilinitiativen organisiert um antirassistische Fanprojekte, politische Stadtteilarbeit auf St. Pauli und die Frage um das Recht auf Stadt zu fördern. Auf der Veranstaltung im Zeckensalon wollen wir das Projekt vorstellen und mit euch diskutieren, erzählen warum "fairer" Kaffeehandel nicht unbedingt gerecht und solidarisch ist und über eine beteiligte Kooperative aus Honduras berichten, die sich vor Ort gegen ein Staudamm- und Tagebauprojekt wehrt.

27.04.2012
20 Uhr
Fanladen St. Pauli
Brigittenstraße 3


Zeckensalon St. Pauli
Vereinshompage]]>
Wed, 25 Apr 2012 09:07:59 +0000
<![CDATA[16.4.12 // ila - Anarchismus in Lateinamerika]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/ila Anarchismus in Lateinamerika mit u.a. folgenden Beiträgen
• Anarchosyndikalismus in Argentinien
• Aufstieg und Niedergang des cubanischen Anarchismus
• Anarchosyndikalismus in Bolivien
• Kein Gott, kein Chef, kein ehemann! Anarchistinnen in LA
• Die Spaltung der anarchistischen Bewegung in Uruguay
• Anarchismus in Brasilien
• Ist Zapatismus ein Anarchismus? - Jens Kastner
• neoanarchismus in Chile
• Der Tod der Anarchisten in der Dominikanischen Republik

Insgesamt 64 Seiten für 5,-- Euro
Bestellen über Artikel 7153 [ Material -> Sachbücher ]]]>
Mon, 16 Apr 2012 08:13:52 +0000
<![CDATA[12.4.12 // Öl für das Getriebe der Bewegung - ist endlich da!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/fm12 Das griechische Solidaritäts-Olivenöl aus Kreta ist heute endlich angekommen.

Der Preis pro 1l-Kanister ist 12 Euro (inkl. 2,50 Euro für anarchistische subversive Projekte und die Unterstützung politischer Gefangener) - Artikel 8510 unter Essen & Trinken - Kretisches Olivenöl

Zum Artikel im Shop]]>
Wed, 11 Apr 2012 09:52:14 +0000
<![CDATA[1.4.12 // Trennungserklärung]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/erkl Aufgrund eines internen Konfliktes im Cafe Libertad Kollektiv kommt es zu einer Trennung
Es gab unauflösbare inhaltliche und persönliche Differenzen. Über die genauen Hintergrunde und die Rahmenbedingungen der Trennung haben wir Stillschweigen vereinbart, um die zukünftige Arbeit nicht mit gegenseitigen Vorwürfen zu belasten.
Ein Teil der Kollektivmitglieder führt Café Libertad weiter. Ein anderer Teil wird ein neues Kollektiv gründen, welches ab dem 1. Mai 2012 ebenfalls zapatistischen Kaffee vertreiben wird. Andere Kollektivmitglieder haben sich entschlossen in Zukunft andere Wege zu gehen.
Wir hoffen ihr habt Verständnis dafür, dass wir nicht genauer auf die Ursachen der Differenzen eingehen.
Mit solidarischen Grüssen
Stephan Hofer, Folkert Mohrhof, Ninja Pulster;
Hans-Martin Kühnel, Dorothea Moehle, Stefan Paulus, Dorit Siemers, Ralf Simon, Kerstin Trubert]]>
Fri, 30 Mar 2012 09:25:50 +0000
<![CDATA[Cecosesola: Auf dem Weg - Veranstaltungen/Rundreise]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/fmv Über die Aktivitäten und Erfahrungen der mit 20.000 Mitgliedern in verschiedenen eigenständigen Genossenschaften und Kollektivbetrieben zusammengeschlossenen CECOSESOLA - in und um die regionale Landeshauptstadt Barquisimeto [eine Million Einwohner westlich von Caracas gelegen] - berichtet das neue Buch der Berliner Buchmacherei Aufdem Weg - Gelebte Utopie einer Kooperative in Venezuela. 165 Seiten mit vielen Fotos. Preis: 9,-- [Artikel-Nr. 7152]

Hier die Daten zur Rundreise der Kooperativistas von Cecosesola aus Venezuela, deren inspirierendes Video wir auf dem Treffen am letzten Wochenende gesehen haben:

2.5. Berlin, 19 h, Familiengarten, Oranienstr. 34

3.5. Berlin, 11-17 h, Kulturkantine Gewerbehof Saarbrücker Str. 24

3.5. Berlin, 20 h, Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22a

4.5. Niederkaufungen, 19.30 h, Kommune, Kirchweg 1

5.5. Kassel, 19 h, Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstr. 10-12

7.5. Mönchengladbach, 19.30 h, Buchhandlung Pro Libri, Schillerstr. 22-24

9.5. Frankfurt, 19 h, Saalbau Gallus Raum 3, Frankenallee 111

10.5. Wiesbaden, 19 h, Infoladen Linker Projekte, Werderstr. 8

14.5. Mannheim, 19 h, Ökumenisches Bildungszentrum Sanctclara, B5/19

18.5. Mannheim, 16 h, Zentrum Globale Verantwortung, Friedrich-List-Schule, C6/1

6.6. Hamburg, 20 h, Gängeviertel, Valentinskamp 39

kontakt über: www.diebuchmacherei.de ]]> Fri, 16 Mar 2012 11:31:22 +0000 <![CDATA[Projekt umweltfreundlicher Kaffeeanbau auf der Finca Sonador]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Sonador In dem Projekt geht es darum, umweltfreundlichen Kaffeeanbaumethoden auf der Finca Sonador zum Durchbruch zu verhelfen. So soll dazu beigetragen werden, längerfristig die natürlichen Lebensgrundlagen im Dorf zu sichern und den Absatz des Kaffees zu garantieren.

Ziel ist es, die angewandten ökologischen Anbaumethoden zu verbessern, neue Methoden zu evaluieren und auf die örtlichen Bedingungen abzustimmen. Wichtig ist dabei, dass die KaffeeproduzentInnen der Finca Sonador ihr Kaffeeanbausystem nach ihren Wünschen und Bedürfnissen und in Rücksicht auf Umwelt und die örtlichen Gegebenheiten selber gestalten.

Mehr zu dem Projekt von Markus Spuhler und der Finca Sonador unter:
http://ecocafesonador.wordpress.com/

Die Finca Sonador in ihrer Selbstdarstellung:
http://www.sonador.info/

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Tue, 06 Dec 2011 11:58:05 +0000
<![CDATA[»The Invisibles« mit deutschen Untertiteln auf Youtube]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/The_Invisibles Die vierteilige Kurzfilmreihe »The Invisibles« (»Die Unsichtbaren«) zeigt die harte Realität einer der gefährlichsten Reisen der Welt. Sie erzählt die Geschichten der Menschen, die sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den USA auf den Weg durch Mexiko machen.

Jährlich springen Tausende Frauen, Männer und Kinder in Mexiko auf rollende Güterzüge auf. Oft wird der Traum zum Albtraum. Viele erreichen niemals ihr Ziel: Sie werden vom Zug überrollt oder unterwegs von kriminellen Banden überfallen, vergewaltigt und sogar ermordet.

Im Jahr 2009 wurden fast 10.000 MigrantInnen innerhalb von nur sechs Monaten entführt. Fast die Hälfte der Opfer behaupten, dass Beamte des Staates an ihrer Entführung beteiligt waren. Im August dieses Jahres wurden in Tamaulipas mehr als 70 illegale MigrantInnen getötet.

Der mexikanische Schauspieler und Regisseur Gael García Bernal und der britische Regisseur Marc Silver haben sich gemeinsam mit Amnesty International auf den Weg gemacht. Sie sprachen mit MigrantInnen, MitarbeiterInnen von Hilfsorganisationen und Ärzten über deren Erlebnisse. In bewegenden Bildern hielten sie fest, was normalerweise vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen bleibt: Die Geschichten der »Unsichtbaren«.

Hier geht es zum ersten Teil

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Thu, 01 Dec 2011 12:13:13 +0000
<![CDATA[LEsen als SABOTage]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/le_sabot Mitten in der Bonner Altstadt, auf der Breite Straße befindet sich im  Haus Nr. 76  ein Laden, der mit dem Slogan “LEsen als SABOTage” wirbt.
Seit 22 Jahren gibt es den Bonner Buchladen Le Sabot. Der Laden ist ein Kollektivbuchladen, alle Entscheidungen werden basisdemokratisch & gleichberechtigt getroffen, und alle arbeiten selbstverwaltet mit dem Anspruch “die Inhalte linker Politik nach außen zu tragen und gleichzeitig ein bisschen Licht in den grauen Alltag zu bringen”.

Da niemand davon leben muss, ist das Sortiment weitestgehend unabhängig von den sogenannten Gesetzen des freien Marktes. In den Bereichen “Linke Politik” und “Internationale Literatur” ist das Sortiment sehr gut bestückt, und das Angebot an politischen Zeitschriften und Broschüren erfreut sich überregionaler Berühmtheit. Außerdem gibt es eine Menge Kinder- und Jugendbücher, Krimis, Comics, Aufkleber, T-Shirts, Postkarten, Plakate und Musik. Für den kleinen Geldbeutel bietet das Antiquariat prima Lesestoff zu Tiefstpreisen. Darüberhinaus bietet der Laden den Service jeder anderen Buchhandlung auch: Besorgung aller lieferbaren Bücher, meistens von einem Tag auf den anderen. Bestellt werden kann per Telefon oder über buchladen@lesabot.de. Auslieferung oder Postversand erfolgt nach Absprache. Auch das ein oder andere längst vergriffene Buch wird innerhalb weniger Tage organisiert.

Regelmäßig finden politische und literarische Veranstaltungen statt, bei denen der Eintritt grundsätzlich frei ist. Aktuelle Veranstaltungshinweise und einen Einblick in das Sortiment bietet die Homepage http://www.lesabot.de/. Wer sich über linke politische Aktivitäten, in Bonn und anderswo,  informieren will, ist hier an der richtigen Adresse. Wer ein Fachbuch, Schulbuch oder einen spannenden Krimi braucht, wird bestens bedient, und wer bei einem netten Buch einfach nur einen fairen Kaffee trinken will, ist auch willkommen.

Leider kann sich aber auch Le Sabot den kapitalistischen Zwängen nicht komplett entziehen und als unkommerzielles, unabhängiges Projekt müssen der Laden jedes Jahr aufs Neue darum kämpfen, das für das Überleben notwendige Geld reinzuholen, und in Zeiten der Wirtschaftskrise ist das nicht einfacher geworden. Das Jahr 2010 lief schon nicht besonders gut und die Reserven sind ziemlich am Ende. Tatsächlich  braucht Le Sabot bis Ende des Jahre noch um die 5000 Euro um das Bestehen des Ladens im Jahr 2012 einigermaßen garantieren zu können.

Daher ist dies auch ein Aufruf durch Euren Einkauf für den Erhalt einer überregional wichtigen Struktur der Bonner Linken beizutragen. Alle die uns gerne unterstützen möchte, für die ein Einkauf bei uns aber wenig sinnvoll ist, weil sie z.B. ganz woanders leben, können uns natürlich gerne was spenden. Auch wenn unser Hauptziel natürlich die Verbreitung linker Inhalte ist, eine Spende bedeutet halt 100% Reingewinn und kann genau den Teil ausmachen, der zur monatlichen Mietzahlung noch fehlt. 

Spenden bitte mit dem Verwendungszweck "Solispende für Le Sabot" auf das Konto:



Buchladen Le Sabot
KTO: 138 084 64

BLZ: 370 501 98

Sparkasse Köln Bonn

In diesem Sinne: LEsen als SABOTage - Alle Tage Sabotage!

Buchladen Le Sabot
Breite Str. 76, 53111 Bonn
Tel.: (0228) 69 51 93
mailto:buchladen@lesabot.de
http://www.lesabot.de/

Unsere Öffnungszeiten:
Mo. - Fr.: 10.00-18.30 Uhr
Samstag: 10.00-16.00 Uhr

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Tue, 29 Nov 2011 10:07:50 +0000
<![CDATA[Druckfrische Plakate]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Plakate Hier die druckfrischen Nachdrucke. Macht bei der nächsten Bestellung einfach eine Anmerkung, welche und wieviele Plakate ihr möchtet. Wir legen die Plakate dann ohne weitere Kosten zu eurer Bestellung dazu.

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Tue, 04 Oct 2011 09:21:57 +0000
<![CDATA[Urgent Action: zapatistische Gemeinde akut räumungsbedroht!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/UA_Chiapas Die zapatistische Gemeinde San Patricio aus der Zone des Caracol von Roberto Barrios ist akut räumungsbedroht. Wir möchten Euch auffordern, Euch zu solidarisieren und folgende Urgent Action zu verschicken. Die Situation ist äußerst besorgniserregend. Die mexikanischen Behörden sollten eine starke solidarische Antwort auf diesen Angriff auf die zapatistische Autonomie deutlich zur Kenntnis nehmen.

Im Folgenden:
Das Protestschreiben auf Deutsch.
Das zu verschickende Protestschreiben auf Spanisch.
Email-, Fax- und Postadressen, an die das Schreiben gerichtet werden sollte.

Bitte nehmt an der Aktion teil und leitet eine Email an möglichst viele Interessierte weiter!

*****

An die Föderale Regierung
An die Regierung von Chiapas
An die Presse
An die nationale und internationale Zivilgesellschaft
An die regierungsunabhängigen Menschenrechtsorganisationen

Eil-Aktion: Drohende gewaltsame Vertreibung der autonomen zapatistischen Gemeinde San Patricicio.

In den vergangenen Monaten haben die Meldungen der zapatistischen Räte der Guten Regierung über Belästigungen und Aggressionen gegenüber Unterstützungsbasen der Zapatistischen Armee zur Nationalen Befreiung (EZLN) alarmierend zugenommen.

Im jüngsten Fall geht es um die Bedrohung der Zapatistas der Gemeinde San Patricio, wo eine Gruppierung, die offenbar auf Rückendeckung der Bezirksregierungen von Sabanilla und Tila zählen kann, damit droht, die Ländereien der zapatistischen Unterstützungsbasen zu invadieren und die Menschen dort umzubringen. Wir weisen die Drohungen und Belästigungen gegenüber den Compañeros und Compañeras von San Patricio mit aller Entschiedenheit zurück. Wir fordern von der Bezirks-, Bundesstaats- und von der föderalen Regierung, die Strategie der Aufstandsbekämpfung, die seit 1994 praktiziert wird, zu stoppen, die sich im aktuellen Fall als Konfrontation zwischen indigenen und kleinbäuerlichen Gruppierungen darstellt. Wir fordern, dass die Autonomie und der Widerstand der Zapatistas respektiert werden und dass die Provokationen und Belästigungen gegenüber den Unterstützungsbasen der EZLN eingestellt werden, sowohl im Fall von San Patricio als auch im Allgemeinen gegenüber den zapatistischen Gemeinden.

Fakten: Nach Angaben des Rates der Guten Regierung „Neuer Samen, der produzieren wird“ mit Sitz in der Gemeinde Roberto Barrios, offizieller Landkreis von Palenque, besteht die dringende Gefahr, dass verschiedene Akte von Provokation und Belästigung eine gewaltsame Vertreibung der Bewohnerinnen und Bewohner der autonomen Gemeinde San Patricio auslösen, die im autonomen Landkreis La Dignidad liegt, was dem offiziellen Landkreis Sabanilla, im Norden von Chiapas, entspricht.

Gemäß der Information präsentierten sich am vergangenen 7. September 2011 die Herren Ambrocio Díaz Gómez, Santiago Díaz Cruz und Miguel Díaz Díaz am Haus einer der autonomen zapatistischen Autoritäten von San Patricio, um damit zu drohen, dass sie in die Gemeinde eindringen und sie besetzen würden. Der Vorwand ist, dass die Menschen dort nicht die Steuern auf die Ländereien zahlen. Sie fügten hinzu, wenn sie die Ländereien, die sie aktuell bewohnen, nicht übergeben, „dringen sie rein und bringen alle um“.

Am 10. September wurde von einer Personengruppe am Rand der Gemeinde San Patricio mehrfach in die Luft geschossen. In der selben Nacht installierte eine Gruppe von 100 Personen ein Camp nur 200 Meter von der Gemeinde entfernt.

Am 11. September waren über den Tag verteilt diverse Schüsse von Gewehren zu hören, die offensichtlich vom Camp ausgingen, welches am Tag davor installiert worden war. Außerdem haben die Aggressoren Bäumen gefällt, Maispflanzungen zerstört und 18 Hektar Weideland, das Eigentum der zapatistischen Bewohnerinnen und Bewohner von San Patricio sind, abgebrannt. Am 12. September gingen die Schüsse weiter, die offenbar aus großkalibrigen Waffen stammen.

Nach den Angaben befinden sich folgende Personen, die von den Zapatistas identifiziert wurden, unter den Aggressoren:

Landkreis Tila: Mario Vázquez Cruz, aus der Gemeinde Ostelukum. Rogelio Ramírez Vázquez, aus der Gemeinde El Porvenir.

Landkreis Sabanilla: Samuel Díaz Díaz, Marcelino Díaz Díaz, Alfredo Cruz Martinez, Abraham Díaz Díaz, Alfredo Díaz Cruz, Esteban Díaz Díaz, Arturo Cruz Martinez und andere Personen vom Ejido Los Naranjos, Gemeinde Velasco Suárez und Ejido Unión Hidalgo.

Die Drohung der gewaltsamen Vertreibung gegen die Gemeinde gehen weiter, auch Schusswaffen werden benutzt. Angesichts dieser Situation haben die Zapatistas von San Patricio keine Möglichkeit zu ihren Landparzellen zu gelangen, um dort zu arbeiten und zu ernten, was zu einer Notsituation in Bereich Ernährung führt.

Aufgrund der genannten Aspekte und basierend auf den Artikeln 2, 3 und 9 der Deklaration der Vereinten Nationen über das Recht und die Pflicht von Individuen, Gruppen und Institutionen, die Menschenrechte und die anerkannten, fundamentealen und universellen Freiheitsrechte zu promovieren und zu schützen, in Bezug auf den Artikel 133 der Verfassung und die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs sowie den Artikel 8 der letztgenannten Regelung, fordern wir:

Dass auf sofortige Weise das Leben und die persönliche Integrität aller zapatistischen Unterstützerinnen und Unterstützer der autonomen Gemeinde San Patricio, autonomer Landkreis La Dignidad, offizieller Landkreis Sabanilla, garantiert werden. Nach Informationen des Rates der Guten Regierung von Roberto Barrios ist die Gemeinde von einer gewaltsamen Räumung durch eine mit Schusswaffen ausgerüstete Gruppe von Personen bedroht, die jederzeit stattfinden kann.

Dass der Respekt für die Ländereien, die Eigentum der autonomen Gemeinde San Patricio sind, gerantiert wird. Die Ländereien wurden von den Unterstützerinnen und Unterstützern der EZLN zurückgewonnen. Wir fordern Respekt für den Widerstands- und Autonomie-Prozess, der von den Zapatistas entsprechend den internationalen Abkommen, die Verfassung der Vereinigten Mexikanischen Staaten und die Abkommen von San Andrés über die Rechte der indigenen Bevölkerungsgruppen realisiert wird.

*****

Al Gobierno Federal
Al Gobierno del estado de Chiapas
A los medios de comunicación
A la sociedad civil nacional e internacional
A las organizaciones no gubernamentales de Derechos Humanos

Acción Urgente: Hostigamiento y riesgo de desplazamiento forzado a la comunidad autónoma zapatista de San Patricio.
En los últimos meses, las denuncias de las Juntas de Buen Gobierno (JBG) zapatistas sobre hostigamiento y agresiones a Bases de Apoyo del Ejército Zapatista de Liberación Nacional (BAEZLN) han aumentado de forma alarmante. El hecho más reciente, es el hostigamiento a los zapatistas de la comunidad de San Patricio, donde un grupo que al parecer cuenta con el respaldo de los gobiernos municipales de Sabanilla y Tila, ha amenazado con invadir las tierras de las BAEZLN y con matar a estos. Rechazamos de la forma más enérgica las amenazas y el hostigamiento a las y los compañeros de San Patricio y exigimos a los gobiernos municipal, estatal y federal parar la estrategia de contrainsurgencia vigente desde 1994, y que en su expresión actual se presenta como confrontación entre grupos campesinos e indígenas. Exigimos que se respete la autonomía y resistencia de las y los zapatistas y que cesen las provocaciones y el hostigamiento hacia las BAEZLN, tanto en el caso específ ico de San Patricio como de manera general hacia las comunidades zapatistas.
Hechos: Según información recibida a través de la JBG “Nueva semilla que va a producir” con sede en la comunidad de Roberto Barrios, municipio oficial de Palenque, existe riesgo inminente de que distintos actos de amenazas y hostigamiento desenlacen en un posible desplazamiento forzado a los habitantes de la comunidad autónoma de San Patricio, municipio autónomo La Dignidad, municipio oficial de Sabanilla, en la Zona Norte de Chiapas. De acuerdo a la información proporcionada, el pasado 7 de septiembre de 2011, los señores Ambrocio Díaz Gómez, Santiago Díaz Cruz, Miguel Díaz Díaz se presentaron al domicilio de una de las autoridades autónomas zapatistas de San Patricio para amenazar que entrarían a invadir y desalojar la comunidad bajo el pretexto de que no están pagando el impuesto predial, agregando que si no entregan las tierras recuperadas, en donde actualmente habitan, “entraran a masacrarlos a todos”.
El 10 de septiembre, un grupo de personas realizó varios disparos con arma de fuego a las orillas de la comunidad de San Patricio. Esa misma noche, un grupo de aproximadamente 100 personas, instaló un campamento permanente a tan sólo 200 metros de la comunidad. El 11 de septiembre, a distintas horas del día, se registraron varios disparos con arma de fuego, que presuntamente procedían desde el campamento instalado el día anterior. Además, los agresores talaron árboles, destruyeron los cultivos de maíz y quemaron 18 hectáreas del potrero, propiedad de los habitantes de San Patricio que pertenecen a las BAEZLN. El 12 de septiembre, continuaron los disparos realizados con armas de fuego presuntamente de alto calibre.
Según información proporcionada, entre los agresores identificados por BAEZLN se encuentran:
Del Municipio de Tila: Mario Vázquez Cruz, de la Comunidad de Ostelukum. Rogelio Ramírez Vázquez, de la Comunidad El Porvenir.
Del Municipio de Sabanilla: Samuel Díaz Díaz, Marcelino Díaz Díaz, Alfredo Cruz Martinez, Abraham Díaz Díaz, Alfredo Díaz Cruz, Esteban Díaz Díaz, Arturo Cruz Martinez y otras personas más pertenecientes al ejido Los Naranjos, comunidad Velasco Suárez y ejido Unión Hidalgo.
Las amenazas de desalojo forzado en contra de la comunidad continúan, incluso empleando armas de fuego. Ante esta situación los pobladores BAEZLN de San Patricio se encuentran sin posibilidades de acudir a sus parcelas para trabajar y cosechar, lo cuál está originando condiciones de emergencia alimentaria.
Por lo anteriormente expuesto y con fundamento en los artículos 2, 3 y 9 de la Declaración de las Naciones Unidas sobre el derecho y el deber de los individuos, los grupos y las instituciones de promover y proteger los derechos humanos y las libertades fundamentales universalmente reconocidos en relación al contenido del artículo 133 constitucional y la jurisprudencia de la Suprema Corte de Justicia de la Nación; así como en el artículo 8 de este último ordenamiento, exigimos:
- Se garantice de forma inmediata la vida y la integridad personal de todos los integrantes BAEZLN de la comunidad autónoma de San Patricio, municipio autónomo La Dignidad, del municipio oficial de Sabanilla, que de acuerdo con la información proporcionada por la JBG de Roberto Barrios se encuentra amenazada de ser desalojada por medio de la fuerza en cualquier momento, por un grupo de personas con armas de fuego provenientes de diversas comunidades aledañas de los municipios de Sabanilla y Tila.
- Se garantice el respeto a las tierras, propiedad de la comunidad autónoma de San Patricio, que fueron recuperadas por las Bases de Apoyo del Ejército Zapatista de Liberación Nacional. Asimismo exigimos el respeto al proceso de resistencia y autonomía que ejercen las BAEZLN de conformidad a los tratados internacionales sobre los derechos de los pueblos indígenas, la Constitución Política de los Estados Unidos Mexicanos y los Acuerdos de San Andrés.

*****

Adressen:
Lic. Felipe de Jesús Calderón Hinojosa
Presidente de la República
Residencia Oficial de los Pinos, Casa Miguel Alemán
Col. San Miguel Chapultepec, C.P. 11850, México DF
Tel: (52.55) 2789.1100 Fax: (52.55) 5277.2376
Correo: felipe.calderon@presidencia.gob.mx

Lic. José Francisco Blake Mora
Secretario de Gobernación
Bucareli 99, 1er. Piso, Col. Juárez, Del. Cuauhtémoc,
C.P. 06600 México D.F. Fax: (52.55) 50933414;
Correo: secretario@segob.gob.mx, contacto@segob.gob.mx

Lic. Juan José Sabines Guerrero
Gobernador Constitucional del Estado de Chiapas
Palacio de Gobierno del Estado de Chiapas, 1er Piso
Av. Central y Primera Oriente, Colonia Centro,
C.P. 29009 Tuxtla Gutiérrez, Chiapas, México
Fax: +52 961 61 88088 – + 52 961 6188056; Extensión 21120. 21122;
Correo: secparticular@chiapas.gob.mx

Dr. Noé Castañón León
Secretario General de Gobierno del Estado de Chiapas
Palacio de Gobierno del Estado de Chiapas, 2do Piso
Av. Central y Primera Oriente, Colonia Centro, C.P. 29009
Tuxtla Gutiérrez, Chiapas, México
Conmutador: + 52 (961) 61 2-90-47, 61 8-74-60. Extensión: 20003;
Correo: secretario@secgobierno.chiapas.gob.mx

Lic. Raciel López Salazar
Procuraduría General de Justicia de Chiapas
Libramiento Norte Y Rosa Del Oriente, No. 2010, Col. El Bosque
C.P. 29049 Tuxtla Gutiérrez, Chiapas
Conmutador: 01 (961) 6-17-23-00.
Teléfono: + 52 (961) 61 6-53-74, 61 6-53-76, 61 6-57-24, 61 6-34-50.
Correo: raciel.lopez@pgje.chiapas.gob.mx

Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de Las Casas, A.C.
Calle Brasil 14, Barrio Méxicanos,
29240 San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, México
Tel: 967 6787395, 967 6787396, Fax: 967 6783548
Correo: accionurgente@frayba.org.mx

HIER ALLE EMAILS IN EINER ZEILE:
felipe.calderon@presidencia.gob.mx, secretario@segob.gob.mx, contacto@segob.gob.mx, secparticular@chiapas.gob.mx, secretario@secgobierno.chiapas.gob.mx, raciel.lopez@pgje.chiapas.gob.mx

Kopie an das Menschenrechtszentrum FRAYBA: accionurgente@frayba.org.mx

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Tue, 20 Sep 2011 12:24:41 +0000
<![CDATA[Café Libertad auf Youtube]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Youtube clk- Der Film

Aus der Selbstdarstellung: „In Chiapas haben sich indigene Gemeinden nach dem Aufstand der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN am 1. Januar 1994 unabhängig organisiert. Das Café Libertad Kollektiv in Hamburg organisiert den Import und den Vertrieb dieses zapatistischen Kaffees in Deutschland und anderen Ländern Europas; es leistet politische Solidaritätsarbeit mit dem Ziel, die indigenen Gemeinschaften in ihrem Kampf um Würde und Gerechtigkeit zu unterstützen. Gleichzeitig wollen wir durch unsere Arbeit den Aufbau einer ökonomischen Alternative stärken, die auf indigenen Erfahrungen, direkter Demokratie, Selbstbestimmung und -verwaltung beruht und die Grundbedürfnisse der Menschen nach ausreichender Ernährung, ärztlicher Versorgung, schulischer Bildung und besserer lokaler Infrastruktur erfüllt".

Die Erstellung des Video-Clips wurde durch den Zentralverband der deutschen Konsumgenossenschaften e.V. ermöglicht:
Zentralverband der deutschen Konsumgenossenschaften

Realisierung: Zwischenzeit e.V.
Zwischenzeit

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Tue, 05 Jul 2011 12:09:41 +0000
<![CDATA[Überfall auf Menschenrechtsbeobachter in Chiapas]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Mexiko_Menschenrechtsbeobachter Junta der Guten Regierung Herz des Regenbogens der Hoffnung, Caracol IV, Wirbelwind unserer Worte

An die nationale und internationale Zivilgesellschaft!
An die Compañeras und Compañeros der Anderen Kampagne Mexiko!
An die Compañeras und Compañeros der Zezta International!
An die Menschenrechtsverteidiger!

Am vergangenen Mittwoch, den 17. August 2011, in der Gemeinde Ejido Patria Nuevo, Region 1. de Enero, Autonomer Bezirk in Rebellion Lucio Cabañas, Chiapas Mexiko, gegen 7:00 Uhr morgens, versammelten sich etwa 150 Männer der ORCAO (Regionale Organisation der Kaffeeanbauer von Ocosingo), unter der Leitung der lokalen Repräsentanten Cristóbal Gómez López alias El Saddam, Manuel Bautista Moshan alias El Empresario und anderen Repräsentanten des Viertels, und koordiniert und angeführt von den Leitern der ORCAO, nämlich Antonio Juárez Cruz, Alejandro Gómez Navarro und Carlos Ramírez Gómez und beraten von Nicolás López Gómez alias El Tzirin, Juan Vázquez López und José Pérez Gómez.

Die Männer zerstörten ein würdiges Haus, das von den Compañeros zapatistische Unterstützungsbasen aus dem Ejido Patria Nueva errichtet worden war, und als Küche für die nationalen und internationalen Beobachter diente, um sich ihr Essen zuzubereiten, und si die Tricks und Zerstörungsvorhaben der schlechten Regierungen beobachten zu können.

Die drei Ebenen der schlechten Regierungen waren zornig, weil sie nicht wollen, dass ihre Tricks bekanntgemacht werden, darum organisierten sie unwissende Menschen, um ihre Todesprojekte in unsere autonomen Territorien, die von unseren Dörfern gebildet werden, zu injizieren, wo wir auf unsere Weise regieren, so wie die Bevölkerung das möchte.

Wir kämpfen nicht unter Nötigung oder weil wir von einigen wenigen Personen manipuliert werden, wie diese lokalen und regionalen Repräsentanten und Berater der ORCAO und die vorgeblichen Bundes-, Staats-, und Bezirksregierungen, die arme und unwissende Menschen unter Druck setzen und bedrohen, und sie dazu nötigen die miserablen Projekte anzunehmen und Provokationen durchzuführen.

Wir sind nicht wie die ORCAO, wo jene, die sich nicht an die Anweisungen halten, Provokationen auszuführen, damit bedroht werden, aus ihren Wohnorten vertrieben zu werden, und sie deshalb gehorchen und auf unseren zapatistischen Territorien Provokationen ausführen, weil sich diese erwähnten Anführer sich ohne Gefolgsleute einsam fühlen, und deshalb das anwenden, was ihnen die Regierungen beigebracht haben.

Das zerstörte Haus, war ein Haus des Lebens, nicht ein Haus des Krieges oder des Todes. Jetzt liegt unser würdiges Haus in Trümern durch die Hände der ORCAO Leute. Zusätzlich dazu brachen sie eine Blechhütte auf, die als autonome Schule diente; sie versuchten das Tor aufzubrechen, schafften es aber nicht, also drangen sie stattdessen durch das Fenster ein und drohten auch dieses Haus zu vernichten.

Trotz der autoritären Haltung der ORCAO wissen wir, dass sie nur Handlanger sind, denn die wahren intellektuellen Autoren heißen Felipe Calderón und Juan Sabines Guerrero. Sie sind es nämlich, die diese Todesprojekte und Kriege, die Millionen von Pesos kosten, durchführen und in unsere Territorien einführen.

Nach der Zerstörung unseres bescheidenen Hauses, gegen 10:00 Uhr am Morgen des gleichen Tages, erschien der Bauunternehmer mit einem Bagger.

Die ORCAO Militanten bewachten den Bauunternehmer und den Bagger; während sie sich dort aufhielten, ließen sie weiterhin Drohungen verlauten, dass sie bereit seien, die Zapatisten mit Macheten oder Kugeln zu töten.

Gegen 13:00 Uhr Mittag schlossen sie sich zu 7 Gruppen zusammen, die untereinander mit Mobiltelefone kommunizierten; wir sehen, dass die Regierungen sie gut strukturiert halten, indem sie Projekte ausführen, um unsere Compañeros zu provozieren.

Diese Situation ist kein Einzelfall. am vergangenen Sonntag, den 10. Juli 2011 wurden in unsere Compañeros in Ocosingo, Chiapas, von drei Angreifern attackiert, die unsere Kommission von Kameraleute der Junta der Guten Regierung des Caracol IV entführten, die vom 8. - 10. Juli innerhalb des Caracol IV eine Arbeit ausführten.

Nachdem die 3 Compañeros Kameraleute ihre Arbeit beendet hatten, verließen sie das Caracol; einer blieb in Altamirano zurück, und die anderen zwei reisten gegen 15:00 Uhr weiter nach Ocosingo. Sie erreichten Ocosingo gegen 17:20 Uhr Nachmittags am Sonntag, den 10. Juli 2011. Da sie Hunger hatten, traten sie in eine Imbissstube in Ocosingo ein und verließen sie wieder, als sie fertiggegessen hatten.

Sie waren noch nicht weit von der Imbissstube und dem Terminal der Strecke Ocosingo-Altamirano entfernt, als 3 Kerle auf sie zutraten, und sie fragten woher sie seien, und woran sie arbeiteten; während sie ihnen die Fragen stellten, wurden sie sofort am Hemd ergriffen und festgehalten.

Sie wurden gezwungen in ein weißes Auto der Marke Tzuru ohne Autokennzeichen einzusteigen, und wurden direkt in den Barrio Sauzal hinter dem Laden Aurera gebracht.

Sie wurden gezwungen, in ein Warenhaus einzutreten, wo ihre persönlichen Sachen durchsucht wurden und ihre Kameraausrüstung beschlagnahmt wurde.

Die Ausrüstung die von den Entführern gestohlen wurde enthielt: ein Laptop Marke ACER AS5332-2448 mit Intel Prozessor, Linux Betriebssystem und 15,6 Zoll Bildschirm, Fabriknummer 89190, in Wert von 6.245 Pesos.

Eine digitale Videokamera der Marke Sony im Wert von 2.550 Pesos, eine digitale Fotokamera Marke Sony im Wert von 2.116 Pesos, eine Mini DV Videokamera Marke Canon im Wert von 3.500 Pesos, ein Mobiltelefon Marke Pantech im Wert von 650 Pesos, ein USB-Stick von 1 GB im Wert von 160 Pesos, sowie Bargeld in Höhe von 600 Pesos und eine Tragetasche für die Ausrüstung.

Sie waren in dem Warenlager etwa 4 Stunden lang eingesperrt, bis zwei der Kerle sich zurückzogen und nur eine einzige Wache zurückblieb.

Unsere Compañeros sahen die Gelegenheit die Wache anzugreifen, sie schafften es, zu entkommen und das Haus zu verlassen, wobei sie schwere Schläge am Gesicht erlitten. Sie konnten alle entkommen, aber die gesamte Ausrüstung war verloren.

Die Adresse des Hauses lautet: Barrio Sauzal, ohne Hausnummer, der Angreifer wurde als Juan Decelis identifiziert, ein Einwohner von Balaxte, Bezirk Ocosingo.

Auch diese Täter waren Spione, die von der schlechten Regierungen strukturiert (instruiert) wurden, die mit Geld Spione, Paramilitärs und andere Personen anwirbt.

Einer unserer entführten Compañeros, war mehrmals von einer Person namens José Guadalupe, die nach eigenen Angaben in Ocosingo arbeitet und Projekte für die indigenen Gemeinden vermittelt, eingeladen worden.

Da unser Compañero der Einladung, als Spion zu arbeiten, nicht Folge leistete, musste er dafür zahlen, indem sie ihm die Ausrüstung wegnahmen, die unseren Kommunikationsmedien dienten.

Diese Aktion wurde zweifellos unterstützt und angetrieben von den drei Ebenen der Bundes-, Staats-, und Bezirksregierungen, Felipé Calderón Hinojosa, Juan Sabines Guerrero und Arturo Zúñiga Urbina.

Wir erwähnen diese 3 Regierungsebenen als verantwortliche Autoren für die Ausführung und Anstiftung dieser Provokationen, weil sie jetzt nicht mehr Soldaten oder Polizisten einsetzen, sondern Indigenas kleiner Organisationen, um uns in unsere Organisationen zu provozieren und um Streit zwischen Indigenas zu stiften.

Seit Jahren haben sie Millionen von Dollar ausgegeben, um uns zu vernichten, um sich unser Land anzueignen und unsere Sitten und unsere Sprache auszulöschen. Aber die Welt kann sehen, dass wir weiterhin als Zapatisten leben und um jeden Preis Widerstand leisten.

Mit der Weiterführung ihrer Projekte auf unseren Territorien, zielen sie darauf ab, Zapatisten zu demoralisieren. Aber sie irren sich, auch wenn sie uns Feiglinge nennen, wenn wir nicht auf ihre Provokationen antworten; wir wissen, dass wir Leben errichten, und nicht Tod, wie es die schlechten Regierungen tun.

Wir sind keine Bettler wie sie, dennoch fürchten wir weder die Regierung, die es auch mit ihren Millionen von Pesos nicht geschafft hat, uns zu eliminieren, und schon gar nicht fürchten wir eine kleine Organisation wie die ORCAO.

Wir als Zapatisten sind Kämpfer mit einem bescheidenen und einfachen Herzen, Erbauer eines gerechten Friedens. Wir errichten ein besseres Leben auf unserem mexikanischen Land, ohne Wohlstand für uns selbst anzustreben.

Wir sind weder Provokateure noch Angreifer, noch paramilitärische Banden, noch Verbrecherbanden. Wir sind Menschen der Arbeit und des Friedens.

Für uns zapatistische Unterstützungsbasen ist das ganze Land, das in 1994 befreit wurde, Teil der Organisation. Wir wollen nicht, dass jemand unseren Kampf unterbricht, weil wir uns als Volk organisieren, nach unseren eigenen Gebräuchen, und gemäß der Entscheidung unserer Gemeinden.

Wo wir auch wissen, dass wir uns durch unsere Autonomie regieren, ohne auf jemanden angewiesen sein zu müssen. Wir können uns selbst regieren, daher sagen wir, dass wir bereit sind, unsere Rechte um jeden Preis zu verteidigen.

Die Junta der Guten Regierung Alberto Gómez Entzin. Catalina Ara Gómez

http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2011/08/19/paramilitares-de-la-orcao-destruyeron-casa-para-observadores-nacionales-e-internacionales-denuncia-la-junta-de-buen-gobierno-del-caracol-iv/]]>
Wed, 18 May 2011 08:40:35 +0000
<![CDATA[Der kritische und unabhängige Journalismus ist bedroht]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Journalismus_Chiapas www.chiapas.ch

Bei verschiedenen unabhängigen Medien herrscht Besorgnis über die Situation in Chiapas. Gouverneur Sabines setzt alles daran, Kritiker jeglicher Art ausser Gefecht zu setzen: JournalistInnen werden verfolgt und bedroht. Auch wird ihnen der Zugang zur offiziellen Regierungsinformation verwehrt, bei öffentlichen Veranstaltungen werden sie ausgeschlossen und Interviews werden ihnen verweigert. Dies alles, um die Berichterstattung zu kontrollieren. Doch es bleibt nicht nur bei dieser Zensur. Den JournalistInnen, welche die Lokalregierung kritisieren, werden beliebige Delikte angehängt. Isaín Mendujano, Korrespondent für den «Proceso» beispielsweise wird für Körperverletzung an Jacobo Elnecavé Luttmann angeklagt. Elnecavé ist Berichterstatter für die chiapanekische Regierung und wurde in der Nacht auf den Sonntag, 19.6. in einer Bar mit einem Schlagstock angegriffen.

radio nederland

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Wed, 11 May 2011 11:45:13 +0000
<![CDATA[Breites Bündnis gegen Drogenkrieg]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Drogenkrieg Von Luz Kerkeling

Die Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung EZLN bringt sich wieder verstärkt in die nationale Politik Mexikos ein. EZLN-Sprecher Subcomandante Marcos veröffentlichte am 28. April ein Kommuniqué, in dem die Organisation sich mit den Friedensdemonstrationen gegen den sogenannten »Krieg gegen die Drogen« der Regierung von Präsident Calderón im gesamten Land solidarisiert und zur aktiven Teilnahme aufruft. Über 35000 Menschen sind seit dem Amtsantritt des Politikers der rechtskonservativ Partei der Nationalen Aktion (PAN) im Dezember 2006 gewaltsam ums Leben gekommen.

»Die geisteskranke Militärkampagne von Felipe Calderón hat den Kampf gegen das Verbrechen in ein totalitäres Vorgehen gewandelt, um vorsätzlich Angst im gesamten Land zu verbreiten. Sie wird nun mit den würdigen und organisierten Stimmen der Angehörigen der Opfer dieses Krieges konfrontiert«, heißt es in dem Kommuniqué. Für den 7. Mai wurde eine eigene Großdemonstration der EZLN in San Cristóbal im südöstlichen Bundesstaat Chiapas ankündigt.

Die EZLN folgt damit dem Aufruf einer Gruppierung um den bekannten Schriftsteller, Dichter und Journalist Javier Sicilia. Dessen Sohn Juan Francisco war Ende März gemeinsam mit sechs weiteren Jugendlichen vermutlich von Drogenbanden ermordet worden. Sicilia, der unter anderem in der Tageszeitung La Jornada schreibt, hatte danach in einem viel beachteten offenen Brief sowohl die Politik wie die Drogenbosse für die Eskalation der Gewalt verantwortlich gemacht und zu Protesten unter dem Motto »Wir sind es leid! – für Gerechtigkeit und gegen Straflosigkeit!« aufgerufen.

Vom 5. bis 8. Mai sollen Schweigemärsche im gesamten Land stattfinden und am letzten Tag in einer großen Kundgebung auf dem Zócalo, dem Hauptplatz von Mexiko-Stadt, gipfeln.

Begleitet werden die Demonstrationen schon jetzt von vielfältigen kulturellen Aktivitäten. Sicilia mahnt, daß im Drogenkrieg Tausende unbeteiligte Menschen ums Leben gekommen sind. »Wir müssen ihre Namen bewahren und an Gedenktafeln in den Stadtzentren anbringen«, so der Schriftsteller. Er selber hatte sieben Plaketten mit den Namen seines Sohnes und den sechs mit ihm Ermordeten an den Sitz des Gouverneurs seines Heimatstaates Morelos geschraubt. Zahlreiche Angehörige von Mordopfern folgten seinem Beispiel und installierten Schilder mit den Namen ihrer Toten.

Der Aufruf des »Bürgernetzwerks für Frieden und Gerechtigkeit« erhielt zunächst vor allem aus dem Spektrum der Mittelklasse Zulauf, nun schließen sich auch soziale Organisationen an. Der aktuelle Appell der EZLN könnte die Zahl der Teilnehmer deutlich wachsen lassen.

Delikaterweise plant die Regierungspartei PAN mit Unterstützung der ehemaligen Staatspartei PRI genau in diesen Tagen ein »Gesetz zur nationalen Sicherheit« zu etablieren. Menschenrechtsorganisationen wie das »Netzwerk für Frieden und Gerechtigkeit« fürchten, bei einer Verabschiedung der bisherigen Vorlage könne auf legale Weise ein »Polizei- und Militärstaat« installiert werden. Nach Angaben der Organisation könnte der Präsident so den Einsatz des Militärs gegen politische, soziale und gewerkschaftliche Bewegungen anordnen, wenn er die innere Sicherheit bedroht sieht. Darüber hinaus würde Armee, Marine und dem Geheimdienst CISEN ermöglicht, Spionageaktivitäten ohne jeden richterlichen Beschluß durchzuführen. Das organisierte Verbrechen und soziale Bewegungen würden so auf eine Ebene gestellt. Dies wäre ein weiterer Schritt in Richtung Diktatur in Mexiko.

Am Sonntag, dem 8. Mai 2011, findet dazu in Hamburg der Marsch "Juntos por un futuro sin violencia - Por un México con paz, Zusammen für eine Zukunft ohne Gewalt - Pro Frieden in Mexiko statt.

Treffpunkt: Saturn (Nähe Hbf), 15:00 Uhr. 
Strecke: Mönckebergstr, Rathausmarkt, Reesendamm,
Ziel: ca 16:00 Uhr Reesendammbrücke.

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Tue, 03 May 2011 09:09:54 +0000
<![CDATA[Kein Vergeben – kein Vergessen!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Jaakkola Vor genau einem Jahr, am 27. April 2010, wurden unser Freund und anarchistischer Genosse Jyri Antero Jaakkola und die Compañera Beatriz Cariño Trujillo ermordet. Ein Konvoi aus Menschenrechtler_innen, politischen Aktivist_innen und Journalist_innen war auf dem Weg zur Indigenengemeinde San Juan Copala, in Oaxaca, Mexiko, als sie in einen Hinterhalt einer paramilitärischen Organisation gerieten. Jyri saß zusammen mit der mexikanischen Menschenrechtsverteidigerin Bety Cariño im ersten Auto. Als Paramilitärs kurz vor dem Ortseingang das Feuer auf die Karawane eröffneten, waren Jyri und Bety sofort tot.

Der Mord an Jyri Jaakkola und Bety Cariño ist kein isoliertes Phänomen, sondern hat System. Die UBISORT genannte paramilitärische Gruppe in Oaxaca steht im Sold des Gouverneurs Ulises Ruiz und hinter den Morden an Jyri und Bety und mehr als 30 indigenen Opfern in San Juan Copala allein 2010.

Die sich bis heute frei bewegenden Tatverdächtigen sind eindeutig identifiziert, es wurde keine Anklage erhoben.

Jyri stand dem Café Libertad Kollektiv und dem RedProZap, dem europäischen Netzwerk zapatistischer Kaffeeimportgruppen in Europa in den letzten Jahren solidarisch zur Seite. Er hatte viele Jahre in verschiedenen finnischen Organisationen gearbeitet und engagierte sich für Gerechtigkeit und fairen Handel. Gerechtigkeit war für ihn wichtig, aber eben Gerechtigkeit für alle, nicht nur für die Reichen in den Ländern des Nordens.

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Wed, 27 Apr 2011 10:38:45 +0000
<![CDATA[Preiserhöhung Olivenöl]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Film Tue, 29 Mar 2011 11:49:20 +0000 <![CDATA[Film "Which Way Home - Kinder auf der Flucht" jetzt online]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Tourismus Die deutschsprachige, gekürzte Version des beeindruckenden Dokumentarfilms, der am 19.4.2011 auf Phoenix gezeigt wurde, ist auch auf gratisdokus.de online abrufbar.

Zum Film "Which way home - Kinder auf der Flucht" der Regisseurin Rebecca Cammisa, der für den Oskar 2010 in der Kategorie bester Dokumentarfilm nominiert wurde, schreibt Phoenix:
"Während die USA seit Jahren an der Schliessung der offenen Grenze zu Mexiko arbeiten, versuchen weiterhin Millionen Flüchtlinge aus Lateinamerika, den Grenzzaun zu überwinden – darunter jedes Jahr auch rund hunderttausend Kinder. Abseits von Statistiken und aus der Sicht seiner jungen Protagonisten erzählt der erschütternde, für den Oscar nominierte Dokumentarfilm «Which Way Home» vom Schicksal Minderjähriger, die tausende Kilometer auf maroden Güterzügen reisen, um illegal ins «Gelobte Land» USA zu gelangen. (...) Sechs Jahre haben Rebecca und ihr Team verschiedene Kinder begleitet. Entstanden ist ein erschütternder Film, in dem kindliches Glück und Verzweiflung oft nahe beieinander liegen."

Szene aus dem Film Mehr Informationen über den Film, seine Enstehung und die verschiedenen Preise, die er bisher gewonnen hat, finden sich auf der Seite des Films auf Englisch sowie auf Spanisch, sowie auf Facebook.

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Mon, 28 Mar 2011 11:14:19 +0000
<![CDATA[16 Bundesstaaten in Mexiko für MigrantInnen besonders gefährlich]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Antirassismus Venezuela, 18. April 2011, telesur
Die halbstaatliche mexikanische Menschenrechtskommission CNDH (Comisión Nacional de Derechos Humanos) gab am 18. April bekannt, dass MigrantInnen ohne Papiere, die Mexiko auf ihrem Weg in die USA durchqueren, in 16 von 32 mexikanischen Bundesstaaten verstärkt damit rechnen müssen, Opfer von Übergriffen zu werden. Aus dem „Sonderbericht zu Fällen von Entführung von Migranten in Mexiko“ der Kommission geht hervor, dass die Mehrzahl der betroffenen Orte „direkt an der Route des Zuges liegt, den diese bei ihrer Durchreise in Richtung der Vereinigten Staaten nehmen“.

Die CNDH berichtet, dass MigrantInnen ohne Papiere zwischen 1.000 und 4.000 Kilometer bis zu ihrem Bestimmungsort zurücklegen müssten, je nachdem ob sie die Route über Tamaulipas (im Nordosten) oder über Baja California (im Nordwesten) nehmen. Die Orte, in denen die MigrantInnen am gefährdesten seien, sind „Baja California, Chiapas, Coahuila, México, Guanajuato, Guerrero, Michoacán, Nuevo León, Oaxaca, Querétaro, Quintana Roo, San Luis Potosí, Sonora, Tabasco, Tamaulipas und Veracruz“.

AktivistInnen fordern „Karte der Bedrohung“
Die Zusammenstellung der gefährlichen Abschnitte durch die CNDH basiert auf Zeugenaussagen betroffener MigrantInnen sowie auf Analysen und Zahlen der Behörden. Im Detail handelt es sich um 71 Bezirke in den 16 Bundesstaaten, in denen es an Straßen- und Zugabschnitten zu Entführungen, Erpressungen, Überfällen und sexuellen Übergriffen auf MigrantInnen gekommen ist.

Die MenschenrechtsaktivistInnen fordern die Behörden auf, eine Karte zu erstellen, aus der die unsichersten Routen auf dem Weg durch Mexiko hin zum Nachbarn im Norden verzeichnet sind. Außerdem wollen sie erreichen, dass der Staat die öffentliche Sicherheit an Treffpunkten und Verkehrswegen von mexikanischen und ausländischen MigrantInnen gewährleisten solle, damit sich Vorfälle wie in San Fernando, im Bundesstaat Tamaulipas, nicht wiederholen.

Zahlreiche Leichenfunde von MigrantInnen im April
Im Zeitraum zwischen dem 1. und dem 14. April wurden im Bezirk San Fernando 145 Leichen in Gräben gefunden. Bereits im August 2010 waren 72 nicht-identifizierte Leichen von Menschen aus Mittel- und Südamerika gefunden worden. Die Regierung macht für die Morde das Kartell „Los Zetas“ verantwortlich. Zahlen der staatlichen Migrantionsbehörde zufolge versuchen jährlich etwa 150.000 Personen ohne Papiere, in die USA zu migrieren.

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Thu, 17 Mar 2011 11:58:48 +0000
<![CDATA[Fördergelder]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Fonds Störtebecker/Kiptik-Förderung:
Da wir in den letzten 2 Jahren eine Vielzahl an sozialrevolutionären, empanzipatorischen Projekten gefördert haben, sind momentan die Gelder ziemlich aufgebraucht. Auch in diesem Jahr (Januar, Februar 2011) haben wir schon 14 Projekte gefördert. Damit auch in Zukunft eine Vielzahl an Projekten/Gruppen die Möglichkeit hat, die Förderung zu beantragen, haben wir beschlossen vorübergehend die Fördersumme auf 100 € zu senken. Damit sich dies bald ändert: KAUFT MEHR STÖRTEBECKER + KIPTIK!

Las Chonas-Förderung:
Es ist Geld vorhanden! Dies ist ein Aufruf an autonomen Frauenprojekte/-Gruppen sich bei uns zu melden! Die Fördersumme ist nicht begrenzt, Anträge können formlos gestellt werden. Bedingung ist, das es sich um ein Projekt/Gruppe handelt, die keiner Partei oder Kirche nahesteht (sozialrevolutionär und emanzipatorisch gilt auch hier).

Fördergelder 2010
Hier ein Überblick über die 2010 ausgegebenen Fördergelder. Die Förderung wurde teilweise auch in Form von Kaffee oder Büchern geleistet. Beantragt werden können die Fördergelder formlos durch eine E-Mail an: cafe-libertad@gmx.de

a) Förderung für Autonome Frauenprojekte
40 Cent pro Kilo vom verkauften "Las Chonas"-Kaffee der honduranischen Frauenkooperative gehen an Frauenprojekte. Dieser Fonds wurde im Jahre 2009 mit dem ersten Import des Kaffees eingerichtet. Anfang des Jahres 2010 standen 1.698,80 € Euro zur Verfügung. Bis zum Ende des Jahres 2010 kamen durch den Kaffeeverkauf weitere 6.747,80 € dazu. Anfang des Jahres 2011 stehen davon noch 7.098,47 € zur Verfügung

Im Jahr 2010 wurden davon gefördert:

  • Die Rundreise zweier Frauen von der Textilkooperative "Nueva Vida Fair Trade Zone", die über ihre Entstehungsgeschichte und die Arbeitsbedingungen in Nicaragua berichteten.
  • Der Sendeplatz von "Tejiendo la Paz con manos ciudadanas", ein Radio-Programm auf Radio Marcala (Honduras), das insbesondere Frauen dazu motivieren möchte für ihre Rechte auf die Straße zu gehen.
  • Das "Lesbenfrühlingstreffen Hamburg 2010".
  • Das feministische Baucamp zum Erhalt des Gedenkortes KZ Uckermark.
  • Das Centro de Derechos de la Mujer de Chiapas (Frauenzentrum in Chiapas), für den Wideraufbau nach dem Sturm/Hochwasser.

b) Störtebeker-Förderung für sozialrevolutionäre und emanzipatorische Projekte
40 Cent pro Kilo vom verkauften Störtebeker und Kiptik (unser sogenannter Soli-Kaffee/Espresso) geht an sozialrevolutionäre, emanzipatorische Projekte. Die jeweilige Förderungshöhe beträgt in der Regel 150 €. 2010 wurden 50 Projekte unterstützt. Dafür standen im Jahr 2010 6.528,23 € zur Verfügung. Bis zum Ende des Jahres 2010 kamen durch den Kaffeeverkauf weitere 2.438,35 € dazu. Anfang des Jahres 2011 stehen davon noch 2.940,35 € zur Verfügung.

Im Jahr 2010 wurden davon unter anderem gefördert:

  • Infoläden bzw. anarchistische Bibliotheken (z.B. in Estland, Bulgarien, Philippinen, Deutschland)
  • FAU-Kampagne gegen das Gewerkschaftsverbot
  • Anti-Castor Camps
  • Bildungskongresse oder Veranstaltungen (Buko, Bildungskongress Hessen,etc.)
  • Politische Zeitungs- oder Radioprojekte (z.B. Radio Kalewche in Patagonien, Contraste, Schüler_innenzeitung in Husum, TERZ aus Düsseldorf etc.)
  • Flüchtlings-/Migrant_inneninitiativen (The Voice, Bayrischer Flüchtlingsrat, Medinetz)

c) Fördergelder für Mexiko / Chiapas
40 Cent pro Kilo vom verkauften Café Libertad, Espresso Rebeldía, Rebeldía Durito und 20 Cent pro Kilo vom verkauften Störtebeker und Kiptik fließen direkt nach Mexiko zurück. Dafür standen im Jahr 2010 30.703,86 € zur Verfügung. Bis zum Ende des Jahres 2010 kamen durch den Kaffeeverkauf weitere 25.958,95 € dazu. Anfang des Jahres 2011 stehen davon noch 30.905,58 € zur Verfügung, wovon im Frühjar 15.000 € direkt an die Räte der Guten Regierungen der Zapatistas weitergleitet werden sollen.

2010 wurden daraus folgende Projekte und Organisationen unterstützt:

  • Fortbildungskurse für Frauen in traditioneller Frauenheilkunde in Chiapas (Caracol La Garrucha)
  • Die Gefangenen des Stromwiderstandes von Campeche
  • Die Organisation „Consorcio“ - Ausbildung juritstischer Mentorinnen in Oaxaca
  • Ein Ofenbauprojekt in Chiapas, durchgeführt von PISTA (Proyecto Integral de Salud y Tecnología Apropiada)
  • Radio KeHuelga Mexiko-Stadt
  • Die zweite Menschenrechts-Karawane nach San Juan Copala
  • Ein Wasserprojekt in einer zapatistischen Gemeinde (vermittelt durch KIPTIK – eine Soli-Gruppe aus Großbritanien)
  • Desinformemonos – Berichterstattung „von unten“ aus verschiedenen Teilen der Welt - SADEC, eine Organisation, die in den ländlichen Gebieten von Chiapas Gesundheitsfortbildungen und -beratungen macht
  • Indymedia Chiapas
  • Radiopogramm Frequencia Libre – Chiapas
  • Eine Videodokumentation über das erste Wasser-Forum des CNI (Congreso Nacional Indigena) in Mexiko

d) Fördergelder Finca Sonador
40 Cent pro Kilo vom verkauften Cafe Sonador und 20 Cent pro Kilo vom verkauften Störtebeker und Kiptik gehen wieder direkt nach Costa Rica an die Longo Maï-Finca (http://www.sonador.info/). Dafür standen im Jahr 2010 2.432,60 € zur Verfügung. Bis zum Ende des Jahres 2010 kamen durch den Kaffeeverkauf weitere 6.880,40 € dazu. Anfang des Jahres 2011 stehen davon noch 7.292,51 € zur Verfügung.

Im Jahr 2010 wurden davon gefördert:

  • Ein Feuchtigkeitsmessgerät für 1.200 €
  • Weitere Projekte der Kooperative mit 820 €

Anfang Februar 2011 wurde eine zentral gelegene Bio-Kaffee-Anpflanzung auf der Finca Sonador mit 5.600 € gefördert. Die Idee der Kooperative Longo Mai ist, die Umsetzbarkeit einer biologischen Anbauweise zu demonstrieren um damit die Motivation für eine Umstellung auf biologischen Anbau bei den Kaffeebäuer_innen zu steigern.

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Tue, 01 Mar 2011 08:42:22 +0000
<![CDATA[KAFFEEPREISERHÖHUNG]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Kaffeepreis Liebe Freund_innen des aufständischen Kaffees!
Der Inhalt dieser Meldung ist kein schöner, weder für euch noch für uns, aber es muss gesagt werden: Wir müssen leider die Kaffeepreise zum 25.02.11, 15.00 Uhr erhöhen.

Warum schon wieder, werdet ihr euch fragen, nachdem wir erst Mitte letzten Jahres die Preise erhöht haben?
Dazu eine ausführliche Erklärung. Einige von Euch haben sicherlich die Entwicklung des Rohkaffeepreises auf dem internationalen und auf dem inländischen Markt verfolgt. Der Preis für Rohkaffee klettert Woche für Woche in immer neue Rekordhöhen. Gründe dafür sind schlechtes Wetter in Asien und Teilen Südamerikas, das die Ernte und den Transport der Bohnen erschwert. So klagen auch unsere Kaffeekooperativen in Chiapas über eine schlechtere Kaffeeernte wegen Regenfällen. Daneben tragen noch die gestiegene weltweite Nachfrage, besonders auch in Schwellenländern und Hedge-Fonds, und andere spekulative Anleger bei, die an Waren- und Kaffeebörsen den Preis nach oben treiben.
Laut Presse sieht das ganze so aus: Risikofreudige Anleger wetten auf die Zukunft der Preise. Auf jeden Sack Kaffeebohnen, der geerntet und verschifft wird, kommen neun virtuelle Säcke, die nur in den Handelssystemen der Börsianer angeboten und gekauft werden. Das führt beim Kaffee an den Terminbörsen zu erheblichen Preisaufschlägen. Gerade beim Rohkaffee zeigt sich, welche dramatischen Folgen das auf Gewinnmaximierung orientierte Treiben der Zocker an den Weltbörsen haben kann: Das häufige Verschieben der Ware ist es, was die Preise explodieren lässt. Statt zwei Milliarden Euro wie früher sind es heute 70 Milliarden Euro, die als Termingeschäfte im weltweiten Kaffeehandel angelegt sind. Die Fonds kaufen Kaffee und setzen damit auf einen Preisanstieg, das heizt die Nachfrage enorm an und dadurch wiederum sinkt die Verfügbarkeit des Rohkaffees, was wiederum den Preis antreibt. Wir erleben eine künstliche Verknappung der Ware, für die es fundamental gar keinen Grund gibt. So haben die Preise für hochwertigen Rohkaffee der Sorte Arabica enorm angezogen. Sie sind seit Mitte 2010 kontinuierlich gestiegen. Die Preise liegen um 70 Prozent höher als im Juni vergangenen Jahres.

Was hat das für Konsequenzen für Café Libertad und damit für euch als Freund_innen des aufständischen Kaffees?
Unsere Kooperativen sind gezwungen, bei einem steigendem Weltmarktpreis ihren Mitgliedern einen höheren Preis zu zahlen, um zu verhindern, dass diese an die »Coyotes« (lokale Zwischenhändler, die für die multinationalen Konzerne arbeiten) verkaufen. Bei Abgabe des Kaffees an die Kooperativen erhalten die Kaffeebäuer_ innen einen Teil des Geldes, erst nach Ankunft des Kaffees in Europa wird das restliche Geld an die Mitglieder weitergegeben. Die »Coyotes« dagegen zahlen auf einmal Bar.
Die Verträge, die wir mit den Kaffeekooperativen machen, orientieren sich im solidarischen Handel (und auch im fairen Handel) an den Weltmarktpreisen für Rohkaffee. So haben wir letztes Jahr im Herbst die Verträge für die Kaffeeernte diesen Jahres zusammen mit den Kaffeekooperativen auf den Preis von 3,80 Euro das Kilo festgelegt und eine Vorfinanzierung von 60 Prozent an die Kooperativen geleistet. Nach den Verträgen, die wir schließen, können die Kaffeekooperativen die Preise bis zur Verschiffung des Kaffees nachverhandeln, wenn der Rohkaffeepreis an der Kaffeebörse steigt. Was sie dieses Jahr auch mit gutem Grund getan haben bzw. tun werden. Der aktuelle Preis pro Kilo liegt eingerechnet der Währungsschwankungen zwischen Euro, Dollar und mexikanischem Peso mittlerweile schon bei 4,90 Euro, Tendenz steigend. Die Konsequenz daraus ist, dass wir bislang schon ca. 29% mehr für den Import bezahlen und dies bedeutet für euch, dass wir unsere Verkaufspreise zwischen 18% und 35% Prozent erhöhen werden. Was das konkret für jede einzelne Kaffeesorte bedeutet, seht Ihr weiter unten.


Vielleicht noch einmal zur Veranschaulichung, wie sich der Preis, den wir an die Kooperativen für Rohkaffee zahlen, zusammensetzt:
Wir zahlen dieses Jahr den Preis der International Coffee Organisation (ICO) plus 10%, 20 Cent Bioaufschlag und 10 Cent Solidaritätsaufschlag an die Kaffeekooperativen, da der Weltmarkt-Kaffeepreis über den vereinbarten Zahlungen liegt. Weitere Kosten die dazukommen sind: Transport, Röstverlust, Rösten Mahlen und Verpacken, Fracht- und Lagerkosten, Kaffeesteuer, unsere Fördergelder für die Kooperativen (40 Cent pro Kilo) und Rabatte und Skonto.
Die aktualisierte Preisliste findet ihr ab dem 25.02.11 unter Infos/Preisliste auf unserer Webseite www.cafe-libertad.de. Ein Gutes hat das Ganze: Die Kaffeebäuer_innen bekommen einen wesentlich höheren Preis für ihr Produkt.

Hier nun die neuen Preise inklusive Umsatzsteuer:

Bio-Kaffee »Libertad«, 500g gemahlen 8,00 € – Kg-Preis: 16,00 €
Bio-Kaffee »Libertad«, 1 kg ganze Bohne 15,60 €
Kaffee »Libertad« nicht zertifiziert, 500g gemahlen 7,50 € – Kg-Preis: 15,00 €

Espresso »Durito« nicht zertifiziert, 250g gemahlen 4,20 € – Kg-Preis: 16,80 €
Espresso »Durito« nicht zertifiziert, 500g ganze Bohne 7,50 € – Kg-Preis: 15,00 €

Bio-Kaffee »Las Chonas«, 500g gemahlen 7,90 € – Kg-Preis: 15,80 €
Bio-Kaffee »Las Chonas«, 500g ganze Bohne 7,70 €, – Kg-Preis: 15,40 €
Bio-Espresso »Las Chonas«, 250g gemahlen 4,30 € – Kg-Preis: 17,20 €
Bio-Espresso »Las Chonas«, 500g ganze Bohne 7,90 € – Kg-Preis: 15,80 €

Café Flores Magón – Mokka, 250g gemahlen 3,50 € – Kg-Preis: 14,00 €

Café Sonador, 500g gemahlen – Costa Rica 6,90 € – Kg-Preis: 13,80 €
Café Sonador, 500g ganze Bohne – Costa Rica 6,80 € – Kg-Preis: 13,60 €

Solidaritäts-Kaffee Störtebeker, 250g gemahlen 3,80 € – Kg-Preis: 15,20 €
Solidaritäts-Espresso Kiptik, 250g gemahlen 4,00 € – Kg-Preis: 16,00 €
Solidaritäts-Espresso Kiptik, 500g ganze Bohne 7,40 € – Kg-Preis: 14,80 €

Neue Preise für zur Zeit nicht lieferbare Kaffeesorten:

Bio-Espresso »Durito«, 250g gemahlen 4,40 € – Kg-Preis: 17,60 €
Bio-Espresso »Durito«, 500g ganze Bohne 8,00 € – Kg-Preis: 16,00 €

Bio-Espresso »RebelDía«, 250g gemahlen 4,40 € – Kg-Preis: 17,60 €
Bio-Espresso »RebelDía«, 500g ganze Bohne 8,00 € – Kg-Preis: 16,00 €


Nach vielen Worten hoffen wir, dass die Preiserhöhung für euch nachvollziehbar geworden ist. Was ändert sich noch?
Der Kaffee »Libertad« wird in Kürze, nach Verkauf der Restbestände, nur noch in nicht zertifizierter Version verfügbar sein. Solange wir auf die Rohkaffeelieferung der neuen Ernte warten, verrösten wir den natürlich angebauten Rohkaffee der zapatistischen Kooperative Ssit Lequil Lum für unseren Kaffee »Libertad«. Die ganze Bohne »Libertad« wird es erst wieder nach Erhalt der neuen Ernte geben.
Der Espresso »Durito« in Bio-Qualität (gemahlen wie auch als ganze Bohne) wird ebenso voraussichtlich erst wieder ab Mai erhältlich sein, nach Erhalt der neuen Ernte. Vorübergehend haben wir unseren Espresso »Durito« in nicht bio-zertifizierter Variente aus Ssit Lequil Lum Rohkaffee im Programm. Den Bio-Espresso »RebelDía« wird es erst wieder nach Erhalt der neuen Ernte geben.
Für beide Sorten gilt: Die Qualität der nicht zertifizierten Varianten ist durchaus vergleichbar mit den bio-zertifizierten Varianten. Die zapatistische Kooperative Ssit Lequil Lum besitzt ein eigenes internes Kontrollsystem für Pestizide und Qualitätssicherung. Wie alle unsere Rohkaffees haben wir auch diese Bohnen auf Pestizidrückstände bei der Gesellschaft für Bioanalytik Hamburg mbH untersuchen lassen. Das Ergebnis ist, wie bei allen von uns vertriebenen Sorten, unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze.
Übrigens: Auch die anderen Kaffees aus unserem Sortiment wie der »Las Chonas« der Frauenkooperative COMUCAP, der »Sonador« aus Costa Rica und unsere Solikaffees »Störtebeker« und »Kiptik« sind verdammt lecker! Also, vielleicht probiert ihr das eine oder andere Mal auch diese Sorten – ganz im Sinne der Interkulturalität – oder so.

Schwarz wie die Nacht, süß wie die Liebe und heiß wie die Hölle – so sollte ein guter Kaffee sein.

In diesem Sinne euer Café Libertad Kollektiv

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Wed, 23 Feb 2011 11:31:34 +0000
<![CDATA[Reise nach Nirgendwo]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Menschenrechte_Mexiko http://amerika21.de/analyse/20337/reise-nach-nirgendwo]]> Tue, 25 Jan 2011 09:38:52 +0000 <![CDATA[Jetzt sind wir also alle Chavistas]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/Maradiaga_Honduras Falls ihr als Unterzeichner_innen des Protestbriefes an die katholische Akademie in Hamburg es noch nicht wusstet, jetzt ist es kirchenamtlich: Ihr seid alle Chavistas.

Wie das katholische Magazin für Kirche und Kultur (http://www.katholisches.info/?p=10335) in seiner Online-Ausgabe schreibt: "Die ›Chavistas‹ unter Europas Linksextremisten verhinderten am vergangenen Freitag die Teilnahme des Kardinals an einer Podiumsdiskussion zum Thema ›Die Globalisierung der Solidarität‹ in Hamburg. Nach massiven Drohungen wurde die Veranstaltung durch den Veranstalter, die katholische Akademie der Erzdiözese Hamburg, ›aus Sicherheitsgründen‹ abgesagt.

Komisch, in einem Antwortschreiben des Direktors der katholischen Akademie Hamburg auf einen unserer Protestbriefe heißt es: "Sie sind herzlich eingeladen, an diesem Abend Ihren Standpunkt in die Diskussion einzubringen." Soviel zu den massiven Drohungen. Die katholischen Akademie Hamburg sagte die Veranstaltung offiziell wegen einer Krankheit des anderen Gesprächsteilnehmers Rupert Neudeck ab. Soviel zur Wahrheit des katholischen Magazins für Kirche und Kultur.

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Tue, 07 Dec 2010 10:08:24 +0000
<![CDATA[Wikileaks-Veröffentlichungen zu Honduras]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/za http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33754/1.html]]> Tue, 30 Nov 2010 13:08:42 +0000 <![CDATA[Propaganda versus Straflosigkeit in Mexiko]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/and propaganda_versus_straflosigkeit_in_mexiko/ könnt ihr ein Artikel von Gaby Küppers zur Anhörung der Eltern von Jyri Jaakkola vor dem Unterausschuss für Menschenrechte des Europäischen Parlaments lesen.]]> Wed, 24 Nov 2010 13:05:09 +0000 <![CDATA[Pasta & Co.]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/1i Ab dem 06. Oktober 2010 werden wir euch schrittweise in den Genuss italienischer Pasta & Co. bei Café Libertad einführen. Wir bieten euch verschiedene Pasta aus Hartweizengrieß und Dinkel, Pesto - auch vegan -, Tomaten in verschiedenen Verarbeitungen und diverse Bohnen. Natürlich alles in Bio-Qualität aus kontrolliert biologischem Anbau. Hersteller ist die Kooperative Campo in Italien. Campo gründete sich 1978 in Isola del Piano, einem kleinen Dorf in der Region Marken aus Bäuer_innen, die kein Gift mehr spritzen wollten. Das Ziel der Kooperative ist es unbelastete Lebensmittel zu einem guten Preis herzustellen. Die Kooperative besteht aus 9 Mitarbeiter_innen, darunter 7 Frauen. Alle erhalten den gleichen Basislohn und ein 13. und 14. Monatsgehalt. Auf die Frage nach ihrer politischen Orientierung antworten Sie: "Besser wenig für alle, als alles für Wenige!" Campo ist Teil eines regionalen Netzwerks der solidarischen Ökonomie. Mit anderen regionalen Kooperativen und Vereinigungen organisieren Sie Sensibilisierungsprojekte, Veranstaltungen und Vorträge zu solidarischer Ökonomie, biologischer Landwirtschaft, Menschenrechten und Energieeinsparungspotentialen. In Zukunft soll eine europäische Kooperative gegründet werden um damit den biologische Anbau in Europa voranzubringen und andere Bio-Bauern zu unterstützt. In diesem Sinne: Buon Appetito! Weitere Informationen unter: http://www.coopcampo.it]]> Wed, 06 Oct 2010 13:14:25 +0000 <![CDATA[Umfrageergebnisse]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/1h Für alle diejenigen, die an der Umfrage „Fair, fairer, Fair Trade? - Zapatistische Kaffeekooperativen in Chiapas / Mexiko“ teilgenommen haben: Die Auswertung der Fragebögen sind da! Bei Interesse könnt ihr diese bei uns unter der E-mail mailto:cafe-libertad@gmx.de abfragen.

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Tue, 28 Sep 2010 11:10:55 +0000
<![CDATA[San Juan Copala im Ausnahmezustand]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/1z Thu, 23 Sep 2010 13:21:30 +0000 <![CDATA[100 Jahre CNT - Wir haben den Wein dazu!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/1c Thu, 09 Sep 2010 10:18:37 +0000 <![CDATA[Motive!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/me http://www.fairdruckt.de) sind sie sehr schön geworden! Natürlich wie gewohnt in Bio-Baumwoll-Qualität.]]> Thu, 26 Aug 2010 08:09:41 +0000 <![CDATA[Mord im Hinterhalt!]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/11q Wir trauern um unseren Freund und Genossen Jyri Antero Jaakkola, ermordet durch Paramilitärs in Oaxaca, Mexiko am 27.04.2010.

Jyri war mit einer Gruppe von Menschenrechts­beobachter_innen auf dem Weg in die von Paramilitärs be­lagerte autono­me Gemeinde San Juan Copala, als aus dem Hinterhalt Maschinen­gewehrfeuer auf sie eröffnet wurde. Zusammen mit Jyri starb die Compañera Beatriz Cariño Trujillo.

Jyri war Aktivist des finnischen Segelschulschiffprojekts »Estelle« und im europäischen Netzwerk zapatistischer Kaffeeimportgruppen aktiv. Ein letztes Interview vor seiner Abreise nach Mexiko mit ihm findet ihr unter: http://www.youtube.com/watch?v=tMy7yTvFiNU

Wir fordern eine schonungslose Untersuchung des Vorfalls!

Wir fordern die Verurteilung der Mörder und deren Hintermänner!

Wir fordern die Auflösung aller paramilitärischen Banden in Mexiko!

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Thu, 29 Apr 2010 11:47:44 +0000
<![CDATA[Neue Plakate]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/3a Wir freuen uns euch neue und alte Plakatmotive vorstellen zu können. Macht bei der nächsten Bestellung einfach eine Anmerkung, welche und wieviele Plakate ihr möchtet. Wir legen die Plakate dann ohne weitere Kosten zu eurer Bestellung dazu.

]]> Tue, 13 Apr 2010 10:37:02 +0000 <![CDATA[Flasche leer]]> http://www.cafe-libertad.de/shop/blog/11d http://www.cafe-libertad.de/shop/versandkosten]]> Tue, 05 May 2009 11:17:19 +0000