Willkommen auf www.cafe-libertad.de!

News News

  • Rohkaffee-Importe und Preiskalkulation 2016


    English version: Green coffee import and price calculation 2016

    Café Libertad hat im Jahr 2016 insgesamt neun Container mit 2299 Sack Rohkaffee importiert. Die Preise für die Partnerkooperativen und Kleinbäuer*innen blieben dabei auf ihrem hohem Niveau. Der zapatistischen Kooperative Yachil wurden wie im Vorjahr 88 MXN pro kg ausgezahlt und der Preis für Rohkaffee der benachbarten Kooperative Michiza aus Oaxaca von 84 MXN auf 87 MXN pro kg erhöht.

    Die Rohkaffeepreise haben bei Café Libertad Kollektiv unterschiedliche Aufschläge für die politische Arbeit der Kooperativen, die Qualität des Rohkaffees. Vor allem aufgrund von Währungsschwankungen wird der Kaffee aus Mexiko in diesem Jahr dennoch günstiger, während der Kaffee der Frauenkooperative aus Honduras teurer geworden ist.

    Die Ursache liegt im steigenden Dollar, der als Rohkaffeewährung in Honduras gilt, im Verhältnis zum fallenden mexikanischen Peso gegenüber dem Euro. Wir geben solche Preisveränderungen jährlich weiter, da wir nicht mit größeren Gewinnspannen kalkulieren (um solidarischen Kaffee erschwinglich zu halten), aber den Kleinbäuer*innen trotzdem gleichbleibend hohe Preise für ihren Rohkaffee zu garantieren.

    Sorten mit zapatistischem Kaffee sind bei 500g daher um ca. 30 Cent günstiger, der Las Chonas ist jedoch um 25 Cent teurer geworden. Etwas teurer um 5 Cent pro Packung wird auch der gemahlene Störtebeker und Sonador. Wir hoffen auf euer Verständnis und eure Solidarität mit den Partnerkooperativen, trotz unterschiedlicher Ausgangsbedingungen von diesen.

    Kalkulation Artikel 100 Bio-Libertad gemahlen

    4,61 € Einstandspreis Rohkaffee pro kg
    0,72 € Röstverlust
    0,24 € Röstkosten
    0,08 € Mahlung
    0,37 € Abfüllen
    0,04 € Ettikett
    0,21 € Verpackung
    2,19 € Kaffeesteuer
    0,13 € Lagerung & Finanzierung
    0,06 € Transporte

    ______________________________
    8,65 € Summe pro 1 kg Röstkaffee
    4,48 € Kalkulatorischer Aufschlag (Betriebs- und Verwaltungskosten, Lohnkosten, Versand)
    0,40 € Fördermittel & Spenden (für Kooperativen und politische Projekte)
    0,20 € Genossenschaftliche Rücklagen (u.a. Vorfinanzierung für Kooperativen und Kleinbäuer*innen)

    ______________________________
    13,73 € Betrag pro 1kg Röstkaffee
    6,86 € Stückpreis 500 g
    0,48 € 7,00% Umsatzsteuer
    ______________________________
    7,35 Euro Verkaufspreis pro 500g Packung

    mehr...

  • Jubiläums-Rotwein: Ácrata - 80 Jahre Sommer der Anarchie


    1936 organisierten sich die Menschen in Spanien gegen den Putsch des Militärs, um die Republik und die Perspektive der Revolution gegen den aufstrebenden Faschismus in Europa zu verteidigen. Der CNT-Jubiläumsrotwein Ácrata ist ein Tribut und Andenken an die Generation der libertären und anarchistischen Gefährt*innen im Sommer der Anarchie. Er verbindet die Erinnerung an politische Kämpfe und Formen der Selbstorganisation mit Engagement für die Erhaltung traditioneller Rebsorten und Produktionsmethoden und der Entwicklung von neuen Direktvertriebsstrukturen. Der Jubiläumswein stammt aus biologischem und veganem Anbau in traditioneller Handwerkskunst. mehr...

  • 1. Internationaler Aktionstag gegen die Bildungsreform der mexikanischen Regierung und das Massaker in Oaxaca
    Die sozialen Bewegungen Mexikos rufen zu einem internationalen Aktionstag in Solidarität mit Nochixtlán, Oaxaca, auf. Dieser ist am Dienstag 19. Juli, einen Monat nach dem Massaker in Nochixtlán. Dem Aktionstag voran geht eine Karawane der sozialen Bewegungen Oaxacas nach Mexiko Stadt, die unterstützt wird von verschiedenen Gewerkschaften und von über 60 Gemeinden Oaxacas.

    Die Lehrer*innen die in der unabhängigen Lehrergewerkschaft (CNTE) organisiert sind, traten am 15.Mai, aus Protest gegen die von dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto, initiierte Bildungsreform in den Streik. Am 19. Mai haben ca. 800 Bundespolizisten die von den protestierenden Lehrern eingerichteten Straßenbarrikaden in der Gemeinde Nochixtlán im Bundestaat Oaxaca, Süd Mexiko, gewaltsam geräumt. Dabei sind 11 Personen, darunter 1 Lehrer, erschossen und weitere 22 Beteiligte durch Waffen verletzt worden. 7 Personen gelten als Verschwunden und 37 Protestierende wurden inhaftiert.

    Kleinere und grössere Aktionen zu diesem Tag bitte mit Fotos an desinformemonos.org weiterleiten und twittern mit dem Hashtag #AcciónGlobalxNochixtlán

    mehr...

  • LGBTI*-Widerstand, Hassverbrechen und politische Morde in Honduras
    Herzberg Solistand

    Am 6. Juli 2016, wurde mit Lesbia Yaneth eine weitere Aktivistin der indigenen Organisation COPINH erschossen. Honduras wird derzeit von einer Serie politischer Morde und staatlicher Repressionen erschüttert. Betroffen sind neben widerständigen indigenen Organisationen und Gewerkschaftsangehörigen insbesondere Transgender und queere Aktivist*innen. Allein in den letzten Monaten wurden zahlreiche Menschen aus dem Umfeld der LGBTI*-Organisation Arcoiris ermordet (LGBTI * - Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex *).

    mehr...

  • Indigene Aktivistin Berta Cáceres ermordet


    In der Nacht vom 2. auf den 3. März ist Berta Cáceres, Vorsitzende der indigenen Organisation COPINH, in ihrer Wohnung ermordet worden. Unbekannte Täter drangen gegen ein Uhr morgens gewaltsam in die Wohnung ein und erschossen Cáceres die sich aktuell u.a. gegen das Staudammprojekt Agua Zarca, Desarollos Energéticos S.A. (DESA), mit Siemens-Beteiligung engagiert hat.

    Der Mord an Berta Cáceres reiht sich ein in weitere politische Repressionen und Morde in Honduras. Cáceres hatte bereits mehrfach darüber berichtet, dass sie Morddrohungen erhielt und ihr Name auf einer "Todesliste" geführt wurde.

    Ihr Bruder, Gustavo Cáceres, wurde bei dem Mordanschlag ebenfalls schwer verletzt und der mexikanische Umweltaktivist Gustavo Castro Soto durch einen Streifschuss am Kopf verletzt und vermutlich für tot gehalten. Als er später eine Aussage als Zeuge bei der lokalen Polizei machen wollte, wurde er zunächst als Verdächtiger festgesetzt. Inzwischen ist er wieder frei. Lokale Menschenrechtsgruppen fürchten jedoch um sein Leben.

    Die COPINH macht in einer Erklärung zum Tod von Berta Cáceres die Firma DESA und ihre internationalen Projektpartner und Geldgeber für den Mord verantwortlich: "Sie sind es, die hinter ihrem physischen Verschwinden stehen, sie alle haben ihre Hände mit Blut befleckt, mit dem Blut von Indigenen, von Lenca, von Kämpferinnen und Kämpfern."

    Berta Cáceres vom Consejo Civico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras - COPINH war eine Sprecherin der Widerstandsbewegungen und setzte sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung, Frauenrechte und für die Erhaltung der Biodiversität ein. Sie war Gründerin und Koordinatorin verschiedener Netzwerke zum Schutz von Flüssen und gegen Staudammprojekte, von Kampagnen gegen internationale Finanzinstitutionen wie Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank und internationalem Währungsfond. Solidaritätsgruppen in aller Welt protestierten in den letzten Tagen gegen die Ermordung von Berta Cáceres.

    Café Libertad Kollektiv und das antirassistische Fanprojekt St. Pauli Roar haben ihre Arbeit in den vergangenen Jahren direkt unterstützt. Im Juni 2012 fand zudem eine Veranstaltung mit dem Titel "Recht auf... Stadt, Land, Fluss" in der GWA-St. Pauli statt.

    Wir sind traurig und wütend über ihre Ermordung und werden in ihrem Sinne indigene Proteste und soziale Bewegungen gegen staatliche Gewalt und die Folgen kapitalistischer Globalisierung weiter unterstützen.

    Berta Caceres Vive - La Lucha Sigue!

    Mehr Informationen auf amerika21.de

    https://amerika21.de/2016/03/146457/mord-caceres-honduras-siemens mehr...

  •  


Hintergrund

Bio-Kaffee zapatistischer Kleinbauern im Widerstand aus Chiapas - Mexiko


Informations in english and price list


Café Libertad Die Kaffeekooperativen:
'Yachil Xojoval Chulchan', 'Yochin Tayal Kinal' und 'Ssit Lequil Lum'

Unser Kaffee und Espresse stammt aus der Region Oventic im Hochland von Chiapas. Hier haben sich indigene Gemeinden nach dem Aufstand der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN am 1. Januar 1994 unabhängig organisiert.


Nicht einfach nur "organicó" - sondern mehr als nur "bio"!


Bio-Kaffee von zapatistischen und widerständigen Kooperativen ist nicht einfach "nur" biologisch-zertifizierter Kaffee. Solcher Kaffee wird fast überall angeboten. Fragen Sie nach, woher der Kaffee stammt, wer ihn anbaut und wer an seiner Vermarktung verdient! Wir fördern nur genossenschaftlich organisierte Kleinbauern-Familien, die in traditioneller Weise ihren Kaffee unter Schattenbäumen organisch-pestizidfrei anbauen. In Handarbeit werden die Kaffee-Kirschen vom Fruchtfleisch getrennt und in der Sonne getrocknet, statt ihn - wie beim Plantagen-Kaffee - gleich nach der Ernte industriell zu entkernen und zu trocknen. Diese Verarbeitungsmethoden werden von Konzernen und privaten Großgrundbesitzern ("finqueros") auch in Bio-Kaffee-Anbau angewendet. Überlegen Sie sich, ob Sie diese kapitalistischen Strukturen im Naturkosthandel und im Bio-Segment der Supermarkt-Ketten unterstützen wollen!

Solidarischer Handel von Café Libertad Kollektiv eG


Café Libertad
  • Wir arbeiten kostendeckend und sind als Kollektiv in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft organisiert. Als solidarischer Handel zahlen wir für Rohkaffee mehr als den Weltmarktpreis - mindestens 1,90 US-Dollar pro Pfund Bio-Rohkaffee (454g). Damit zahlen wir mehr, als die "faire" Regelung der TransFair-Siegelung vorschreibt. An TransFair beteiligen wir uns nicht, weil wir nicht in fragwürdige Werbekampagnen und Vertriebsstrukturen wie Supermärkte "investieren" wollen. Wir unterstützen die Widerstandsbewegung in Chiapas lieber direkt mit Fördergeldern.
  • Café Libertad förderte in den letzten 15Jahren mit mehr als 200.000 Euro Projekte in zapatistischen Gemeinden.



Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Produkte vergleichen

Es ist kein Artikel zum Vergleichen vorhanden.


Seite durchsuchen
Erweiterte Suche



Anzeigen


www.chiapas98.de


www.chiapas.ch


www.tierra-y-libertad.de


www.carea-menschenrechte.de


amerika21.de


www.npla.de