Willkommen auf www.cafe-libertad.de!

News News

  • Act Absurdum spielt B. Travens Totenschiff


    28 Okt 2018 Uhrzeit 20:00 - 22:30

    Die Theatergruppe Act Absurdum aus Berlin hat B. Travens Klassiker adaptiert und präsentiert ein Theaterstück, das von einem passlosen Seemann handelt, der in den 1920er Jahren durch Europa irrt, wo er von einem Land ins andere abgeschoben wird, bis er schließlich auf der Yorikke landet – einem Totenschiff, das nur noch fährt, um zu sinken und eine Versicherungsprämie für die Kompanie einzufahren. Act Absurdum ist eine freie Berliner Theatergruppe, die den Anspruch hat, Anarcho-Theater zu machen und sich kritisch mit der Dialektik politischer und gesellschaftlicher Absurditäten auseinander setzt.

    Das aktuelle Stück wurde in mehreren Locations in Berlin aufgeführt und macht im Herbst eine Tour durch verschiedene Städte im deutschsprachigen Raum. Wir danken dem Café Libertad, dem Café Exil und der FAU Hamburg für ihre Unterstützung.

    Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr Spieldauer: ca. 2,5 Stunden

    Das Totenschiff und Act Absurdum mehr...

  • Wo ist Sergio Rivera Hernández?
    Solidarität gegen Landraub und das Verschwindenlassen in Mexiko



    Etwas über ein Jahr ist es her, dass Trinidad Ramírez und Omar Esparza an den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg teilgenommen haben. Omar Esparza von der sozialen Bewegung Movimento Agrario Indegina Zapatista (MAIZ) hat in Interviews, Diskussionsveranstaltungen, beim alternativen Medienzentrum im Millerntor und der Auftaktkundgebung „Welcome to hell“ vom Landraub bei indigenen Gemeinden, von politischen Repressionen und der massenhaften Dimension des Verschwindenlassens in Mexiko berichtet. Seit dem 23. August ist nun der Compa Sergio Rivera Hernández von MAIZ verschwunden und Omar Esparza mit ernstzunehmenden Morddrohungen konfrontiert.

    Nach Aussagen von Augenzeugen ist Sergio Rivera Hernández von "Agentes Municipales" verschleppt worden. Diese sind Verwaltungs- und Polizeivertreter des Stadtrates eines Dorfes oder einer Gemeinde in Mexiko. Im diesen Fall von der Gemeinde Zoquitlán, in Puebla, Mexiko.

    Sergio Rivera Hernández und weitere Aktivist*innen haben lokale Proteste und Widerstand in den umliegenden Gemeinden gegen ein großes Wasserkraftwerk in der Sierra Negra, Puebla organisiert. Das Kraftwerk soll das Bergbau-Unternehmen „Minera Autlán" mit Strom versorgen und so weiteren Landraub befördern. Der anschließend gewonnene Strom ist nicht für die Gemeinden in der Region, sondern ausschließlich für den Konzern bestimmt, der unter anderem das Metall Mangan zur Stahlhärtung fördert. Dieser findet in der umliegenden Autoindustrie Verwendung. In Puebla sind mit Volkswagen und Audi wichtige Werke der deutschen Autoindustrie angesiedelt.

    Minera Autlán: „We have to put our house in order“

    „Zunächst einmal glaube ich, dass wir ein Land haben, das reich an natürlichen Ressourcen ist, und wir müssen diese Ressourcen in finale Produkte und Dienstleistungen für die Welt verwandeln. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir in Mexiko das Talent und die Leute haben. Wir müssen unser Haus in Ordnung bringen, aber ich glaube, dass, wenn der private Sektor und die Regierung zusammenarbeiten, wir eine sehr wichtige Nation für die Welt werden können.“
    * José Antonio Rivero Larrea, Chairman and CEO of Minera Autlan, Juni 2000 (1)


    Die Aktiengesellschaft „Minera Autlán" wird mehrheitlich kontrolliert von José Antonio Rivero Larrea, einem einflussreichen Industriellen, der Vorsitzender des Internationalen Mangan Institutes und Präsident der Mexikanischen Bergbaukammer war. Er ist zudem verwandt mit German Larrea, einem der reichsten Investoren in Mexiko mit engen Kontakten zur Regierung. José Antonio Rivero Larrea spricht sich für stärkere Privatisierungen aus und setzt sich für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen ein. Vor dem Hintergrund der Verwicklung von organisierter Kriminalität und Politik in politische Morde bei der Bekämpfung von Protesten gegen klimaschädliche Bergbauprojekte und Landraub kann die „We have to put our house in order“ Programmatik als eine zynische Umschreibung für die Kultur des verschwindenlassens in Mexiko betrachtet werden. 15 Klima- und Umweltaktivist*innen wurden allein im Jahr 2017 in Mexiko ermordet.

    Der Widerstand in den Gemeinden ist gegen die Interessen der Regierenden PRI-Partei, anderer lokaler Parteien und großer Konzerne in der Region. Nach Informationen von MAIZ wendet Autlán dabei in Komplizenschaft von Regierung und dem organisiertem Verbrechen gewaltsame Methoden an, um den Widerstand zu brechen. So wurde im Februar 2018 ein leerer Bus, den Mitglieder von MAIZ für eine Demonstration benutzten, auf der Rückreise angezündet. Sergio Rivera Hernández wurde bereits am 28. Juni mit zwei weiteren Aktivisten von MAIZ von Mitgliedern der Parteien PRD und PAN festgehalten und bereits mit Mord bedroht.

    Indigene Gemeinden gegen Landraub, Klimawandel und kapitalistische Ausbeutung

    Omar Esparza erklärte auf einer Pressekonferenz zum Verschwinden von Sergio, dass das Wasserkraftwerkprojekt von der Regierung und „Minera Autlán" elf Jahre lang entwickelt wurde, ohne die Betroffenen indigenen Gemeinden der Region zu informieren. „Minera Autlan“ und Bundesbehörden haben Zersetzungstechniken in den Gemeinden angewendet und Dorfbewohner*innen bedroht und versucht mit Geld zu kaufen. Omar Esparza hat darauf hingewiesen, dass Aktivist*innen in den Gemeinden das Projekt weiterhin entschieden ablehnten. Vor diesem Hintergrund sind die Morddrohungen gegen Omar und weiterer Mitglieder von Movimento Agrario Indegina Zapatista als neuer Versuch der Zerschlagung des Widerstandes vor Ort zu betrachten.



    Die Compas von MAIZ protestieren und fordern Aufklärung über den Verbleib von Sergio und die Verantwortlichen in der Regierung. Je länger Sergio verschwunden bleibt, desto wahrscheinlicher muss davon ausgegangen werden, dass er ermordet wurde. Lassen wir nicht zu, dass Sergio Rivera Hernández verschwunden bleibt. Es braucht unsere Solidarität und transnationale Aufmerksamkeit, damit keine weiteren Aktivist*innen verschwinden, getötet werden oder flüchten müssen.

    Was sie planen: Friedhofsruhe! Was sie fürchten: Unsere Solidarität!

    Repressive Gewalt und Angriffe auf Aktivist*innen und indigene Gemeinden werden nicht zur gewünschten Friedhofsruhe führen. Mit jedem Tag, den Sergio verschwunden bleibt, mit jeder Morddrohung und jedem Mord, wächst unsere Verpflichtung die Machenschaften von „Minera Autlan“, die Verfilzung mit der mexikanischen Regierung und organisierten Kriminalität, die Profiteure und Verantwortlichen des Verschwindenlassens und der Morde öffentlich zu machen und politisch anzugreifen, um das Leben selbst zu verteidigen.

    Alle sind aufgerufen, die Proteste und den Kampf um die Freilassung von Sergio und sein Leben zu unterstützen, indem sie über die Vorgänge informieren und politischen Druck erzeugen. So wie Movimento Agrario Indegina Zapatista während des G20 in Hamburg an unserer Seite stand und gemeinsam mit uns und vielen anderen gegen den Gipfel demonstriert hat, um die globale Gewalt zu demaskieren, so stehen wir auf der Seite des indigenen Protestes und Widerstandes gegen „Minera Autlan“ und der sozialen Bewegung gegen politischen Morde in Mexiko.

    Schluss mit der Komplizenschaft von Regierung, organisiertem Verbrechen und Konzernen gegen soziale Bewegungen!

    Vivo se lo llevaron, vivo lo queremos!*

    * Lebend habt ihr ihn genommen, lebend wollen wir ihn zurück!



    Café Libertad Kollektiv

    Mehr Informationen:

    https://www.npla.de/poonal/indigener-menschenrechtsverteidiger-gewaltsam-verschwunden/

    https://amerika21.de/2018/08/210880/mexiko-verschwindenlassen

    http://www.congresonacionalindigena.org/2018/08/24/el-movimiento-agrario-indigena-zapatista-maiz-exige-de-manera-inmediata-la-presentacion-con-vida-del-companero-sergio-rivera-hernandez/

    https://pueblossinfronteras.wordpress.com/2018/08/30/acusan-a-minera-autlan-de-desaparicion-forzada-de-sergio-rivera-lider-indigena-en-puebla-opositor-a-hidroelectrica/

    1.) Quelle: http://www.winne.com/mexico2/cr05interv1.html mehr...

  • Datenschutzerklärung
    Unsere neue Datenschutzerklärung
    mehr...

  • Zwangsvertreibungen und Solidarität mit indigenen und zapatistischen Gemeinden
    Im Oktober 2017 wurden mehr als 5.000 Menschen aus der Gemeinde Chalchihuitlán gewaltsam vertrieben; Bis heute leben diese Familien unter Plastikplanen im Busch; Kinder sind an Erkältung und mangelnder medizinischer Versorgung gestorben.

    Zwischen dem 24. und 26. März 2018 wiederholten sich die Angriffe gegen die Bevölkerung der Gemeinde Aldama. Diesmal wurden 747 Menschen vertrieben. Es gab bereits drei Tote (2 Kinder und ein erwachsener Mann), die erschossen wurden wurden, als sie Mais anpflanzen wollten.

    Diese beiden Fälle von Zwangsvertreibung wurden von den Paramilitärs der Region provoziert die unter dem Schutz der mexikanischen Regierung agieren. Wir fordern mit anderen Solidaritätsgruppen den sofortigen Stopp staatlicher Gewalt gegen indigene Bevölkerungsgruppen, zapatistische Unterstützungsbasen und soziale Bewegungen. mehr...

  • Für Privat-Kund*innen aus Österreich gelten neue Rechnungskonditionen
    Wir weisen ab sofort die österreichische Umsatzsteuer aus. Dies bedeutet, dass die nach Österreich verkauften Waren nun eine Umsatzsteuer von 10% bzw. 20% enthalten.

    Für alle privaten Kund*innen aus anderen EU-Ländern oder nicht Mitgliedsländern der EU, gilt weiterhin die deutsche Umsatz-und Kaffeesteuer.

    Für gewerbliche Kund*innen mit Umsatzsteueridentifikationsnumer ändert sich nichts und bleiben innergemeinschaftliche Lieferung zu den bisherigen Konditionen bestehen. mehr...

  •  


Hintergrund

Bio-Kaffee zapatistischer Kleinbauern im Widerstand aus Chiapas - Mexiko


Informations in english and price list


Café Libertad Die Kaffeekooperativen:
'Yachil Xojoval Chulchan', 'Yochin Tayal Kinal' und 'Ssit Lequil Lum'

Unser Kaffee und Espresse stammt aus der Region Oventic im Hochland von Chiapas. Hier haben sich indigene Gemeinden nach dem Aufstand der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN am 1. Januar 1994 unabhängig organisiert.


Nicht einfach nur "organicó" - sondern mehr als nur "bio"!


Bio-Kaffee von zapatistischen und widerständigen Kooperativen ist nicht einfach "nur" biologisch-zertifizierter Kaffee. Solcher Kaffee wird fast überall angeboten. Fragen Sie nach, woher der Kaffee stammt, wer ihn anbaut und wer an seiner Vermarktung verdient! Wir fördern nur genossenschaftlich organisierte Kleinbauern-Familien, die in traditioneller Weise ihren Kaffee unter Schattenbäumen organisch-pestizidfrei anbauen. In Handarbeit werden die Kaffee-Kirschen vom Fruchtfleisch getrennt und in der Sonne getrocknet, statt ihn - wie beim Plantagen-Kaffee - gleich nach der Ernte industriell zu entkernen und zu trocknen. Diese Verarbeitungsmethoden werden von Konzernen und privaten Großgrundbesitzern ("finqueros") auch in Bio-Kaffee-Anbau angewendet. Überlegen Sie sich, ob Sie diese kapitalistischen Strukturen im Naturkosthandel und im Bio-Segment der Supermarkt-Ketten unterstützen wollen!

Solidarischer Handel von Café Libertad Kollektiv eG


Café Libertad
  • Wir arbeiten kostendeckend und sind als Kollektiv in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft organisiert. Als solidarischer Handel zahlen wir für Rohkaffee mehr als den Weltmarktpreis - mindestens 1,90 US-Dollar pro Pfund Bio-Rohkaffee (454g). Damit zahlen wir mehr, als die "faire" Regelung der TransFair-Siegelung vorschreibt. An TransFair beteiligen wir uns nicht, weil wir nicht in fragwürdige Werbekampagnen und Vertriebsstrukturen wie Supermärkte "investieren" wollen. Wir unterstützen die Widerstandsbewegung in Chiapas lieber direkt mit Fördergeldern.
  • Café Libertad förderte in den letzten 15Jahren mit mehr als 200.000 Euro Projekte in zapatistischen Gemeinden.



Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Produkte vergleichen

Es ist kein Artikel zum Vergleichen vorhanden.


Seite durchsuchen
Erweiterte Suche



Anzeigen


www.chiapas98.de


www.chiapas.ch


www.tierra-y-libertad.de


www.carea-menschenrechte.de


amerika21.de


www.npla.de