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  • Längere Lieferzeiten und Angriffe auf Gemeinden
    Als solidarischer Handel versuchen wir nicht nur Kooperativen und Kleinbäuer*innen durch den Kauf von Kaffee zu unterstützen, sondern auch nah an Protesten und sozialen Bewegungen vor Ort zu sein. In diesem Jahr spüren wir die Verschlechterung der politische Situation in Honduras und Chiapas besonders. Die Lieferungen von Rohkaffee der zapatistischen Kooperativen haben sich aufgrund von Bedrohungen und Angriffen paramilitärischer Gruppen auf indigene Gemeinden verzögert. Hintergrund bilden die Versuche Land von indigenen Gemeinden zu rauben im Interesse von Großgrundbesitzer*innen und Unterstützung durch Regierungsparteien.

    Auch die Frauenkooperative Aprolma aus Honduras berichtete von Schwierigkeiten durch den Wahlbetrug der Regierung und Repressionen gegen Proteste, welche auch die Ernte und Weiterverarbeitung behindern. Bedauerlicherweise wurde zudem ein geplanter Ersatz-Container aus Kolumbien durch einen Fehler der Reederei nicht nach Hamburg, sondern in die USA verschifft, so das nun mehrere Sorten erst bis vorraussichtlich 6. Juni frisch vom Röster lieferbar sind.

    Wir entschuldigen uns für die Lieferengpässe und bitten um euer Verständnis für die Probleme.

    Aktuell nicht lieferbar bzw. vorraussichtlich ab 6. Juni lieferbar sind:

    Artikel

    100 Libertad 500g Röstkaffee gemahlen (Alternative: 130 Las Chonas gemahlen)

    500 Störtebeker 250g Röstkaffee gemahlen (Alternative: 600 Sonador gemahlen)

    210 Rebeldia Espresso 500g Bohne (Alternative: 260 Durito Bohne)

    200 Rebeldia Espresso 250g gemahlen (Alternative: 250 Durito gemahlen)

    280 Kiptik Espresso250g gemahlen (Alternative: 1910 St. Pauli Roar gemahlen)

    Ihr könnt uns gerne eine E-Mail an info@cafe-libertad.de senden und Vorbestellungen abgeben, die wir ausliefern sobald der Kaffee geröstet ist. Wir aktualisieren diese Liste regelmäßig und halten euch auf dem Laufenden wenn Sorten wieder lieferbar sind. mehr...

  • Zwangsvertreibungen und Solidarität mit indigenen und zapatistischen Gemeinden
    Im Oktober 2017 wurden mehr als 5.000 Menschen aus der Gemeinde Chalchihuitlán gewaltsam vertrieben; Bis heute leben diese Familien unter Plastikplanen im Busch; Kinder sind an Erkältung und mangelnder medizinischer Versorgung gestorben.

    Zwischen dem 24. und 26. März 2018 wiederholten sich die Angriffe gegen die Bevölkerung der Gemeinde Aldama. Diesmal wurden 747 Menschen vertrieben. Es gab bereits drei Tote (2 Kinder und ein erwachsener Mann), die erschossen wurden wurden, als sie Mais anpflanzen wollten.

    Diese beiden Fälle von Zwangsvertreibung wurden von den Paramilitärs der Region provoziert die unter dem Schutz der mexikanischen Regierung agieren. Wir fordern mit anderen Solidaritätsgruppen den sofortigen Stopp staatlicher Gewalt gegen indigene Bevölkerungsgruppen, zapatistische Unterstützungsbasen und soziale Bewegungen. mehr...

  • Für Privat-Kund*innen aus Österreich gelten neue Rechnungskonditionen
    Wir weisen ab sofort die österreichische Umsatzsteuer aus. Dies bedeutet, dass die Umsatzsteuer von 7% in Deutschland auf 20% für Röstkaffee und für andere Waren von 7% auf 10% bzw. ebenfalls 20% steigt. Dafür entfällt die deutsche Kaffeesteuer. Der Röstkaffeepreis wird hierdurch bei Lieferungen nach Österreich etwas günstiger.

    Für alle privaten Kund*innen aus anderen EU-Ländern oder nicht Mitgliedsländern der EU, gilt weiterhin die deutsche Umsatz-und Kaffeesteuer.

    Für gewerbliche Kund*innen mit Umsatzsteueridentifikationsnumer ändert sich nichts und bleiben innergemeinschaftliche Lieferung zu den bisherigen Konditionen bestehen. mehr...

  • Proteste und Ausnahmezustand in Honduras
    Sieben Tote und viele Verletze bei Unruhen im ganzen Land aufgrund eines drohenden Putsch der Regierung. Nach den Präsidentschaftswahlen und inmitten der noch laufenden Stimmenauszählung hat der Ministerrat von Honduras den Ausnahmezustand im gesamten Land verhängt. Das schließt eine Ausgangssperre ein. Partnerkooperativen von Café Libertad berichten von Verzögerungen bei der Ernte aufgrund der Lage vor Ort. Lieferungen können sich daher verzögern.

    In Sozialen Netzwerken und auf amerika21 wird über schwere Verletzungen der Menschenrechte berichtet. Im ganzen Land wird gegen die Verzögerung der Bekanntgabe des Wahlergebnisses und den befürchteten Wahlbetrug des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández demonstriert. Straßen und Brücken werden blockiert. Die Mautstationen im Norden des Landes, die seit 2016 in der Bevölkerung heftigen Widerstand provoziert haben, sind am Freitag in Flammen aufgegangen. In den großen Städten des Landes wurden Geschäfte geplündert und verwüstet.

    Bei den ersten Veröffentlichungen der vorläufigen Wahlergebnisse hatte die Opposition einen Vorsprung von fünf Prozent. Die Wahlbehörde erklärte, dass die Tendenz des Vorsprungs nach Auszählung von 71 Prozent der Wahldokumente nicht mehr umkehrbar sei. In den Tagen danach verringerte sich der Vorsprung in Veröffentlichungen. Letztlich verzeichnete Hernández einen Vorsprung von etwas mehr als einem Prozent der Stimmen. Eine Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses hat bis heute nicht stattgefunden.

    In den Tagen nach der Wahlen war mehrmals das Computersystem des TSE abgestürzt, Wahldokumente waren nicht in die Auszählung einbezogen worden. Schließlich mussten internationale Wahlbeobachter und Journalisten das Gebäude verlassen, in dem sich die Dokumente befinden. Daraufhin begann die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern den Platz vor dem Gebäude zu räumen, wo sich zahlreiche Menschen versammelt hatten.

    Die Militärpolizei hat am 1.12. in den Morgenstunden in der Hauptstadt Tegucigalpa eine 19-Jährige erschossen. Damit ist die Zahl der Todesopfer bei den Protesten laut lokalen Medien auf sieben gestiegen. Viele Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Am 4.12. wurde bekannt, dass zwei Bataillone der Spezialpolizei COBRA in Tegucigalpa und in San Pedro Sula sich der Befehle verweigern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die anderen bewaffneten Kräfte in den nächsten Tagen verhalten werden. Honduranische Medien berichteten über eine Übernahme der Befehlsgewalt von Teilen der Nationalpolizei durch das Militär.

    Zusammengesfasst von und mehr Informationen auf amerika21: https://amerika21.de/geo/honduras mehr...

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Hintergrund

Bio-Kaffee zapatistischer Kleinbauern im Widerstand aus Chiapas - Mexiko


Informations in english and price list


Café Libertad Die Kaffeekooperativen:
'Yachil Xojoval Chulchan', 'Yochin Tayal Kinal' und 'Ssit Lequil Lum'

Unser Kaffee und Espresse stammt aus der Region Oventic im Hochland von Chiapas. Hier haben sich indigene Gemeinden nach dem Aufstand der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN am 1. Januar 1994 unabhängig organisiert.


Nicht einfach nur "organicó" - sondern mehr als nur "bio"!


Bio-Kaffee von zapatistischen und widerständigen Kooperativen ist nicht einfach "nur" biologisch-zertifizierter Kaffee. Solcher Kaffee wird fast überall angeboten. Fragen Sie nach, woher der Kaffee stammt, wer ihn anbaut und wer an seiner Vermarktung verdient! Wir fördern nur genossenschaftlich organisierte Kleinbauern-Familien, die in traditioneller Weise ihren Kaffee unter Schattenbäumen organisch-pestizidfrei anbauen. In Handarbeit werden die Kaffee-Kirschen vom Fruchtfleisch getrennt und in der Sonne getrocknet, statt ihn - wie beim Plantagen-Kaffee - gleich nach der Ernte industriell zu entkernen und zu trocknen. Diese Verarbeitungsmethoden werden von Konzernen und privaten Großgrundbesitzern ("finqueros") auch in Bio-Kaffee-Anbau angewendet. Überlegen Sie sich, ob Sie diese kapitalistischen Strukturen im Naturkosthandel und im Bio-Segment der Supermarkt-Ketten unterstützen wollen!

Solidarischer Handel von Café Libertad Kollektiv eG


Café Libertad
  • Wir arbeiten kostendeckend und sind als Kollektiv in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft organisiert. Als solidarischer Handel zahlen wir für Rohkaffee mehr als den Weltmarktpreis - mindestens 1,90 US-Dollar pro Pfund Bio-Rohkaffee (454g). Damit zahlen wir mehr, als die "faire" Regelung der TransFair-Siegelung vorschreibt. An TransFair beteiligen wir uns nicht, weil wir nicht in fragwürdige Werbekampagnen und Vertriebsstrukturen wie Supermärkte "investieren" wollen. Wir unterstützen die Widerstandsbewegung in Chiapas lieber direkt mit Fördergeldern.
  • Café Libertad förderte in den letzten 15Jahren mit mehr als 200.000 Euro Projekte in zapatistischen Gemeinden.



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