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03.01.12 // Neues über den Hinterhalt an Alberta Cariño Trujillo und Jyri Jaakkol mehr... - Presseschau vom 03.01.2012
03.01.12 // Fundstücke der letzten Tage mehr... - Projekt umweltfreundlicher Kaffeeanbau auf der Finca Sonador
06.12.11 // Markus Spuhler bringt den Prozess ins Rollen und unterstützt die Finca fachlich. mehr... - »The Invisibles« mit deutschen Untertiteln auf Youtube
01.12.11 // Sehenswerte Kurzfilmreihe über TransmigrantInnen auf ihrem Weg durch Mexiko. mehr...
News
Hintergrund
Bio-Kaffee zapatistischer Kleinbauern im Widerstand aus Chiapas - Mexiko
Die Kaffeekooperativen:
'Yachil Xojoval Chulchan', 'Yochin Tayal Kinal' und 'Ssit Lequil Lum'
Unser Kaffee stammt aus der Region Oventic im Hochland von Chiapas. Hier haben sich indigene Gemeinden nach dem Aufstand der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN am 1. Januar 1994 unabhängig organisiert.
Das Café Libertad Kollektiv in Hamburg organisiert den Import und den Vertrieb dieses zapatistischen Kaffees in Deutschland (und anderen Ländern Europas); sie leistet politische Solidaritätsarbeit mit dem Ziel, die indigenen Gemeinschaften in ihrem Kampf um Würde und Gerechtigkeit zu unterstützen. Gleichzeitig wollen wir durch unsere Arbeit den Aufbau einer ökonomischen Alternative stärken, die auf indigenen Erfahrungen, direkter Demokratie, Selbst-bestimmung und -verwaltung beruht und die Grundbedürfnisse der Menschen nach ausreichender Ernährung, ärztlicher Versorgung, schulischer Bildung und besserer lokaler Infrastruktur erfüllt.
Nicht einfach nur "organicó" - sondern mehr als nur "bio"!
Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, daß der zapatistische Bio-Kaffee nicht einfach "nur" biologisch-zertifizierter Kaffee ist. Solcher Kaffee wird fast überall angeboten. Fragen Sie nach, woher der Kaffee stammt, wer ihn anbaut und wer an seiner Vermarktung verdient! Wir fördern nur genossenschaftlich organisierte Kleinbauern-Familien, die in traditioneller Weise ihren Kaffee unter Schattenbäumen organisch-pestizidfrei anbauen. In Handarbeit werden die Kaffee-Kirschen vom Fruchtfleisch getrennt und in der Sonne getrocknet, statt ihn - wie beim Plantagen-Kaffee - gleich nach der Ernte industriell zu entkernen und zu trocknen. Diese Verarbeitungsmethoden werden von Konzernen und privaten Großgrundbesitzern ("finqueros") auch in Bio-Kaffee-Anbau angewendet. Überlegen Sie sich, ob Sie diese kapitalistischen Strukturen im Naturkosthandel und im Bio-Segment der Supermarkt-Ketten unterstützen wollen!
Zum Konzept der Café Libertad Kollektiv eG:
- Wir arbeiten kostendeckend und sind als Kollektiv in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft organisiert. Wie im alternativen Handel üblich, zahlen wir für den Kaffee mehr als den Weltmarktpreis - mindestens 1,90 US-Dollar pro Pfund Bio-Rohkaffee (454g). Damit zahlen wir mehr, als die "faire" Regelung der TransFair-Siegelung vorschreibt. An TransFair beteiligen wir uns nicht, weil wir nicht in fragwürdige Werbekampagnen und Vertriebsstrukturen wie Supermärkte "investieren" wollen. Wir unterstützen die Widerstandsbewegung in Chiapas lieber direkt mit Fördergeldern.
- Café Libertad förderte in den letzten fünf Jahren mit ca. 44.000 €uros u.a. den Aufbau einer zahnärztlichen Notfallklinik im Caracol Morelia, die Versorgung der Flüchtlinge in Polhó, den Aufbu einer zahnärztlichen Klinik, den Brunnenbau und Schulprojekte in zapatistischen Gemeinden.
Stand: 6. Januar 2009 - 13:00 Uhr
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